Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=36532
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Erste US-Stadt erkennt polyamore Beziehungen an


#1 AnonymousAnonym
  • 07.07.2020, 17:40h
  • Naja, darüber kann ich mich nicht wirklich freuen.

    Das wird die Homo-Hasser, inklusive AfD und Republikanern, unfassbar freuen - da sich damit ihre jahrelange Panikmache bewahrheitet:

    Nämlich dass die Ehe für alle ein Türöffner zu Dreier- oder Vierer-Ehen sein wird...

    Wird nun fraglich sein, wo man da die Grenzen setzt. Können bald auch 10 Menschen alle miteinander verheiratet sein?
  • Antworten » | Direktlink »
#2 StrategieopferAnonym
#3 AnonymousAnonym
  • 07.07.2020, 18:03h
  • Antwort auf #2 von Strategieopfer
  • Ich bin alles andere als gegen Fortschritt.

    Aber solche Konstellationen jetzt auch als Fortschritt zu deklarieren... Schwierig. Ich denke, dass man die Gesellschaft nicht direkt überfordern sollte.

    Die Ehe für Alle in Uganda macht genauso wenig Sinn, wie jetzt schon Dreier-Konstellationen als normale Beziehung zu deklarieren, bevor man überhaupt ausreichende Anti-Diskriminierungsrichtlinien für gleichgeschlechtliche Paare hat.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#4 StrategieopferAnonym
  • 07.07.2020, 18:17h
  • Antwort auf #3 von Anonymous
  • "Ich denke, dass man die Gesellschaft nicht direkt überfordern sollte."

    Merkste selbst, oder?

    Das war jahrzehntelang ein Hauptargument gegen die Eheöffnung. Eigentlich wollte man ja, aber leider leider sind die anderen noch nicht so weit. Also tut man lieber gar nichts, bremst jeden Versuch aus oder wendet sich sogar noch gegen den Fortschritt, wenn er schon irgendwo real stattfindet.

    Wer solche "Fortschrittsfreunde" hat, braucht keine Fortschrittsgegner mehr.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#5 AltoAnonym
#6 StrategieopferAnonym
  • 07.07.2020, 19:25h
  • Antwort auf #5 von Alto
  • Na und? Auch die heterosexuelle Monogamie diente Jahrtausende lang dazu, die Ehefrau dem Ehemann rechtlich und sozial unterzuordnen. Nicht als die Ausnahme, sondern als Regel. Vermutlich werden heute wesentlich mehr Frauen innerhalb von monogamen Ehen entrechtet als innerhalb von Vielehen.

    Sollten wir deswegen nicht auch die heterosexuelle Zweierehe verbieten?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#7 G12NAnonym
  • 07.07.2020, 19:27h
  • Eventuell ist der Begriff polyamor für die Beschreibung des Gesetzesvorschlages nicht ganz passend. Da ja dezidiert weder die Art der Beziehung der Wahlfamilie-Mitglieder zueinander noch deren Sexuelle Orientierung/Neigung ausschlaggebend ist. Hier geht es lediglich darum, dass Menschen füreinander oder auch für Kinder Verantwortung übernehmen. Das Konzept ist ja weder neu noch Revolutionär. Viele hatten einen Nennonkel/Nenntante, die zwar nicht verwandt war, aber doch praktisch Teil der Familie. Auch Patenschaft ist ein Konzept, auf dem man die erweiterte Elternschaft aufbauen kann.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 GargamelAnonym
  • 07.07.2020, 19:32h
  • ...ohne Sexuelle Beziehung...für einander Verantwortung übernehmen...

    Das ist doch eigendlich wie eine Familie.
    Eine Familie, die sich eben selbst zusammen findet ist meist wesentlich besser als durch eigene "Zucht" oder gar Zwang zusammen gekommene, da bei letzterem wohl die irrige Annahme besteht, Eigentum erzeugt und großgezogen zu haben, über welches man bestimmen kann. Es Fehlt dort oft der Respekt für sein Gegenüber.

    Das scheint mir ein enormer Fortschritt zu sein, den diese Stadt da auf die Beine gestellt hat.

    Diesen ganzen Quatsch mit genetischer Abstammung kann man sowieso in die Tonne treten, wozu soll das gut sein?
    Das einzige was zählt ist dass man sich liebt und respektiert.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 ClickbaitAnonym
  • 07.07.2020, 22:30h
  • Also ich hab den Artikel vor allem wegen des hübschen Artikelbildes angeklickt... ;-)
  • Antworten » | Direktlink »
#10 N8EngelProfil
  • 08.07.2020, 00:04hWenden
  • Mein erster gedanke: Krass. Mein zweiter: Es ist schade, das die Ärzte und Pfleger eigentlich mit einem Bein im Gefängnis standen, weil sie mir Informationen über den Gesundheitszustand meines "Onkels" nach seinem Schlaganfall mitteilten.
  • Antworten » | Direktlink »
#11 AutumnProfil
  • 08.07.2020, 07:21hKöln
  • Antwort auf #1 von Anonymous
  • "Das wird die Homo-Hasser, inklusive AfD und Republikanern, unfassbar freuen - da sich damit ihre jahrelange Panikmache bewahrheitet:

    Nämlich dass die Ehe für alle ein Türöffner zu Dreier- oder Vierer-Ehen sein wird...

    Wird nun fraglich sein, wo man da die Grenzen setzt. Können bald auch 10 Menschen alle miteinander verheiratet sein?"

    Ich denke, dass das einfach niemanden etwas angeht außer die Betroffenen selbst.

    Was für eine Panikmache der AFD soll sich denn bewahrheiten? Dass jeder Mensch so leben kann wie er will?
    Wer will das schon entscheiden und sich anmaßen darüber zu befinden?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#12 GronkelAnonym
  • 08.07.2020, 09:20h
  • Antwort auf #11 von Autumn
  • "Ich denke, dass das einfach niemanden etwas angeht außer die Betroffenen selbst.

    Was für eine Panikmache der AFD soll sich denn bewahrheiten? Dass jeder Mensch so leben kann wie er will?
    Wer will das schon entscheiden und sich anmaßen darüber zu befinden?"

    Naja, ich glaube es geht eher darum wer die Subventionen des Staates für Familien nutzen kann und wer nicht. Auch im Artikel wird von gemeinsamer Krankenversicherung gesprochen. Bist du bereit für eine WG, multi-Liebeskonstellationen, ... in deiner Nachbarschaft einen höheren Steueranteil (Sozialabgaben, ...) zu bezahlen?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#13 Kritiker_inEhemaliges Profil
  • 08.07.2020, 10:01h
  • Antwort auf #12 von Gronkel
  • "Bist du bereit für eine WG, multi-Liebeskonstellationen, ... in deiner Nachbarschaft einen höheren Steueranteil (Sozialabgaben, ...) zu bezahlen?"

    Es lebe die deutsche Neidkultur. *augenroll*

    Wir sollten uns wohl viel größere Sorgen darum machen, dass sich seit Jahrzehnten durch die "marktkonforme Demokratie" die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnet. Immer mehr Geld wird von unten NACH OBEN verteilt. DAS ist das wesentlich größere Problem.

    Aber der_die Deutsche blickt ja lieber auf die Nachbar_innen und neidet denen, dass sie vielleicht etwas weniger verkrampft leben als man selbst.

    Der deutsche Regulierungswahn verstärkt Forderungen, das Leben, das Liebesleben, die Sexualität der Anderen im Zaum zu halten, weil "die einem ja sonst alles wegnehmen". Die Ehe für alle nahm den privilegierten Heterosexuellen das Gefühl, dass sie was Besseres sind und nur SIE heiraten dürfen. Nun soll auch noch den privilegierten Monogamen das Gefühl genommen werden, was Besseres zu sein? Wo kämen wir denn da hin?

    Vielleicht ja zu einem Land, in dem wir WIRKLICH gut und gerne leben können, ohne die Falschen zu beneiden?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#14 GronkelAnonym
  • 08.07.2020, 10:47h
  • Antwort auf #13 von Kritiker_in
  • "Es lebe die deutsche Neidkultur. *augenroll*
    Wir sollten uns wohl viel größere Sorgen darum machen, dass sich seit Jahrzehnten durch die "marktkonforme Demokratie" die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnet. Immer mehr Geld wird von unten NACH OBEN verteilt. DAS ist das wesentlich größere Problem.
    Aber der_die Deutsche blickt ja lieber auf die Nachbar_innen und neidet denen, dass sie vielleicht etwas weniger verkrampft leben als man selbst."

    Als Steuerzahler, in dem Land der weltweit höchsten Steuerbelastung, stellt sich nicht mehr die Frage, ob man dem anderen etwas neidet, sondern wofür man eigentlich arbeitet. Jede Wohltat für die einen ist ein weiterer Stein um den Hals des anderen.
    Es geht auch nicht darum, wie man lebt. Soll doch jeder machen was er will. Man sollte nur nicht erwarten, dass andere dafür aufkommen.
    Das immer mehr Geld von unten (und mitte) nach oben verteilt wird, sehe ich auch so, nur dass ganz oben der Staat sitzt und die Bürger auspresst wie eine Zitrone sowie mit überbordenden Auflagen Zeit und Geld stiehlt. Der Markt schwimmt nur im Fahrwasser des Staatsversagens.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #13 springen »
#15 Kritiker_inEhemaliges Profil
  • 08.07.2020, 12:22h
  • Antwort auf #14 von Gronkel
  • "Jede Wohltat für die einen ist ein weiterer Stein um den Hals des anderen."

    Deine ganze Antwort strotzt nur so vor Egozentrik und Entsolidarisierung.

    UND NATÜRLICH vor Neid.
    Neidkultur ist deutsche Leitkultur, und Du sagst es ja selbst: Du gönnst niemandem etwas, weil Dir dadurch angeblich automatisch etwas weggenommen wird.

    Jemand, der von Missgunst derart zerfressen ist, ist nur zu bemitleiden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#16 GronkelAnonym
  • 08.07.2020, 12:49h
  • Antwort auf #15 von Kritiker_in
  • "Entsolidarisierung"

    Meine Solidarität begrenzt sich auf das was moralisch und menschlich Geboten ist. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Alles was darüber hinaus geht mache ich freiwillig oder lass es bleiben. So sollte die Wahlmöglichkeit sein. Das wäre dann meine Entscheidung.

    "Du sagst es ja selbst: Du gönnst niemandem etwas, weil Dir dadurch angeblich automatisch etwas weggenommen wird."

    Das stimmt ja nicht. Ich gönne jedem das Beste auf der Welt. Gerade der Neid Vorwurf trifft mich gar nicht. Ich kann gut damit leben, dass es Menschen mit mehr Besitz und Geld gibt als ich.
    Ich bin aber auch nicht für jeden verantwortlich und insbesondere nicht verpflichtet einen großteil meiner Lebenszeit per Zwang für andere zu opfern.
    Um konkret zu werden, meine moralische Verpflichtung eine WG oder eine 3er Liebesbeziehung steuerlich durch meine Lebensarbeitszeit zu begünstigen ist gleich null.

    Du kannst gerne deine Lebenszeit für andere Opfern, aber erwarte nicht, dass das jeder so macht.

    Und Grundsätzlich: Jeder Euro der Ausgegeben wird, wird auch irgendwo erarbeitet. Da wird nicht angeblich jemanden etwas wegenommen sondern faktisch.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#17 andererBlickAnonym
  • 08.07.2020, 12:57h
  • Antwort auf #12 von Gronkel
  • es ist aber auch zu bedenken, dass es auch Nachteile beim Zusammenschluss von 5 oder 10 Leuten geben kann. Hat auch nur einer von ihnen ein höheres Einkommen, ist er den anderen zum Unterhalt verpflichtet und der Staat spart sich bei diesen anderen die Sozialhilfezahlungen. Hat alles Vor- und Nachteile.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#18 StrategieopferAnonym
  • 08.07.2020, 13:06h
  • Antwort auf #14 von Gronkel
  • "Meine Solidarität begrenzt sich auf das was moralisch und menschlich Geboten ist."

    Ich warte auf ein Argument, weshalb die gesellschaftliche Solidarität mit Zweierbeziehungen "geboten" sein soll, die mit z.B. Dreierbeziehungen aber nicht.

    "Soll doch jeder machen was er will. Man sollte nur nicht erwarten, dass andere dafür aufkommen."

    Ist das ein Plädoyer für die Abschaffung von Ehegattensplitting und gemeinsamer Krankenversicherung bei Ehegatten?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#19 Ach jaAnonym
  • 08.07.2020, 13:25h
  • Antwort auf #18 von Strategieopfer
  • "Ist das ein Plädoyer für die Abschaffung von Ehegattensplitting und gemeinsamer Krankenversicherung bei Ehegatten?"

    Das Plädoyer würde ich unterschreiben, wenn dann auch die Regelungen bzgl. der Bedarfsgemeinschaften und dem Wegfallen von Ansprüchen bei Partnern (sogar Unverheirateten) bei denen einer mehr verdient im SGB II und vor Allem bei der Grundsicherung im Alter auf dem Prüfstand kommen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #18 springen »
#20 GronkelAnonym
  • 08.07.2020, 13:47h
  • Antwort auf #18 von Strategieopfer
  • "Ich warte auf ein Argument, weshalb die gesellschaftliche Solidarität mit Zweierbeziehungen "geboten" sein soll, die mit z.B. Dreierbeziehungen aber nicht.
    +
    Ist das ein Plädoyer für die Abschaffung von Ehegattensplitting und gemeinsamer Krankenversicherung bei Ehegatten?"

    Vielleicht sollte die gesellschaftliche Solidarität nicht auf Zweierbeziehungen liegen. In Frankreich liegt die Solidarität stärker auf Kinder. Dort wird weniger Einkommenssteuer fällig je mehr Kinder man hat. Ich weiß es nicht. Ich weiß aber dass aktuell nur so viele wie möglich in den Genuss von Vorteilen kommen wollen, häufig mit den pauschal hingeworfenen Schlagworten wie Solidarität oder Gerechtigkeit als müsse man dann sofort springen. Gleichzeitig wird aber gar nicht mehr hinterfragt ab wann denn überhaupt der Arbeitsaufwand derjenigen die es erwirtschaften sollen über gebühr steigt oder gestiegen ist. Was denkst du denn, wann der Punkt erreicht ist an dem du sagt: es langt?
    Bei Abgabe von 30 % deiner Arbeitskraft? 50%, 70%? Wann steigst du aus?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #18 springen »
#21 Ach jaAnonym
  • 08.07.2020, 14:01h
  • Antwort auf #20 von Gronkel
  • Ich finde das kommt ganz aufs Einkommen an.
    Ab gewissen Beträgen an Einnahmen wird es einfach dezent pervers und muss zugunsten des sozialen Friedens und eines handlungsfähigen starken Staates, zu einem beträchtlichen Teil abgegriffen werden.
    Das gilt für die Einkommensteuer aber noch vielmehr für die lächerlichen Erbschaftssteuern in D.
    Ab welchen Beträgen wie viel abgeführt werden muss, darüber können wir hier trefflich streiten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#22 Kritiker_inEhemaliges Profil
#23 StrategieopferAnonym
  • 08.07.2020, 14:20h
  • Antwort auf #20 von Gronkel
  • "dass aktuell nur so viele wie möglich in den Genuss von Vorteilen kommen wollen"

    Dein Diskussionsansatz ist mir zu begrenzt und zu undifferenziert. Es geht hier nicht nur ums Geld, sondern auch um Krankenhausbesuchsrecht, gemeinsame Verantwortung für Kinder, gegenseitigen Unterhalt usw. Viele der Regelungen zur Verrechtlichung von Beziehungen stellen überhaupt keine Belastung für andere dar, schon gar keine finanzielle. Im Gegenteil, viele dieser Regelungen entlasten den Staat. Das hat ja schon jemand angesprochen.

    "häufig mit den pauschal hingeworfenen Schlagworten wie Solidarität oder Gerechtigkeit als müsse man dann sofort springen."

    Rechtliche Gleichbehandlung ist eine der Säulen der meisten demokratischen Verfassungen. Und das ist aus gutem Grund sehr pauschal gemeint. Begründet werden muss nicht die Gleichbehandlung durch das Gesetz, sondern die Ungleichbehandlung. Dazu lese ich von dir und den anderen hier aber leider nichts stichhaltiges. Ihr betreibt eine Beweislastumkehr, die nicht zu einem freiheitlichen Rechtsstaat passt.

    "Gleichzeitig wird aber gar nicht mehr hinterfragt..."

    Das ist doch Unfug. Kaum etwas wird so regelmäßig hinterfragt wie die Steuerpolitik. Allerdings tragen Leute wie du dazu bei, Steuern pauschal zu dämonisieren und die wichtige Funktion von Steuern in einem Gemeinwesen herunterzuspielen.

    Und wenn alle möglichen Probleme, die man bei der Verrechtlichung ALLER Beziehungen zweifellos diskutieren kann, ausschließlich bei Mehrfachbeziehungen zum Problem erklärt werden, dann muss die Vermutung aufkommen, dass es eigentlich gar nicht um diese Fragen geht, sondern um ansozialisierte Ressentiments gegenüber Mehrfachbeziehungen. Das ist doch das eigentliche Problem hier.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#24 StrategieopferAnonym
#25 GronkelAnonym
#27 LarsAnonym
  • 08.07.2020, 14:44h
  • Antwort auf #1 von Anonymous
  • Man kann nicht immer auf die AfD schielen. Tatsache ist, dass es mehr Patchworkfamilien gibt als früher und dass man den Begriff Ehe heute viel weiter fasst, als vor einem halben Jahrhundert.

    Ich bin dafür, inhaltlich zu denken: Welchen Zweck soll eine Ehe, Zwei- oder Mehrfachbeziehung erfüllen? Welche Aufgaben gilt es zu verteilen? Wer übernimmt für wen in welcher Form Verantwortung? Welche Rechte und Pflichten gibt es? Wo liegen Konfliktpotenziale?

    (Wenn man das Bild z.B. nimmt, wäre ja die Frage, wie sich die Herren im Alltag Bad und Ressourcen teilen ;-) ).

    Wenn man diese Fragen ehrlich beantwortet, dann gibt es auch weniger Panik.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#28 GronkelAnonym
  • 08.07.2020, 14:55h
  • Antwort auf #23 von Strategieopfer
  • "Es geht hier nicht nur ums Geld, sondern auch um Krankenhausbesuchsrecht, gemeinsame Verantwortung für Kinder, gegenseitigen Unterhalt usw."

    Das ist ein anderes Thema, ich rede hier ausschließlich von der monetären Komponente. Dass gerade die Rechte die du angesprochen hast, ohne weiteres umgesetzt gehören, steht für mich auch fest.

    "Rechtliche Gleichbehandlung ist eine der Säulen der meisten demokratischen Verfassungen."

    Selbstverständlich.

    "Begründet werden muss nicht die Gleichbehandlung durch das Gesetz, sondern die Ungleichbehandlung. Dazu lese ich von dir und den anderen hier aber leider nichts stichhaltiges. Ihr betreibt eine Beweislastumkehr, die nicht zu einem freiheitlichen Rechtsstaat passt."

    Den Zusammenhang ich so nicht nachvollziehen, bitte etwas konkreter.

    "Das ist doch Unfug. Kaum etwas wird so regelmäßig hinterfragt wie die Steuerpolitik."

    Ja mit dem Ergebnis, dass die Abgabenlast steigt. Das Steuer und Einahmeaufkommen des Staates wächst von Jahr zu Jahr und nicht unerheblich.

    "... sondern um ansozialisierte Ressentiments gegenüber Mehrfachbeziehungen. Das ist doch das eigentliche Problem hier."

    Das ist nett gesagt eine Vermutung oder böser gesagt eine Unterstellung. Beides stimmt nicht. Mir liegt es nicht an der Verneinung einer Beziehungsform. Mir liegt es daran dass nicht alle für alles bezahlen sollen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#29 GronkelAnonym
  • 08.07.2020, 15:09h
  • Antwort auf #21 von Ach ja
  • "Ab gewissen Beträgen an Einnahmen wird es einfach dezent pervers und muss zugunsten des sozialen Friedens und eines handlungsfähigen starken Staates, zu einem beträchtlichen Teil abgegriffen werden. Das gilt für die Einkommensteuer aber noch vielmehr für die lächerlichen Erbschaftssteuern in D."

    Also das Wort beträchtlich stört mich dann schon. Auch sehe ich wenig Rechtfertigung in der Doppelversteuerung von Vermögen, wie bei der Erbschaft. Eigentum muss auch irgendwann mal Eigentum sein und entsprechend mit umgegangen werden können. Auch muss Eigentum und Vermögen auch einfach mal aufgebaut werden können ohne dass der Staat alles abschröpft.

    "Ich finde das kommt ganz aufs Einkommen an.
    +
    Ab welchen Beträgen wie viel abgeführt werden muss, darüber können wir hier trefflich streiten."

    Ja so wird es ja auch schon gemacht. Wer mehr verdient muss prozentual auch mehr abgeben. Das Steueraufkommen (in Summe) liegt bei den Hoch- und Mittelverdiener. Geringverdiener tragen nur einen Bruchteil der Steuerlast. Aber du hast recht, man wird sich nur schwerlich auf eine Zahl einigen können.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #21 springen »
#30 Kritiker_inEhemaliges Profil
#31 StrategieopferAnonym
  • 08.07.2020, 15:27h
  • Antwort auf #28 von Gronkel
  • "ich rede hier ausschließlich von der monetären Komponente."

    Genau das ist das Problem: Du möchtest eine Diskussion über Gerechtigkeit in eine polemische und einseitige Diskussion über Mehrkosten verwandeln. Und du möchtest dir gleichzeitig einreden, das sei eine neutrale Perspektive.

    Bitte ohne mich.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#32 GronkelAnonym
  • 08.07.2020, 16:38h
  • Antwort auf #30 von Kritiker_in
  • "Dir geht es darum, dass Deine Steuern nur dafür eingesetzt werden sollen, was DIR in den Kram passt bzw. zugute kommt. So funktioniert ein demokratisches Staatswesen aber halt nicht."

    Ja klar, genau so funktioniert Demokratie. Ich überlege mir was MIR in den Kram passt und wähle entsprechend. Und entweder bekommt mein Votum eine Mehrheit oder nicht. Das ist das demokratische Staatswesen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#33 Ach jaAnonym
  • 08.07.2020, 16:44h
  • Antwort auf #29 von Gronkel
  • Erbschaften sind leistungslose Einkommen und müssten deutlich stärker besteuert werden als Einkommen aus Arbeit.
    Man kann zumindest ab einem gewissen Freibetrag erwarten dass auch Kinder für dieses leistungslose Steuern abführen die mindestens so hoch sind wie die Einkommensteuer.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#34 GronkelAnonym
  • 08.07.2020, 16:48h
  • Antwort auf #31 von Strategieopfer
  • "Genau das ist das Problem: Du möchtest eine Diskussion über Gerechtigkeit in eine polemische und einseitige Diskussion über Mehrkosten verwandeln."

    Ich habe die Diskussion über Gerechtigkeit nicht gestartet sondern die Frage aufgeworfen wo denn das Limit für die Belastung der Bürger ist. Und nur weil du sagst Diskussion über Geld sei polemisch muss es das nicht sein.

    "Und du möchtest dir gleichzeitig einreden, das sei eine neutrale Perspektive."

    Ich habe nie gesagt, dass ich eine neutrale Perspektive vertrete geschweige mir das einreden. Wie käme ich denn dazu? Ich habe die Frage nach der Arbeitslast aufgeworfen. Selbstverständlich ist das aus einem bestimmten Blickwinkel.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#35 GronkelAnonym
  • 08.07.2020, 17:13h
  • Antwort auf #33 von Ach ja
  • "Erbschaften sind leistungslose Einkommen und müssten deutlich stärker besteuert werden als Einkommen aus Arbeit.
    Man kann zumindest ab einem gewissen Freibetrag erwarten dass auch Kinder für dieses leistungslose Steuern abführen die mindestens so hoch sind wie die Einkommensteuer."

    Leistungsloses Einkommen? Für dieses Einkommen wurde sehr sehr viel Leistung erbracht und zwar so weit bis einer es besitzt. Was man dann mit seinem persönlichen Besitz anstellt, ob verschenken, verkaufen oder was auch immer, muss doch ihm selbst überlassen werden. Wieso sollte nachdem alles durchversteuert, bezahlt, geleistet und erbracht wurde nochmal abkassiert werden?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#36 Kritiker_inEhemaliges Profil
  • 08.07.2020, 17:33h
  • Antwort auf #32 von Gronkel
  • "Ja klar, genau so funktioniert Demokratie."

    Du, bleib' weiter in Deinem egozentrischen Traum.

    Dass Du von irgendetwas zu überzeugen wärst, das Anderen nützt außer Dir selbst, war ja leider ohnehin nicht zu erwarten.

    Man möchte Dir wünschen, dass Dir das nicht mal ganz gewaltig auf die Füße fällt - nämlich dann, wenn Du selbst auf die Solidarität Anderer angewiesen bist. Man kann sich nämlich nicht ALLES erkaufen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#37 GronkelAnonym
  • 08.07.2020, 17:59h
  • Antwort auf #36 von Kritiker_in
  • "Du, bleib' weiter in Deinem egozentrischen Traum.
    Dass Du von irgendetwas zu überzeugen wärst, das Anderen nützt außer Dir selbst, war ja leider ohnehin nicht zu erwarten."

    Jetzt sei nicht so pathetisch. Du kennst mich doch gar nicht, ob und was ich tue. Nur weil ich die Belastung der Steuerzahler für maßlos erachte und nicht alles mal eben gelatzt werden kann, heißt es nicht, dass mich andere nicht interessieren. Mach es dir nicht so einfach indem du pauschal Egoismus unterstellst, um die Gedanken über Steuerlast, Arbeitsleistung und legitime Belastungen, einfach beiseite zu wischen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#38 Ach jaAnonym
  • 08.07.2020, 18:39h
  • Antwort auf #35 von Gronkel
  • Ganz einfach.
    Weil die Kinder nicht die Leistung erbracht haben.
    Was hat denn Frau Klatten geleistet für Ihre Milliarden?
    Dass sie zusätzlich für ihre exorbitanten Dividenden nur 25% zahlt pervertiert die Sache on Top.
    Dynastien haben keinerlei Daseinsberechtigung.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#39 LarsAnonym
  • 08.07.2020, 20:12h
  • Antwort auf #9 von Clickbait
  • Das Artikelbild ist hübscher romantischer Kitsch, geht aber in seiner Belanglosigkeit etwas am Thema vorbei. Um sich zu wievielt auch immer in die Badewanne zu setzen, braucht es ja keine eingetragene Partnerschaft.

    Es geht bei der Regelung, soweit ich das verstanden habe, um Besuchsrecht im Krankenfall, um Versorgungsfragen und Belange von Patchworkfamilien - unabhängig, davon, ob es sich um erotische, platonische oder verwandschaftliche Beziehungen handelt.

    Insofern hat das ganze nur bedingt etwas mit Polyamorie im erotischen Sinne zu tun. Das entscheidende Kriterium ist die gegenseitige Verantwortungsübernahme und das Vertrauen in den / die Partner auch in schwierigen Situationen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#40 marcocharlottenburgAnonym
  • 08.07.2020, 20:45h
  • Antwort auf #17 von andererBlick
  • Sollte aber nicht gerade das ein Grundfür eine Beziehung sein, nicht nur den ganzen lieben Tag zu fi****, sonder auch sich für einander verantwortlich zu fühlen und für einander einzustehen, eben auch finanziell und ist es dann nicht recht und billig, wenn der Staat davon ausgeht, dass man sich gegenseitig um- und versorgt?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »
#41 andererBlickAnonym
  • 08.07.2020, 21:22h
  • Antwort auf #40 von marcocharlottenburg
  • ja, ich finde es völlig ok, wenn der Staat Ehepartnern von verdienenden Partnern keine Sozialhilfe zahlt.
    Es ist aber auch hier wieder zu bedenken, dass die nichtverdienenden Partner dadurch in völliger finanzieller Abhängigkeit (abgesehen von einem Taschengeldanspruch) von ihren Partnern sind.
    Es ist schwierig. Und mit platten Neidlösungen (hoch mit den Steuern, und das Erbe am besten ganz ganz hoch versteuern, weil da ein anderer etwas bekommt, wofür er vielleicht nichts getan hat) findet man da sicherlich keine Lösung, man spaltet eher.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #40 springen »
#42 WahrheitIstRelativAnonym
  • 08.07.2020, 22:25h
  • Antwort auf #35 von Gronkel
  • Weil man im Falle von Schulden ein Erbe auch ausschlagen kann. Wann immer die Erbschaft nicht so gut aussieht, hat der Staat das dann zu tragen und somit dann auch wieder der Steuerzahler. Aber wenn die Erbschaft gut aussieht kann man alles behalten und der Staat hat nichts davon? Das ist ungerecht und ginge viel mehr zu Lasten des Steuerzahlers.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#43 Ach jaAnonym
  • 08.07.2020, 22:29h
  • Antwort auf #41 von andererBlick
  • Das ist keine platte Neidforderung sondern die Antwort auf die fortschreitende Akkumulation von monetären und sonstigen Ressourcen in immer weniger Händen.
    Die Antwort auf die immer weiter auseinanderdriftende Vermögensverteilung.
    Die Antwort auf eine wachsende Generation von Privatiers in jungen Jahren ohne Fortführung der unternehmerischen Leistungen der Elterngeneration.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #41 springen »
#44 Kritiker_inEhemaliges Profil
  • 09.07.2020, 08:31h
  • ... und plötzlich geht's hier nur noch um Geld.

    Sehr sehr traurig bei einem Thema, bei dem es eigentlich um Emanzipation und Freiheitsrechte gehen sollte...
  • Antworten » | Direktlink »
#45 FakeFinderAnonym
  • 09.07.2020, 08:47h
  • Antwort auf #42 von WahrheitIstRelativ
  • >Wann immer die Erbschaft nicht so gut aussieht, hat der Staat das dann zu tragen und somit dann auch wieder der Steuerzahler.<
    Das stimmt doch gar nicht.
    Bei einer sog. Fiskalerbschaft haftet der Staat nur in Höhe des Nachlassvermögens. Hat ein Verstorbener 2000 Euro auf dem Konto und 50000 Euro Schulden und der Staat wird Erbe, haftet der Staat (und damit die Steuerzahler) nur in Höhe der 2000 Euro, die auf dem Konto sind. Für die restlichen 48000 Euro Schulden haftet der Staat nicht (BGH, Urteil vom 14.12.2018, Az. V ZR 309/17).
  • Antworten » | Direktlink » | zu #42 springen »
#46 stromboliProfil
  • 09.07.2020, 09:32hberlin
  • Antwort auf #44 von Kritiker_in
  • hast du ernsthaft etwas anderes erwartet von dieser "mitnehm"- generation?

    Hier spiegelt sich das scheitern emanzipativen denken&handelns in zeiten neoliberaler durchstechmentalität.

    Es lässt uns auch unser alltägliches geschwätz zu "gleichstellung" hinterfragen: was und wem werden wir in einer "gleichstellung" eigentlich "gleichgestellt...
    Vielleicht kommen wir der "gleichstellung" näher, stellen wir ihr den begriff neidkultur gegenüber, um sodann erschreckt festzustellen, dass sich da die geister nicht wesentlich unterscheiden.

    Wahrlich eine systemologische frage: wollen wir das system das uns kaputt macht, oder wollen wir es radikal abschaffen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #44 springen »
#47 Ach jaAnonym
#48 LarsAnonym
  • 10.07.2020, 17:15h
  • Antwort auf #44 von Kritiker_in
  • Ich finde es gut, dass man über das Geld spricht. Es geht hier um gesellschaftliche Verträge zwischen Menschen und die Frage, was man wie finanziert und warum. Man kann doch nicht ein Versorgungsmodell, das für zwei Menschen und deren Kinder ausgerichtet war, einfach nur ausweiten, sondern muss es in dem Fall anpassen.

    Wenn ich einen Kuchen in mehr Teile teile, als vorher und wegen der Gerechtigkeit mehr Leute etwas davon abhaben sollen, müssen die einzelnen Teile notwendigerweise kleiner werden.

    Es ist daher sinnvoll, nicht einfach den Begriff Ehe oder Familie oder Partnerschaft auszuweiten, sondern gleichzeitig zu fragen: Was ist eigentlich daran finanziell förderungswürdig: Menschlicher Zusammenhalt? Erziehen und Aufziehen von Kindern? Stärkung von sozialen Gruppen? etc.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #44 springen »
#49 Kritiker_inEhemaliges Profil

» zurück zum Artikel