Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?36525

Transphobie

J.K. Rowling: Trans-Hormontherapie ist die neue "Homo-Heilung"

Die "Harry Potter"-Autorin legt gegen trans Personen nach: Hormontherapien seien nichts anderes als der Versuch, Homosexuelle zu "heilen". Eine LGBTI-Aktivistin wirft Rowling vor, mit diesen Aussagen Menschenleben aufs Spiel zu setzen.


J.K. Rowling sorgt mit trans­sexuellenfeindlichen Aussagen erneut für Kritik (Bild: Daniel Ogren / flickr)

Schriftstellerin J.K. Rowling legt in ihrem Kreuzzug gegen geschlechtliche Minderheiten nach: In einem Tweet vom Sonntag setzte die 54-Jährige "Homo-Heilung" mit Hormontherapien für Transsexuelle gleich. "Viele, ich eingeschlossen, glauben, dass wir eine neue Art von Konversionstherapie für junge homosexuelle Leute sehen, die auf einen lebenslangen Pfad der Medikalisierung gesetzt werden, die zum Verlust der Fruchtbarkeit und/oder der vollen Sexualfunktion führen kann", schrieb die Autorin.

In einem weiteren Twitter-Eintrag behauptete Rowling, dass junge Menschen, "die mit ihrer psychischen Gesundheit ringen", in Richtung Hormontherapie gedrängt würden. Dies sei nicht in deren besten Interesse.



Rowling hatte bereits mehrfach mit fragwürdigen Tweets über Transsexualität für Aufregung gesorgt – sie deutete etwa an, dass trans Frauen keine echten Frauen seien (queer.de berichtete). Das führte dazu, dass sich viele Schauspieler*innen und Fans der "Harry Potter"-Franchise von ihr distanzierten, darunter auch Potter-Darsteller Daniel Radcliffe (queer.de berichtete).

Mit dem neuen transsexuellenfeindlichen Tweet hatte Rowling auf Kritik eines Users reagiert, der ihr vorgeworfen hatte, sie hätte einen Twitter-Eintrag mit "Gefällt mir" versehen, der Hormon-Verschreibungen für Transsexuelle mit Antidepressiva vergleicht. "Ja, sie sind manchmal notwendig und lebensrettend, aber sie sollten ein letzter Ausweg sein und nicht die erste Option. Reine Faulheit für diejenigen [Ärzte], die lieber Medikamente verschreiben, als sich die Zeit und Mühe zu machen, den Geist der Menschen zu heilen", hatte besagter Tweet gelautet.

- Werbung -

Rowling "traumatisiert" Transmenschen

Rowlings neue Tweets führten erneut zu scharfer Kritik: trans Model und LGBTI-Aktivistin Munroe Bergdorf reagierte etwa mit den Worten: "Wenn ich sage, dass transphobe Menschen Blut an ihren Händen haben, dann meine ich das so", schrieb die 32-jährige Engländerin. "Trans Personen nicht zu helfen, macht diese nicht weniger trans. Das traumatisiert sie nur – oder hat noch schlimmere Folgen. J.K. Rowling und andere gefährden Menschenleben." (dk)

/ MunroeBergdorf

-w-

-w-

29.04.26 | "Kein Verständnis" für Kulturkampf
Karin Prien geht jetzt auch auf die Queer­beauftragte los
24.03.26 | Er verkörpert Severus Snape in der Serie
Paapa Essiedu erhielt wegen "Harry Potter" Morddrohungen
21.03.26 | Transfeindlichkeit von J.K. Rowling
"Harry Potter"-Serie: John Lithgow wäre fast ausgestiegen
16.01.26 | Deutscher Komponist auf dem "Transphobie-Express"
Hans Zimmer komponiert "Harry Potter"-Soundtrack
-w-

#1 Peck_SEhemaliges Profil
  • 07.07.2020, 11:06h
  • Wird höchste Zeit, meine Potterbücher zu entsorgen. In meinem Haushalt wird Werk und Autor nicht getrennt.
  • Direktlink »
#2 N8Engel
  • 07.07.2020, 12:00hWenden
  • Hier sieht man, die Frau hat nicht mal die Spur einer Ahnung von was sie schreibt. Geschlechtliche Identität und sexuelle Ausrichtung haben nun gar nichts miteinander zu tun, im Gegenteil ein deutlicher Anteil Transpersonen ist erst nach der Transition auf dem Papier homosexuell. Leider sind diese Äußerungen gefährlich, weil es viele dumme Menschen gibt, die so einen Blödsinn glauben wollen, sonst könnte man einfach darüber lachen.
  • Direktlink »
#3 MannkennerAnonym
  • 07.07.2020, 12:51h
  • Kann jemand bitte diese Frau vor sich selbst schützen? Der Agent oder Verleger sollten ihr das Handy und den PC wegnehmen, bevor sie noch das letzte bisschen an Reputation verliert, was seit ihren letzten Tweets übrig geblieben ist.
  • Direktlink »