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Medien

"Berliner Zeitung" sucht LGBT-Redakteur*in

Als erste deutsche Tageszeitung hat die "Berliner Zeitung" eine Stelle für ein Redaktionsmitglied ausgeschrieben, das sich schwerpunktmäßig mit queeren Themen beschäftigen soll.


Die "Berliner Zeitung" hat eine verkaufte Auflage von über 80.000 Exemplaren (Bild: Ingo Joseph / Pexels)

Als einziges Massenmedium in Deutschland beschäftigt derzeit nur das Onlineportal Buzzfeed mit Juliane Löffler eine eigene Redakteurin, die sich schwerpunktmäßig mit queeren Themen beschäftigt. Jetzt zieht die "Berliner Zeitung" nach. In einer aktuellen Stellenausschreibung sucht die traditionsreiche Tageszeitung aus der Hauptstadt einen "Redakteur – Berichterstattung mit Schwerpunkt LGBT (m/w/d)".

In der Aufgabenbeschreibung heißt es u.a.: "Sie zeigen unseren Lesern, wie die Queer-Community lebt, was sie bewegt und welchen Platz sie in unserer Gesellschaft einnimmt. Von 'Ehe für Alle' bis 'Adoptionsrecht' ist Ihnen jeder Aspekt der aktuellen Situation bekannt."

Darüber hinaus soll das künftige Redaktionsmitglied ein "Netzwerk aus Experten, Vordenkern und Verantwortlichen in den relevanten Bereichen" entwickeln. Als Ziel der neuen Stelle formuliert der Zeitungsverlag: "Sie tragen zur Verständigung zwischen LGBT und nicht LGBT-Menschen bei, ohne unkritisch zu sein."

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Zweithöchste Auflage unter den Berliner Abonnementzeitungen

Die "Berliner Zeitung" wurde 1945 zwei Wochen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als "Organ des Kommandos der Roten Armee" gegründet und 1953 dem Zentralkomitee der SED unterstellt. Nach der Wende versuchten sich sowohl Gruner + Jahr, die Verlagsgruppe Holtzbrinck als auch der Kölner Verlag M. DuMont Schauberg als Verleger. Seit vergangenem Jahr gehört der Berliner Verlag, in dem das Blatt erscheint, dem Ehepaar Silke und Holger Friedrich.

Die "Berliner Zeitung" hat nach dem "Tagesspiegel" und vor der "Berliner Morgenpost" die zweithöchste Auflage unter den Abonnementzeitungen der Hauptstadt und wird bis heute vor allem in den östlichen Bezirken gelesen. Die verkaufte Auflage lag im vierten Quartal 2019 bei 83.690 Exemplaren.

Weltweit gibt es nur sehr wenige Massenmedien, die eigene LGBT-Redakteur*innen beschäftigen. Als erster öffentlich-rechtlicher Sender ernannte BBC News Ende 2018 mit Ben Hunte einen LGBT-Korrespondenten (queer.de berichtete). (mize)



#1 DamienAnonym
#2 DamienAnonym
#3 KarstenBlnAnonym
  • 14.06.2020, 00:40h
  • Der Herr Friedrich, Chef der Berliner Zeitung, ist übrigens auch als "Peter Bernstein" bekannt. IM beim Ministerium für Staatssicherheit der DDR. Nur so. Fehlt im Text. Quelle:Google
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#4 Ralph
#5 ColonelAnonym
#6 globoProfil
  • 15.06.2020, 18:12hBerlin
  • Wenn man die IM-Tätigkeit erwähnt, dann auch, dass er erpresst wurde weil Fluchtabsicht entdeckt wurde. Lt. Medien hat er nach kurzer Zeit seinen "Job" gekündigt.
    Wäre man doch in der jungen Bundesrepublik ähnlich pedantisch vorgegangen dann wären uns ein Globke, ein Bundespräsident der für das Ermächtigungsgesetz gestimmt hatte und andere erspart geblieben.
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