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Russland

Botschafter trotzen Kreml-Kritik mit neuer Pride-Aktion

Nach der US-Vertretung hisste auch die britische Botschaft in Moskau eine Regenbogenfahne. Dies sei "in unserem Land per Gesetz nicht zulässig", empörte sich die russische Regierung.


"Homo-Propaganda" an der britischen Botschaft in Moskau (Bild: UKinRussia / twitter)

Trotz Kritik des Kremls haben westliche Diplomaten in Moskau mit einer neuen gemeinsamen Aktion für die Rechte von LGBTI geworben. Nach der US-Botschaft hisste auch die britische Botschaft in Moskau eine Regenbogenfahne, um ihre Solidarität mit queeren Menschen zu zeigen. Die Botschafter der USA, Großbritanniens, Kanadas, Australiens und Neuseelands riefen in einer am Samstag veröffentlichen Mitteilung die russische Regierung dazu auf, LGBTI-Rechte zu schützen. Der Kreml hatte zuvor das Hissen einer Regenbogenflagge an der US-Botschaft kritisiert.

US-Botschafter John Sullivan sagte in einer Videobotschaft mit russischer Übersetzung vor einer Regenbogenflagge, dass es hier um Rechte von Menschen gehe. "Menschenrechte sind universell." Der Diplomat sprach sich gegen Hass, Vorurteile und Verfolgung aus. Ein Gesetz verbietet in Russland so bezeichnete "Homo-Propaganda". Demnach steht das Zeigen gleichgeschlechtlicher Liebe oder das Reden darüber in Gegenwart von Minderjährigen unter Strafe.

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Gepostet von U.S. Embassy Moscow am Donnerstag, 25. Juni 2020
Facebook / U.S. Embassy Moscow

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Kreml fordert Einschreiten des Außenministeriums

Menschenrechtler kritisieren das Gesetz, weil Hass, Hetze und Gewalt in Russland immer wieder folgenlos blieben und sexuelle Minderheiten keinen Schutz fänden. Die russische Regierung habe sich verpflichtet, alle ihre Bürger zu schützen, hieß es in der Mitteilung der Botschafter. Die Behörden vieler Länder würden oft wegsehen, wenn Verbrechen aus Hass verübt würden, kritisierten sie. Mit ihrer Aktion erinnerten die Diplomaten an die Pride-Bewegung in den USA, mit der vor 50 Jahren der Kampf für die Rechte von Homosexuellen begann.

Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte am Donnerstag nach dem Hissen der Regenbogenflagge an der US-Botschaft gesagt: "In jedem Fall sind jedwede Vorkommnisse der Propagierung nicht traditioneller sexueller Minderheiten und so weiter in unserem Land per Gesetz nicht zulässig." Er äußerte die Hoffnung, dass das russische Außenministerium sich um die Aktion der US-Botschaft kümmere. Russlands Führung steht seit langem international in der Kritik, mit ihrer Politik Hass gegen LGBTI zu schüren. (cw/dpa)



#1 WadimAnonym
  • 27.06.2020, 16:32h
  • Ich hoffe, unsere Botschaft in Moskau macht das auch.
    Ich hab versucht ihr, wie Heiko Maas auch,den Artikel über fb und twitter zu posten, vergeblich.
    Wir müssen einen gemeinsamen Brief an sie verfassen und über ihre Seiten senden.
    Ich kann nicht so gut Deutsch.
    Wer hat Zeit und Lust das zu übernehmen?
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#2 SchleicheRAnonym
#3 cleeAnonym
  • 28.06.2020, 07:50h
  • Ich wünschte mir auch etwas mehr Einsatz von Deutschland.
    Auch wenn die USA hier nur provozieren wollen und im eigenen Land unter Trump sogar Rechte von LGBTIQ (Trans rights z.B.) zurückfahren.
    Gut, dass auch andere mit machen.
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#4 TobiCologneAnonym
  • 28.06.2020, 09:40h
  • "Nach der US-Vertretung hisste auch die britische Botschaft in Moskau eine Regenbogenfahne. "

    Und Deutschland?

    Achja, unsere Schwarz-Rote Bundesregierung sieht lieber wieder mal schweigend weg...
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#5 Ralph
  • 28.06.2020, 11:44h
  • Antwort auf #4 von TobiCologne
  • Ich übernehme mal die Rolle unseres Außenministers: "Die Bundesregierung beobachtet die Entwicklung mit großer Sorge und hütet sich, Öl ins Feuer zu gießen. Deshalb sieht sie von öffentlichen Aktionen ab. Zudem müssen wir vorsichtig sein, Russland zu kristisieren, weil dort homosexuelle Menschen verfolgt, eingesperrt oder gar ermordet werden. Schließlich gibt es auch in Deutschland Städte, die am CSD nicht die Regenbogenfahne vorm Rathaus hissen."
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#6 seb1983
  • 28.06.2020, 12:02h
  • Antwort auf #5 von Ralph
  • Letztendlich alles ein nettes Zeichen, aber Null und Nichtig!

    Russland autorisiert in Tschetschenien schwerste Menschenrechtsverletzungen.
    Russland begeht in Syrien Kriegsverbrechen.
    Russland hat die Krim völkerrechswiedrig besetzt.
    Russland verurteilt reihenweise Menschenrechtsaktivisten.
    Russland wird Putin zum Quasidiktator bis 2036 ernennen (erstmal....)
    Russland steht unter massiven Sanktionen des Westens.

    Wir sind praktisch wieder in Breshnew Zeiten angekommen.
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#7 Herr SchröderAnonym
#8 seb1983
  • 28.06.2020, 15:38h
  • Antwort auf #7 von Herr Schröder
  • War Russland niemals, wird es auch niemals.
    Um einfach jeden Artikel für SPD Bashing zu verwenden taugt die Aussage aber wenig, auch die anderen Parteien haben sich nicht mit Ruhm bekleckert, die Linke steckt bei dem Thema gar bis über den Kopf in der.... naja.

    Mit der rücksichtslosen Politik Russlands im Inneren wie im Äußeren umzugehen wird jedenfalls nicht leicht und ich sehe da gigantische Probleme gegen die der Umgang mit Schwulen, sorry, fast schon harmlos erscheint.
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#9 StiefelmutzAnonym
  • 29.06.2020, 09:18h
  • Trump-USA und ihr Anhängsel Großbritannien kämpfen für Homorechte? Ich lach mich schief.

    Ich distanziere mich entschieden davon, daß meine Anlegen zum billigen Vehikel einer reinen Konfrontationspolitk gemacht werden, mit dem man im Westen ein paar Sympathiepunkte einsammeln will. Während die Wirkung in der russischen Gesellschaft darin bestehen dürfte, den Eindruck zu verfestigen, LGBT seien ein Kernelement der imperialen US-Politik. Danke für den Bärendienst.

    Aber vielleicht irre ich mich ja und die USA hängen auch in allen anderen Ländern mit verfolgten Minderheiten Regenbogenflaggen an ihre Botschaften. Saudi-Arabien beispielsweise. Bin gespannt.
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