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Polizeibericht

Berlin-Kreuzberg: Trans Frau beleidigt und mit Stein beworfen

In der Berliner Friedrichstraße kam es am Mittwochabend zu einer Hassattacke auf eine 28-jährige trans Frau. Tatverdächtig ist ein 17 Jahre alter flüchtiger Bekannter. Der Staatsschutz ermittelt.


Die Berliner Polizei macht anders als viele andere deutsche Polizeibehörden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in ihren Pressemitteilungen publik (Bild: modi74 / pixabay)

Am Mittwochabend wurde eine trans Frau in Berlin-Kreuzberg queerfeindlich beleidigt und mit einem Stein beworfen. Dies meldete die Polizei der Hauptstadt am Donnerstagvormittag.

Ersten Ermittlungen zufolge soll die 28-Jährige gegen 20.40 Uhr in der Friedrichstraße von einem flüchtigen Bekannten wiedererkannt und daraufhin mehrfach beschimpft worden sein. Im weiteren Verlauf soll der Tatverdächtige einen Stein nach der Frau geworfen haben, der sie am Fuß traf, glücklicherweise aber nicht verletzte. Anschließend entfernte sich der namentlich bekannte 17-Jährige.

Die weiteren, noch andauernden Ermittlungen hat – wie bei Hasskriminalität üblich – der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernommen. Nähere Angaben zum Steinewerfer wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

Erst in der Nacht zu Montag waren in Berlin-Neukölln zwei Drag-Perforrmer*innen durch zwei Jugendliche queerfeindlich beschimpft und dann unter anderem mit einem Gürtel geschlagen worden (queer.de berichtete).

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Mehr LGBTI-feindliche Gewalt in Berlin erfasst

In Berlin werden immer mehr homo- und transfeindliche Angriffe erfasst. Wie das Antigewaltprojekt Maneo in der vergangenen Woche mitteilte, wurden ihm allein im vergangenen Jahr 559 Fälle gemeldet (queer.de berichtete). Damit erhöhte sich die Zahl um 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Davon richteten sich den Angaben zufolge 395 Taten gegen Schwule und männliche Bisexuelle. Hier betrug der Anstieg 38 Prozent. 83 Delikte hätten sich gegen trans Personen gerichtet und 47 gegen Lesben oder weibliche Bisexuelle, erklärte Maneo weiter.

Die Berliner Polizei macht anders als viele andere deutsche Polizeibehörden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in ihren Pressemitteilungen publik. Sowohl Polizei als auch Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen zudem eigene Ansprechpersonen für sexuelle und/oder geschlechtliche Minderheiten. Damit soll Homo- und Transsexuellen, die traditionell ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Stellen von Anzeigen nach LGBTI-feindlichen Übergriffen erleichtert werden. (cw/pm)