Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?36514

Antrag im Bundestag

AfD will "Frühsexualisierung" unter Strafe stellen

Nach dem erfundenen Kampfbegriff könnte etwa eine Schulaufklärung über LGBTI verboten und als "Kindesmissbrauch" bestraft werden. Sven von Storch betreibt Volksverhetzung zum Thema.


"Demo für alle" 2014 in Hannover. Die homo- und transfeindliche Bewegung war damals von der "Initiative Familienschutz" aus dem Kampagnennetzwerk der AfD-Politikerin Beatrix von Storch und ihres Ehemanns Sven heraus organisiert worden. Horrorszenarien über "Frühsexualisierung", "Gender" und "LGBT-Ideologie" wurden – wie die Partei – erst danach richtig populär (Bild: nb)

Die AfD hat in dieser Woche einen Antrag in den Bundestag eingebracht, der in seiner vagen Formulierung in der Praxis Schulaufklärung über LGBTI, eine moderne und angemessene Sexualaufklärung sowie Sexualpädagogik unter Strafe stellen könnte. Erlaubt sollte nur eine "abstrakt-biologische Aufklärung" zur "Fortpflanzung" sein, so die Partei, deren Jugendorganisation einst schon in harmlosen Comic-Motiven der BZgA eine "Frühsexualiserung" sah (queer.de berichtete).

"Jede Form der sog. Frühsexualisierung" sei "in Krippen, Kindertagesstätten, Kindergärten und Schulen als Kindesmissbrauch zu werten und unter Strafe zu stellen", heißt es in einem Unterpunkt des Antrags "Kinder gegen sexuelle Gewalt wirksam schützen" (PDF). Er ist die Antwort der Partei auf die in den letzten Wochen bekannt gewordenen Missbrauchsfälle und sieht an anderen Stellen etwa Strafverschärfungen oder vereinfachte Sicherungsverwahrungen bei Tätern vor.


Jene zu bestrafende "Frühsexualisierung" sei "jede sexuelle Konfrontation von Kindern und Jugendlichen in staatlichen oder staatsnahen Einrichtungen, die über eine rein biologische und abstrakte Aufklärung für Schulkinder ab einem verständigen Alter bezüglich der menschlichen Fortpflanzung inkl. der Schwangerschaftsverhütung oder der Vermeidung von Erkrankungen in diesem Zusammenhang hinausgeht". Schulaufklärung über LGBTI hatte die AfD in den letzten Jahren immer wieder als "Frühsexualisierung" bekämpft – die vage Formulierung zur Aufklärungs-Ausrichtung auf "Fortpflanzung" dürfte sie wohl gezielt ausschließen.

Träger, die "missbrauchsgefährdete Konzepte" anböten, sollten ihre Betriebsberechtigung verlieren, so der AfD-Antrag weiter. Pädagogikkonzepte seien zudem "bundesweit vorab behördlich auf ihre Unbedenklichkeit in Bezug auf die Gefahr sexuellen Kindesmissbrauchs zu überprüfen". "In regelmäßigen unangekündigten Stichproben vor Ort" sei zu kontrollieren, dass es zu keiner "Gefahrenlage" komme.

- Werbung - Video - Abheben und Frankreich und die Welt entdecken

"Frühsexualisierung" meint oft "Homo-Propaganda"

In der Begründung bezieht sich die AfD konkret auf den Skandal um "Original Play", ein tatsächlich fragwürdiges "Konzept", das freilich nicht von vermeintlichen "Gender-Ideologen" oder Grünen stammt, gegen die die AfD sonst an dieser Stelle zu Felde zieht, sondern in einigen evangelischen Kitas nach US-Vorbild eingesetzt wurde. Der Verbotswunsch der AfD geht aber weit darüber hinaus und erinnert etwa an den Gesetzentwurf zum Verbot von Sexualerziehung in Polen, bei dem christlicher Fundamentalismus und rechtspopulistische Politik zusammenfanden (queer.de berichtete).

Für die AfD öffne "Frühsexualisierung" sexuellem Missbrauch Tür und Tor: "Unter Missachtung des natürlichen Schamgefühls von Kindern ist es durch die Konfrontation mit einer Frühsexualisierung leicht möglich, die Abwehrmechanismen der Kinder gegen sexuelle Handlungen zu schwächen und sie zu Opfern sexuellen Missbrauchs zu machen." In Wirklichkeit hat professionelle Sexualerziehung genau das Gegenteil zum Ziel, soll Schüler selbstbewusst machen und altersgerecht auf Sexualität vorbereiten – in einer Zeit, in der etwa Pornos auf Schülerhandys üblich sind. Die Konzepte sind keine "Frühsexualisierung", sondern eine Antwort darauf.

Die AfD-Antrag ist folglich schädlich. Und verlogen, nutzt die Rechtsaußenpartei den Begriff "Frühsexualisierung" doch auch und besonders gerne für Themen, die nicht mal etwas mit der von ihr überzogen dargestellten Sexualpädagogik zu tun haben – in einer Bundestagsanfrage wurde gar ein Erklär-Beitrag des ZDF-Kinder-Nachrichtenmagazins "Logo" zur dritten Geschlechtsoption als "Frühsexualisierung" bezeichnet. Alles was Homo- oder Transsexuelle betrifft, ist aus AfD-Sicht etwas Sexuelles und etwas für Erwachsene – und dabei praktischerweise gut für eine auf Homo- und Transphobie setzende Stimmungsmache.


Einige virale Hetz-Einträge der AfD der letzten Jahre

Seit Jahren kämpft die AfD etwa mit Lügen und Übertreibungen gegen Bildungspläne an, wonach Lehrer*innen im Unterricht auch sexuelle und geschlechtliche Minderheiten thematisieren sollen. Als "Frühsexualisierung" bekämpft sie auch queere Aufklärungsgruppen wie SCHLAU, die schlicht Antidiskriminierungs- und Akzeptanzarbeit leisten – "Millionen Steuergelder für Analsex-Unterricht in Rheinland-Pfalz" log etwa 2018 die AfD-Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst in einer Pressemitteilung (queer.de berichtete).

"Eine einseitige Hervorhebung der Homo- und Transsexualität im Unterricht, wie sie die sogenannte 'Sexualpädagogik der Vielfalt' praktiziert, stellt einen unzulässigen Eingriff in die natürliche Entwicklung unserer Kinder und in das vom Grundgesetz garantierte Elternrecht auf Erziehung dar", schrieb die Partei in ihrem Programm zur Bundestagswahl (queer.de berichtete). Damit würden "Kinder und Jugendliche – oft von schulfremden Personen und meist gegen den Willen ihrer Eltern – in ihrer sexuellen Identität verunsichert, überfordert und in ihren Schamgefühlen verletzt".


Motiv von Björn Höcke und AfD aus dem Jahr 2016: Ein einzelner (Erwachsenen-)Workshop zum Thema Analsex im Rahmen der damaligen Hirschfeld-Tage wurde für tagelange Stimmungsmache genutzt (queer.de berichtete). Später forderte die Landtagsfraktion in einem Antrag gegen "Früh- und Zwangssexualisierung" an Schulen, Lehrinhalte an der "Kernfamilie" auszurichten und Sexualerziehung nur als Teil des Biologieunterrichts durchzuführen: "Damit wird der Indoktrination durch schulexterne Experten beziehungsweise Lobbyisten entgegengewirkt" (queer.de berichtete)

In ihrer "Magdeburger Erklärung zur Frühsexualisierung" forderten AfD-Abgeordnete diverser Landtagsfraktionen 2016 einen Schulunterricht mit der Botschaft einer "intakten Familie" aus Mann, Frau und Kindern und lehnten unter anderem ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare ab – da "wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt ist, ob Kinder, die bei gleichgeschlechtlichen Paaren aufwachsen eine normale und stabile Geschlechtsidentität entwickeln" (queer.de berichtete).


Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann warnte im letzten Jahr vor "Zwangsfrühsexualisierung, Doktorspiele[n] und Pimmelpuppen im Kindergarten" (queer.de berichtete): "Kinderseelen werden vergewaltigt. Die Gender-Ideologie zertrümmert die Geschlechtsidentität der Kinder. Sie zertrümmert somit letztendlich auch die traditionelle Familie aus Vater, Mutter und Kind."

Der Begriff "Frühsexualisisierung" oder in den letzten Jahren auch "Gender" ist, daran sollte kein Zweifel bestehen, in Deutschland folglich das, was in anderen Ländern als "LGBT-Ideologie" oder "Homo-Propaganda" bekämpft wird.

Sven von Storch warnt vor "schwul-lesbischer Indoktrination an Schulen"

Halb öffentlich hetzt die AfD derzeit noch deutlicher. In der letzten Woche verschickte die "Initiative Familienschutz" aus dem Kampagnennetzwerk der AfD-Bundestagsabgeordneten Beatrix von Storch und ihres Ehemanns Sven einen Newsletter, um eine Strafverschärfung der Regierung bei sexuellem Kindesmissbrauch als eigenen Erfolg darzustellen. "Aber allein das genügt nicht, um die Gewalt gegen Kinder wirksam zu bekämpfen. Auch das Verbot von Frühsexualisierung und Gender-Aufklärung in Kitas und Grundschulen gehört dazu."

Diese "abstoßende Sexualmissionierung von Kindern" mache es "pädophilen Tätern leicht, ihren Trieben ungestört nachzugehen", schreibt Sven von Storch persönlich. Er fabuliert von "unfassbaren Dimensionen pädophiler Netzwerke dank der links-grünen 'Sexualpädagogik'" und warnt vor erfundenen Horrorszenarien als "Ungeist": "Wenn Schulkinder Referate über homosexuelles Leben und Analsex halten sollen", dann lebe darin die Forderung der Grünen aus den 80ern nach straffreien Sex mit Kindern weiter.


Früherer Flyer der "Initiative Familienschutz", der vor "Gender-Sexualkunde" als "Frühsexualisierung" warnt und im Innenteil etwa beklagt: "Homosexuelle Neigungen sollen Schüler aktiv bejahen"

Am Samstag verschickte Sven von Storch einen weiteren Newsletter: "Anstelle von kindgerechter Aufklärung gibt es heute Unterricht in Porno-Sprache. Statt an den Wert der Familie sollen Kinder an den Popanz der 'sexuellen Vielfalt' glauben", warnte er vor einer "pädophilen Agenda von SPD, Linken und Grünen". "Mit ihren kranken Ideen haben die Schergen des Kulturmarxismus die Sexualerziehung regelrecht gekapert." Hinter "verschlossenen Klassen- und Kitatüren" finde eine "Umerziehung der Kinder" statt.

Als "perverse Auswüchse" macht von Storch etwa aus: "Analsex als Unterrichtsthema, Kinder, die im Schultheater Homosexuelle darstellen müssen und Fünfjährige, die Puppen mit Penis und Vagina zum 'Spielen' bekommen." Abgeordnete sollten gegen die "Sexualisierung der Kinder" und die "schwul-lesbische Indoktrination an Schulen" vorgehen, Verantwortliche müssten "zur Rechenschaft gezogen werden".


Dokumentation: Nur zwei Newsletter von vielen der "Initiative Familienschutz". Komplett-Ansicht über Lupe.

Die beiden Newsletter machen noch einmal deutlich, wogegen die AfD mit ihrem Antrag gegen "Frühsexualisierung" vor allem kämpft: gegen LGBTI. Als Thema an Schulen, letztlich aber auch als Personen. "Wir sind keine Ideologie, sondern Menschen", antworten queere Personen auf ähnliche Stimmungsmache und Angriffe in Polen. In einem der Newsletter sammelt Sven von Storch derweil noch Spenden für den Kampf gegen "das Krebsgeschwür Gender".

Ein Wort in eigener Sache
Hinter gutem Journalismus stecken viel Zeit und harte Arbeit – doch allein aus den Werbeeinnahmen lässt sich ein Onlineportal wie queer.de nicht finanzieren. Mit einer Spende, u.a. per Paypal oder Überweisung, kannst Du unsere wichtige Arbeit für die LGBTI-Community sichern und stärken. Abonnenten bieten wir ein werbefreies Angebot. Jetzt queer.de unterstützen!


#1 DramaQueen24Profil
  • 05.07.2020, 05:05hBerlin
  • Liebes Storchenkind samt Ehegespenst und liebe Alternative für Dorfdeppen,

    Gewalt an Kindern und Jugendlichen geht nicht von der LGBTIQ-Gemeinschaft aus, sondern von heterosexuellen Menschen, meist Männer, von Priestern und Nonnen, von Menschen, die Kinder schützen sollten.
    Wer die Fakten verschleiert und hetzt wie Ihr, der betreibt FAKE NEWS, wie es nicht mein President sagen würde.
    Aufklärung ist keine Frühsexualisierung. Aufklärung lernt den Kindern und Jugendlichen, über ihren Körper Bescheid zu wissen, und, sich nicht zu schämen, wenn man "anders" ist!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 abersonichtAnonym
  • 05.07.2020, 07:29h
  • Leute, der Antrag kommt doch nicht durch! Alleine, weil er von de AfD ist. Einige der CDU werden heimlich mit dem Kopf nicken, aber die Mehrheit wird da nicht zustimmen, weil es ihnen peinlich wäre, bei einer AfD-Sache zuzustimmen
  • Antworten » | Direktlink »
#3 AutumnProfil
  • 05.07.2020, 07:33hKöln
  • Antwort auf #1 von DramaQueen24
  • Ja, aber der Rechtsruck wird weiter gehen. Ich wage zu wissen, wie unsere Gesellschaft in 10 - 15 Jahren aussehen könnte..
    Hoffentlich wird man noch schnell den Schutz der sexuellen Orientierung ins Grundgesetz aufnehmen, sonst sehe ich schwarz....
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Populisten-TaktikAnonym
  • 05.07.2020, 09:26h
  • Die altbekannte Taktik von Populisten:
    mit Lügen, Halbwahrheiten, Vermutungen und Unterstellungen werden diffuse Ängste geschürt um daraus politisch Kapital zu schlagen.

    Es geht einfach nur um Aufklärung, eine der wichtigsten Errungenschaften der Bildungspolitik der letzten Jahrzehnte.

    Wer wirklich mal in die Lehrmaterialien reinschaut, statt auf diese erfundenen Bilder reinzufallen, sieht sehr schnell, dass das alles immer altersgerecht passiert.

    Ist ja auch logisch: kaum etwas durchläuft so viele Korrekturschleifen und so viele Kontrollen von zig Experten unterschiedlichster Fachrichtungen wie Schulbücher. Glaubt ernsthaft jemand, da wären dann auf einmal Pornos drin oder sowas?
  • Antworten » | Direktlink »
#5 PascaleAnonym
  • 05.07.2020, 09:29h
  • Letzte Bundestagswahl lag es noch bei 12,6%. Zur Zeit laut letzte Sonntagsumfrage liegt es bei 9,5%. Minus 3,1%. Bleibt zu hoffen dass es 2021 unter 5% liegt.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 FinnAnonym
  • 05.07.2020, 09:52h
  • Solange selbst an Grundschulen noch Schimpfwörter wie "Schwuchtel" und "schwule Sau" fallen und Kinder gemobbt werden, ist das der beste Beleg, dass mehr Aufklärung nötig ist. Das geschieht natürlich immer altersgerecht.

    Dabei geht es vor allem ums Kindeswohl:
    damit Schule für alle ein Ort ist, wo man gerne und angstfrei hingeht. Alles andere kann sich ein Land, dessen einziger Rohstoff Bildung ist, auch gar nicht leisten.

    Übrigens profitieren nicht nur (vermeintliche) LGBTI-Schüler und -Lehrer davon, sondern auch Heteros. Denn mit Bildung und ohne Hass kommen auch Heteros leichter und glücklicher durchs Leben.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 DondoloAnonym
  • 05.07.2020, 09:54h
  • Antwort auf #4 von Populisten-Taktik
  • Ja,
    die Schule, der Kindergarten usw. bemühen sich altersgerecht aufzuklären.

    Die Kinder stellen Fragen, auf die sie nur kommen können, wenn sie Zugang zu pornographischen Inhalten haben.
    Und diesen Zugang haben sie.

    Inhalte, Wörter werden wiedergegeben ohne, dass sie wissen was es genau ist. Und sie fragen auch nach.
    Fragen kommen wie:

    Was ist eigentlich Rosettenshaper?
  • Antworten » | Direktlink »
#8 AFD-WatchAnonym
  • 05.07.2020, 10:01h
  • Die Kampagne klingt nach "powered by Putin".
    Am Ehepaar Storch scheint die Aufklärung vorbeigegangen zu sein, da sie anscheinend glauben, dass der Storch ihnen die Kinder bringt, und nicht verstehen, warum sie ausbleiben. Wäre das dann "Spätsexualisierung", wenn man sie noch aufklärt?
    Und wie ist das mit der Familie von Alice Weidel? Sind die Kindern dadurch "frühsexualisiert", dass sie von 2 Frauen erzogen werden?
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Anonym_aAnonym
  • 05.07.2020, 10:41h
  • Die einzig echte "Frühsexualisierung" geht doch schon vor der Geburt los - sobald festgestellt wird, ob der Fötus einen Penis hat oder nicht. Dann wird gleich mal eine Gender Reveal Party gefeiert.

    Ab diesem Zeitpunkt besteht dann auch die Farbzuweisung in blau oder rosa. Die Kinder bekommen "gender-spezifisches" Spielzeug, und wehe, der Junge möchte lieber mit Puppen spielen.

    In den KiTas und Kindergärten wird dieses echte "Gender-Gaga" dann noch weiter gefördert, und den Kindern wird beigebracht, was Jungen tun und was nicht, und was Mädchen tun und was nicht.

    Mir erzählte jüngst jemand, dass seine kleine Nichte etwas Blaues geschenkt bekam und das entrüstet abgelehnt hat, denn Blau sei doch nur für Jungen.

    Schon den Kindern in unserer Gesellschaft wird beigebracht, dass Männer eine Freundin oder Ehefrau brauchen, und Frauen einen Freund oder Ehemann.

    Etwas später beginnen dann die Fragen à la "Na? Wann bringst du endlich die erste Freundin nach Hause?"

    Queeren Kindern und Jugendlichen wird eine falsche, standardisierte Hetero-Sexualität aufgedrückt, sodass sie irgendwann spüren, dass da was falsch läuft. Sie denken dann nur leider, mit IHNEN sei etwas falsch.

    Die Wahrheit ist doch, dass mit der Gesellschaft etwas falsch ist. Etwa zehn Prozent aller Menschen werden völlig selbstverständlich zu etwas erzogen, was sie nie sein können. Und diese Menschen müssen sich dann erst mühsam freikämpfen, wobei wir wissen, dass das vielen nur mit äußersten Schwierigkeiten oder auch gar nicht gelingt.

    DAS nenne ich Zu-früh-Sexualisierung.
    DA liegt doch der Hase im Pfeffer.
    Und nicht in der Aufklärung über Sachverhalte, die in der Natur nun mal vorhanden sind.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Carsten ACAnonym
  • 05.07.2020, 11:07h
  • Statt Kinder und Jugendliche vor Bildung zu "schützen", sollte man sie lieber vor Hass und Hetze sowie vor religiöser Indoktrinierung schützen.
  • Antworten » | Direktlink »