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Polizeibericht

München: Gruppe prügelt auf zwei junge Männer ein

Mutmaßlich aus Homophobie wurden ein 20- und ein 22-Jähriger am 2. Juni im Münchner Stadtteil Harlaching beleidigt, getreten und geschlagen. Jetzt machte die Polizei den Vorfall öffentlich.


Die mutmaßlichen Täter sollen wahllos auf ihre beiden Opfer eingeschlagen und sie getreten haben (Bild: fsHH / pixabay)

Die Münchner Polizei informierte am Mittwoch über eine brutale Attacke mit mutmaßlich homophobem Hintergrund, die sich über eine Woche zuvor – am Dienstag, den 2. Juni – in der Tierparkstraße im Stadtteil Harlaching ereignete.

Laut Polizeibericht wurden zwei 20- und 22-jährige Münchner von einer Gruppe von fünf bis zehn Männern beleidigt und angegriffen. Die mutmaßlichen Täter sollen wahllos auf ihre beiden Opfer eingeschlagen und sie getreten haben. Die jungen Männer wurden dadurch leicht verletzt. Gegen Mitternacht erstatteten sie auf der Polizeiinspektion 15 in Sendling eine Anzeige wegen dieser Taten.

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Die Polizei sucht Zeugen des Vorfalls

Das Kommissariat 44 der Münchner Kriminalpolizei. das für politisch motivierte Kriminalität zuständig ist, hat die Ermittlungen aufgenommen. "Gegenstand dieser Ermittlungen ist auch ein mögliches LGBT feindliches Motiv", heißt es in der Pressemitteilung.

Die Polizei sucht nun die Täter wegen Körperverletzung. Der Haupttäter wird in der Mitteilung wie folgt beschrieben: "ca. 18 Jahre alt, ca. 174 cm groß, Drei-Tage-Bart, südländisches Aussehen; schwarze Joggingjacke, weißes Muskelshirt, schwarze Jogginghose".

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 44, Tel. (089) 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. (cw/pm)



#1 ErfassungAnonym
  • 11.06.2020, 10:23h
  • Das muss endlich systematisch erfasst werden.

    Es kann nicht sein, dass homo- und transphobe Straftaten weiterhin unter den Teppich gekehrt werden, nur weil die Regierung Angst hat, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

    Union und SPD müssen endlich ihren Widerstand aufgeben, damit man überhaupt mal weiß, wie groß das Problem ist, ob es regionale Häufungen gibt, wie die Täterstrukturen sind, etc.

    Sonst wird sich nie was ändern und es wird immer schlimmer...
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#2 Ralph
  • 11.06.2020, 12:52h
  • Antwort auf #1 von Erfassung
  • Wir erleben derzeit eine laute öffentliche Debatte um Rassismus, insbesondere um rassistische Beleidigungen, Bedrohungen und Gewalttaten. Das ist gut und richtig und längst überfällig. Gleichzeitig werden solche Taten gegen Schwule und Lesben, trans- und zwischen geschlechtliche Menschen totgeschwiegen und unter den Teppich gekehrt. Nach wie vor solidarisiert sich die breite Mehrheit lieber nicht mit uns, während bei anderen sozialen Gruppen, die angegriffen werden, auf die Straße gegangen und demonstriert wird und die Zeitungen voll von empörten Kommentaren sind. Die Parole lautet: Jetzt haben sie die Ehe und den Geschlechtseintrag, mit Beleidungen, Bedrohungen und Gewalt sollen sie selbst zusehen, wie sie fertigwerden. Am besten kriechen sie zurück in die eigenen vier Wände.
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