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Nominierungen

"Prince Charming" und "Queen of Drags" kämpfen um den Deutschen Fernsehpreis

Gleich zwei queere TV-Shows haben die Chance, beste deutsche Realityshow des Jahres zu werden. Auch "Kroymann" darf sich erneut Hoffnungen auf Auszeichnungen machen.


Kann "Prince Charming" die Heidi-Klum-Girls besiegen? (Bild: TVNOW / Arya Shirazi)

  • 5. Juni 2020, 10:45h, noch kein Kommentar

Sowohl die schwule TVNOW-Datingshow "Prince Charming" als auch der auf ProSieben ausgestrahlte Dragqueen-Wettbewerb "Queen of Drags" stehen auf der von einer Jury ausgewählten Nominiertenliste des Deutschen Fernsehpreises in der Kategorie "Beste Unterhaltung Reality". Die einzige weitere Nominierung in dieser Kategorie geht an die RTL-Realityshow "Das Sommerhaus der Stars – Kampf der Promipaare". Insgesamt wurden Formate und Personen in 28 Kategorien nominiert, die allesamt am Donnerstag bekannt gegeben wurden. Die Sieger sollen bereits in der zweiten Junihälfte verkündet werden.



"Prince Charming" ist bereits Anfang März mit dem renommierten Grimme-Preis ausgezeichnet worden (queer.de berichtete). "Queen of Drags" hatte dagegen im Vorfeld der Ausstrahlung eher für Negativschlagzeilen gesorgt, insbesondere wegen der Personalie Heidi Klum – Szeneaktivist*innen hatten deshalb im Vorfeld eine Petition gegen die Show gestartet (queer.de berichtete).

Verteidigt "Kroymann" den Titel?

Aus queerer Sicht gibt es weitere interessante Nominierungen: So könnte die im Auftrag von NDR, rbb, Radio Bremen, WDR und SWR in Köln produzierte ARD-Satiresendung "Kroymann" zwei Preise einheimsen: als "Beste Comedy" sowie in der Kategorie als "Beste/r Autor/in Unterhaltung" (Sebastian Colley gemeinsam mit Maren Kroymann). Bereits im letzten Jahr wurde die Show der lesbischen Komikerin Maren Kroymann als "Beste Comedy" ausgezeichnet. Dieser Jahr muss sich "Kroymann" den ebenfalls nominierten ZDF-Sendungen "Die Anstalt" und "heute-show" stellen. "Kroymann" gilt als Kritikerliebling und wurde bereits mit vielen weiteren Trophäen wie der Rose d'Or oder Grimme-Preisen ausgezeichnet.



Zu den Nominierten in der Kategorie "Beste Moderation/Einzelleistung Unterhaltung" gehört auch Thorsten Schorn, der an der Seite von Barbara Schöneberger, Günther Jauch und Thomas Gottschalk für die RTL-Show "Denn sie wissen nicht, was passiert! Die Jauch-Gottschalk-Schöneberger-Show" Chancen auf den Preis hat. Schorn hatte sich 2014 live im WDR-Radio als schwul geoutet (queer.de berichtete). Weitere Nominierte in dieser Kategorie sind Daniel Hartwich für die Moderation der RTL-Shows "Let's Dance" und "Ich bin ein Star – holt mich hier raus" sowie Kai Pflaume, Bernhard Hoëcker und Elton für die NDR/ARD-Spielshow "Wer weiß denn sowas?".



Insgesamt war die ZDF-Senderfamilie mit 13 Nominierungen am erfolgreichsten, gefolgt von der ARD mit zehn Nennungen. Die RTL-Gruppe sowie ProSiebenSat.1 brachten es auf je acht Nominierungen. Danach folgen Sky und Netflix mit je zwei Nennungen. Je eine Nominierung erhielten Sport1 und das Telekom-Portal Magenta.

Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 vergeben und soll eine Art deutscher Emmy sein – allerdings wird er in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Am bekanntesten ist ein Eklat aus dem Jahr 2008, als Marcel Reich-Ranicki in der Gala den ihm zugedachten Fernsehpreis ablehnte. Er wollte damit vor allem auf die seiner Meinung nach miserable Qualität des deutschen Fernsehens hinweisen. Im Juni sollte der Preis erstmals seit Jahren wieder live im Fernsehen in einer großen Gala vergeben werden. Die Veranstaltung fällt aber wegen der Corona-Krise aus. (dk)

Twitter / dt_Fernsehpreis