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Katholische Kirche

US-Erzbistum führt Trans-Verbot an katholischen Schulen ein

Nach neuen Regeln dürfen nur noch cissexuelle Schüler*innen an katholischen Schulen im Erzbistum Indianapolis aufgenommen werden.


Erzbischof Charles C. Thompson macht aus seiner Abneigung gegen Homo- und Transsexuelle kein Geheimnis (Bild: Erzbistum Indianapolis)

Das Erzbistum Indianapolis hat laut der Lokalzeitung "Indianapolis Star" eine neue gegen Transmenschen gerichtete Regelung für katholische Schulen erlassen. Die Richtlinie sei diesen Monat von Erzbischof Charles C. Thompson abgenickt worden.

Demnach "dürfen Schüler, deren Geschlecht rechtlich von ihrem biologischem Geschlecht abweicht oder deren gegebene Biologie chemisch und/oder chirurgisch verändert wurde, nicht zugelassen werden". Diese Regel würde beispielsweise Pubertätsblocker einschließen.

Transsexuelle stehen nicht mit "Werten" der Kirche im Einklang

Trans- und nicht-binäre Schüler*innen dürften nur am Unterricht teilnehmen, wenn sie die katholischen Lehren zur Nichtexistenz von Transsexualität akzeptierten. Laut der Richtlinien sei es den Jugendlichen an Schulen erlaubt, "Verwirrung über die eigene sexuelle Identität zu erleben, so lange die Beteiligten offen für Begleitung und die Lehren der Kirche sind". Schulen sollten den jungen Menschen dabei helfen, "Gottes Willen für ihr Leben zu befolgen und im Einklang mit kirchlichen Werten" zu leben. Laut dem Schreiben gehöre "die Wahrheit über Sexualität als 'Mann' und Frau' zur christlichen Kernlehre über Menschen".

LGBTI-Aktivist*innen kritisierten die Haltung des Erzbistums scharf: "Der Versuch des Erzbistums, junge Transmenschen zu attackieren anstatt ihnen eine sichere und akzeptierende Umgebung anzubieten, ist schändlich und gefährlich", erklärte etwa Sarah Kate Ellis, die Chefin der LGBTI-Organisation GLAAD. Sie verwies auf Untersuchungen, wonach junge Transmenschen wegen dieser Ablehnung häufiger Suizidversuche unternehmen würden, und warf der Kirche vor, diese Kinder und Jugendlichen mit ihrer ablehnenden Haltung weiter in die Enge zu treiben.

Vatikan zieht Daumenschrauben an

Der Vorfall ist kein Einzelfall: Der Vatikan hat in den letzten Jahren seine ablehnende Rhetorik gegenüber Transmenschen verstärkt. So veröffentlichte die Bildungskongregation vergangenes Jahr ein Schreiben, wonach Transsexuelle Teil der abzulehnenden "Gender-Ideologie" seien (queer.de berichtete).

Erzbischof Charles C. Thompson gilt als besonders LGBTI-feindlich: Er hatte bereits vergangenes Jahr für Schlagzeilen gesorgt, weil er einen Lehrer wegen dessen Homosexualität feuern ließ (queer.de berichtete). Sein Erzbistum betreibt insgesamt 67 Schulen. (dk)



#1 TimonAnonym
#2 stephan
  • 29.06.2020, 18:12h
  • Aber der 'Erzbischof' darf in seinem Kleidchen in die Schulen? Die größte Perversion (Abirrung) ist nach meiner Meinung religiotische Verblödung!
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#3 FliegenAnonym
#4 Religioten-WatchAnonym
  • 29.06.2020, 19:45h
  • Katholen bestrafen also schon wieder Menschen, die ihre weltlichen Rechte in Anspruch nehmen. Das tun die Katholen ja nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland. Es muss endlich Schluss damit gemacht werden, dass die psychische Störung dieser Christen weltliche Gesetze außer Kraft setzen kann.

    Der Verein ist global aufgestellt, daher gilt auch hier:
    www.kirchenaustritt.de
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#5 DramaQueen24Profil
  • 30.06.2020, 01:21hBerlin
  • Ist ja klar: Transsexuelle SchülerInnen - igitt; pädosexuelle Priester - Willkommen im Paradies.
    Übrigens, auf dem Bild sieht der Typ für mich wie ein Schrankschwuler aus.
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#6 DramaQueen24Profil
  • 30.06.2020, 01:24hBerlin
  • Antwort auf #1 von Timon
  • Eben! Sie will Transmenschen "heilen", ihnen jedoch nicht helfen. Würde mich nicht wundern, wenn die Selbstmordrate und die Gewalt gegen Transsexuelle in diesem "Bistum" nicht bald in die Höhe steigen würden.
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#7 Homonklin_NZAnonym
  • 30.06.2020, 07:59h
  • ""Trans- und nicht-binäre Schüler*innen dürften nur am Unterricht teilnehmen, wenn sie die katholischen Lehren zur Nichtexistenz von Transsexualität akzeptierten.""

    Wenn sie also akzeptieren, dass es sie gar nicht gibt, dürfen sie teilnehmen?
    ...
    Man könnte bitter hysterisch los prusten, wenn es nicht so traurig wäre. Aber katholisch, abgespecktes Weltbild, faschistische Grundhaltung, alle Menschen verbieten, die ihnen nicht in ihren unvollständigen Weltbegriff passen, ohnehin logisch.
    Eines Tages werden auch die erkennen, dass die Natur, die Welt so viel mehr ist, als ihr künstlich verkleinertes Weltbild, und deren Eigene so winzig klein und schmal, wie ihr Horizont.

    Ja, und Transvestit im Gardinenkleidchen, das geht. Knilche haben Sonderprivilegien, wie beim Kinderfi....
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#8 Zimbo123Anonym
  • 30.06.2020, 08:56h
  • Wir sind alle Gottes Geschöpfe. Gott liebt die bunte Vielfalt, Gott liebt die Farben.
    Wenn also die Kirche Transmenschen, Schwule oder Lesben ablehnt, versündigt sie sich an der Schöpfung Gottes. Gott hat uns geschaffen, so wie wir sind. Wenn dem nicht also wäre, gäbe es diese bunte Vielfalt sexueller und körperlicher Ausrichtungen ja nicht.
    Tatsächlich ist die Haltung der Kirche und der Bischöfe reine Blasphemie!!
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#9 MarbelaAnonym
  • 30.06.2020, 09:18h
  • (offiziell) Zöllibatär lebende sollten sich nicht in die Sexualität anderer einmischen!!!!!!!!!!!!!
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#10 DieterBremenProfil
  • 30.06.2020, 09:48hBremen
  • Was für eine menschenverachtende, schreckliche Sekte. Woher kommt nur dieser unsägliche Hass?
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