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USA

AmazonSmile schmeißt weitere homophobe Hassgruppe raus

Die Spendenseite des Online-Versandhändlers akzeptiert keine Homo-Hasser – zuletzt entfernte Amazon das Family Research Council von seiner Liste der gemeinnützigen Organisationen.


Wer bei AmazonSmile bestellt, kann eine gemeinnützige Organisation seiner Wahl mit einer kleinen Spende unterstützen

Homo-Hasser in den USA sind sauer auf Amazon: Der Versandriese aus Seattle, so beklagen sie, hat kürzlich die berüchtigte christlich-homophobe Lobbygruppe Family Research Council (FRC) aus seinem AmazonSmile-Programm entfernt. Dabei handelt es sich um ein Spendenprogramm, bei dem das Unternehmen bei jedem Einkauf über die AmazonSmile-Website 0,5 Prozent des Umsatzes an eine vom Kunden oder der Kundin vorher ausgesuchte Organisation spendet (exkl. Versandkosten, Geschenkverpackungskosten und Mehrwertsteuer). Bereits vor zwei Jahren hatte AmazonSmile die homophobe Organisation Alliance Defending Freedom ausgeschlossen.

FRC zählt zu den mächtigsten Lobbygruppen der evangelikalen Rechten. Von der Bürgerrechtsorganisation Southern Poverty Law Center wird die 1981 gegründete Organisation wegen Homo- und Transphobie als "Hassgruppe" eingestuft.

Nach Ansicht des Family Research Council ist die sexuelle Orientierung von Schwulen und Lesben "unnatürlich" und "schädlich" – die Organisation setzte sich unter anderem sogar für ein Verbot von Homosexualität ein. Die Aktivist*innen sind gut vernetzt: FRC-Chef Tony Perkins wurde unter anderem in den Vatikan und ins Weiße Haus eingeladen, um mit den anderen Gästen über seine Abneigung gegenüber Homosexuellen zu sprechen.

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Amazon als "linksaußen" kritisiert

LGBTI-feindliche Medien sind außer sich über den Ausschluss. Das von der Mun-Sekte gegründete rechtskonservative Kampfblatt "Washington Times" beklagte etwa, dass Amazon einer der "Linksaußen-Technologiekonzerne" sei. Grund: Der Onlineversender unterstütze unter anderem "linke" Gruppen wie Planned Parenthood (ein Betreiber von Frauenkliniken) oder die Atheisten-Organisation Freedom From Religion Foundation, aber nicht "Organisationen, die den traditionellen christlichen Lehren folgen". Allerdings werden bei AmazonSmile freilich auch Spenden für christliche Hilfsorganisationen wie die Heilsarmee gesammelt.

Amazon gehört derzeit zu den Lieblingsfeinden von Trump-Fans – allerdings nicht wegen der fragwürdigen Geschäftspraktiken oder dem Umgang mit Mitarbeiter*innen, der oft in Europa zu Kritik führt. Vielmehr ist dem US-Präsidenten ein Dorn im Auge, dass die Zeitung "Washington Post", die Amazon-Gründer Jeff Bezos gehört, immer wieder kritisch über ihn berichtet.

In Deutschland gibt es AmazonSmile seit Ende 2016. Bislang sammelte der US-Konzern mit seinem deutschsprachigen Dienst nach eigenen Angaben rund 8,2 Millionen Euro an Spenden ein. In der Liste der gemeinnützigen Organisation finden sich auch mehrere Gruppen, die sich für LGBTI-Rechte einsetzen, etwa das Magnus-Hirschfeld-Centrum Hamburg oder Rosekids, eine schwul-lesbische Jugendgruppe im südbadischen Freiburg. Auch der Lesben- und Schwulenverband ist dabei – der LSVD-Bundesverband hat über den Dienst alleine rund 3.000 Euro an Spenden eingesammelt. Auch der Hamburger Landesverband ist Mitglied von Amazon-Smile. (dk)

https://smile.amazon.de/ch/17-450-06791 Nun kann jede/r den LSVD beim Einkauf unterstützen. Sucht den LSVD Hamburg e.V. und wir bekommen eine ganz kleine Spende bei jedem Einkau.

Gepostet von LSVD Hamburg am Donnerstag, 8. Juni 2017
Facebook / LSVD Hamburg



#1 DieterBremenProfil
#2 FredericAnonym
  • 22.06.2020, 15:19h
  • Man kann Amazon Smile auch in der App standardmäßig einstellen, so wird jeder Kauf automatisch registriert und gespendet.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 LouRAnonym