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Kommentare zu:
Polen: Auch Präsidentschaftswahlkampf setzt auf Homophobie


#1 FliegenAnonym
#2 PetterAnonym
  • 05.06.2020, 14:05h
  • Ich frage mich, wie die immer auf "Angriff auf die Familie" kommen?!

    Nur weil andere Menschen nicht mehr diskriminiert werden, heißt das doch nicht, dass man jetzt als Ersatz Familien diskriminiert oder ihnen etwas wegnehmen würde. Man kann auch einfach niemanden diskriminieren.
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#3 ChrisBPAnonym
  • 05.06.2020, 14:22h
  • Antwort auf #2 von Petter
  • So wie die das 'Hand an Kinder anlegen' betonen ist es wie so häufig wohl ein widerlicher Versuch Homosexualität mit Pädophilie gleichzusetzen und zu behaupten das von Schwulen adoptierte Kinder missbraucht würden.
    Alternativ eben der nicht zu rechtfertigende Glaube das die 'heilige' Form von Familie nicht mehr eine Sonderstellung hat wenn auch andere mögliche Konstellationen zugelassen werden. Was auch immer der Fall ist, es ist falsche und abstoßende Propaganda. Die polnische Regierung wird Homosexuelle wohl endgültig zur Staatsfeind-Minderheit machen.
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#4 MarekAnonym
  • 05.06.2020, 15:58h
  • >>Homophobe Stimmungsmache selbst von Solidarnosc

    Wieso "selbst von"? Solidarnosc-Mitglieder sind in der Regel streng gläubige katholische Arbeiter und natürlich durch und durch homophob. Walensa war ein höriger Jünger Wojtylas im Vatikan.

    Ein bisschen mehr Wissen hätte ich bei queer.de schon erwartet.
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#5 N8EngelProfil
  • 05.06.2020, 15:59hWenden
  • Antwort auf #3 von ChrisBP
  • Populistische Ideologie funktioniert nur mit Feindbild. und wenn der Feind möglichst mächtig und bösartig dargestellt wird, ist es einfacher glauben zu machen, das man diesen Feind bekämpfen muss. Die Mär, das "Zigeuner" Kinder entführen hielt sich zum Beispiel weit über 30 Jahre nach Kriegsende. In Deutschland mühen sich Populisten eher daran ab Migranten zum Feind aufzubauen, in Polen gibt es kaum Migranten. Daher muss jemand anderes als Feind herhalten - jemand der bei genug Menschen nicht zum alltäglichen Erfahrungsbild zählt, aber doch nah genug ist, das man davon gehört hat.
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#6 PetterAnonym
  • 05.06.2020, 16:58h
  • Antwort auf #5 von N8Engel
  • Ja, solche Parteien sind eigentlich inhaltlich komplette Nieten. Aber um davon abzulenken und doch Wähler zu mobilisieren, müssen sie halt ihrend Wählern einen gemeinsamen Feind anbieten. Und da bieten sich halt LGBTI - erst recht in einem Land wie Polen - an.
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#7 Alexander_FAnonym
  • 05.06.2020, 23:13h
  • Antwort auf #2 von Petter
  • Der "Schutz der Familie", den die christlichen Heuchelbolde gerne anführen, ist ein bloßer Vorwand, denn dieselben Herrschaften sind genau diejenigen, die ihre Kinder fallen lassen, wie eine heiße Kartoffel, wenn ihnen irgendwas an ihnen nicht passt, vor allen Dingen ihr unchristliches Begehren. Es geht nicht nicht um den Schutz der Familie, sondern um die Bewahrung der unumschränkten Herrschaft des alleinherrschenden, christlichen Familienvaters, dessen Frau und Kinder sein Besitz sind.

    Ich komme selbst aus einer Familie, in der diese religiösen Scheißhausparolen immer gepredigt wurden, ohne dass jemals eine spürbare Solidarität oder Gemeinschaft dagewesen wäre und weiß daher, was für leere Hülsen sie sind.

    Ansonsten ist es einfach nur immer wieder beschämend und traurig, mit anzusehen, wie schnell unser Nachbarland das Uganda der europäischen Union geworden ist. Da bekommt man wirklich Lust, rüberzufahren und ein paar Kirchen abzufackeln. Und ein paar Pfaffen gleich mit.
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#8 Absolute ZustimmungAnonym
  • 06.06.2020, 00:03h
  • Antwort auf #7 von Alexander_F
  • Danke für deinen zornigen Kommentar, den ich bis zum Schlusspunkt teile.

    Ich hoffe, du hast eine andere Heimat als Nest vor deiner diskriminierenden Familie gefunden. Schlimm, traurig und wütend machend finde ich das.

    Und so geht es Tag für Tag, Stunde für Stunde, rund um den Globus noch immer viel zu vielen Jugendlichen.

    Furchtbar, diese Religioten.

    <3
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#9 stephan
  • 06.06.2020, 10:06h
  • Über den Hass bestimmter Leute insbesondere auf friedliebende Minderheiten, den Hass von Menschen, die es sogar in die Regierungen ihrer eigentlich demokratischen Länder schaffen, bin ich immer wieder erschreckt und erschüttert. Wahrscheinlich - so stelle ich es mir jedenfalls vor - beziehen sie ihr Selbstwertgefühl aus diesem Herunterschauen auf andere und brauchen den Hass wie eine Droge.
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#10 Taemin
  • 06.06.2020, 12:00h
  • Antwort auf #2 von Petter
  • Das war und ist bis heute eine Lieblingslüge der Gegner rechtlicher Gleichstellung und gesellschaftlicher Akzeptanz: Menschenwürde und Grundrechte von Schwulen und Lesben sind eine Bedrohung für die Familie, ja ihre Anerkennung führt gar zur Vernichtung der Familie. Bei Faschisten ist das Wort "Familie" besonders beliebt. Nicht umsonst wählte der französische Faschistenführer Pétain, Hitlers Statthalter in Frankreich, für seinen Staat an Stelle von "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" die Parole "Arbeit, Familie, Vaterland". Die Familie wird von den Faschisten als innerster Kern ihres Systems betrachtet, sozusagen als kleinste Einheit des faschistischen Staates. Dort sollen die Kinder noch vor dem Zugriff von Staat und Partei bzw. von Staat und Kirche und Partei zu bedingungslosen Anhängern der Ideologie herangezogen werden. Immerhin ist so viel richtig, dass eine Familie, in der Kinder zu Vielfalt und Freiheit erzogen werden, untauglich sind für das faschistische System.

    Dass auch die sog. Gewerkschaft "Solidarität" auf der Seite der Faschisten steht, ist ja nun wahrlich nicht überraschend. Deren Gründervater Lech Walesa war von Anfang an ein Sklave der Kirche (man erinnere sich an das von ihm stets am Revers getragene Marienbild), bedingungsloser Gefolgsmann von Karol Wojtyla und fanatischer Schwulenhasser.
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#11 stromboliProfil
  • 06.06.2020, 14:11hberlin
  • Antwort auf #10 von Taemin
  • ich stimme mit deinem beitrag überein!
    Aber in folgender frage habe ich nachdenkensbedarf:
    " Immerhin ist so viel richtig, dass eine Familie, in der Kinder zu Vielfalt und Freiheit erzogen werden, untauglich sind für das faschistische System."

    Es hat sich aber erwiesen, dass auch aus vormals kommunistischen oder liberal freidenkenen familien es überläufer in faschistische systeme gab.
    Und dies nicht nur aus druck der sich verändernden situationen heraus...

    So hat es in der solidarnosc auch durchaus kommunisten gegeben, die einen wirklich kommunistischen arbeiterstaat forderten statt die schmierenkomödianten der polnischen "kommunistischen partei.

    Aber gegen cia antikommunismus und vatikan sind die sang und klanglos untergegangen.

    Ich provozier mal : der nunmehr aufkommende antigender-homo-trans rollback, ist der lohn für unser daueranhaltendes applaudieren gegenüber den dortigen "befreiungsbewegungen und freiheitssuchenden".
    Und wie ein großteil jener, die damals "wir sind ein volk" brüllten, heute pegida und afd stützen und wählen, sind in den oststaaten jene. die den "freidlichen umsturz" einleiteten, wiederum genau jene, die heute ihre macht auf kosten der als schwach betrachteten minderheiten ausweiten und zementieren.
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#12 stromboliProfil
#13 Till_E_Anonym
  • 06.06.2020, 15:26h
  • Antwort auf #5 von N8Engel
  • "Die Mär, das "Zigeuner" Kinder entführen hielt sich zum Beispiel weit über 30 Jahre nach Kriegsende."

    Gleichzeitig wurden noch Jahrzehnte nach Kriegsende Kinder aus jenischen Familien (sogenannte "Fahrende") gegen den Willen der Eltern vom Staat entführt und an Adoptiveltern gegeben. Ich hörte von einem Fall in der Schweiz, wo die Eltern unter einem Vorwand aus dem Haus gebracht wurden, und als sie zurückkamen, waren ihre Kinder weg. Den Eltern gab man keinerlei Informationen, was mit ihnen passiert war.

    Hassrede ist oft ein sehr genaues Spiegelbild der teuflischsten Seiten der Hassenden selbst.
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#14 Taemin
  • 06.06.2020, 16:54h
  • Antwort auf #11 von stromboli
  • Ich teile Deine Ansicht über den Applaus für sog. Freiheitsbewegungen. Allzu oft kippen die gar nicht eine Diktatur zu Gunsten einer freiheitlichen Demokratie, sondern wandeln nur eine Diktatur in eine andere um, Paradebeispiele Polen und Ungarn. Auch der sog. Arabische Frühling hat nur eine einzige Gerade-so-was-Ähnliches-wie-Demokratie hervorgebracht, in Tunesien, und auch die hält an der Schwulenverfolgung eisern fest. Der äthiopische Präsident, der voriges Jahr den Friedensnobelpreis bekam, ist ebenfalls ein Schwulenverfolger. Mich erschüttert, wer so alles als Freiheitskämpfer bejubelt wird. Da regnet es Ehrungen und Respektbezeigungen für Leute, die die Menschenrechte zumindest einer Gruppe (meist sind es Schwule und Lesben, trans- und zwischengeschlechtliche Menschen oder auch nationale und Glaubensminderheiten) mit Füßen treten. Dazu gehören auch ganz alltägliche Dinge wie z.B. die allsonntäglichen Reiseberichte und -empfehlungen in meiner Tageszeitung, die die Malediven, Sansibar, den Oman und allerlei karibische Inseln als Urlaubsziele bejubelt und die dortige Lage sexueller und geschlechtlicher Minderheiten völlig außen vor lässt. Man könnte ja auch die Seschellen statt der Malediven empfehlen, Martinique an Stelle von Barbados oder Thailand statt Sri Lanka. Nein - man interessiert sich gar nicht für die Behandlung von Schwulen und Lesben. Ich hab denen mal geschrieben, dass ein zweiwöchiger Urlaub auf Sansibar leicht ein zwanzigjähriger Gefängnisaufenthalt dort werden kann und darauf hingewiesen, dass es Aufgabe von Reisejournalisten ist, auch die Menschenrechte zu beobachten. Der Brief wurde sogar veröffentlicht. Verfolgerstaaten werden trotzdem weiter als Ferienziele angepriesen. Genauso ist es mit den homofreien Zonen in Polen. Es ist ein Skandal, dass deutsche Gemeinderäte, Stadträte und Kreistage da nicht sofort die Partnerschaften kündigen. Statt dessen gibt es (von rühmlichen Ausnahmen abgesehen, die eine Kündigung oder ein Ruhen aussprechen) die lahme Ausrede, man müsse doch im Gespräch bleiben. Mit Faschisten führt man keine Gespräche, verdammt noch mal, man grenzt sich von ihnen ab. Mit der AfD wollen sie nichts zu tun haben, aber die PiS hofieren sie. Zum Kotzen.
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#15 Alexander_FAnonym
  • 06.06.2020, 21:17h
  • Antwort auf #11 von stromboli
  • "Ich provozier mal : der nunmehr aufkommende antigender-homo-trans rollback, ist der lohn für unser daueranhaltendes applaudieren gegenüber den dortigen "befreiungsbewegungen und freiheitssuchenden".
    Und wie ein großteil jener, die damals "wir sind ein volk" brüllten, heute pegida und afd stützen und wählen, sind in den oststaaten jene. die den "freidlichen umsturz" einleiteten, wiederum genau jene, die heute ihre macht auf kosten der als schwach betrachteten minderheiten ausweiten und zementieren."

    Ganz von der Hand zu weisen ist dein Vorwurf nicht, im Mindesten dahingehend, dass man sich allzu lange nur darauf konzentriert und es gelobt hat, dass diese Bewegungen einen zurecht untergegangenes, marodes System einrissen, ohne aber darauf zu achten, dass sie es nur durch noch Schlimmeres ersetzen wollten.
    Bei Polen kommt noch hinzu, dass es im Ausland immer als armes gebeuteltes Opfer der polnischen Teilungen und Mr. Moustaches gesehen wurde, nicht aber als die ehemalige mittelosteuropäische, katholische Großmacht mit vielen unseligen Traditionen, die PiS u.co. wiederauferstehen lassen wollen.
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#16 Alexander_FAnonym
  • 06.06.2020, 21:25h
  • Antwort auf #8 von Absolute Zustimmung
  • Keine Angst, Alternativen zu dem, worin ich aufgewachsen bin, habe ich gefunden. Das ist ein Grund mehr, warum ich auf das Gerede von "Familienwerten" und "Schutz der Familie" nicht viel gebe. Aber wie du siehst, machen mich solche "Argumentationen" noch immer sehr wütend. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Lage in Polen noch einmal ändern wird.
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#17 Homonklin_NZAnonym
  • 07.06.2020, 05:50h
  • Das ist ein wirklich gruseliges Land mit einer Entwicklung, die daraus folgt, wenn sich der klerikale Faschismus mit dem Ideologischen vermengt, und den Ideologiebegroff seinerseits auf Gebiete überträgt, die bloß eben natürlich da sind. Man könnte ja ähnlich von der Milchziegen-Ideologie oder von der Schwarzhaarigen-Ideologie reden, so, we die das machen.

    ""Wir sagen sehr deutlich, dass es inakzeptabel ist, eine Hand gegen Kinder in polnischen Familien zu erheben."
    ""

    Ja wenn er das so wirklich Ernst meint, und damit auch die Züchtigung der katholisch typischen Erziehungsmethoden anprangern würde.
    Aber er bezieht das eher auf neodystope Wähnungen, schon klar.

    Ihr müsst in D mal eine kleine Anfrage dazu anstrengen, wie viele Familien seit der Einführung der Ehe für Alle eigentlich ernsthaft bedrooht wurden, oder sich genau in der Folge davon aufgelöst haben.
    Diese Idee von der bedrohten Familie war doch immer genau das Argument, was da auch verwendet wurde. Wie viele Familien oder Heteropaare sahen sich aus dem Anlass denn gezwungen, sich zu trennen oder etwa selbst lesbisch oder schwul zu "werden" ?
    Auch zur Frage, wie viele Kinder dadurch bisher zu alternativen Lebensweisen verführt wurden, gäbe das vielleicht etwas Entwarnung an die Polen, so als Beispiel.
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#18 Alexander_FAnonym
  • 07.06.2020, 09:14h
  • Antwort auf #17 von Homonklin_NZ
  • Wie gesagt, um den tatsächlichen Schutz von Familien geht es diesen Kreisen nicht, jedenfalls nicht um den Schutz der Familie als Ort der Solidarität und des Beistands, eher um den Schutz der Familie als alternativloser Schicksalsgemeinschaft und Raum elterlicher Willkür und Gewalt. Deswegen sind diese Leute ja auch gegen Frauenhäuser, Scheidungen, Jugendämter usw. Die funken ja immer nur dazwischen.

    Ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode.
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#20 ClarissaAnonym
  • 07.06.2020, 22:47h
  • Die PiS hat doch völlig recht! Jedes mal, wenn zwei Frauen oder zwei Männer sich küssen, fällt einem Katholiken der Schwanz ab! Bei jeder Homoeheschließung wird eine vorbildliche christliche Ehe beschließen, sofern die Frau die Schläge überlebt hat! Bei jeder erfolgten Namens- und Personenstandänderung innerhalb der EU verliert jeder katholische Pole und jede katholische Polin eine Gehirnzelle. Und seit ich weiß, dass jedes mal, wenn meine Freundin und ich Sex haben, ein Katholik unfruchtbar wird, ist der Sex doppelt so geil.

    Ja, PiS, ihr habt uns durchschaut. Und bestimmt kommt ihr bald dahinter, dass hinter der Homolobby der Feminismus steht, und dahinter wiederum ... genau, die, die schon euren Herrn Jesus ans Kreuz genagelt haben. Fragt Xavier Naidoo, der weiß das alles!
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