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Prozessauftakt gegen drei Männer

Wien: Sind Angeklagte Rolex-Diebe oder einfach nur schwul?

Sind drei Rumänen nur zum Männerkucken in österreichische Fitnessstudios gegangen oder zum Klauen? Das muss nun ein Gericht klären?


Wollten die Angeklagten Fitnessclub-Besucher kennenlernen oder beklauen? (Bild: Pricenfees / flickr)

In Wien beginnt der Prozess gegen drei Männer mit rumänischer Staatsbürgerschaft, denen vorgeworfen wird, in mehreren Nobel-Fitnessstudios im Osten Österreichs Luxus-Uhren und Geld im Wert von 150.000 Euro gestohlen zu haben. Wie die österreichische Tageszeitung "Heute" berichtet, weisen Cristian B., Toni B. und Madalin-Claudiu U. alle Vorwürfe zurück – und begründen ihre Anwesenheit in den Fitnesscentern in Wien, Graz und Linz damit, dass sie schwul seien und der Besuch das Ziel gehabt habe, andere Männer zu treffen.

Staatsanwältin Ursula Schrall-Kropiunig wirft den drei Männern vor, nur nach Österreich eingereist zu sein, um dort Einbruchsdiebstähle zu begehen. Sie sollen daher gezielt Einrichtungen mit betuchten Gästen aufgesucht haben. Besonders abgesehen hätten sie es dabei auf Armbanduhren der Luxusmarken Rolex und Hublot. "Sie lösten jeweils eine Tageskarte, kundschafteten ein passendes Opfer unter den Gästen des Studios aus, warteten in der Umkleidekabine, bis der Betreffende seine Uhr im Spind verstaut hatte und brachen diesen in einem günstigen Moment auf", so Schrall-Kropiunig.

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Verteidiger: Angeklagte wollten "Männer betrachten und auch kennenlernen"

Der Wiener Promi-Anwalt Philipp Wolm, der gerne spektakuläre Fälle übernimmt, vertritt zwei der drei Angeklagten. Wolm (Leitspruch auf seiner Website: "Hartnäckig sein – im Interesse unserer Mandanten") erklärt die Intention der Rumänen ganz anders: "Als Grund für die Aufenthalte in den Fitnessstudios geben sie an, dass sie homosexuell seien und in den Studios Männer betrachten und auch kennenlernen wollten." Demnach sei es nur Zufall gewesen, dass die Männer ausgerechnet an jenen Tagen in den Fitnesscentern aufgetaucht seien, an denen Sachen abhanden gekommen sind.

Die Staatsanwältin hält diese Darstellung für "wenig plausibel". Für das von den Angeklagten angeblich verfolgte Ziel gebe es "geeignetere Etablissements". Außerdem habe Toni B. angegeben, eine Freundin zu haben. Madalin-Claudiu U. scherte zudem aus diesem Erklärungsversuch aus und behauptete, nur zum Relaxen die Einrichtungen aufgesucht zu haben. Den Angeklagten könnte laut "Heute" jedoch helfen, dass keine belastenden DNS-Spuren sichergestellt worden seien. Bei einer Verurteilung würden ihnen eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren drohen. (cw)



#1 TrekieAnonym
  • 08.06.2020, 16:52h
  • Egal ob das stimmt oder nich - wer nimmt denn seine Rolex mit zum pumpen?
    Klar is die dann weg...
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#2 niccinicciAnonym
  • 09.06.2020, 05:33h
  • da lobe ich mir mein fitnessstudio, die geben überhaupt keine tageskarten mehr aus.
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#3 IckeAnonym
  • 09.06.2020, 08:37h
  • Sehen wir es mal so: Rumänien ist mega homophob, ein positives Zeichen wenn Diebe so tun als wären sie schwul, immerhin scheint es dann für sie nicht so widerlich zu sein dass sie für schwul gehalten werden könnten...
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#4 AltoAnonym
#5 anonymAnonym
  • 10.06.2020, 01:39h
  • "Demnach sei es nur Zufall gewesen, dass die Männer ausgerechnet an jenen Tagen in den Fitnesscentern aufgetaucht seien, an denen Sachen abhanden gekommen sind."

    Haha, im Dreierteam zum Flirten nach Österreich - kreativ ist der Anwalt ja!

    Aber an solche Zufälle zu glauben, fällt mir dann doch schwer...
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