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CSD-Monat

US-Botschaft in Moskau sorgt mit Regenbogenflagge für Aufregung

Die Vertretung Washingtons unterstützt queeres Leben in Russland – und das kurz vor einer Volksabstimmung, mit der das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben im Putin-Reich Verfassungsrang erlangen soll.


Eine Geste der amerikanischen Diplomat*innen in Moskau in Richtung LGBTI-Community erzürnt russische Homo-Hasser*innen (Bild: Facebook / US-Botschaft in Moskau)

Die US-Botschaft in Moskau hat mit einer Regenbogenflagge zum "Gay-Pride"-Monat an ihrem Gebäude mitten im Stadtzentrum für Aufregung gesorgt. "LGBTI-Rechte sind Menschenrechte", schrieb die Botschaft in der russischen Hauptstadt am Donnerstag auf Facebook. "Jeder Mensch hat es verdient, ein Leben frei von Hass, Vorurteilen und Verfolgung zu führen."

Dazu gibt die Botschaft Washingtons Nachhilfeunterricht in Geschichte: Sie erklärt, dass die Fahne vom Künstler und Aktivisten Gilbert Baker entworfen und erstmals am 25. Juni 1978 während der "Gay Freedom Day Parade" in San Francisco gehisst worden war.

Zahlreiche Internetnutzer*innen begrüßten den Schritt der diplomatischen Vertretung – andere wetterten dagegen. Die Botschaft sei wohl besetzt worden, schrieb jemand auf Twitter. Eine Nutzerin schlug sogar die Ausweisung amerikanischer Diplomaten vor und schrieb: "Schande!"

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Russland lässt über homophobe Verfassung abstimmen

Russlands Führung steht seit langem international in der Kritik, mit ihrer Politik Hass gegen sexuelle Minderheiten zu schüren. So stellt seit sieben Jahren ein Gesetz gegen "Homo-Propaganda" die öffentliche Erwähnung von Homosexualität potenziell unter Strafe.

Seit Donnerstag läuft in Russland eine Abstimmung zu einer umstrittenen Verfassungsänderung. Dabei soll unter anderem ein Eheverbot für Schwule und Lesben verankert werden (queer.de berichtete). Kremlchef Wladimir Putin hatte betont, dass es in Russland niemals gleichgeschlechtliche Ehen geben werde, solange er an der Macht sei.

Im vergangenen Jahr soll das US-Außenministerium Berichten zufolge seinen Auslandsvertretungen verboten haben, die Regenbogenflagge zum Gay-Pride-Monat an den Fahnenstangen der Botschaften zu hissen (queer.de berichtete). Zahlreiche Diplomaten umgingen demnach aber das Verbot. (dpa/dk)



#1 muetzenmichelAnonym
#2 dellbronx51069Anonym
#3 FredericAnonym
#4 TomDarkProfil
  • 26.06.2020, 00:11hHamburg
  • Da hatte jemand echt Eier in der Hose!

    R E S P E K T!

    Eins muss man den Amis echt lassen: Sie sind mutiger, entschiedener und trauen sich mehr zu.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 stromboliProfil
  • 26.06.2020, 13:59hberlin
  • Antwort auf #4 von TomDark
  • ach jottchen..
    Da wurde dem putin vor seiner eigenen haustür die regenbogenflagge vor die nase gehalten , während pompeo, die aussenamtstransuse, die beflaggungen anderer botschaften verboten hat.

    Liest du denn keine zeitungen?
    Das sind sticheleien wie die luftballons zur grenze hin zu nordkorea.

    Reden wir mal von "mutiger, entschiedener", wenn die die botschaft sich für schwule asylflüchtende öffenet und sie auf diplomatischen weg aus dem scheißland in ein besseres ausfliegen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 FredericAnonym
#7 goddamn liberalAnonym
#8 Ach jaAnonym
  • 26.06.2020, 16:16h
  • Antwort auf #6 von Frederic
  • Ich bin geneigt, @stromboli vollumfänglich recht zu geben.
    Selbst wenn das in diesem Fall positiv für uns rüberkommt.
    Es ist doch lediglich als Provokation gegenüber Putin gedacht.
    Oder haben die Amis auch in Polen und Ungarn bei der Botschaft die Regenbogenflagge gehisst
    Dann wäre es ein Zeichen gewesen.
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#9 Pink FlamingoAnonym
#10 nervAnonym