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"'Black Queer Lives Matter"

Justice Smith outet sich als queer

In "Jurassic World" kämpfte Justice Smith mit Dinosauriern, im echten Leben engagiert er sich gegen Rassismus und Homophobie.


Bei der komödiantischen Trinker-Bildungsserie "Drunk History" schlüpfte Justice Smith in die Rolle von Ptolemaios XIII., der im ersten Jahrhundert vor Christus lebte (Bild: Comedy Central)
  • 8. Juni 2020, 12:46h, noch kein Kommentar

Der amerikanische Schauspieler Justice Smith ("Jurassic World: Das gefallene Königreich") hat sich am Freitag bei einer Protestaktion gegen Rassismus und Polizeigewalt in New Orleans als queer geoutet. Der 24-Jährige erklärte, er wolle mit seinem Coming-out "schwarzes trans und queeres Leben" sichtbarer machen.

Auf der Demo wurde mehreren afroamerikanischen Todesopfern von Polizeigewalt gedacht – darunter George Floyd, dessen Tod am 25. Mai in Minneapolis die Protestbewegung ausgelöst hatte, und Tony McDade, ein schwarzer trans Mann, der am 27. Mai in Tallahassee, der Landeshauptstadt von Florida, von Polizisten erschossen worden war; ein Beamter soll laut Zeugen kurz vor dem tödlichen Schuss "Nicht bewegen, Nigger" geschrien haben.

Auf Instagram veröffentlichte Smith mehrere Bilder, die ihn mit seinem Lebenspartner Nicholas Ashe zeigen. Ashe ist wie Smith Schauspieler, allerdings noch weniger bekannt; in den USA spielt er in der Serie "Queen Sugar" mit, die im relativ kleinen Kabelsender "Oprah Winfrey Network" gezeigt wird.


Justice Smith (li.) und Nicholas Ashe engagieren sich für "Black Lives Matter" (Bild: Instagram / standup4justice)

Gegen Transphobie in schwarzer Community

Zu seinem Eintrag kommentierte Smith: "Wir haben 'Black Lives Matter', 'Black Queer Lives Matter' und 'All Black Lives Matter' skandiert. Als queerer schwarzer Mann war ich enttäuscht, dass bestimmte Leute eifrig 'Black Lives Matter' riefen, aber still waren, als 'trans' oder 'queer' hinzugefügt wurde. Wenn ihr es in einer Revolution in Ordnung findet, dass Transmenschen wie Tony McDade durch das Raster fallen und nur schwarze cis- und heterosexuelle Männer befreit werden sollen, ist das antischwarz."

Viele Schwarze seien darauf konditioniert worden, so weiß, hetero und männlich wie möglich zu sein, "weil dort das Machtzentrum liegt". "Wenn wir uns darauf einlassen, kriegen wir vielleicht ein paar Brotkrumen ab." Ziel sei aber, dass auch Schwarze ohne Angst vor Verfolgung oder Gewalt leben und prosperieren können.

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@nckash and I protested today in New Orleans. We chanted Black Trans Lives Matter Black Queer Lives Matter All Black Lives Matter. As a black queer man myself, I was disappointed to see certain people eager to say Black Lives Matter, but hold their tongue when Trans/Queer was added. I want to reiterate this sentiment: if your revolution does not include Black Queer voices, it is anti-black. If your revolution is okay with letting black trans people like #TonyMcDade slip through the cracks in order to solely liberate black cishet men, it is anti-black. You are trying to push yourself through the door of a system designed against you, and then shut the door behind you. It is in our conditioning to get as close to whiteness, straightness, maleness as we can because thats where the power is. And if we appeal to it, maybe itll give us a slice. But the revolution is not about appeal. It is about demanding what should have been given to us from the beginning. What should have been given to black, queer, and trans individuals from the beginning. Which is the right to exist. To live and prosper in public. Without fear of persecution or threat of violence. There is so much tragedy on the timeline these last couple of days so I added some photos of me and Nic to show some #blackboyjoy #blacklove #blackqueerlove Youve been my rock and guiding light through all of this and I love you so much. I know that on the other side of this Is change, though the fight is far from over. #justicefortonymcdade #justiceforninapop #justiceforgeorgefloyd #justiceforahmaud #justiceforbreonna #sayhername #defundthepolice #endwhitesupremacy

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Smith ist seit 2012 in Hollywood aktiv. Als Teenager spielte er in einigen kleineren Produktionen wie der Nickelodeon-Superheldenserie "Die Thundermans" mit. Zuletzt eroberte er größere Rollen im Fantasydrama "Letztendlich sind wir dem Universum egal", im Jugenddrama "All die verdammt perfekten Tage" und im Blockbuster "Jurassic World: Das gefallene Königreich", in dem er den IT-Experten Franklin Webb darstellt. Smith schlüpft auch für nächsten Teil der Dino-Filmserie ("Jurassic World: Dominion") wieder in diese Rolle. Für den Blockbuster unter der Regie von Colin Trevorrow wurde bereits in England gefilmt, allerdings mussten die Dreharbeiten wegen der Covid-19-Pandemie Mitte März unterbrochen werden. Der Film soll am 10. Juni 2021 in die deutschen Kinos kommen. (dk)

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#allthebrightplaces

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Instagram / standup4justice | "All die verdammt perfekten Tage" handelt von der Liebe zweier suizidgefährdeter junger Menschen (Elle Fanning und Justice Smith). Der Film ist seit dem 28. Februar auf Netflix abrufbar