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Islamismus in England

Terroranschlag auf CSD geplant: Lebenslange Haftstrafe

Ein 28-jähriger Islamist muss die nächsten Jahrzehnte hinter Gittern verbringen, weil er nach Ansicht eines Gerichts ein Blutbad anrichten wollte.


Mohiussunnath Chowdhury muss mindestens bis in die Vierzigerjahre hinein hinter schwedischen Gardinen verbringen (Bild: Metropolitan Police)

Der Islamist Mohiussunnath Chowdhury ist am Donnerstag im Londoner Woolwich Crown Court zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Nach englischem Recht kann er damit frühestens nach 25 Jahren aus der Haft entlassen werden. Der 28-jährige ehemalige Uber-Fahrer war bereits im Februar von einer Geschworenenjury schuldig gesprochen worden, Anschläge auf Londoner Touristenattraktionen, darunter auch den CSD, geplant zu haben.

Im Dezember 2018 hatte Chowdhury bereits schon einmal vor Gericht gestanden, weil er von dem Buckingham-Palast mit einem ein Meter langen Samurai-Schwert aufgetaucht war und "Allahu Akbar" gebrüllt hatte. Sein Anwalt argumentierte damals aber, dass sein Mandant kein Terrorist sei, sondern versucht habe, mit Hilfe eines Polizisten Selbstmord zu begehen. Daraufhin wurde er von Terrorvorwürfen freigesprochen und auf freien Fuß gesetzt.

Verdeckte Ermittler beobachteten aber weiter die Aktivitäten des aus dem nördlich von London gelegenen Luton stammenden Mannes. Sie schlichen sich in sein Vertrauen ein und fanden heraus, dass er eine große Terrorattacke plante. Laut der Staatsanwaltschaft sei Chowdhury von der Terrororganisation Al-Kaida inspiriert worden. "Er hat eine Reihe von Zielen diskutiert mit denjenigen, die seine gewalttätige Einstellung teilen. Dabei handelte es sich unter anderem um die Pride-Parade in London", so die Staatsanwaltschaft in einer Pressemitteilung. "Sein Ziel war, möglichsts viele Menschen niederzumetzeln."

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Attacke mit Pistolen, Messern und einem Auto geplant

Laut britischen Medienberichten habe Chowdhury Pistolen, Messer und ein Kraftfahrzeug als Waffen verwenden wollen. Gegenüber den verdeckten Ermittlern habe er auch damit geprahlt, wie er die Geschworenen bei seinem ersten Verfahren hinters Licht geführt habe. Er habe bereits eine Luftpistole gekauft und schlagkräftigere, illegale Waffen erwerben wollen, bevor er verhaftet wurde.

Richter Andrew Lees erklärte laut der Zeitung "Guardian", Chowdhury stelle ein "großes Risiko für die Öffentlichkeit" dar. Er habe gegenüber den verdeckten Ermittlern seine "Hingabe zu den Zielen des gewalttätigen islamischen Extremismus" zugegeben.

Auch die Schwester des Terroristen ist schuldig

Chowdhury drei Jahre jüngere Schwester steht derzeit noch vor Gericht. Ihr wird vorgeworfen, von den Terrorplänen ihres Bruders gewusst, aber die Behörden nicht informiert zu haben. Sie war ebenfalls bereits im Februar schuldig gesprochen worden, das Strafmaß muss aber noch festgelegt werden.

Am Donnerstag gelang der englischen Polizei offenbar ein weiterer Schlag gegen islamistischen Terrorismus: In London und der mittelenglischen Grafschaft Leicestershire konnte die Polizei eine mutmaßliche Terrorzelle ausheben und verhaftete vier Männer im Alter von 17 bis 32 Jahre.

Twitter / MPSRedbridge

Bereits im Juni waren bei einem mutmaßlichen Terroranschlag drei schwule Männer von einem 25-Jährigen im westlich von London gelegenen Reading in einem Park erstochen worden (queer.de berichtete). In Großbritannien gab es Spekulationen, dass die Tat aus Homophobie motiviert war. Das Motiv ist noch unklar. Bei dem mutmaßlichen Täter handelte es sich um einen libyschen Flüchtling, der vor drei Jahren zum Christentum konvertiert war. (cw)



#1 Alexander_FAnonym
  • 10.07.2020, 14:25h
  • Da gibt's nur eins: lebenslänglich jeden Tag Tanzunterricht im Fummel auf ABBA, Lektüre der "Satanischen Verse" zum Mittagessen, und abends wird gemeinsam "Das Leben des Brian" gesehen.
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#2 Peck_SProfil
  • 10.07.2020, 14:34hFrankenthal
  • War mir neu, dass die Engländer auch dieses schwachsinnige "Lebenslänglich" für 25 Jahre Knast führen.

    Ich wollte er bekäme echtes lebenslänglich! Jemand der "so viele Menschen wie möglich niedermetzeln" möchte, hat sein Recht auf Teilhabe an der Gesellschaft verwirkt. Und zwar lebenslänglich. Zumal ich die Mär vom Sinneswandel und der Läuterung hinter Gittern auch nicht mehr ertrage. Hier bestätigen die Ausnahmen die Regel. Und letztere heißt: Knast radikalisiert. Soziopathen, Psychopathen und Mörder ändern sich nicht.
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#3 ChrisBP7Anonym
  • 10.07.2020, 15:11h
  • Antwort auf #2 von Peck_S
  • Das was du da vorschlägst wäre eine nicht annehmbare Aushöhlung des Rechtsstaates und ist billiger Populismus. Auch Verbrecher, egal welcher Art haben Grundrechte und zumindest hier in Deutschland gilt auch weiterhin das der Gefängnisaufenthalt der Rehabilitation und nicht der reinen Bestrafung dient, wie manche es gerne hätten um ihre Rachegefühle zu befriedigen. Das 'lebenslänglich' nicht wirklich lebenslang bedeutet ist genau darin und in der Menschenwürde begründet. Für psychisch Kranke oder Leute die immer eine absolute Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen gibt es außerdem die Sicherheitsverwahrung, deren Notwendigkeit aber immer wieder überprüft werden muss. Und das ist gut so.
    Und was diesen Typen angeht: Er wurde geschnappt und wird sicher auch nach seinem langen Gefängnisaufenthalt unter Beobachtung stehen. Und das ist auch gut so! Wenn der Staat wiederum nur Bestrafung als Ziel dieses Aufenthalts sieht (so wie scheinbar du) ist die Gefahr der Radikalisierung natürlich groß. Das sollte eigentlich genau eines der Ziele sein, eine Umgebung zu schaffen die das verhindert. Hier scheitern leider viele Staaten weil immer die Bestrafung in den Vordergrund gestellt wird.
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#4 Peck_SProfil
  • 10.07.2020, 15:48hFrankenthal
  • Antwort auf #3 von ChrisBP7
  • Ich gehe mal davon aus, dass du die Defintion von Populismus nicht kennst, denn weder bin ich Literat aus vergangenen Zeiten, noch buhle ich um Wählerstimmen.

    Ich habe hier auf zwei Fakten hingewiesen:
    1. das Wort lebenslänglich steht per Definition in keinem Verhältnis zur Strafe, die diesen Namen trägt.
    2. Laut Statistik wird fast jeder zweite Entlassene strafrückfällig, was meine Theorie unterstreicht, dass im Knast weder eine Läuterung oder Wesensänderung stattfindet, noch die Resozialisierungsprogramme von großem Erfolg gekrönt sind.

    Und das Verbecher Grundrechte haben, habe ich ebenfalls nie in Abrede gestellt. Bitte nicht phantasieren, sondern nur lesen, was da steht. Im Übrigen wäre eine echte lebenslängliche Haftstrafe grundgesetzkonform, sonst dürfte es die Sicherheitsverwahrung ebenfalls nicht sein. Und die gibt es ja bekanntermaßen und ist im Grunde nur die Verlagerung des Insassen in die Psychatrie.
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#5 ChrisBP7Anonym
  • 10.07.2020, 18:15h
  • Antwort auf #4 von Peck_S
  • Mit Populismus (welcher übrigens noch einige weitere Definitionen besitzt aber danke für die unnötige Korrektur) meine ich in diesem Fall eine auf Volksstimmung abgerichtete Denkweise. Ich hätte mich klarer ausdrücken müssen, schlussendlich meinte ich damit das sich gerade die Meinung 'Verbrecher werden immer rückfällig, Bestrafung muss sein, die Resozialisierung funktioniert nicht' gerade sehr in tatsächlich populistischen Kreisen verbreitet hat.
    Die Sicherheitsverwahrung ist grundgesetzkonform da sie auf Vorbehalt beruht, das heißt sie muss regelmässig auf ihre Rechtmässigkeit überprüft werden und wird in der Regel nur bei Leuten die nicht resozialisiert werden können aufgrund geistiger Krankheiten verwendet. Eine echt lebenslange Freiheitsstrafe (und man kann über den Begriff streiten, aber er ist auch rein umgangssprachlich) ist nicht mit dem Grundgesetz vereinbar und wäre für 'normale' Verbrecher definitiv ein starker Eingriff in ihre Grundrechte. Da du dies abstreitest musste ich halt eben annehmen das du diese Grundrechte ablehnst, aber sollte ich mich geirrt haben entschuldige ich mich natürlich.
    Zu den Statistiken: Erstens hätte ich gerne Quellen, damit ich die Methoden etc. nachvollziehen kann. Zweitens kann man aus diesen Statistiken aber eben nicht nur ablesen das Resozialisierung nicht funktioniert, alternativ ist auch denkbar das sie einfach nicht gut genug umgesetzt werden, aus Kosten- oder gar aus politischen Gründen (und das halte ich für die weitaus sinnvollere Interpretation).
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#6 Peck_SProfil
  • 10.07.2020, 19:21hFrankenthal
  • Antwort auf #5 von ChrisBP7
  • Es wird nicht besser, wenn man Falsches in ein anderes Wortgewand packt und meint, es fiele nicht auf: ich spreche auch nicht für das Volk, noch mit dem Volk. Ich spreche ausschließlich für mich, als Individuum mit eigener Meinung.

    Wenn ich versuche zu verstehen, was du dir unter Populismus zusammenreimst und dann im Anschluss lesen muss, man könne die fast 50% ige Rückfallqote bei Verbrechern und Straftätern auf die Verhinderung erfolgreicher Resozialisiserung durch die deutsche Politik zurückführen, wäre ich nicht abgeneigt, dich im Sinne deiner Wortspielerei einen Populisten zu nennen.

    Die eingeforderten Quellen findest du hier:

    welt.de/vermischtes/article157651744/Fast-jeder-zweite-Straftaeter-wird-rueckfaellig.html

    www.addendum.org/massnahmenvollzug/resozialisierung/

    www.zeit.de/amp/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-08/resozialisierung-gefaengnis-rueckfall-haftstrafe-rueckfallquote
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#7 ChrisBP7Anonym
  • 10.07.2020, 22:58h
  • Antwort auf #6 von Peck_S
  • Lassen wir das mit dem Populismus. Da kommen wir nicht mehr auf einen grünen Zweig und ich bin eher geneigt da einen Fehler einzuräumen als jetzt ewig über die Definition dieses Begriffs und inwieweit man ihn verwenden kann oder auch nicht zu reden. Das führt nun wirklich am Thema vorbei.
    Allerdings ist meine Interpretation keineswegs auch nur in irgendeiner Weise populistisch nur weil ich die Möglichkeit in Betracht ziehe das da auch politische Entscheidungen eine Rolle spielen könnten. Du stellst es hier dar als wäre dies eine konkrete Kritik an... Nun ja wem auch immer, dabei habe ich nur dargestellt das deine Interpretation der Statistik nicht die einzige ist. Und das stimmt auch weiterhin. Keiner der Artikel gibt deiner Meinung noch deiner Interpretation viel Grundlage: Der Weltartikel schreibt das sich aus diesen Daten keine Rückschlüsse auf die Resozialisierung machen lassen. Der Zeitartikel den du geschickt hast sagt sogar ganz klar das es seit 2006 eine Abwendung von der Resozialisierung und hin zum 'Schutz der Allgemeinheit' gibt, und die Daten wurden von 2004 an gewertet. Und schließlich sagt der Addendum-Artikel das bedingte Strafen mit einschließlicher Therapieempfehlung eine weniger starke Rückfallquote zeigen als wenn die Strafe unbedingt ist. Damit will ich nicht sagen das meine Interpretation korrekt ist. Aber die Grundlage für deine These das Resozialisierung nicht funktioniert ist diese Statistik auf gar keinen Fall.
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#8 DramaQueen24Profil
  • 11.07.2020, 04:50hBerlin
  • Antwort auf #1 von Alexander_F
  • Nicht Strafe genug!Ich würde noch Folgendes hinzufügen:

    1. Bart ab, und sich jeden Tag als Frau schminken.
    2. Sich per Kopfhörer LAUT Opern anhören.
    3. Sich "Billy Elliot" jeden Tag als Film ansehen.
    4. Bücher homosexueller islamischer AutorInnen lesen.
    5. Jeden Tag wenigstens 10 Mal "I'm coming out" singen.

    Also, wenn er dann nicht geheilt ist, weiß ich auch nicht!
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#9 DramaQueen24Profil
  • 11.07.2020, 04:53hBerlin
  • Antwort auf #3 von ChrisBP7
  • Hat sich der Terrorist um die (Grund-)Rechte der Opfer gekümmert? Hat er auch nur einmal darüber nachgedacht, welches Leid sein Handeln bei den Opfern und Angehörigen verursacht hätten?
    Wer durch Religion oder anderen Dingen radikalisiert wurde, sieht andere Menschen nicht als Menschen an.
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#10 SchockiertAnonym
  • 11.07.2020, 09:59h
  • Antwort auf #9 von DramaQueen24
  • Es gehört zu den Vorzügen eines Rechtsstaates, dass er nicht nach den moralischen Maßstäben eines Terroristen handelt, auch dann nicht, wenn es um Terroristen geht.
    Ich bin wirklich froh, dass Menschen mit deiner schockierenden "Auge um Auge" - Mentalität in Strafrechtsfragen nicht mitzubestimmen haben.
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