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Kommentare zu:
AfD empört sich über Kritik an "LGBT-freien Zonen" in Polen


#1 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 23.06.2020, 08:12h
  • He, Ihr Alternative für Dorfdeppen, das ist keine "Einmischung in die inneren Angelegenheiten Polens", sondern ein Pochen auf EU-Standards und Menschenrechten.
    Aber wer Putin in den Hintern kriecht, weiß es nicht besser.
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#2 Homonklin_NZAnonym
  • 23.06.2020, 09:22h
  • Na ob die das auch so gesehen hätten, würde irgend eine (fiktive) deutsch-polnische Minderheit in Polen bedroht, die alle rein traditionell leben und katholisch artig mit 23 noch über Bienchen und Blümchen fantasieren?

    Man merkt denen doch beim Luftholen für die Sätze schon an, woher der braune Odem kommt.

    Einstehen für Menschenrechte zählt bei AfD's nur, wenn man wenigstens zwei psychische Störungen hat und selber ideologisch bis traditiv verkorkst tickt.
    ( Einstellungskriterien für Mitarbeiter)

    Man tausche "LGBT-Ideologie" mit der Ideologie von Hautfarbe, Ideologie der Weiblichkeit oder Ideologie der Menschen mit Einschränkungen. Wie "politisch" wären Einmischungen dann? Man braucht keine Städtepartnerschaft, wenn die Partner sich ausgesucht Menschen ächtenden Praktiken andienen.
    Dass die AfD ihre eigene Ideologie vertritt, ist lange bekannt. Die Art Ideologie hat Deutschland lange genug niedergedrückt, noch heute wird es in der ganzen Welt daran gemessen. Und beobachtet auch.
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#3 FredericAnonym
  • 23.06.2020, 11:43h
  • Schlimm. Das Aussetzen der Partnerschaft ist ja wohl das Mindeste. Das Ganze grenzt für mich ja an Volksverhetzung.
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#4 N8EngelProfil
  • 23.06.2020, 13:18hWenden
  • Hier sieht man schön das Gesicht der AFD. Menschenrechtsverletzungen dürfen nicht angeprangert werden. Begründet wird das damit, das es sich um eine innere Angelegenheit Polens handelt. Nur mal angenommen, daraus würde ein Exodus der LGBTI* aus Polen folgen wären sie natürlich auch dagegen. Wer verfolgt wird darf auch nicht davor weglaufen, so die Idee der Ideoligen dieser politischen Strömung. Menschenrechte sollen bitte nur für heteronormale, weiße Deutsche gelten. Und wieder beschleicht mich das Gefühl, das die in der Schule nicht aufgepasst haben oder abwesend waren - besonders im Fach Geschichte.
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#5 ursus
  • 23.06.2020, 13:33h
  • Antwort auf #4 von N8Engel
  • "Und wieder beschleicht mich das Gefühl, das die in der Schule nicht aufgepasst haben oder abwesend waren - besonders im Fach Geschichte."

    Leider können wir nicht davon ausgehen, dass die deutsche Nachkriegs-Floskel "nie wieder" immer noch allgemeiner Konsens ist - oder jemals war. Nicht nur in Bezug auf LGBTTIQ*-Rechte ist doch in der AfD das "gerne wieder" unüberhörbar. Wenn die könnten, würden sie in Deutschland noch wesentlich schlimmere Verhältnisse schaffen als jetzt in Polen.

    Seien wir nicht so naiv, Dummheit zu unterstellen, wo eiskalte Menschenverachtung am Werk ist.
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#6 TagteufelAnonym
#7 Alexander_FAnonym
  • 23.06.2020, 15:23h
  • Antwort auf #4 von N8Engel
  • Mit Verlaub, aber in Geschichte haben die Herrschaften durchaus aufgepasst: nach 1945 wurden die Häftlinge mit dem rosa Winkel nämlich keineswegs befreit, und der verschärfte § 175 galt bis 1968, alles mit Duldung und Wohlwollen der Alliierten.
    Dass die Verachtung gegen unsereinen noch immer so verbreitet ist, hat nicht zuletzt damit zu tun, dass wir nicht als Opfer des NS-Regimes angesehen wurden und der Hass unsereinem gegenüber erst seit Kurzem, also lange nach der Befreiung, nicht mehr salonfähig ist.
    Das heißt keineswegs, dass die AfD nicht eine absolut verachtenswürdige Haltung vertritt. Diese aber ist mitnichten auf ein paar verpasste Geschichtsstunden zurückzuführen, sondern dem Verständnis von Freiheit, das der extremen Rechten zu eigen ist, das nämlich einer auf Privilegien gründenden Willkür, verbunden mit dem Recht, Wehrlosen und Untergebenen gegenüber willfährige Gewalt zuteil werden zu lassen. Wer dem widerspreche, mische sich wiederum in "innere Angelegenheiten" ein, denn ebenso, wie es das gute Recht des Familienvaters ist, den Gürtel sprechen zu lassen, darf auch der Landesvater seine widerspenstigen Landeskinder züchtigen.
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#8 Taemin
#9 Alexander_FAnonym
  • 23.06.2020, 17:57h
  • Antwort auf #8 von Taemin
  • Bislang habe ich auch noch von keiner Schule gehört, die diese Frage behandelt. Dementsprechend kann man den AfD-Abgeordneten hier, so große Arschgeigen wie sie auch sein mögen, keinen Vorwurf machen. Mit ihrer Unwissenheit befinden sie sich wahrscheinlich in bester Gesellschaft mitsamt den Pfaffenhofener CSU-Stammtischen und sonstigen Honoratioren. Das macht die Sache natürlich keineswegs besser, ganz im Gegenteil.
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#10 AnimalblackProfil
  • 24.06.2020, 07:47hKöln
  • Antwort auf #2 von Homonklin_NZ
  • Einstehen für Menschenrechte zählt bei AfD's nur, wenn man wenigstens zwei psychische Störungen hat und selber ideologisch bis traditiv verkorkst tickt.
    ( Einstellungskriterien für Mitarbeiter)

    Homoklin_NZ,
    was soll dieses unangemessene Vermischen der Parteipolitik der AfD mit Menschen mit psychischer Störung?

    Mit solchen Aussagen sorgen sie für eine Verbreitung und Festigung von Vorurteilen gegenüber dieser Menschengruppe!

    Hören sie damit auf, damit helfen sie niemanden, schaden aber vielen!
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#11 Homonklin_NZAnonym
  • 24.06.2020, 10:26h
  • Antwort auf #10 von Animalblack
  • Es tut mir Leid, wenn Sie da was in den falschen Hals gekriegt haben.

    Aber um in dieser "Partei" Mitglied sein zu können, und deren Ansichten in einer Zeit 2020 mit tragen zu können, braucht es schon ein gewaltiges Ding an der Waffel und eine ordentliche Dosis Geschichtsblindheit, oder Narrowmindedness.
    Und da ist nun mal irgend eine Form psychischer oder gar pathologischer Auffälligkeit nicht ganz von der Hand zu weisen.
    Welcher präzisen Einordnung, das ließe sich natürlich nur über diagnostische Gespräche mit den jeweils Betroffenen ermitteln.

    Urteile über klinisch psychische Störungen gibt es ferndessen natürlich auch jede Menge. Nicht immer sind das Vorurteile, es gibt auch Nachurteile. Und die sind je nach Art der Störung (bspl. Narzissmus oder etwa religiöser Wahn) nicht ganz unbegründet vorhanden.
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#12 Alexander_FAnonym
  • 24.06.2020, 15:18h
  • Antwort auf #11 von Homonklin_NZ
  • Ein weiteres Problem der Zurückführung politischer Ansichten auf psychische Störungen ist auch das Folgende: wenn sie nämlich tatsächlich pathologisch bedingt sind, kann man deren Vertreter nicht dafür verantwortlich machen. Genau das sollte man aber sehr wohl tun. Dafür muss man aber wiederum davon ausgehen, dass sie diese Ansichten klaren Verstandes vertreten.

    Es stimmt zwar, dass Menschen mit Neurosen usw. oft dazu neigen, ihre inneren Probleme an anderen auszulassen, mitunter auch an Angehörigen von Minderheiten. Dass aber eben bestimmte Minderheiten zum Ziel dieser Aggression werden und nicht andere, liegt nicht in ihren Erkrankungen begründet.
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#13 PascaleAnonym
  • 24.06.2020, 17:21h
  • Den letzte Umfragen zufolge liegt diese Partei bei den nächsten Bundestagswahl bei 9,5% . Ostdeutschland mal ausgenommen. Wäre doch schön wenn die auf 4,9% bei der Bundestagswahl 2021 fällen würden. Diese hetzerei ist einfach nur noch widerlich.
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#14 Homonklin_NZAnonym
  • 25.06.2020, 10:47h
  • Antwort auf #12 von Alexander_F
  • ""Ein weiteres Problem der Zurückführung politischer Ansichten auf psychische Störungen ist auch das Folgende: wenn sie nämlich tatsächlich pathologisch bedingt sind, kann man deren Vertreter nicht dafür verantwortlich machen. ""

    Das trifft nur bei bestimmten Kategorien psychischer Störungen so zu. Es gibt nämlich wirklich Konditionen, wo die Betroffenen das auch durchschauen und in planendem Handeln diminutiv ausarbeiten, die Störung dann darin liegt, dass ein Mangel an empathischem Vermögen oder sozialer Kompetenz vorliegt.

    ""Genau das sollte man aber sehr wohl tun. Dafür muss man aber wiederum davon ausgehen, dass sie diese Ansichten klaren Verstandes vertreten.""

    Der "klare" Verstand scheint dann irgendwo stecken geblieben zu sein. Das ist die Schwierigkeit, kann man dann annehmen, dass das eine eher primitive Stufe von "klarem" Verstand ist? Denn die müssten in der Selbsthinterfragung ihrer Sichtweisen mit einem wirklich klaren Verstand schnell merken, wo sie auf dem Holzweg sind, und dass sich solche Ansichten in unserer Zeit gar nicht mehr legitim heran argumentieren lassen.

    Daher gehe ich da von einer Beeinträchtigung des Denkens aus. Klar, vielleicht ist es auch nur bare Ignoranz oder eine seltsame Form von gepflegter Verblendung.

    ""Es stimmt zwar, dass Menschen mit Neurosen usw. oft dazu neigen, ihre inneren Probleme an anderen auszulassen, mitunter auch an Angehörigen von Minderheiten. Dass aber eben bestimmte Minderheiten zum Ziel dieser Aggression werden und nicht andere, liegt nicht in ihren Erkrankungen begründet.""

    Nee, das ist bei AfD und ähnlichen Konsorten doch eine bewusste Auswahl, die aber wiederum auf deren Verblendung oder (freiwillig) beschränktem Denken/Weltbild heran reift.
    Ähnlich wie bei den extremen Religioten, die ihr Weltbild nach stark reduziertem Fassungsvermögen ausrichten, und nach einer Art strikter, künstlicher Ästhetik urteilen.
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#15 Alexander_FAnonym
  • 25.06.2020, 20:53h
  • Antwort auf #14 von Homonklin_NZ
  • "Das trifft nur bei bestimmten Kategorien psychischer Störungen so zu. Es gibt nämlich wirklich Konditionen, wo die Betroffenen das auch durchschauen und in planendem Handeln diminutiv ausarbeiten, die Störung dann darin liegt, dass ein Mangel an empathischem Vermögen oder sozialer Kompetenz vorliegt."

    Die Störung, auf die du anspielst, nennt sich narzisstische Persönlichkeitsstörung, und es ist durchaus richtig, dass solchen Menschen der Schaden, den sie anrichten, oft schlicht nicht bewusst ist. Eine solche Störung kann bei manchem AfD-Abgeordneten sicher vorliegen, aber sie ist durchaus über Parteigrenzen hinweg verbreitet, da Narzissten von der Politik außergewöhnlich stark angezogen werden, wird sie doch ihrer Geltungs- und Darstellungssucht am ehesten gerecht.

    "Der "klare" Verstand scheint dann irgendwo stecken geblieben zu sein. Das ist die Schwierigkeit, kann man dann annehmen, dass das eine eher primitive Stufe von "klarem" Verstand ist? Denn die müssten in der Selbsthinterfragung ihrer Sichtweisen mit einem wirklich klaren Verstand schnell merken, wo sie auf dem Holzweg sind, und dass sich solche Ansichten in unserer Zeit gar nicht mehr legitim heran argumentieren lassen."

    Ein Mangel an Selbsthinterfragung hat mit der jeweiligen funktionalen Intelligenz und geistigen Fähigkeit eines Einzelnen nichts zu tun. Bereits Margarete Mitscherlich hat in ihrem Klassiker "Die Unfähigkeit, zu trauern" klar herausgestellt, dass mangelnde Selbstkenntnis und -hinterfragung eine enorme Rolle bei der Parteinahme für Mr. Moustache spielten, dass diese aber eben durchaus enorm gebildete, sonst sehr kluge Menschen befiel.
    Außerdem ist eine solche mangelnde Selbsthinterfragung keineswegs eine psychische Krankheit. Ein Mangel sicherlich, aber ein Mangel, an dem nicht wenige leiden, ohne dass sie zwangsläufig seinen Weg in die AfD finden.

    Das Problem bei der Pathologierung bleibt das Gleiche: wir versuchen damit, diese Ansichten zu exteriorisieren, sie als irgendetwas darzustellen, was völlig fremd und quasi wie Dämonen aus einem Portal über uns hereinbreche. Genau dadurch wird man aber nur für sie anfällig, weil man so von ihr nur Zerrbilder bekommt, nicht aber weiß, worin sie tatsächlich bestehen.
    Das beste Beispiel ist der Mannheimer Reichsbürger Xavier Naidoo: einst Posterboy des "Aufstands der Anständigen" ist er nun ein führender Kopf der extremen Rechten, eben weil er den Kampf gegen Rechts als einen Kampf gegen irgendwelche außerirdischen Dämonen führte, ohne selbst zu merken, auf welchen Pfad er sich begab.

    "Nee, das ist bei AfD und ähnlichen Konsorten doch eine bewusste Auswahl, die aber wiederum auf deren Verblendung oder (freiwillig) beschränktem Denken/Weltbild heran reift.
    Ähnlich wie bei den extremen Religioten, die ihr Weltbild nach stark reduziertem Fassungsvermögen ausrichten, und nach einer Art strikter, künstlicher Ästhetik urteilen."

    Wenn die Auswahl bewusst verliefe, wäre sie nicht so vorhersehbar, wie sie ist. Dass vorhersehbarerweise aber gesellschaftlich stigmatisierte Gruppen ihr Ziel ist, liegt darin begründet, dass sie dieses Stigma irgendwo vorher aufgeschnappt haben. Und hier liegt der Hase im Pfeffer: Rassismus, Homophobie u.ä entstehen nicht individuell, sondern gesellschaftlich. Über "wilde Ehen" (in den 80ern noch ein großes Thema) ziehen AfD-Abgeordnete nicht her, weil diese mittlerweise gesellschaftlich völlig akzeptabel sind. Wenn unsereiner Ziel ihrer Tiraden ist, so weil sich die Gesellschaft insgesamt unserer noch nicht so ganz sicher ist.
    Die extreme Rechte ist so immer nur ein Spiegel der Gesamtgesellschaft und ihr Teil, der die in ihr lauernden und rumorenden Ressentiments nur am lautstärksten und heftigsten äußert.
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#16 stromboliProfil
  • 25.06.2020, 21:47hberlin
  • Antwort auf #15 von Alexander_F
  • " Über "wilde Ehen" (in den 80ern noch ein großes Thema) ziehen AfD-Abgeordnete nicht her, weil diese mittlerweise gesellschaftlich völlig akzeptabel sind. Wenn unsereiner Ziel ihrer Tiraden ist, so weil sich die Gesellschaft insgesamt unserer noch nicht so ganz sicher ist.
    Die extreme Rechte ist so immer nur ein Spiegel der Gesamtgesellschaft und ihr Teil, der die in ihr lauernden und rumorenden Ressentiments nur am lautstärksten und heftigsten äußert."

    Wunderbar formuliert !
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#17 AndreAnonym
#18 Alexander_FAnonym
  • 26.06.2020, 23:02h
  • Antwort auf #17 von Andre
  • "Es wäre schön wenn Sie die AfD nicht mit der CSU auf eine Stufe stellen würden."

    Es wäre schön, wenn ich das könnte, doch dürfen wir nicht vergessen, dass sich ein nicht geringer Teil der AfD aus Renegaten der CDU/CSU rekrutiert und letztere in der mittlerweile Post-Merkel-Ära durchaus Tendenzen zeigt, es den Blauen nachzutun.
    Und im Gegensatz zur NPD, die man noch getrost als ein Randphänomen betrachten konnte, ist die AfD trotz ihrer kurzen Lebenszeit bereits eine etablierte Größe geworden. Mir gefällt das ebenso wenig wie Ihnen, aber es zu leugnen und so zu tun, als entspränge sie nicht unserer bundesdeutschen Gesellschaft, grenzte an Wirklichkeitsverleugnung. Und wie ich schon sagte, die Pathologisierung dieser Parteizugehörigkeit ist eine Form dieser Verdrängung und Verleugnung.
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