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Neues Feature

Deutsches Tinder lernt "sexuelle Orientierung" kennen

In den USA kann man sich seine Partner*innen schon nach sexueller Orientierung aussuchen – jetzt kommt das Feature auch nach Deutschland.


Tinder führt in Kürze das neue Feature in Deutschland und vielen anderen Ländern ein (Bild: Tinder)

Die bislang fast nur von Heterosexuellen genutzte Dating-App Tinder will auch den Bi- und Homo-Markt aufmischen: Ab diesem Sommer führt die weltweit führende Anbalz-Plattform aus dem texanischen Dallas daher das Feature "sexuelle Orientierung" in weltweiten Apps ein. Letztes Jahr hatte Tinder den Dienst nur in den USA, Kanada, Irland, Indien, Australien und Neuseeland gestartet (queer.de berichtete).

Direktlink | Die Reaktion von US-Nutzer*innen auf das neue Feature

Laut dem Konzern ist in den USA bereits jetzt jedes fünfte sogenannte "Match" queer. "Mit der globalen Einführung der Funktion können Tinder-Mitglieder weltweit ihre sexuelle Identität frei entfalten und so ihr authentisches Selbst sein", verspricht der Dienst.

Das in Zusammenarbeit mit der queeren US-Organisation GLAAD entwickelte Feature ermöglicht es den Mitgliedern, sich mit bis zu drei von neun Orientierungen zu identifizieren – heterosexuell, schwul, lesbisch, bisexuell, asexuell, demisexuell, pansexuell, schwul und "derzeit unklar". Nutzer*innen können auch ganz auf einen Eintrag verzichten.

Bislang haben laut Tinder 62 Prozent der User*innen in den Ländern, in denen die Funktion verfügbar ist, eine Orientierung festgelegt. Die seit Mitte der Neunzigerjahre geborenen Mitglieder der sogenannten Generation Z, also die Generation nach den Millennials, nutzten nach Angaben des Dienstes das Orientierungs-Merkmal am häufigsten.

"Jeder hat es verdient, sich authentisch zu präsentieren"

"Wir sind bei Tinder davon überzeugt, dass es jeder verdient hat, sich selbst und besonders gegenüber neuen Bekanntschaften authentisch zu präsentieren. Aus diesem Grund haben wir die Funktionen 'Sexuelle Orientierung' und 'More Genders' eingeführt", so Tinder-Chef Elie Seidman. "Unsere Mitglieder der Gen Z sind Vorreiter auf dem Weg zu einer integrativen, offeneren Welt und wir sind davon überzeugt, dass Tinder dazu beitragen kann, einen weiteren Schritt in die richtige Richtung zu machen. Wir können es kaum erwarten, diese Features für unsere Mitglieder auf der ganzen Welt zugänglich zu machen".

Der Ausbau dieser Funktionen folgt auf die weltweite Einführung von Traveler Alert im Jahr 2019. Dabei handelt es sich um eine Funktion, die dafür sorgt, dass Mitglieder der LGBTI-Community nicht mehr automatisch auf Tinder angezeigt werden, sobald sie eines der fast 70 Länder betreten, in denen queere Menschen rechtlich nicht vor Diskriminierung geschützt sind oder gar strafrechtlich verfolgt werden. (cw)



#1 AndreasAnonym
  • 30.06.2020, 17:26h
  • Es ist auf allen Plattformen doch eh nur das gleiche Publikum unterwegs mit den selben Ansprüchen. Kommen, "Kommen", gehen.
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#2 MarcAnonym
  • 30.06.2020, 18:44h
  • Auch wenn Schwule sicher weiterhin lieber Planet Romeo, Grindr, Scruff, und weitere auf diese Zielgruppe spezialisierte Dienste nutzen (und auch Lesben haben ihre eigenen Dienste), so was dieser Schritt dennoch längst überfällig.

    Alleine auch schon, um den Heteros, die die App benutzen, bei der Einrichtung zu zeigen, dass es eben noch mehr gibt und dass auch das völlig gleichwertig ist.
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