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Virtuelle Demo für queere Rechte
Marathon-CSD Global Pride: Von Mel C bis Jens Spahn
Trotz des schönen Wetters sollte man ab Samstag in die Röhre gucken: Auf Youtube und anderen Kanälen wird der mehr als 24 Stunden lange Global Pride übertragen.

Mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wird der derzeit prominenteste offen schwule Politiker die Merkel-Regierung vertreten (Bild: Deutscher Bundestag / Achim Melde)
- 26. Juni 2020, 13:04h - 2 Min.
"Exist. Persist. Resist", zu Deutsch: "Sei. Beharre. Leiste Widerstand". Das ist das Motto eines bislang einzigartigen weltweiten CSD-Projekts, das dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie stattfindet. Weil so viele CSDs weltweit ins Wasser gefallen sind, wollen die Pride-Vereine ihre Arbeit auf globalem Level in einem Online-Stream vorstellen: Dafür nehmen sich die Organisator*innen nach jetzigen Planungen mehr als 26 Stunden Zeit. Los geht es ab Samstagmorgen um 7.00 Uhr deutscher Zeit. Moderator der Veranstaltung ist Sänger und Tänzer Todrick Hall, der unter anderem als Choreograf für "RuPaul's Drag Race" arbeitet.
Angesichts der aktuellen Entwicklungen in der Welt haben sich die Veranstalter*innen entschieden, mit "Black Lives Matter" zusammenzuarbeiten. Besonders herausgestellt werden soll dabei Doppeldiskriminierung: "Wir haben eine Epidemie von Gewalt gegen farbige trans Menschen – meist Frauen – erleben müssen", beklagte Global-Pride-Chefin Natalie Thompson.
/ GlobalPride2020Welcome to #GlobalPride
Global Pride 2020 (@GlobalPride2020) June 25, 2020
Video credit: Nick Kjeldgaard pic.twitter.com/mbcg1mWw4l
Viele internationale Stars und Politiker*innen haben sich angesagt. Zu den bekanntesten Gesichtern gehören Ex-"Spice Girl" Mel C, die US-Superstars Kesha und Adam Lambert, Jake Shears von den Scissor Sisters oder ESC-Siegerin Conchita Wurst.
Auch viele Staats- und Regierungschefs sind dabei, darunter Kanadas Premierminister Justin Trudeau, seine offen schwulen Amtskollegen Leo Varadkar aus Irland und Xavier Bettel aus Luxemburg, Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg, die isländische Präsidentin Guðni Jóhannesson und Carlos Alvarado Quesada, der Präsident von Costa Rica. Auch Nicola Sturgeon, die Europa- und LGBTI-freundliche Regierungschefin des teilautonomen Schottland, hat sich angekündigt. Die Republik Österreich schickt ihren grünen Präsidenten Alexander van der Bellen.
Deutschland wird nicht ganz so prominent vertreten sein: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wird die Bundesregierung repräsentieren. Für die EU wird Gleichstellungskommissarin Helena Dalli dabei sein. Einer der prominentesten Politiker ist der amerikanische Ex-Vizepräsident Joe Biden, der gerne bei den Wahlen im November den LGBTI-feindlichen Staatschef Donald Trump ablösen möchte. Auch Victor Madrigal-Borloz, der LGBTI-Ermittler der Vereinten Nationen, sowie UN-Menschenrechtschefin Michelle Bachelet werden eine Rede halten.
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Eine große Zahl internationaler CSD-Vereine und -Gruppen stellt sich ebenfalls vor, darunter viele aus Deutschland. So sprechen die Rainbow Refugees Cologne über ihre Arbeit mit arabischen LGBTI-Geflüchteten. Insgesamt haben laut der Veranstalter*innen mehr als 500 CSD- und LGBTI-Organisationen aus 91 Ländern zu dem Event beigetragen. Das gesamte Programm findet sich nach Auswahl der Zeitzone auf der Webseite. (dk)
Links zum Thema:
» globalpride2020.org














