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USA

New York: 15.000 Menschen bei "Black Trans Lives Matter"-Demo

In den USA gingen Tausende Menschen auf die Straße, um gegen rassistische und transphobe Diskriminierung zu kämpfen.


Die Kundgebung vor dem Brooklyn Museum zog Tausende an (Bild: Twitter / Julie Ann Pietrangelo)

  • 16. Juni 2020, 14:50h, noch kein Kommentar

Tausende Menschen demonstrierten am Sonntag alleine im New Yorker Stadtbezirk Brooklyn bei einer "Black Lives Matter"-Kundgebung, die sich auf die Diskriminierung schwarzer Transmenschen konzentrierte. Nach Polizeiangaben nahmen 15.000 Demonstrant*innen teil, die sich am Ende der Kundgebung vor dem Brooklyn Museum versammelten. Auch in mehreren amerikanischen Städten kam es zu "Black Trans Lives Matter"-Demonstrantionen.

Eine Grund für die Demonstrationen war die anhaltende Mordserie an Transfrauen in den USA. Allein letzte Wochen wurden zwei schwarze Transfrauen – die 27-jährige Dominique Fells aus Philadelphia und die 25-jährige Riah Milton aus Cincinnati – ermordet. Insgesamt habe die Human Rights Campaign allein in diesem Jahr 14 Morde an Transmenschen registriert, im gesamten letzten Jahr waren es 26. Die meisten der Opfer hatten schwarze Hautfarbe. Die Dunkelziffer liege laut den LGBTI-Aktivist*innen aber wohl weit höher.

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Auch Kritik an transphober Trump-Regierung

Als weiterer Grund für die Proteste wird der Abbau von Rechten Transsexueller durch die Trump-Regierung angeführt. Erst am Wochenende erlaubte das Weiße Haus Krankenhäusern und Versicherungen, trans Menschen wegen ihrer Geschlechtsidentität zu diskriminieren (queer.de berichtete).

Die Demonstrant*innen waren aufgefordert worden, weiß zu tragen und zunächst lautlos durch die Straßen zu marschieren. Demo-Organisator Fran Tirado erklärte, damit wolle man an die "Silent Protest Parade" der Schwarzenorganisation NAACP im Jahr 1917 erinnern, eine der ersten schwarzen Bürgerrechtskundgebungen in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

Twitter / fransquishco

Los Angeles: "All Black Lives Matter" statt CSD-Parade

In Los Angeles gingen bereits am Samstag Tausende Menschen bei der "All Black Lives Matter"-Demonstration auf die Straße. Die Veranstaltung wurde von LGBTI-Aktivist*innen organisiert, die an diesem Tag eigentlich die CSD-Parade durchführen wollten. Diese war aber bereits vor Wochen wegen der Corona-Krise abgesagt worden. Stattdessen forderten Demonstrant*innen unterschiedlichster Hautfarben bei einem Marsch durch Hollywood, die Diskriminierung schwarzer Transmenschen zu beenden. (cw)