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Kommentare zu:
Grüne starten neuen Anlauf für Selbstbestimmungsgesetz


#1 FinnAnonym
  • 03.06.2020, 12:49h
  • Ich danke den Grünen, dass sie nicht locker lassen.

    Aber auch dieses Mal wird es wieder an Union und SPD scheitern.
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#2 Ach jaAnonym
#3 FinnAnonym
  • 03.06.2020, 13:35h
  • Antwort auf #2 von Ach ja
  • 1. Wo habe ich denn geschrieben, dass die FDP besser wäre? Sowohl FDP als auch SPD haben immer wieder gezeigt, dass sie nur Schoßhündchen der Union sind. Also sind FDP und SPD gleichermaßen unwählbar, wenn man das nicht mehr will.

    Aber kleiner Tipp: es gibt noch mehr Parteien. Bei der letzten Bundestagswahl mehr als 40, wovon dann sieben ins Parlament gekommen sind.

    2. In der letzten Prognose der Forschungsgruppe Wahlen ist die FDP mit 4% vertreten und wäre dann also gar nicht im Bundestag. Aber auch die anderen Umfragen sehen die FDP bei max. 6%. Da ist es doch recht kühn, zu behaupten, es würde für Schwarz-Gelb reichen.
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#4 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 03.06.2020, 13:41h
  • Ich fürchte, das Ganze wird schon wegen der Begrifflichkeit "Selbstbestimmungsgesetz" scheitern.

    Deutschland ist nun mal kein Land, in dem Menschen frei und selbstbestimmt leben können. Das ist politisch nicht gewünscht. Ein weiteres Beispiel dafür ist das Sanktionierungsinstrumentarium bei Hartz IV.

    Die deutsche Politik, der deutsche Staat sind darauf ausgerichtet, Menschen klein zu halten und zu gängeln, wo es nur geht.

    Ich höre schon Stimmen laut werden wie "Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder selbst bestimmen könnte..."

    Tja. Wo kämen wir hin? Am End' in ein "freies Land", das den Begriff verdient hätte? In ein Land, in dem ALLE "gut und gerne leben", statt nur die Privilegierten?

    Aber GENAU DESHALB wird das nicht passieren.
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#5 Fakt istAnonym
  • 03.06.2020, 13:50h
  • Antwort auf #2 von Ach ja
  • Fakt ist doch, dass eine Verbesserung der Lage von Trans-Menschen und Intersexuellen immer wieder an Union und SPD scheitert. Das wirst Du doch nicht bestreiten.

    Dass es auch andere Parteien gibt, die auch nicht besser sind, ist klar. Da fällt mir nicht nur die FDP ein, sondern auch die leider sehr viel stärkere AfD.

    Aber sollen solche Parteien jetzt der Maßstab sein, an dem sich eine SPD messen lassen will?
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#6 Still_IthProfil
  • 03.06.2020, 14:21hHessen
  • Nicht, solange Merkel und Seehofer auch nur das geringste Wörtchen mitzureden haben, was de facto bedeutet, dass auch die SPD dem wiedermal hinterherdackeln wird.
    Und die Umfragewerte der CDU/CSU geben leider so gar keinen Anlass zur Hoffnung, dass sich das mit der Zusammensetzung der Regierung in absehbarer Zukunft ändern wird.

    Der Einzige mit der entsprechenden Macht, der sich für das Thema interessiert, ist nunmal Seehofer. Und seine Motivationen: Verachtung und Hass.
    Wobei ich seinem Nachfolger in spe, Söder, durchaus zutraue, das in seiner Gesamtheit zu übernehmen.

    Trotzdem danke @Grüne. Falls die SPD glaubhaft macht, dass sie mal auf Pöstchen verzichten würde, ist's bei der nächsten Bundestagswahl den Versuch wert.
    Wobei ich skeptisch bleibe, dass das so funktioniert. Bei der Homo-Ehe gab's immerhin eine breite Bevölkerung dafür. Bei uns gibt's die breite Bevölkerung eher dagegen, und das sieht nichtmal bei den meisten Nicht-Betroffenen anders aus, die sich als Allys begreifen.
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#7 Ach jaAnonym
#8 Ach jaAnonym
#9 KaiJAnonym
  • 03.06.2020, 16:29h
  • Skepsis ist kein erfolgreiches Handlungskonzept. Eine Wechselwirkung von Bundesverfassungsgerichtsentscheidungen und Herstellung von Öffentlichkeit samt ausgereifter Gesetzesvorlage kann den Druck auf den Gesetzgeber derart erhöhen, dass Parteien bei einem Thema keine feste Grösse mehr darstellen und dem Gesetz zustimmen. So ist es geschehen bei der Öffnung der Ehe für alle. Für einen freien Geschlechtseintrag lässt sich meines Erachtens bei der Bevölkerung eine grosse Mehrheit herstellen. Ein Anspruch auf geschlechtsangleichende Massnahmen sind die logische und rechtliche Konsequenz daraus. Der Gesetzentwurf sollte dahingehend verbessert werden, dass Trans- und Intergeschlechtlichkeit gleichgestellt betrachtet werden, dass der Umfang der Inanspruchnahme ärztlicher Beratung selbstbestimmt keine Vorraussetzung für eine OP ist und dass als Dauer für eine erneute Änderung des Geschlechtseintrages ein halbes Jahr reichen sollte. Hoffentlich entsteht eine rege Diskussion direkter Betroffener über die Gesetzesvorlage, die dann aufklärend eine breite der Gesetzesvorlage zustimmende Öffentlichkeit herstellt.
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#10 MariposaAnonym
#11 FinnAnonym
  • 03.06.2020, 20:52h
  • Antwort auf #10 von Mariposa
  • Ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Cassandras wir hier haben, die offenbar eine Glaskugel ihr Eigen nennen, die sie in die Zukunft sehen lässt.

    1.
    Die Grünen haben bereits in mehreren Landtagen bewiesen, dass sie der Union (selbst einem extrem konservativem Landesverband wie dem hessischen) durchaus auch in LGBTI-Fragen Zugeständnisse abringen können.

    Dass man in Koalitionen Kompromisse eingehen muss, ist klar. Aber die Grünen schaffen Kompromisse. Auch von der SPD würde niemand erwarten, dass sie 100% durchsetzen. Aber wenigstens 50% oder 40% sollten es schon sein. Und nicht 0%.

    2.
    Den Grünen ist auch bewusst, dass die SPD sich durch ihre Unions-Unterwürfigkeit von der Volkspartei um 40% zur Kleinpartei gemacht hat, die schon glücklich ist, wenn sie mal von monatelangen 13% auf 15% steigen konnten.

    Und da die Grünen von einer viel geringeren Startposition als 40% ausgehen, werden sie nicht riskieren, von ihren ca. 20% nochmal mehr als die Hälfte zu verlieren.

    Alleine schon aus Eigennutz werden die Grünen sich also nicht so über den Tisch ziehen lassen.

    3.
    Die SPD hat jetzt in mehreren Legislaturperioden gezeigt, welche Politik sie machen. Wieso also nicht mal anderen die Chance geben, es besser zu machen? Schlechter kann es eh kaum werden.

    Und wenn die Grünen genauso versagen würden, hätten sie halt auch die Konsequenzen zu tragen.

    Aber wieso soll man nur wegen der potentiellen Möglichkeit des Versagens anderer jetzt nur noch Parteien wählen, wo das Versagen sicher ist. Das ist ja wie Stockholm-Syndrom.
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#12 FinnAnonym
  • 03.06.2020, 20:55h
  • Antwort auf #8 von Ach ja
  • Es passt zu Dir, dass Du ausgerechnet Kaffeesatzleserei der Springer-Presse als Fakten verkaufen willst.

    Und dann auch noch einen Link angibst, der nur zu einer Startseite führt, statt auf einen Artikel, wo dies behauptet wird.

    Dass die Welt versucht, Schwarz-Gelb herbei zu reden, wundert mich nicht. Dass immer noch Leute auf solche Tricks reinfallen wundert mich dagegen jeden Tag aufs Neue.
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#13 alien humanAnonym
  • 03.06.2020, 22:44h
  • Antwort auf #10 von Mariposa
  • Ich verstehe deine Skepsis.
    Aber hey, mindestens sieht der Vorschlag, den Sie bringen, gut aus. Und sie scheinen offen für Diskussionen zu sein, falls vor allem trans* und inter* Menschen, um die es ja vor allem geht, Verbesserungen im Gesetzestext sehen wollen. Ich möchte damit die Arbeit der Aktivist*innen in keinster Weise kleinreden, die das alles schon seit Jahrzehnten bis zum Umfallen jeder*m erklären, die zuhören wollen. Aber so erreicht das vielleicht auch andere Menschen, die vielleicht einfach noch nicht so damit in Berührung gekommen sind, oder nur die giftigen und verkehrten Diskurse der Gegner kennen, auch wenn sie vielleicht sogar wissen, daß die falsch sind. So Leute, die eher am Umweltschutz interessiert sind, oder auch die radikalere politische Szene, oder auch Feminist*innen, die sich einfach noch nicht so viel damit auseinandergesetzt haben oder auch Leute, die nicht wählen gehen, aber trotzdem damit was anfangen können etc.
    Natürlich sind das Politiker*innen, aber das ist ja auch eigentlich ihre Arbeit, oder Berufung, nicht? Und es wird sich zeigen, ob sie dieses Vorhaben, das eigentlich gut und vernünftig aussieht, und sie sich vorgenommen haben umzusetzen, wegen Kalkulationen fallen lassen. Wie der Kommentator KaiJ es sehr gut gesagt hat, das würde das Thema und das Richtige an der Sache trotzdem nicht ändern. Und du solltest natürlich, wenn du daran interessiert bist, die Verfasser*innen und Unterstützer*innen in der Politik auch bei ihrem Wort halten, vor allem, wenn du sie als deine Repräsentant*innen siehst oder sehen möchtest.
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#14 alien humanAnonym
  • 04.06.2020, 00:37h
  • Antwort auf #11 von Finn
  • Was ist so schlimm daran, ein Thema zu einer Herzenssache zu machen, weil es einem ehrlich am Herzen liegt, oder einfach dafür und dabei zu sein, weil es das Richtige ist aus validen und nachvollziehbaren Gründen? Oder weil es unfassbar ist, dass Menschen angefeindet werden nur wegen ihrem Geschlecht?
    Politiker*innen, die ihr Handeln nur nach Kalkulationen ausrichten, verhalten sich wie Unternehmer oder Anleger, was sie nicht sind, denn das ist nicht ihre Arbeit. Angelegenheiten wie diese sind keine Werbung für ein Produkt, die, soweit nicht anders geregelt, unverbindlich ist und abgekoppelt vom Geschäft, das in erster Linie Profit bringen soll. Denn das sind sie echt nicht.
    Verstehe mich nicht falsch, sich solche Rechnungen durch den Kopf gehen zu lassen finde ich in Ordnung, warum nicht? Ist nicht als ein Vorwurf auf deinen Kommentar gemeint. Nur ein Gedanke dazu.
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#15 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 04.06.2020, 06:42h
  • Antwort auf #11 von Finn
  • Du tust ja gerade so, als wären die Grünen bundesweit noch nie in Regierungsverantwortung gewesen und müssten nun endlich beweisen dürfen, was alles Tolles in ihnen steckt.

    Sie waren allerdings bereits 1998-2005 an der Regierung. Mit der menschenfeindlichen Agenda 2010 haben sie da schon ganz schön Dreck am Stecken. Erst letztens hatte ich eine unschöne Facebook-Diskussion mit einem Grünen-Politiker, der meinte, man könne die Regelsätze nicht so einfach erhöhen, denn man wisse ja nicht, welcher Satz angemessen sei. Meinen mehrfachen Hinweis darauf, dass der Paritätische Gesamtverband jährlich fundierte Empfehlungen zu deren Höhe veröffentlicht, ließ er nicht gelten.

    (Wen es näher interessiert: der Verband fordert 150 Euro mehr pro Person und Monat:)

    www.der-paritaetische.de/presse/regelsaetze-bei-hartz-iv-par
    itaetischer-gesamtverband-fordert-582-euro/


    Ich bin nun wirklich kein Anhänger der GroKo, und selbstverständlich auch weder der AfD noch der FDP. Nur halte ich auch die Grünen nicht für den großen Heilsbringer. Schon gar nicht in Koalition mit der sich selbst so bezeichnenden "Mitte".

    Was wir dringend brauchen, ist eine klar links ausgerichtete Bundesregierung. Aus meiner Sicht nur mit SPD, Grünen und der Linken zu machen. Und das eben auch nur, sofern SPD und Grüne sich nicht wieder lieber der CDU/CSU an den Hals schmeißen.
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#17 FinnAnonym
  • 04.06.2020, 09:29h
  • Antwort auf #16 von Ach ja
  • "Ich bin politisch links und bestimmt kein Freund von A.C. Springer und seinen Blättchen."

    Und Du zitierst Welt, Wirtschaftswoche, Handelsblatt...

    Aha...

    Fakt ist doch: es gab eine einzige Umfrage, die eine knappe Mehrheit für Schwarz-Gelb sah. Und schon tun diese Blätter so, als sei das sicher. Alleine schon die statistische Varianz macht das alles zunichte. Aber es glaubt doch wohl auch niemand, dass die Union bei der nächsten Wahl immer noch so hoch liegen wird, wie momentan in der Corona-Krise.
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#18 FinnAnonym
  • 04.06.2020, 09:47h
  • Antwort auf #15 von RuferInDerWueste
  • """"" Du tust ja gerade so, als wären die Grünen bundesweit noch nie in Regierungsverantwortung gewesen und müssten nun endlich beweisen dürfen, was alles Tolles in ihnen steckt. """""

    Ja, die Grünen waren bereits in der Bundesregierung und haben schon damals gezeigt, dass sie schlimmeres verhindern können.

    Denn wenn wir uns mal erinnern, wollte die SPD damals (entgegen der Wahlversprechen) plötzlich nicht mal mehr eine Eingetragene Partnerschaft, weil Kritik aus konservativen Landesverbänden kam. Ganz ohne eine Koalition mit der Union.

    Die Grünen haben dann darauf bestanden und das zur Koalitionsbedingung gemacht.

    Natürlich wäre es schön gewesen, wenn die Grünen noch mehr durchgesetzt hätten. Aber schaut doch mal auf das damalige Wahlergebnis: die SPD hatte 40,9% und die Grünen 6,7%. Wer mehr grüne Politik will, muss sie einfach stärker machen.

    Aber damals haben die Grünen mit 6,7% gegenüber den 40,9% der SPD deutlich mehr Rückgrat bewiesen als in der aktuellen Groko die SPD mit 20,5% gegenüber der Union mit 32,9%, was ein deutlich geringerer Unterschied ist.

    Dass man in Koalitionen Kompromisse eingehen muss, ist klar. Aber die SPD macht keine Kompromisse, sondern gibt ganze Politikbereiche komplett auf. Nicht nur bei LGBTI-Themen, sondern auch bei Wohnungspolitik, Gesundheitspolitik, Steuersystem, Umweltpolitik, etc.

    Und da sage ich dann eben:

    Wenn eine Partei wie die Grünen mit 6,7% gegenüber einer fast 35% stärkeren Partei mehr Rückgrat beweist als die SPD mit 20,5% gegenüber einer nur gut 10% stärkeren Partei, sollten die zumindest die Chance bekommen, es auch mal zu versuchen.

    Wenn die dann gegenüber der Union genauso unterwürfig wären wie die SPD, werden auch sie die Konsequenzen der SPD zu tragen haben. Aber sollen wir jetzt wegen der SPD gar keiner Partei mehr vertrauen? Und ihnen nicht mal die Chance geben, zu zeigen ob sie es besser machen oder nicht?

    """""Was wir dringend brauchen, ist eine klar links ausgerichtete Bundesregierung. Aus meiner Sicht nur mit SPD, Grünen und der Linken zu machen. """""

    Aber das wird auf absehbare Zeit nicht der Fall sein. Was vor allem der SPD geschuldet ist, die sich ja quasi komplett aufgegeben hat und nur noch alles durchwinkt, was die Union ihnen vorsetzt.

    Wenn es also eh (LEIDER) nur eine Regierung mit der Union geben wird, was wie gesagt auch Schuld der SPD ist, dann will ich eben auch mal anderen die Chance geben, mal zu beweisen, ob sie mehr rausholen als die SPD. Eine Partei wie die Grünen hat schon in Landesregierungen bewiesen, dass sie bei LGBTI-Themen sogar der Union Zugeständnisse entlocken kann. Und wer noch mehr Zugeständnisse will, muss die Grünen eben noch stärker machen.

    Die Union wird nach heutigem Stand eh wieder stärkste Kraft (obwohl sie nach Corona wieder deutlich schwächer werden wird). Und dann will ich eben nicht wieder eine Groko, sondern dann sollen mal andere zeigen können, ob sie mehr Rückgrat als die SPD haben.

    """"" Und das eben auch nur, sofern SPD und Grüne sich nicht wieder lieber der CDU/CSU an den Hals schmeißen. """""

    Auf Bundesebene hat es noch nie Schwarz-Grün gegeben. Wenn es eine Partei gibt, die sich der Union immer wieder an den Hals schmeißt, selbst wenn es für Rot-Rot-Grün reichen würde (wie bei der vorletzten Bundestagswahl) ist die SPD.
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#19 steffdaAnonym
  • 04.06.2020, 10:28h
  • Ich halte die Forderungen in teilen für nicht konsistent.
    ich lese im Artikel von einem Offenbarungsverbot und gleichzeitig von einem dritten Geschlechtseintrag. Was bitte anderes ist das als eine Offenbarung?

    Wenn das Geschlecht tatsächlich keine Rolle spielen soll, warum wird es dann überhaupt erfasst?
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#20 Ach jaAnonym
  • 04.06.2020, 11:07h
  • Antwort auf #17 von Finn
  • Was für ein naives Argument.
    Natürlich zitiere ich auch Medien die nicht meinem politischen Geschmack entsprechen.
    Meinungsumfragen sind außerdem nicht beschränkt auf eine oder bestimmte Zeitungzne.
    Darüber hinaus geht es nicht darum ob mir die Umfragen passen oder ob sie sich vielleicht wieder ändern.
    Es ging mir darum aufzuzeigen, dass die Union wohl mit immer größerer Wahrscheinlichkeit weiter Kanzlerpartei bleibt.
    Und das die FDP ein sehr unsicherer Verbündeter für uns war, ist und bleibt.
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#21 Ach jaAnonym
#22 FinnAnonym
  • 04.06.2020, 15:57h
  • Antwort auf #20 von Ach ja
  • Ich habe eine Neuigkeit für Dich:
    auch ohne diese Umfrage dürfte uns klar sein, dass die Union auch nach der nächsten Wahl stärkste Kraft bleibt.

    Dass es für Rot-Rot-Grün nicht reichen wird, liegt an der (selbstverschuldeten) Schwäche der SPD.

    Es geht darum, mit wem sie koalieren, wie stark dieser Koalitionspartner wird und was der Koalitionspartner rausholt.

    Und mir ist auch klar, dass die Umfrage unabhängig von den zitierenden Zeitungen ist. Aber es ist schon auffällig, dass gewisse Medien immer nur solche Umfragen zitieren und nicht die 6 anderen Meinungsforschungsinstitute, die diese Mehrheiten nicht sehen oder die FDP sogar unter 5% sehen.

    Und dann muss man nicht auch noch die Agenda solcher Medien unterstützen, indem man deren selektive Auswahl auch noch immer weiter verbreitet.
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#23 FinnAnonym
  • 04.06.2020, 16:07h
  • Antwort auf #21 von Ach ja
  • "Wieso ist es Schuld der SPD wenn die Wähler die Union zur stärksten Partei machen?"

    Dass die Union stärkste Kraft ist und dass es nicht für Rot-Rot-Grün reicht liegt vor allem an der Schwäche der SPD.

    Die waren über Jahrzehnte stabil bei 35-40%. Selbst wenn sie stark verloren hätten und jetzt nur noch 30% hätten, würde das immer noch locker für Rot-Rot-Grün reichen.

    Da aber die SPD

    - immer und immer wieder (und in diversen Ressorts) ihre Versprechen gebrochen haben,

    - immer wieder alles abgenickt haben was die Union von ihnen verlangt hat,

    - selbst dann mit der Union koaliert hat wenn es für Rot-Rot-Grün gereicht hätte (vorletzte Wahl) oder wenn man es kategorisch ausschließt (letzte Wahl),

    haben sie sich letztlich auf ca. 15% mehr als halbiert.

    Wenn die Wähler (nicht nur bei LGBTI-Themen) immer wieder in jeder Legislaturperiode gezeigt bekommen, dass eine Wahl der SPD bedeutet, dass man 100% Union wählt, dann passiert genau das, was der SPD passiert ist und weiter passieren wird, solange sie das nicht ändert: man verliert immer mehr Wähler.

    Wenn aber die SPD immer mehr Wähler verliert, ist sie zu schwach für Rot-Rot-Grün. Und kann erst recht nicht mehr stärkste Kraft werden. Also ist es direkte Folge der Unterwürfigkeit der SPD, dass die Union stärkste Kraft bleiben wird und dass es auf absehbare Zeit nie mehr für Rot-Rot-Grün reichen wird.

    Da die Grünen besser denn je dastehen und die Linke zumindest ihre Werte stabil halten kann, ist es wohl kaum deren Schuld... Sondern das liegt dann an der Partei, die immer mehr Wähler vergrault (und obendrein auch noch die Politikverdrossenheit massiv erhöht).
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#24 BowlerAnonym
  • 04.06.2020, 16:25h
  • Antwort auf #19 von steffda
  • "Ich halte die Forderungen in teilen für nicht konsistent.
    ich lese im Artikel von einem Offenbarungsverbot und gleichzeitig von einem dritten Geschlechtseintrag. Was bitte anderes ist das als eine Offenbarung?"

    Da hast Du was verwechselt:

    Es geht darum, dass z.B. eine Transfrau, die mal biologisch als Mann geboren wurde, dann auch als Frau gilt und dass es z.B. keinen Eintrag im Pass gibt, wo dann sowas steht wie "Jetzt Frau Luise Müller, früher mal Herr Stefan Müller."

    Aber das Dritte Geschlecht dient für die Leute, die sich dieser binären Ordnung nicht unterwerfen wollen (egal ob mit ihrem bei Geburt vorhandenen biologischen Geschlecht oder dem anderen Geschlecht), sondern die eben ein Drittes Geschlecht haben wollen.
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#25 BowlerAnonym
  • 04.06.2020, 16:27h
  • Das sehe ich ganz pragmatisch:

    Wenn Union und SPD Bürgerrechte blockieren, dann wähle ich die Parteien, die sich dafür einsetzen.

    Und dann hoffe ich, dass die (wenn sie schon mit einer der beiden Groko-Parteien koalieren) bei ihrem Einsatz für diese Themen bleiben.

    Und wenn nicht, landen die eben auch auf meiner roten Liste von Parteien, die ich nicht mehr wählen kann.
  • Antworten » | Direktlink »
#26 Ach jaAnonym
  • 04.06.2020, 16:28h
  • Antwort auf #23 von Finn
  • "Wenn aber die SPD immer mehr Wähler verliert, ist sie zu schwach für Rot-Rot-Grün. Und kann erst recht nicht mehr stärkste Kraft werden. Also ist es direkte Folge der Unterwürfigkeit der SPD, dass die Union stärkste Kraft bleiben wird und dass es auf absehbare Zeit nie mehr für Rot-Rot-Grün reichen wird."

    Wenn die SPD immer schwächer wird, wo gehen die, wegen des von Dir angeführten Versagens, enttäuschten Wähler denn hin?
    Augenscheinlich nur in nicht hinreichender Menge zu Linken und Grünen.
    Sonst hätten wir ja schnell Grün Rot Rot.
    Nein die Wähler wollen vermehrt CDU Politik.
    Traurig aber wahr
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#27 FinnAnonym
  • 04.06.2020, 16:41h
  • Antwort auf #26 von Ach ja
  • """Wenn die SPD immer schwächer wird, wo gehen die, wegen des von Dir angeführten Versagens, enttäuschten Wähler denn hin?
    Augenscheinlich nur in nicht hinreichender Menge zu Linken und Grünen.
    Sonst hätten wir ja schnell Grün Rot Rot."""

    Was aber daran liegt, dass die SPD mit ihrem Verhalten eben für die immer weiter fortschreitende Politikverdrossenheit sorgt. (Außerdem gibt es ja auch noch andere wichtige Aspekte außer LGBTI-Themen, wo man vielleicht mit anderen Parteien nicht übereinstimmt.)

    Die größte Abwanderung von der SPD trat zur AfD ein: also eine klassische Protestpartei.

    Quelle:

    wahl.tagesschau.de/wahlen/2017-09-24-BT-DE/analyse-wanderung
    .shtml


    Das ist ja der empirische Beleg, dass viele ehemalige SPD-Wähler sich von der SPD verarscht fühlen und Protest wählen. Die machen die AfD stärker, eben weil die SPD immer nur Murks baut.
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#28 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 04.06.2020, 16:50h
  • Antwort auf #24 von Bowler
  • "Aber das Dritte Geschlecht dient für die Leute, die sich dieser binären Ordnung nicht unterwerfen wollen (egal ob mit ihrem bei Geburt vorhandenen biologischen Geschlecht oder dem anderen Geschlecht), sondern die eben ein Drittes Geschlecht haben wollen."

    Au weia. Ich zerpflücke mal:

    "das Dritte Geschlecht dient für die Leute, die sich dieser binären Ordnung nicht unterwerfen wollen"

    Das ist keine Frage des Wollens oder Nicht-wollens.

    "oder dem anderen Geschlecht"

    Also gibt es doch nur das "eine" und das "andere"?

    "sondern die eben ein Drittes Geschlecht haben wollen"

    Wie schon gesagt: das ist keine Frage des Wollens. Ich suche mir mein Geschlecht nicht aus wie ein Paar Schuhe.
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#29 SemantikAnonym
#30 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 04.06.2020, 17:11h
  • Antwort auf #29 von Semantik
  • Es geht hier um Inhalte. Bzw. in diesem Fall um definitiv falsch dargestellte Inhalte.

    Unsere Gegner_innen werden mit Freuden vernehmen, dass wir das ja alles nur "wollen" und auch jederzeit ändern könnten wie ein paar Schuhe. Vielleicht hast Du schon die Argumentation gehört, dass verhindert werden müsse, dass jemand ständig "zwischen den Geschlechtern hin- und herwechselt"?

    Es geht hier also nicht um semantische Kleinkariertheit, sondern um politische Inhalte. Und es ist nicht besonders klug, die Sprache der Gegner_innen zu verwenden - auch nicht, wenn das unabsichtlich geschehen sein sollte.
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#31 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 04.06.2020, 17:15h
  • Antwort auf #29 von Semantik
  • P.S. Zur Formulierung "das andere Geschlecht":

    da würde ich dann höchstens zurückfragen "WELCHES andere"?

    Wir können nicht einerseits fordern, dass mehr als zwei Geschlechter anerkannt werden, und dann andererseits binäre Formulierungen verwenden, die nur "das eine" und "das andere" Geschlecht kennen.

    Das ist sicher auch ein wenig Übungssache, und auch mal einen Fehler zu machen, kann OK sein. Sofern man dann auch versteht, weshalb das eine falsche und vor allem dem politischen Ansinnen schadende Formulierung war und versucht, das künftig besser zu machen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#32 PragmatikAnonym
#33 SemantikIstPolitischAnonym
  • 04.06.2020, 18:36h
  • Antwort auf #29 von Semantik
  • Es spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, gerade denjenigen, die "auf unserer Seite stehen", zuzumuten, weniger missverständliche oder irreführende Begriffe zu lernen. Wo, wenn nicht hier, könnte man die Bereitschaft dazu erwarten?

    Neu eingeführt wurde ein dritter GeschlechtsEINTRAG bzw. eine dritte GeschlechtsOPTION. Nur wenige Menschen behaupten von sich selbst, "DEM dritten Geschlecht" anzugehören. Viele, die diesen Eintrag anstreben, lehnen diese Wortwahl ab.

    Es hat doch einen Grund, weshalb diese Option nicht mit "drittes Geschlecht" benannt wurde, sondern mit "divers". Es geht nicht um EIN, schon gar nicht um DAS dritte Geschlecht, sondern um eine Vielzahl verschiedener Identitäten. Und das muss sichtbar sein, erst recht, weil diese Identitäten schon viel zu lange überall unsichtbar gemacht werden.

    Wer, wenn nicht "wir", sollten darauf achten, dass irreführende Begriffe zumindest kritisiert werden, wo man sie verwendet?
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#34 Ach jaAnonym
  • 06.06.2020, 12:02h
  • Antwort auf #27 von Finn
  • Habe leider nicht immer Zeit, möchte aber,
    wenn auch verspätet, hier gerne noch etwas zu antworten:

    Die von Dir verlinkte Wählerwanderungsgrafik der BTW 2017 habe ich mir ein wenig näher angesehen.

    Du hast die richtigen Zahlen genannt.
    Die Interpretation daraus ist allerdings nicht stringent.

    1. Die Union hat noch beinahe doppelt so viele Wähler an die AfD abgegeben wie die SPD.
    Schuld der SPD?
    Die CDU war den Abtrünnigen wahrscheinlich nicht Links und queerfreundlich genug.

    2. Die Linke hat trotz geringerem Stimmenanteil beinahe genauso viele Stimmen an die AfD abgegeben wie die SPD ( 400000 vs. 470000 ..also in % mehr )
    Schuld der SPD?
    Liegt sicher an der unsozialen und LGBT feindlichen Programmatik der Linken.

    3. Und das ist die schwerwiegendste Fehlannahme:
    Die AfD ist mitnichten eine Protestpartei.
    Auch ihre Wähler sind zum überwiegenden Teil keine Protestwähler sondern schlicht und ergeifend ganz bewußt:
    Rassisten, Nationalisten und Egoisten
    Das sit der moralische Bodensatz der deutschen Wahlbevölkerung.
    Und jede Partei sollte froh sein, diese Gestalten nicht als Stimmenpotential für sich reklamieren zu müssen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#35 stromboliProfil
#36 TheDadProfil
  • 07.06.2020, 10:35hHannover
  • ""Zudem wird das lange geforderte Verbot geschlechtszuweisender chirurgischer Eingriffe, die medizinisch nicht notwendig sind, bis zum Alter von 14 Jahren formuliert.""..

    Das wird die bestehenden Probleme nicht lösen, denn auch 14. bis 18.-Jährige können sich nicht gegen den Willen der Eltern/Erziehenden und dem Willen der Ärzte durchsetzen, die ihnen irgendetwas einreden wollen..

    Selbstbestimmung heißt dann auch hier, dem Willen des Jugendlichen Rechnung zu tragen, und keine "Fremd-Zuweisung" zu erlauben..
  • Antworten » | Direktlink »
#37 TheDadProfil
  • 07.06.2020, 10:37hHannover
  • Antwort auf #3 von Finn
  • ""Aber kleiner Tipp: es gibt noch mehr Parteien. Bei der letzten Bundestagswahl mehr als 40, wovon dann sieben ins Parlament gekommen sind.""..

    ""2. In der letzten Prognose der Forschungsgruppe Wahlen ist die FDP mit 4% vertreten und wäre dann also gar nicht im Bundestag.""..

    Dann könnte man doch auch die FDP wähle, wenn es eh egal sei ob die eigene Stimme dazu reichte einer Partei in den Bundestag zu wählen ?
    Denn sie wäre dann nur eine weitere von den 40, die es nicht geschafft hat..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#38 TheDadProfil
  • 07.06.2020, 10:46hHannover
  • Antwort auf #18 von Finn
  • ""Denn wenn wir uns mal erinnern, wollte die SPD damals (entgegen der Wahlversprechen) plötzlich nicht mal mehr eine Eingetragene Partnerschaft, weil Kritik aus konservativen Landesverbänden kam. Ganz ohne eine Koalition mit der Union.""..

    Dazu besehe man sich die Fakten, denn die Forderung der Grünen war ja keine "Eingetragene Partnerschaft", und damit das Ergebnis welches am Ende herauskam, sondern ein "Ehe-ähnliches Verhältnis mit allen Rechten und Pflichten", also quasi die Ehe-Öffnung unter Verwendung eines anderen Begriffes..

    Das dagegen nicht nur die "konservativen Landesverbände der SPD" opponierten war erwartbar..
    Wer aber hier die Signale der Unions-geführten Landesregierungen die den Bundesrat dominierten einfach ignoriert beschreibt die Situation nicht annähernd genau..
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  • Anm. d. Red.: Wir hatten mehrfach gebeten, weniger zu kommentieren und Debatten nicht tagelang zu führen. Dazu gehört erst recht die Bitte, sich nicht aus Langeweile erst nach Tagen in eine längst abgeschlossene Diskussion einzuschalten.
#39 TheDadProfil
  • 07.06.2020, 10:56hHannover
  • Antwort auf #27 von Finn
  • ""Das ist ja der empirische Beleg, dass viele ehemalige SPD-Wähler sich von der SPD verarscht fühlen und Protest wählen. Die machen die AfD stärker, eben weil die SPD immer nur Murks baut.""..

    Wann genau willst Du dich mal von dem Eindruck befreien, die "AFD" würde "aus Protest" gewählt werden ?

    Das ist sie niemals, und das wird sie niemals !

    Wer "AFD" wählt will eine Veränderung der Politik in der BRD hin zu einem faschistischem System, in dem der Staat bestimmt, und der Bürger zu gehorchen hat..
    Das kann man aus deren Partei- und Wahl-Programmen ganz klar herauslesen..
    Und sie will ein Spaltung der Bevölkerung in "Deutsche und Andere" die dann über "unterschiedliche Grundrechte" verfügen sollen..
    Wer hier immer noch keine Parallelen zu 1933 sehen kann, hat Politik nicht begriffen..
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