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Österreich

Kirche verunglimpft LGBTI als "die neuen Wölfe im Schafspelz"

In einem offiziellen Aushang stellte die katholische Prandtauerkirche im niederösterreichischen St. Pölten queere Menschen als das Böse dar. Die Diözese distanzierte sich von der "Polemik".


Der Aushang im Schaukasten der Prandtauerkirche in St. Pölten (Bild: SJ St.Pölten)

Mit einem LGBTI-feindlichen Aushang löste die römisch-katholische Prandtauerkirche in der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten eine Welle der Empörung aus. Der Zettel im offiziellen Schaukasten der Kirche zeigte einen aggressiven, als Regenbogen-Schaf verkleideten Wolf mit der Bemerkung "It's ok, we only want equality" (Es ist ok, wir wollen nur Gleichberechtigung). Darunter stand: "Die neuen Wölfe im Schafspelz…"

"Diese Botschaft am Eingang der Kirche ist absolut grausig und völlig inakzeptabel", kritisierte die Sozialistische Jugend St. Pölten den Aushang in einem Facebook-Post. Die Prandtauerkirche nutze ausgerechnet den Pride-Monat, "um die LGBTIQ-Bewegung als 'das Böse' darzustellen", so die SPÖ-Jugendorganisation. "Sie sehen in der Gleichberechtigung aller Menschen eine Gefahr."

Jedes Jahr im Juni wird der #PrideMonth begangen, um den Kampf für Toleranz, Diversität, Rechte und Solidarität sichtbar…

Gepostet von SJ St.Pölten am Mittwoch, 24. Juni 2020
Facebook / SJ St.Pölten

Diözese entschuldigt sich

Nach Protesten verschwand der Aushang wieder aus dem Schaukasten der Kirche. "Es wurde umgehend reagiert und mit Nachdruck veranlasst, diesen Zettel so rasch wie möglich zu entfernen", erklärte die Sprecherin der Diözese St. Pölten, Katharina Brandner, gegenüber dem Portal Heute.at. "Was hier zu lesen war, tut uns leid."

Von der LGBTI-feindlichen Botschaft der Prandtauerkirche distanzierte sich die Diözese: "Es ist uns ein großes Anliegen deutlich zu sagen, dass der Blick von Seelsorgerinnen und Seelsorgern auf die Lebensrealität von Menschen verständnisvoll, breit und dialogisch sein muss. Gerade weil Sexualität zutiefst persönlich und ganzheitlich den Menschen betrifft, umfasst unser Verständnis von Diskurs und Dialog in keinem Fall Aushangzetteln mit solch fragwürdigen Inhalten; in Bezug auf die Lebensführung der Menschen ist jede Polemik abzulehnen." (cw)



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#1 TimonAnonym
  • 27.06.2020, 10:35h
  • Die Kirche wird sich niemals ändern...

    Gegen Hassprediger hilft nur Kirchenaustritt.

    www.kirchenaustritt.de/

    Wie sagte mir mal jemand:
    "Ich bin aus diesem unchristlichen Verein ausgetreten, gerade weil ich Christ bin."
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#2 Ralph
  • 27.06.2020, 10:48h
  • Antwort auf #1 von Timon
  • Die Austrittszahlen entwickeln sich gut. Die beiden Großkirchen stellen seit diesem Jahr nur noch eine knappe Mehrheit der Bevölkerung. Es ist zu erwarten, dass die Zahl ihrer Mitglieder nächstes, spätestens übernächstes Jahr unter die Hälfte absinken wird. In keinem vertretbaren Verhältnis zu den Zahlen stehen die Privilegien und staatlichen Förderungen, die diese Organisationen ohne Verpflichtung zur Achtung von Menschenwürde und Grundrechten nach wie vor kassieren.

    Nebenbei: Bei diesem Plakat hanelt es sich nicht um eine Polemik, sondern um Volksverhetzung. Eine soziale Gruppe wird zum Volksfeind erklärt, der die gesellschaftliche Ordnung zerstören will. Ganz genau so haben es die Nazis mit den Juden gemacht.
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#3 Pink FlamingoAnonym
#4 TimonAnonym
  • 27.06.2020, 11:24h
  • Antwort auf #2 von Ralph
  • "Ganz genau so haben es die Nazis mit den Juden gemacht."

    Und nicht nur mit den Juden, sondern auch mit vielen anderen Menschen, darunter auch LGBT.

    Da sieht man, in welcher Tradition sich heutige Homohasser befinden.
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#5 Yeoj_Profil
  • 27.06.2020, 11:33hFFM
  • Immerhin hat die Prandtauerkirche mit diesem Aushang indirekt eingestanden: Der ganze Rest in ihrem Verein besteht aus blöden Schafsköpfen - wenngleich diese subtile Zweit-Message vom Initiator gewiss eher ungewollt eingewoben worden ist...
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#6 Homonklin_NZAnonym
  • 27.06.2020, 13:19h
  • Das könnten sich die grade von so Gruppen wie AfD abgeschaut haben, erst mit etwas völlig Unverhältnismäßigem provozieren, dann gucken, was die Bevölkerung davon hält, und im Notfall wieder zurück rudern. Irgendwie agieren diese faschismusverwandten Knilche alle gleich.

    Das Bild beleidigt außerdem auch Wölfe, die unter der Sichtweise vieler Kirchlichen mit Bösartigkeit behängt werden.

    Dabei könnten die ihre wahrhaftige Bösartikeit in sich selbst finden, würden sie endlich direkt in einen Spiegel blicken. Da haben sie dann das Gesicht der viel verdammten "Dämonen" und des "Teufels".
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#7 MichaelTh
#8 DramaQueen24Profil
  • 27.06.2020, 13:56hBerlin
  • Gab es in St. Pölten nicht einen Bischof, der von Seminaristen nicht die Finger lassen konnte?
    Es zeugt von Doppelmoral, wenn man uns als "Wölfe im Schafspelz" bezeichnet, die wirklichen Wölfe im Schafspelz, pädosexuelle Priester, aber laufen lässt, indem man sie in andere Gemeinden oder Diözesen versetzt.
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#9 Alexander_FAnonym
  • 27.06.2020, 15:01h
  • Antwort auf #8 von DramaQueen24
  • Die Katholen gehen eben mit dem Mut der Verzweiflung in eine letzte Offensive, nachdem schon jedes letzte Feigenblatt gefallen ist. Es ist eigentlich schon ein Bild für die Götter, denn diese Versuche ähneln einem nackten Greis, der mit einem Spielzeuggewehr bewaffnet versucht, gegen einen Panzer anzurennen.
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#10 Miguel53deProfil
  • 27.06.2020, 18:56hOttawa
  • Die Entschuldigung der Diözese kann man nicht ernst nehmen. Die Katholische Kirche versucht da, wo es nicht anders mehr möglich ist, die Rolle der Guten zu spielen.

    Da, wo sie nach Herzenslust toben können, sind sie begeistert auf der Seite der Demagogen. Siehe in Afrikanischen Staaten und auch aktuell mal wieder in den USA. Siehe auch in Polen, als Partner der neo-nazistischen PiS Partei.

    Zum Glück ist es vorbei mit Glanz und Herrlichkeit. Zumindest in Deutschland. Die Austrittswelle läuft und läuft. Und bei den Katholen noch weit stärker, als bei den Evangelen.
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