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Vorlage der Satzungskommission

Nach 22 Jahren: CDU will LSU offiziell anerkennen

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer will ihre Partei mit einer Aufwertung der Lesben und Schwulen in der Union und mit einer verbindlichen Frauenquote modernisieren.


Zum 20. Geburtstag der LSU wurde 2018 am Konrad-Adenauer-Haus erstmals die Regenbogenfahne gehisst (Bild: LSU)

Bis zum Jahr 2023 solle in der CDU eine verbindliche Frauenquote von 50 Prozent durchgesetzt werden, berichtete die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" am Dienstag unter Berufung auf eine Beschlussvorlage der Satzungskommission. Zudem solle die Gruppierung Lesben und Schwule in der Union (LSU) als Sonderorganisation der Partei offiziell anerkannt werden.

Beide Vorhaben dürften vor allem beim konservativen Flügel umstritten sein. Aus Parteikreisen verlautete, dass die Satzungskommission am Nachmittag ihren Abschlussbericht mit Empfehlungen zu Satzungsänderungen verabschieden wolle. Die Entscheidung über die Umsetzung obliege dann dem Bundesparteitag im Dezember. Die CDU-Parteizentrale betonte, dass Kramp-Karrenbauer im Vorfeld keine Empfehlungen für die Satzungsänderungen abgebe, weil die Kommission unabhängig entscheiden solle.

LSU soll neben RCDS eine "Sonderorganisation" werden

Die 1998 gegründete LSU soll dem Bericht zufolge künftig den Status einer "Sonderorganisation" bekommen. Bisher ist der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) eine Sonderorganisation der CDU. Durch eine Aufwertung könnte die rund 800 Mitglieder zählende LSU auf Parteitagen Anträge stellen, bekäme einen Platz im Bundesvorstand sowie finanzielle Unterstützung.

"Wir wollen, dass die LSU als Organisation fester Bestandteil unserer Partei ist und an der politischen Willensbildung der CDU mitwirkt. Wir sind davon überzeugt, dass das ein wichtiger Schritt zu noch mehr gelebter Volkspartei ist", zitiert die "Rheinische Post" aus der Beschlussvorlage.

Zuletzt hatte die damalige CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer 2018 laut Medienberichten die Aufwertung der LSU noch verhindert (queer.de berichtete). Die Berliner CDU hatte ihren LSU-Landesverband bereits im vergangenen Jahr offiziell anerkannt (queer.de berichtete).

Seit Jahren Streit um Frauenquote

Auch über eine verbindliche Frauenquote hatte die CDU seit Jahren gestritten. Erst beim Parteitag im vergangenen Jahr hatte die Frauen-Union einen Antrag auf Einführung einer solchen Quote zurückgezogen, weil dafür keine Mehrheit unter den Delegierten absehbar war.

Die Frage wurde damals an die neue Struktur- und Satzungskommission überwiesen, die je zur Hälfte mit Männern und Frauen besetzt ist. Kramp-Karrenbauer hatte auf dem Leipziger Parteitag im vergangenen Dezember zugesagt, sich für eine Förderung von Frauen in der CDU einsetzen zu wollen.

Derzeit hat die CDU rund 402.000 Mitglieder, von denen nach Parteiangaben 26 Prozent weiblich sind. Unter den Neumitgliedern liege der Frauenanteil bei 30 Prozent. (cw/AFP)



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#1 Still_Ith
  • 07.07.2020, 13:15h
  • Pft, wieso auch nicht. LSU tut ja schließlich niemanden was. Kann sie sich mit denen auch offiziell gutstellen, damit sie dann zumindest auf Lesben und Schwule verweisen kann, die auf ihrer Seite sind, wenn sie mal wieder Witze über nicht binär einzuordnende Menschen macht. Win-Win-Situation für alle Beteiligten.
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#2 TobizAnonym
  • 07.07.2020, 14:51h
  • Warum erst 2023 und nicht jetzt schon? Weil AKK dann nicht mehr politisch aktiv sein wird?
    Oder läuft das wie mit dem Kohleausstieg, welcher immer weiter nach hinten geschoben wird?
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#3 niccinicciAnonym
  • 07.07.2020, 18:15h
  • die einzige wählbare partei, super krisenmanagement, mausert sich. leider machen sie tierschutzmässig noch viel zu wenig, aber bei den anderen schlafmützen das kleinere übel.
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#4 Krampf_KarrenklauerAnonym