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Corona-Pride

CSD Wien verteidigt geplanten Autokorso

Während viele Prides zu Corona-Zeiten eine Fahrrad-Demo veranstalten, soll in Wien mit größeren Fahrzeugen für LGBTI-Rechte geworben werden – für die Grünen ist der Rückgriff auf das alte Feindbild Auto nicht okay.


In Wien werden am Samstag Autos und Regenbogenfahnen den Ring "andersrum" unsicher machen (Bild: Kevin Prichard Photography / flickr)

Die Organisator*innen der Regenbogenparade Wien haben am Freitag ihren Plan verteidigt, wegen der Corona-Einschränkungen die CSD-Parade am Samstag durch einen Autokorso zu ersetzen. Der Vorschlag war auf Kritik gestoßen, unter anderem weil der Pride eigentlich umwelt- und klimafreundlicher gestaltet werden sollte. Bei dem von den Aktivist*innen "Regenbogen-Corso" getauften Event sollen knapp 200 Fahrzeuge am Samstag von 17 Uhr bis 18.30 Uhr fünfmal "andersrum" den Ring im Stadtzentrum umrunden (also gegen die Fahrtrichtung). Die LGBTI-Parteigruppe Grüne Andersrum Wien erklärte, dass diese Art der CSD-Demo ein "völlig falsches Signal" sei.

Zwar erkannte der CSD-Verein an, dass es beim Thema Klimafreundlichkeit beim Pride "noch Luft nach oben" gebe. Im konkreten Fall sei die Situation aber "leider ein bisschen komplizierter". Der Autokorso sei angemeldet worden, "als noch nicht klar war, wie es mit Corona weitergeht und als wir jederzeit mit neuen Verschärfungen der Maßnahmen rechnen mussten". Außerdem werde "in manchen Ländern jetzt schon v.a. Schwulen die Schuld an der Verbreitung des Virus' in die Schuhe geschoben – wir dürfen keinesfalls zulassen, dass [der] Pride der Grund für eine zweite Welle wird. Also haben wir die Gesundheit bedingungslos vorangestellt, um jede Möglichkeit, zu nah an andere Teilnehmer*innen zu kommen, zu verhindern."

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CSD-Verein: Normaler Samstagnachmittagsverkehr ist schlimmer

Aus Umweltsicht gebe es aber auch gute Nachrichten: "Unterm Strich ist die Klimabilanz des Regenbogen-Corsos zweifellos positiv. Denn wer schon einmal zwischen 17:00 und 18:30 Uhr auf der Ringstraße war und den Verkehr dort erlebt hat, weiß: Der Regenbogen-Corso wird mit Sicherheit weniger Verkehr bedeuten." Mit Blick auf die grüne Kritik erklärten die Aktivist*innen: "Leider schaffen es manche nicht, über die Symbolik hinauszusehen."

Unsere Reaktion auf die Vergabe von Haltungsnoten durch die Die Grünen Andersrum an die Homosexuelle Initiative (HOSI)…

Gepostet von Regenbogenparade am Freitag, 26. Juni 2020
Facebook / Regenbogenparade

Dazu gab es einen Seitenhieb auf die schwarz-grüne Bundesregierung in Wien, die "absolut gar nichts von Relevanz durchsetzen" könne. LGBTI-Aktivist*innen hatten die erste österreichische Regierung unter Beteiligung der Grünen bereits mehrfach scharf kritisiert (queer.de berichtete). "Wozu sich die Grünen Andersrum Wien übrigens nicht kritisch geäußert haben", so der Wiener CSD-Verein süffisant.

Anders als die Pride-Veranstalter*innen der Bundeshauptstadt reagierte übrigens der CSD-Verein der Landeshauptstadt Kärntens auf die Corona-Krise: In Klagenfurt findet am Samstag ein Fahrrad-CSD statt. (dk)

??? Whooohoo! ???????Morgen ist es soweit! ? Wir sind in den letzten Vorbereitungen für die PRIDE und freuen uns schon…

Gepostet von Queer Klagenfurt am Freitag, 26. Juni 2020
Facebook / Queer Klagenfurt



#1 MariposaAnonym
  • 28.06.2020, 20:24h
  • Sorry, da gibt es nichts zu verteidigen, das betrifft auch den geplanten Autocorso in Frankfurt. Berlin hat gestern bewiesen, daß es auch in Corona-Zeiten ohne die motorisierten Götzen geht, eine adäquate CSD-Alternativverstanstaltung auf die Beine zu stellen. Aber scheinbar ist den elitären Schwuppen egal, daß man damit der Umwelt schadet.

    Schämt Euch !!!!!
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#2 stromboliProfil
  • 28.06.2020, 20:53hberlin
  • Antwort auf #1 von Mariposa
  • es geht noch nicht mal so sehr um "umwelt" wenn man den gestrigen umzug betrachtet.
    Die dort laufenden waren viel konzentrierter auf ihre anliegen konzentriert weil nicht mehr nur hinter den "motivwagen herschlurfend.

    Ähnlich wie bei dem vormals alternativen umzug waren die dort laufenden die akteure , nicht coca cola, deutsche bank , grülispcdfd-parteiensektrum.

    Aber es war auch kein radikaler umzug.
    Die schilder-transparente spiegelten den mainstream unserer derzeitigen erwartungshaltungen wieder... mehr nicht!

    Aber was zusammenhält ist die erkenntnis: wir brauchen nicht die megaindustrie csd veranstalter die uns nur noch zu unterhalten wussten in den letzten jahrzehnt/en.
    Es langt ein mutiger aufruf, um nicht opfer kommerzieller ansprüche zu sein.
    Auch wenn der weg nicht an den jeweilgen botschaften vorbeiführte die unserer sichtbarkeit bedurft hätten, ein unter obliegenden umständen gelungener neuanfang, an dem wir weiterarbeiten sollten.
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#3 MariposaAnonym