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Kommentare zu:
Bundessozialgericht schwächt Anrechte von trans Menschen


#21 ColonelAnonym
  • 19.06.2020, 00:18h
  • Antwort auf #19 von Kölnfisch
  • Also, in meinem queeren Umfeld versetzt das nun wirklich niemanden in Erstaunen. Im Gegenteil: Deutschland ist, bei all seinen Fehlern, eines der lebenswertesten Länder der Welt und bietet ein sozialstaatliches Sicherungsnetz, dass in Umfang und Tiefe (zum Teil deutlich) über dem liegt, was in anderen Industriestaaten vergleichbarer Größe an der Tagesordnung ist. Vom Rest der Welt ganz zu schweigen. Dafür kann und sollte man auch einfach einmal dankbar sein.

    Was mein Umfeld indes immer wieder erstaunt, ist die Chuzpe, mit der es von denjenigen in Geiselhaft genommen wird, die es zu vertreten vorgeben. Die ständig von Solidarität reden, aber damit nur Partikularinteressen meinen. Und die, selbst in Fällen wie diesem, meinen, die alleinige Interpretationshoheit gepachtet zu haben. Ich und viele andere halten das Urteil des BSG nämlich weder für rechtlich noch für moralisch fehlerhaft - sondern für völlig korrekt und vertretbar.
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#22 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 19.06.2020, 01:38h
  • Ich sehe darin keine Schwächung unserer Rechte, oder der anderer Frauen, sondern eher Rechtssicherheit für alle Beteiligten.
    Vielmehr sollte der Gesetzgeber darüber nachdenken, die Hürden für transsexuelle Kinder nicht so hoch anzusiedeln wie bisher, und auch darüber, ob es bei kosmetischen Operationen nicht sinnvoller wäre, andere Regeln einzuführen. Regeln, die nicht auf die Transsexualität, sondern den Leidensdruck Betroffener abzielen, und auch darauf, wie sie mit "männlichem Gesicht" als Frauen wahrgenommen werden.
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#23 nickiAnonym
  • 19.06.2020, 08:38h
  • Antwort auf #21 von Colonel
  • Nun bald tritt ja die S3 Richtlinie in Kraft und Behandlungssuchenden sollen auch FFS ermöglicht werden.
    Und es geht natürlich nicht um Kosmetik sondern darum, die Schäden der "falschen" Pubertät zu vermindern,. und je mehr Passing (auch ohne fett Makeup, ist ja so alltagstauglich), desto weniger clocking, weniger diskriminierung etc.

    Übrigens ist Deutschland im Rainbow Index auf Platz 16
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#24 SolanaceaeAnonym
  • 19.06.2020, 09:28h
  • Antwort auf #4 von DanielFalk
  • Ich bin selbst Trans*.
    Und ja, ich finde die Entscheidung richtig. Wir Trans* Menschen sind gewohnt "Oh, mein Körper gefällt mir nicht. Mein gesicht nicht, meine Hände nicht, meine durch die HRT gewachsene Brust nicht, mein Hintern nicht, ..." Und erwarten wie selbstverständlich dass die Krankenkasse alles übernimmt.

    Bitte nicht falsch verstehen. Einer Trans* Frau mit starker dysphorie einen geschlechtsangleichende OP zu bezahlen ist vollkommen richtig und überlebenswichtig. Bei dem Brustaufbau bin ich schon gespalten. Es gibt so viele CIS Frauen da draußen die auch nicht einmal Körbchengröße A haben. Denen wird auch kein Aufbau bezahlt. Und ja, die Leiden auch da drunter, genau wie wir Trans* Frauen (Ich habe nicht einmal AA erreicht)

    Und geht mal in die Städte und schaut in die Geischter der Frauen. So viele Frauen haben kanntige gesichter. So viele Frauen fühlen sich hässlich, nicht feminin genug. Und keine bekommt eine FFS bezahlt.

    Meiner Meinung nach muss es ein fundamental anderes Rollenbild in den Medien geben. Wir müssen endlich all die Models und Schönheiten von den Plakaten und aus den Serien verbannen und ganz normale Frauen da rein setzen. Dann bekommen wir Menschen auch ein anderes Verständniss davon was Weiblihckeit ist.

    Ich empfehle hierzu den Film Embrace. Fast keine Frau empfindet sich als schön. Das muss sich ändern!
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#25 StaffelbergblickAnonym
  • 19.06.2020, 12:01h
  • Antwort auf #13 von trans naysayer
  • "Dr. Capitán of Facialteam (World Leader in Facial Feminization Surgery) - Marbella, Andalusien, Spain:" .... und ich wurde neugierig. Dieser "Schönheitschirurg" betreibt in Marbella einen Klinikbetrieb zur operativen Behandlung bei Problemen zum Aussehen. Hierbei Eingriffe im Gesichtsbereich einschließlich der Kiefer. Außerdem neovaginale Eingriffe. Ich bin jetzt hemmungslos bösartig: Aber einen "World Leader ...." - in was auch immer mit Privatklinikbetrieb in Marbella - mit dem allgemeinen Klinikbetrieb sonstwo gleichzusetzen ist nichts anders als den Lebensstil von Alexis und Blake Carrington auf die Allgemeinheit zu übertragen. Welche Ölfelder dürfens denn heute sein????
  • Antworten » | Direktlink » | zu #13 springen »
#26 saudeaAnonym
#27 trans naysayerAnonym
  • 19.06.2020, 14:23h
  • Antwort auf #25 von Staffelbergblick
  • ""World Leader ...." - in was auch immer mit Privatklinikbetrieb in Marbella - mit dem allgemeinen Klinikbetrieb sonstwo gleichzusetzen ist nichts anders als den Lebensstil von Alexis und Blake Carrington auf die Allgemeinheit zu übertragen.

    Erwartungsgemäss driftet das Thema Facial Gender Confirmation Surgery trotz aller Erklärungen irrational in "Schönheits-Operationen" und letztendlich in eine "Deutsche Diskussion" ab. Ich bin nicht deutsch, das ist nicht meine Angelegenheit und betrifft mich auch nicht.
    Daher abschliessend kurz:

    1. Eine FFS wird in KEINEM Land der Welt von einer Krankenkasse bezahlt. Weltweit nicht. Nirgendwo. Daraus folgt zwangsläufig, dass ein "allgemeiner Klinikbetrieb" nicht an der Ausübung einer FFS interessiert ist und auch nicht daran, sich das extrem komplexe Wissen dazu anzueignen. Noch weniger daran, dieses Wissen überhaupt erst empirisch zu entwickeln und zu erschaffen. In Konsequenz bedeutet das, dass nur der privat-medizinische Bereich bleibt. Ist eigentlich ganz einfach.

    2. Da Du so gründlich zu @Facialteam recherchiert hast, wirst Du sicher auch wissen, dass @Facialteam AUF INITIATIVE und unter AKTIVER MITWIRKUNG von Transfrauen aus aller Welt gegründet wurde. Unsere Expertise war und ist bis heute entscheidend. Wir sind involviert.

    3. Seit 10 Jahren kämpft @Facialteam aktiv auf internationalem Parkett darum, dass eine FFS in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufgenommen wird. Es wäre daher wünschenswert gewesen, wenn dieser Prozess vor einem deutschen Gericht nicht so dilettantisch sondern professionell geführt worden wäre. Aber offensichtlich hat dort wieder einmal nur jemand "für sich" und als "Einzelfall" gekämpft. Bedauerlich.

    4. Nach Deiner gründlichen Recherche bist Du sicher auch über die @Facialteam Foundation informiert, die es Transfrauen mit fehlenden Ressourcen und prekärer Lebenslage ermöglicht, eine FFS an ihrer statt zu finanzieren und zugänglich zu machen. Free of charge. Das betrifft Transfrauen in besonders gefährlichen Lebenslagen - diese Kriterien erfüllen Transfrauen aus dem süd-amerikanischen Raum.

    facialteam.eu/blog/ffs-surgery/facialteam-foundation-transge
    nder-surgery/


    5. @Facialteam hat seinen Sitz in Marbella, Andalusien, Spanien und São Paulo, Brasilien.
    Brasilien hat einen Gender Recognition Act. Die unabhängige spanische Teilrepublik Andalusien hat den argentinischen Gender Recognition Act adaptiert und übernommen.
    @Facialteam - inkl. der staff - hat von Anfang an aktiv und WELTWEIT für die Ent-Pathologisierung von Trans gekämpft.
    Man kann nur dort frei, innovativ und kreativ arbeiten und Neues erschaffen, wo es auch gesetzlich festgelegte Freiheit gibt.

    "Welche Ölfelder dürfens denn heute sein????"

    Das ist keine Frage von Ölfeldern, sondern eine Frage der unterschiedlichen Kultur und des eigenen positiven Selbstbildes.
    In den Ethnizitäten, aus denen wir stammen, gab es zu keiner Zeit in der Geschichte das weisse binäre Geschlechter-Konstrukt. Wir hatten immer eine eigene Kultur. Das ist auch in die Kultur der süd-amerikanischen Trans-Communities eingeflossen und hat unsere communities geprägt.

    Wir wissen, was Eigeninitiative und Selbstverantwortung ist. Wir erschaffen unsere Strukturen selbst.

    Wir haben uns nie über den pathologischen Psychiatrie-Narrativ der Sexualmedizin definiert - noch der Psychiatrie die Definitionshoheit über uns überlassen.

    Freiheit hat wie alles auf der Welt ihren Preis. Die wenigsten sind bereit, ihn zu zahlen. Sie wählen lieber die Sicherheit. Wie alles auf der Welt hat aber auch die Sicherheit ihren Preis: Man bezahlt mit seiner Freiheit.

    Wie wäre es mit Arbeiten(!) anstelle von Ölfeldern-?

    Dann ist man am Ende auch unabhängig von einer "Sexualmedizin" und von so called "Psychologen" und anderen Scharlatanen. Dann klappt es auch mit der Selbstbestimmung und der selbstbestimmten Transition.
    Surprise: Sogar mit einem selbstbestimmten Leben.

    Man muss nur bereit sein, den Preis dafür zu zahlen. Oder nicht.
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#28 trans naysayerAnonym
  • 19.06.2020, 14:52h
  • Antwort auf #27 von trans naysayer
  • "Wie wäre es mit Arbeiten(!) anstelle von Ölfeldern-?"

    Damit ist das Erarbeiten EIGENER und SELBST-BESTIMMTER community-Strukturen gemeint,. Unabhängig. Und selbstverständlich auf professionellem Niveau.

    Man kann sich jedoch auch weiterhin auf eine so called "Allgemeinheit" verlassen. Wer oder was auch immer diese abstrakte "Deutsche Allgemeinheit" auch sein mag. We don't care.
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#29 N8EngelProfil
#30 FionaAnonym

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