Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?36519

ARD-Sommerinterview

AKK gibt sich als Schwulenmutti

In einem Interview gibt die Noch-CDU-Chefin eine warmherzige Antwort auf die Frage, was sie bei einem Coming-out ihres Kindes tun würde.


Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (li.) spricht mitten im Berliner Regierungsviertel mit ARD-Journalistin Tina Hassel (Bild: Screenshot Das Erste)

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat am Sonntag in einer Fragerunde der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" erklärt, dass sie einem hypothetischem homosexuellen Kind wünsche, mit einem Partner glücklich zu werden. Die Antwort klingt überraschend, da die CDU-Politikerin vor der Öffnung der Ehe mit herablassender Rhetorik gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht gewarnt hatte (queer.de berichtete). Bis heute hat sich die 57-Jährige für ihren damals geäußerten Vergleich von Homo-Paaren mit Inzest- und Polygamie nicht entschuldigt – und sich sogar vergangenes Jahr noch über intersexuelle Menschen lustig gemacht (queer.de berichtete).

Konkret fragte Moderatorin Tina Hassel Kramp-Karrenbauer, die bis zum CDU-Parteitag noch Parteichefin ist: "Was würden Sie Ihrem Kind antworten, wenn es Ihnen mitteilt, dass es homosexuell ist?" Kramp-Karrenbauer antwortete kurz und prägnant: "Ich würde es in den Arm nehmen, ich würde es drücken und ich würde mir wünschen, dass es einen Partner findet, mit dem es so glücklich werden kann, wie ich das mit meinem Mann bin." Hassel erklärte daraufhin: "Das ist eine schöne Antwort."

Twitter / ARD_BaB

Die Antwort war nicht in der TV-Sendung "Bericht aus Berlin" ausgestrahlt worden, sondern Teil einer Befragung durch Zuschauer*innen, die live in sozialen Netzwerken übertragen wurde.

Twitter / tagesschau

- Werbung -
Video - Genießen Sie eine sichere und angenehme Reise mit KLM

Kramp-Karrenbauer will Homo-Diskriminierung in Bundeswehr aufarbeiten

Zuletzt hatte Kramp-Karrenbauer eine homopolitische Initiative gestartet: Auf der Website ihres Ministeriums kündigte die Verteidigungsministerin an, dass sie bis September einen Gesetzentwurf zur Rehabilitierung homosexueller Soldatinnen und Soldaten vorlegen werde, die wegen ihrer sexuellen Orientierung in der Bundeswehr von einem Truppendienstgericht verurteilt worden waren (queer.de berichtete). Außerdem entschuldigte sich die Ministerin "bei denen, die darunter zu leiden hatten".

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes begrüßte den geplanten Gesetzentwurf. Auch die sei "für die Betroffenen eine wichtige Geste", erklärte die Behörde auf Facebook.

Vor drei Jahren beschloss der Deutsche Bundestag die Rehabilitierung der nach § 175 StGB verurteilten Männer. In Kürze…

Gepostet von Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) am Freitag, 3. Juli 2020
Facebook / Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)

Thomas W. Schmitt, der Bundessprecher der Lesben und Schwulen in der Union, nannte diese Initiative einen "ernsten, aufrichtigen und würdigen Schritt". (dk)

20 Jahre Ende institutioneller Diskriminierung in der Bundeswehr: LSU begrüßt aufrichtigen und würdigen Schritt von…

Gepostet von LSU Bundesverband am Samstag, 4. Juli 2020
Facebook / LSU Bundesverband



#1 FredericAnonym
  • 06.07.2020, 12:18h
  • Meiner Meinung nach hat sie das einfach nur gesagt, um nicht den nächsten Shitstorm auszulösen. Sie weiß ja, dass zum "Glück" keines ihrer Kinder homosexuell ist ... von daher ist es schnell daher gesagt.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 MissverständnisAnonym
  • 06.07.2020, 12:30h
  • "ich würde mir wünschen, dass es einen Partner findet, mit dem es so glücklich werden kann, wie ich das mit meinem Mann bin."

    Sie dachte sicher an ein lesbisches Kind und einen männlichen Partner.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 AndreasKAProfil
  • 06.07.2020, 12:32hKarlsruhe
  • ... so langsam sollten wir mal auf die Kreidevorräte in Deutschland achten ... soviel Zeugs wie gerade die C-Parteien-PolitikerInnen fressen ... jetzt wollen die alle lieb zu uns sein ... in Worten ...
  • Antworten » | Direktlink »
#4 PascaleAnonym
  • 06.07.2020, 13:30h
  • Ich glaube ihr kein Wort. Schwulenmutti? Jetzt geht's aber echt los. Das wäre so als wenn man Storch fragen würde was sie gegen analsex hat und sie antwortet, nichts ich find analsex super schön.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 N8EngelProfil
#6 kayliberaAnonym
#7 antosProfil
  • 06.07.2020, 16:23hBonn
  • Wahrscheinlich haben ihre PR-Berater das als mögliche Antwort vorgeschrieben, aber egal: es ist trotzdem gut, dass sie das sagt! Vielleicht wirken ihre Aussagen ja sogar auf sie zurück.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 AJ82Anonym
  • 06.07.2020, 16:50h
  • Ich warte auf den Tag, wo einer die Gegenfrage stellt, was denn das Besondere daran sein soll.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 SarkastikerAnonym
#10 stephan
  • 06.07.2020, 18:39h
  • Wenn AKK langsam zur Besinnung kommt und sich LGBTIQs gegenüber nun akzeptierend äußern und verhalten möchte, so ist das anzuerkennen und freundlich zu quittieren. Eine 'Schwulenmutti' wird sie deshalb noch lange nicht und die Zeit könnte erweisen, wie ernst sie es überhaupt meint. Wie lange AKK allerdings auf der politischen Bühne noch agieren möchte, ist ja ohnehin nicht ganz klar!
  • Antworten » | Direktlink »