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Kommentare zu:
Ehe für alle pumpt Milliarden in die Wirtschaft


#1 FinnAnonym
  • 04.06.2020, 14:46h
  • Genau das, was ich immer sage:

    Wer Gleichstellung blockiert, missachtet damit nicht nur Grundrechte, sondern schadet auch der Wirtschaft und der ganzen Gesellschaft.

    Solche Leute, die ihre Ideologie des Hasses über das Wohl der gesamten Gesellschaft stellen, sollten definitiv kein Land regieren. Solche Leute sollten nicht mal stellvertretender Bürgermeister eines kleinen Kuhkaffs sein.
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#2 Ralph
#3 BowlerAnonym
  • 04.06.2020, 16:14h
  • Das zeigt doch wieder mal, wie sehr Homohasser vom Hass zerfressen sein müssen, wenn sie dafür sogar bereit sind, einer Volkswirtschaft wirtschaftlichen Schaden zuzufügen.

    Wenn man schon nicht aus Überzeugung gleichstellt, dann wenigstens aus wirtschaftlichen Gründen. Denn was irgendwann mal das Motiv war, interessiert schon ein paar Jahre später niemanden mehr.

    Aber nicht mal dazu können die sich überwinden. Eben weil der Hass sie innerlich auffrisst.
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#4 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 04.06.2020, 17:34h
  • Wir dürfen bitte dennoch nicht vergessen, was es bedeutet, wenn fundamentale Menschenrechte nun damit gerechtfertigt werden, dass deren Gewährung und Ausübung gut für die Wirtschaft seien.

    Aus ethischer und politischer Sicht ein schlechtes Argument - denn wäre es andersherum, wäre ja plötzlich ein Argument für das fundamentale Menschenrecht weggefallen?

    Ist ja schön und gut, dass es ist, wie es ist. Aber es darf einfach nicht die entscheidende Frage sein, ob ein Menschenrecht nun gut für die Wirtschaft ist. Auch wenn wir heute in einer "marktkonformen Demokratie" leben - bzw. gerade dann nicht.

    Menschenrechte müssen nicht marktkonform sein. Menschenrechte müssen MENSCHENGERECHT sein.

    ***

    Übrigens, wir dürfen bitte auch nicht vergessen, dass viele queere Menschen unterdurchschnittliche Einkommen haben, weil ihnen der lebenslange Minderheitenstress Karrierewege verbaut hat und immer noch verbaut. Auch erwerbsunfähig machende Krankheiten wie Depression, Angststörungen etc. treten bei queeren Menschen deutlich verstärkt auf. Hier sind wir also eher die wirtschaftlich Geschädigten statt ein ganz toller Wirtschaftsfaktor, der dadurch seine Berechtigung fände, dass ja deutlich mehr konsumiert würde.

    Und trotzdem stehen uns gleiche Menschenrechte zu. Auch ganz ohne volkswirtschaftliche Argumentation.
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#5 Ralph
  • 05.06.2020, 09:59h
  • Antwort auf #4 von RuferInDerWueste
  • Das ist völlig richtig. Ich glaube aber nicht, dass in diesem Artikel wirtschaftlicher Vorteil an die Stelle der Menschenrechte gesetzt werden soll. Vielmehr wird hervorgehoben, dass Schwule und Lesben eben auch ein Wirtschaftsfaktor sind und keineswegs so unbedeutend für die Gesamtgesellschaft, wie unsere Feinde das so gern behaupten. Bei jeder neuen Verbesserung unserer rechtlichen Situation mit uns günstigen finanziellen Folgen hören und lesen wir doch von der rechten Seite des politischen Spektrums, dass wir Geld kassieren, das den Vater-Mutter-Kinder-Familien entzogen wird und das wir dann sinnlos verprassen. Ich erinnere immer wieder gerne an den Antrag der CDU im Landtag RLP anlässlich der Zuerkennung des Familienzuschlags Stufe 1 an verpartnerte Beamte/Beamtinnen, die Landesregierung möge nach einer Übergangszeit prüfen, welcher Schaden (Hetero-) Familien durch die Zahlung des Zuschlages an Schwule und Lesben entstanden sei. Der Antrag wurde zwar abgelehnt, aber schon allein, dass er öffentlich gestellt wurde, zeigte unsere Einschätzung als Schmarotzer, die nur kassieren, aber keine Leistung erbringen. Noch schlimmer die Aussage jenes SPD-Ministers in BW in der gleichen Sache, als es um die Nachzahlung des unterschlagenen Zuschlags für die Vergangenheit ging: Da fahren die Schwulen und Lesben jetzt von in Urlaub und der Steuerzahler muss dafür aufkommen. Das war im Übrigen ohnehin die Gesinnung eines Diebes, der die Beute dem rechtmäßigen Eigentümer zurückgeben muss. Der Artikel zeigt, dass auch wir nicht irgendwo im luftleeren Raum vor uns hin Geld verschwenden, sondern dass auch unser geld in den Wirtschaftkreislauf fließt (na gut, in meinem Fall das meiner Eltern, das aber sonst auch nicht geflossen wäre).
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#6 AndreasKAProfil
  • 05.06.2020, 10:08hKarlsruhe
  • Antwort auf #4 von RuferInDerWueste
  • Danke für deine Worte, denen ich mich voll und ganz anschließe.

    Ich hatte beim Lesen des Beitrags direkt das ungute Gefühl, dass hier ein Argument für die Ehe für alle geliefert wird, das genau genommen keines ist, bzw. nicht wirklich sticht.
    Um mal ein vielleicht hinkendes negatives Beispiel zu nennen: Eine gewinnbringende Rüstungsindustrie ist ja auch kein echtes Rechtfertigungsmittel um Kriege zu legitimieren.

    Menschenrechte und Gleichberechtigung sollte völlig abgekoppelt von wirtschaftlichen Erwägungen gelten. Nochmal danke!
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#7 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 05.06.2020, 10:46h
  • Antwort auf #5 von Ralph
  • "unsere Einschätzung als Schmarotzer, die nur kassieren, aber keine Leistung erbringen."

    Just for the records: Menschenrechte müssen auch unabhängig davon sein, ob jemand irgendeine "Leistung" erbringen kann oder nicht.

    In unserem Grundgesetz steht NICHT "Die Würde des gesunden, leistungsstarken, wirtschaftlich nützlichen Menschen ist unantastbar."

    Ich will da jetzt gar nicht in Konfrontation mit Dir persönlich gehen - aber ich halte es für nötig, das an dieser Stelle noch einmal zu betonen.
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#8 Ralph

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