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Polizeibericht
Berlin: Frau rastete aus, weil sie nicht in Gay-Bar durfte
In der Nacht zu Sonntag versuchte sich eine 49-Jährige u.a. mit Tritten Zugang zu einer schwulen Fetisch- und Cruisingbar zu verschaffen. Den Lebensgefährten des Betreibers beleidigte sie homophob.
- 28. Juni 2020, 11:23h 2 Min.
In der Nacht zu Sonntag soll es im Berliner Regenbogenkiez im Stadtteil Schöneberg zu einer Beleidigung mit homophobem Hintergrund gekommen sein. Dies meldete die Polizei der Hauptstadt am Sonntag.
Ersten Erkenntnissen zufolge soll eine 49-Jährige versucht haben, Zutritt zu einer Bar an der Kleiststraße Ecke Eisenacher Straße zu erhalten, zu der jedoch nur schwule Männer Zutritt haben sollen. An der Kreuzung befindet sich die Fetisch- und Cruisingbar "New Action", nebenan ist das "Bull Berlin".
Der Einlass sei ihr von dem 56-jährigen Lebensgefährten des Betreibers untersagt worden. Daraufhin soll sich die Frau, die in Begleitung einer weiteren Frau war, auf einem Stuhl vor der Bar niedergelassen und selbst mitgebrachte Getränke verzehrt haben. Aufforderungen des 56-Jährigen, den Bereich vor der Bar zu verlassen, soll sie ignoriert haben, sodass die Polizei gerufen wurde. Die Anweisung der Polizeikräfte befolgte die 49-Jährige dann und ging.
Die Frau versuchte es später erneut
Gegen zwei Uhr soll die Frau dann zur Bar zurückgekehrt sein und Zutritt zu dieser verlangt haben. Als ihr dies erneut verwehrt worden sein soll, soll sie sich wieder auf einen Stuhl vor der Bar gesetzt haben. Als der 56-Jährige die Frau daraufhin aufgefordert haben soll, sich zu entfernen, soll sie nach ihm getreten haben. Dem Tritt konnte der 56-Jährige ausweichen und blieb daher unverletzt. Anschließend soll die 49-Jährige den Inhalt eines Glases, das sie mitgebracht und in der Hand gehalten haben soll, über die Brust des 56-Jährigen geschüttet haben. Dann soll die 49-Jährige den Mann homophob beschimpft haben.
Zwischenzeitlich alarmierte Polizeikräfte nahmen die Frau kurz darauf fest. Der Sachverhalt wurde aufgenommen und die offenbar alkoholisierte Tatverdächtige, die sich nach eigenen Angaben diskriminiert fühlte, nach Personalienfeststellung entlassen. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin hat die Ermittlungen übernommen. (cw/pm)
















