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Kommentare zu:
Rassismusdebatte: Statue des homophoben Pfadfinder-Gründers soll entfernt werden


#21 Carsten ACAnonym
#22 AndreasKAProfil
  • 13.06.2020, 12:35hKarlsruhe
  • Antwort auf #20 von ei gude
  • ... auch Antwort an 19:

    Ganz eindeutig gefällt mir der Name noch immer, weil er die Chance lässt, anders zu assoziieren und die erste Assoziation von Rose ist nun mal die Blume.
    Freilich spielt auch die Genese des Namens eine Rolle, aber in diesem Falle halte ich selbst das nicht für problematisch, eben weil andere Gedankenverbindungen gezogen werden können.

    Ich gebe zu, dass ich nicht besonders gerne Dirnengasse in meiner Anschrift hätte, logo.

    Aber in einer Rosenstraße habe ich sogar schon mal gewohnt und dazu beigetragen, dass sie ihren Namen verdient. ... nee, ich bin da nicht auf den Strich gegangen ... ich habe einfach Rosen auf dem Balkon gepflegt ...
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#24 ursus
  • 13.06.2020, 15:21h
  • Antwort auf #17 von Loren
  • "ich bevorzuge da Ideen, nicht Personen"

    Ich habe natürlich auch kein Problem mit einem "Friedensplatz" oder einer "Meinungsfreiheitsgasse".

    Die öffentliche Ehrung (und ggf. Kritik bis hin zur Ehrungsrücknahme) von Personen, die bestimmte Ideen oder Leistungen verkörpern sollen, hat für mich trotzdem eine Qualität, die bloße Wertediskussionen überschreitet. Da geht es um den Hinweis, dass Ideen nicht im abstrakten Raum herumgeistern, sondern gelebt werden können und müssen. Auch wenn das natürlich selbstverständlich ist, finde ich es gut, das auch sichtbar zu machen.

    Mit konkreten Vorbildern hatte ich eigentlich noch nie Probleme (deren stets mangelnde Perfektion immer berücksichtigend).
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#25 ursus
  • 13.06.2020, 15:34h
  • Antwort auf #18 von AndreasKA
  • "Ich plädiere dafür, alle Denkmäler zu belassen und eine entsprechende Tafel an jedem einzelnen dazu anzubringen, die nüchtern darstellt was... "

    Ein Historiker, dessen Namen ich mir nicht gemerkt habe, hat neulich angemerkt, dass eine "Korrektur" an Denkmälern idealerweise von weitem sichtbar sein müsse. Statt einer Texttafel, die von den meisten Menschen einfach übersehen wird, könnte man z. B. eine Statue auf den Kopf stellen oder hinlegen. Man kann ein "Nebendenkmal" errichten oder das bestehende in eine rahmende Installation einklammern. Solche Umgestaltungen sind ja schon vielerorts geschehen oder angedacht.
    Ich halte das für eine gute Idee: Die dunklen Seiten der Geschichte nicht einfach aus dem öffentlichen Raum tilgen, sondern vorhandene Denkmäler umnutzen, um Wertediskussionen sichtbar zu machen.

    "Bei Straßen- oder Platz- bzw. Ortsnamen würde ich sehr viel rigider aussortieren."

    Das sehe ich genauso. Ich möchte auch keine nach einem Unmenschen benannte Adresse haben.
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#26 ursus
#27 AndreasKAProfil
  • 13.06.2020, 16:21hKarlsruhe
  • Antwort auf #23 von antos
  • Glaube mir ruhig, ich kenne mich in der Symbolik von Blumen und besonders der Rosen bestens aus. Mir geht es darum, welches Bild als erstes spontan bei 99 % der Leute im Kopf ist, wenn der Begriff Rose fällt oder irgendwo zu lesen ist. Und da bin ich ziemlich sicher, dass es die Blume ist ...

    ... aber eigentlich wollte ich mich gar nicht so detailliert darüber auseinandersetzen ...
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#28 ei gudeAnonym
  • 13.06.2020, 21:39h
  • Antwort auf #24 von ursus
  • "ich bevorzuge da Ideen, nicht Personen"

    Ich habe natürlich auch kein Problem mit einem "Friedensplatz" oder einer "Meinungsfreiheitsgasse".

    @ursus und Loren
    Straßen und Plätze nach Ideen zu benennen halte ich auch nicht für unproblematisch. Natürlich ist bei einem "Friedensplatz" wenig Konfliktpotenzial vorhanden, denn die Bezeichnung ist gleichzeitig großartig und belanglos, da sie so "wischiwaschi" ist, weil sich eigentlich jeder Mensch irgendwie nach Frieden sehnt, auch wenn sie sich etwas anderes darunter vorstellen.
    Schwieriger wäre es mit Ideen und Begriffen, die ideologisch deutlich aufgeladener sind. In der DDR wurden mehrere Straßen "Straße des Sozialismus" genannt - gibt es z. B. noch in Nienburg/Saale. Nun assoziieren die einen den Begriff positiv, andere negativ.
    Stalin verstand darunter etwas anderes als Trotzki oder Tito usw.
    Im deutsch besetzten Polen während des Zweiten Weltkriegs, dem sogenannten "Generalgouvernement" unter Hans Frank, dem "Polenschlächter", wurden mehrere Straßen u. a. in "Straße der Bewegung" umbenannt.

    en.wikipedia.org/wiki/Germanisation_in_Poland_(1939%E2%80%93
    1945)#Germanisation_of_placenames
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#29 Ralph
  • 14.06.2020, 10:14h
  • So sehr ich dafür bin, Gewalttätern und anderen Verbrechern, Volksverhetzern und Erfindern menschenfeindlicher Ideologien Denkmäler zu errichten oder Straßen nach ihnen zu benennen, befürchte ich, dass die öffentliche Debatte in diese Richtung abgelenkt wird (wie wir ja auch hier sehen) und das eigentliche Ziel, den Rassismus selbst zu bekämpfen, außer Blick gerät. Am schlimmsten treiben es insoweit derzeit die Grünen, die einen Feldzug gegen das Wort "Rasse" gestartet haben, statt sinnvolle Vorschläge zur Bekämpfung von Rassismus zu machen.
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#30 Ralph

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