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RTL-Dauersoap

Coming-out bei GZSZ

Yvonnes Sohn Moritz spricht erstmals über seine sexuelle Orientierung. Schauspieler Lennart Borchert verspricht spannende Geschichten über Homophobie und Flirts mit heterosexuellen Männern.


Moritz Bode (Lennart Borchert) ist out und proud (Bild: TVNOW)
  • 29. Juni 2020, 13:54h, noch kein Kommentar

Ab Montagabend gibt es bei "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" eine offen schwule Hauptfigur: Moritz Bode (Lennart Borchert) wird sich in der um 19.40 Uhr auf RTL ausgestrahlten Folge 7.038 als schwul outen. Die Figur des Moritz, der Sohn von Yvonne (Gisa Zach) und der Halbbruder von Laura (Chryssanthi Kavazi), ist erst seit Mitte Juni im Berliner Kolle-Kiez zu Hause. Er legte keinen guten Start mit Jo Gerner (Wolfgang Bahro), dem neuen Mann seiner Mutter, hin. Off-Camera hatte er vor seinem Umzug in die GZSZ-Welt ein freiwilliges soziales Jahr in Australien absolviert.

Ausgelöst wird das Coming-out durch einen von Nihat (Timur Ülker) initiierten Flirtwettkampf. Denn Nihat empfindet Moritz zunächst als Konkurrenz bei der Frauenwelt. Später kommen die beiden ins Gespräch.


Moritz hat keinen guten Draht zu Serien-Stiefpapa Jo (Bild: TVNOW / Rolf Baumgartner)

Der 21-jährige Schauspieler Lennart Borchert, der vor GZSZ bereits zur Besetzung der kurzlebigen Sat.1-Soap "Alles oder nichts" gehörte, sprach gegenüber RTL bereits ausführlich über seine Figur. So wisse Moritz' Mutter schon länger über die sexuelle Orientierung ihres Sohnes Bescheid. Seine Homosexualität werde in der Serie ein Ausgangspunkt von Spannungen sein. Moritz werde "in Situationen geraten, in denen er als Homosexueller nicht so positiv wie in seinem direkten Umfeld aufgenommen wird", erklärte Borchert. "Es kommt aber auch zu sehr amüsanten Situationen, denn Moritz schwärmt gerne mal für heterosexuelle Männer."

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Borchert hofft, dass seine Rolle jungen Schwulen das Coming-out leichter macht

Borchert ist gespannt, wie die Geschichte bei den Zuschauenden ankommen wird. "Ich gehe davon aus, dass es viele sehr schöne Momente und Situationen geben wird, die den Menschen Kraft und Mut geben, sich vielleicht sogar selbst zu outen", hofft der Nachwuchsschauspieler. Er glaube aber auch, "dass es ebenso Menschen geben wird, die mit der Sexualität von Moritz nicht umgehen können und sogar Hass-Kommentare verfassen werden".


Lennart Borchert spielte bereits Schüler Basti in 105 Folgen von "Alles oder nichts" (Bild: TVNOW / Rolf Baumgartner)

Homosexualität ist für Borchert, der im liberalen Berliner Stadtteil Kreuzberg aufgewachsen ist, alltäglich: "Ein sehr guter Freund von mir ist schwul und er geht unglaublich gut damit um. Unser Freundeskreis ist aber auch sehr offen, bei uns würde niemand deswegen verurteilt werden. Geborgenheit und Liebe zu zeigen, ist das Wichtigste, was man einem Menschen schenken kann – egal wie", so der 21-Jährige. Weiter sagte er, es sei traurig, dass Homosexuelle in manchen Ländern immer noch verfolgt werden.

GZSZ hatte bereits mehrfach homosexuelle Handlungsstränge: Vergangenen Oktober sorgte etwa ein gleichgeschlechtlicher Kuss von Stefan (Marcus Staiger) für Aufregung (queer.de berichtete). Im November provozierte Tuner (Thomas Drechsel) einen homophoben Ausbruch des rechtsextremen Beikochs Lars (Timon Ballenberger), damit John (Felix von Jascheroff) diesen endlich legal feuern kann (queer.de berichtete). (cw)