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Kommentare zu:
Transphobe Attacke: Täter ist schuldunfähig


#1 GenervterAnonym
  • 24.06.2020, 14:58h
  • "Zugleich entschied das Gericht, dass der Mann wegen seiner Gefährlichkeit in einer geschlossenen Nervenklinik untergebracht werden müsse."

    Na toll, das heißt dann konkret, zwei Wochen Gespräche bei Kaffe und Kuchen mit dem Arzt im Rosengarten führen um anschließend als geheilt entlassen zu werden. Vielleicht noch eine Runde Delfinschwimmen in der Ostsee um sicher zu gehen.
    Lächerlich diese Strafe.
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#2 Pu244Anonym
  • 24.06.2020, 15:25h
  • Antwort auf #1 von Genervter
  • Hier gibt es keine Strafe, weil derjenige schuldunfähig ist. Im übrigen kann das auch durchaus 5 Jahre bis lebenslang bedeuten, je nachdem wann derjenige geheilt ist, eine Begrenzung nach oben gibt es nicht.

    Was hättest du dir denn tolles als Strafe vorgestellt?

    Im übrigen leidet ein Kumpel von mir an Schizophrenie und glaub mir, das ist nicht lustig.
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#3 Pink FlamingoAnonym
  • 24.06.2020, 15:26h
  • Antwort auf #1 von Genervter
  • Hä, was schreibst Du für einen Unfug. Mitnichten wird es so laufen wie Du es beschreibst. Oder schreibst Du hier aus eigener Erfahrung? Der Täter wird mit ziemlicher Sicherheit für sehr lange in der Geschlossenen verweilen müssen. Ich habe mich wegen eines Burnouts für einige Wochen freiwillig auf die offene Station begeben. Dort hatte man einen guten Blick auf die strengen Maßnahmen in der geschlossenen Abteilung.
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#4 ColonelAnonym
  • 24.06.2020, 15:34h
  • Antwort auf #1 von Genervter
  • Es ist ja auch keine Strafe (und soll/darf keine sein). Wer, wie der Betroffene in diesem Fall, offenkundig psychisch krank ist und unter Wahnvorstellungen leidet, dem fehlt die Einsicht in die Strafbarkeit des eigenen Handelns. Daher auch zurecht: Freispruch. Entscheidend ist, das dem Mann geholfen werden kann.
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#5 SchlüssigAnonym
#6 PascaleAnonym
  • 24.06.2020, 17:06h
  • Sicher ist, daß der Täter für lange lange Zeit niemanden mehr gefährlich werden kann.
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#7 GronkelAnonym
  • 24.06.2020, 17:16h
  • Antwort auf #6 von Pascale
  • "Sicher ist, daß der Täter für lange lange Zeit niemanden mehr gefährlich werden kann."

    Das mag sein, aber die Vorgehensweise: Gewalttäter, egal aus welchen Motiven, immer und immer wieder auf den freien Fuss zu setzen, ist ein Unding. Und da kann in Aller Regel die Polizei gar nichts zu. Das ist ein Richterproblem wodurch Mehrfachtaten und Intensivtäter überhaupt erst vorfallen und entstehen können.
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#8 PascaleAnonym
#9 DramaQueen24Profil
  • 25.06.2020, 02:53hBerlin
  • Recht zu sprechen ist nicht immer einfach. Und die Feststellung der Schuldunfähigkeit oder Prozessfähigkeit auch nicht. Denn das Hauptproblem ist, dass der Fokus der Justiz auf dem Täter, nicht auf dem Opfer liegt. In den USA zum Beispiel ist es anders herum, da steht das Opfer im Mittelpunkt, das Gerechtigkeit bekommen soll.
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#10 SoSoAnonym
#11 Pu244Anonym
  • 25.06.2020, 09:49h
  • Antwort auf #9 von DramaQueen24
  • Auch in den USA werden psychisch Kranke Täter für unzurechnungsfähig erklärt und in die Psychiatrie eingewiesen. Ganz so unzivilisiert sind sie dort auch nicht.

    Ansonsten kann man von dem Strafsystem halten, was man möchte. Es mag zwar durchaus befriedigend sein, wenn jemand für den Diebstahl einiger Schokoriegel oder nicht zurückgegebener VHS Kassetten für ein halbes Jahrhundert hinter Gitter wandert, gesamtgesellschaftlich Zielführend ist es nicht, wie die Statistik beweist.

    Im übrigen ist die Genugtuung für das Opfer auch ein Punkt im Deutschen Strafrecht, neben der Abschreckung und der Resozialisierung, aber eben nur ein Punkt.

    Im übrigen dürfte der Täter hier, je nach den Umständen, deutlich länger in der Psychiatrie bleiben, als er unter normalen Umständen ins Gefängnis gemußt hätte. Auf unzurechnungsfähig zu plädieren ist meist eine schlechte Idee, wenn man nicht wirklich psychisch Krank ist.
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#12 DramaQueen24Profil
#13 QwertzuiopüAnonym
  • 25.06.2020, 12:12h
  • Antwort auf #9 von DramaQueen24
  • Letztendlich hat der Täter sich falsch verhalten, deshalb ist es mMn nicht falsch, ihn im Prozess in den Mittelpunkt zu stellen. In der Logik und Kultur der US-Amerikaner mögen Dinge Sinn ergeben, die es hier nicht tun. Wer vom uneingeschränkt freien Individuum ausgeht, für den macht Vergeltung als Strafe dann wahrscheinlich auch mehr Sinn. Ich bin ganz froh, dass man hier soziale Einflüsse usw berücksichtigt.
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#14 DramaQueen24Profil
  • 25.06.2020, 12:13hBerlin
  • Antwort auf #11 von Pu244
  • Das Problem in den USA für psychisch Kranke, die vor Gericht kommen, ist, dass sie nach der Verbüßung ihrer Haftstrafe nur sehr selten Hilfe bekommen. Mir sind Fälle bekannt, wo Krankenhäuser solche Patienten weder ambulant noch stationär behandeln wollten (weil die meisten es nicht zahlen können), sondern sie einfach herauswarfen.
    Auch am Gesundheitssystem gibt es viele verbesserungswürdige Baustellen.
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