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US-Studie
Ehe für alle pumpt Milliarden in die Wirtschaft
Hunderttausende Schwule und Lesben traten allein in den USA vor den Traualtar – damit zeigen sie nicht nur ihre gegenseitige Liebe, sondern stärken auch die Wirtschaft.

Dragqueen Katya Zamolodchikova ("RuPaul's Drag Race, Staffel sieben) ist die Standesbeamtin bei einer gleichgeschlechtlichen Eheschließung in der Netflix-Miniserie "Stadtgeschichten" aus dem Jahr 2019 (Bild: Netflix)
- 4. Juni 2020, 11:54h 2 Min.
Der scheidende republikanische US-Abgeordnete Steve King vermutete 2009 noch, dass die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben eine sozialistische Idee sei, die den Kapitalismus zerstören werde (queer.de berichtete). Tatsächlich hat die amerikaweite Ehe-Öffnung im Juni 2015 dazu geführt, dass das marktwirtschaftliche US-System bis März 2020 wegen heiratender Homosexueller um 3,8 Milliarden Dollar (3,4 Milliarden Euro) gestärkt worden ist.
Das ist zumindest das Ergebnis einer Studie des renommierten Williams-Instituts der University of California in Los Angeles (PDF). Demnach wurden bei 293.000 gleichgeschlechtlichen Eheschließungen insgesamt 3,2 Milliarden Dollar von den werdenden Eheleuten an Hochzeitskosten ausgegeben. Weitere 550 Millionen Dollar brachten Gäste ein, die von außerhalb des Bundesstaates gekommen seien. Bundesstaaten, Bezirke und Städte hätten allein mit der – in der USA sehr niedrigen – Mehrwertsteuer von durchschnittlich 6,5 Prozent knapp 250 Millionen Dollar eingenommen. Wegen der gleichgeschlechtlichen Ehen seien 45.000 Arbeitsplätze für ein Jahr gesichert worden, heißt es weiter.
Homo-Paare sind bei Hochzeiten sparsamer als Heteros
Dabei zeige eine Studie aus dem Jahr 2016, dass homosexuelle Paare bei ihren Hochzeiten sparsamer seien als heterosexuelle: Sie würden nur 11.000 Dollar pro Hochzeit ausgeben. Verschiedengeschlechtliche Paare würden 4.000 Dollar mehr investieren.
Die Forscher*innen berücksichtigten lediglich die gleichgeschlechtlichen Ehe-Schließungen seit der landesweiten Ehe-Öffnung durch dem Supreme Court am 26. Juni 2015 (queer.de berichtete). Knapp die Hälfte der in den USA geschlossenen Ehen wurde aber bereits vorher in Staaten durchgeführt, die bereits Homosexuelle im Ehe-Recht gleichgestellt hatten. Als erster Staat hatte Massachusetts bereits 2004 Schwulen und Lesben das Heiraten erlaubt (queer.de berichtete). (dk)















Wer Gleichstellung blockiert, missachtet damit nicht nur Grundrechte, sondern schadet auch der Wirtschaft und der ganzen Gesellschaft.
Solche Leute, die ihre Ideologie des Hasses über das Wohl der gesamten Gesellschaft stellen, sollten definitiv kein Land regieren. Solche Leute sollten nicht mal stellvertretender Bürgermeister eines kleinen Kuhkaffs sein.