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Entscheidung des Stadtteilparlaments

Gleichgeschlechtliche Ampelpärchen bald auch in Braunschweig?

Die "Homo-Ampeln" breiten sich in Deutschland immer mehr aus: Jetzt sollen sie auch in der zweitgrößten Stadt Niedersachsens erleuchten.


Bereits seit fünf Jahren weisen gleichgeschlechtliche Ampelpärchen in Wien den Weg (Bild: Radek Oliwa / flickr)

In der Braunschweiger Innenstadt sollen bald gleichgeschlechtliche Ampelpärchen Fußgänger*innen bei der Straßenüberquerung helfen. Das hat der Bezirksrat Innenstadt am Mittwoch beschlossen. Allerdings handelt es sich dabei nur um eine Anregung, die nun von der Stadtverwaltung geprüft werde, wie die "Braunschweiger Zeitung" berichtet. Nach der Prüfung würden die Gremien über das Ergebnis öffentlich unterrichtet.

Das Stadtteilparlament hat sich mit der Entscheidung recht schwer getan. Am Ende wurde ein grüner Antrag mit den Stimmen von SPD, Grünen und der Fraktion der Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS) beschlossen. "Die Ampeln setzen ein wichtiges Signal gegen Homophobie", erklärte der Kommunalpolitiker Helge Böttcher von den Grünen.

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Ampelpärchen sollen bis August installiert werden

In dem Beschluss wird die Stadtverwaltung damit beauftragt, eine unbestimmte Anzahl von Ampeln bis zum 8. August umzurüsten. Dabei wurde betont, dass keine neuen Ampeln angeschafft werden müssten, sondern die alten lediglich mit einer neuen Folie überklebt würden.

Bereits im Mai hatte die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover Ampeln anlässlich des CSDs umgerüstet (queer.de berichtete). Die "Ampelmenschen" sollen dauerhaft den Fußgängerverkehr regeln und nicht nach Ende der CSD-Saison abgebaut werden.

Die Idee der "Homo-Ampeln" geht auf eine Initiative in Österreich zurück: Im Vorfeld des Eurovision Song Contest 2015 wurden in Wien die ersten derartigen Lichzeichenanlagen installiert (queer.de berichtete). Das führte zu weltweiter Berichterstattung, was Wien dazu brachte, die eigentlich zeitlich begrenzte Aktion fortzusetzen. Für die Tourismusindustrie galt die Aktion als günstige Werbemaßnahme, um schwule Touristen und lesbische Touristinnen anzuziehen. Die Idee wurde seitdem von mehreren Städten in Deutschland, Europa und sogar in Australien übernommen. (cw)