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Schottland

Frau trinkt Poppers wie Schnaps und stirbt

Schrecklicher Unfall im Norden Großbritanniens: Die unter Schwulen beliebte Schnüffeldroge Poppers ist für den Tod einer Frau verantwortlich.


Poppers darf in Großbritannien – anders als in Deutschland – frei verkauft werden

Eine Frau ist bereits am 6. Mai in der schottischen Stadt Arbroath gestorben, nachdem sie eine ganze Flasche Poppers der Marke XL Gold getrunken hat. Das teilte die schottische Polizei diese Woche mit. Offenbar hatte die Frau die Substanz für Schnaps gehalten und auf Ex hinunter geschüttet. Sie starb noch am selben Tag.

Dem Polizeibericht zufolge hatte ein männlicher Bekannter der Frau zwei 15 Milliliter-Fläschchen Poppers an einem Kiosk für je 3,99 Pfund erworben, umgerechnet also knapp 4,40 Euro. Eine der Flaschen habe er ihr gegeben.

XL Gold enthält den Wirkstoff Isobutylnitrit, der von Schwulen gerne als Schnüffeldroge beim Anal-Sex verwendet wird. Der Grund: Die Substanz hat eine muskelentspannende, schmerzlindernde und leicht euphorisierende Wirkung. Die orale Einnahme der stark ätzenden Flüssigkeit ist jedoch lebensgefährlich.

Die schottische Polizei hat nun die Verwaltung aufgefordert, die Lizenz des Kiosks zu überprüfen. Das Produkt müsse so verkauft werden, dass es nicht mit Alkohol verwechselt werden könne.

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Bereits mehrfach Poppers-Vergiftungen mit Todesfolge gemeldet

Es gab bereits mehrfach Fälle von falscher Einnahme von Poppers. Ende 2011 starb etwa eine 21-jährige Frau in Frankreich nach dem Konsum der Schnüffeldroge (queer.de berichtete). 2016 wurde ein 18-Jähriger im münsterländischen Alstätte ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem er eine ganze Flache getrunken hatte (queer.de berichtete). Ein Jahr später starb ein 22-jähriger Mann wegen Poppers-Einnahme bei einem australischen Musikfestival.

In Deutschland gilt Poppers als verschreibungspflichtiges Medikament, weil es früher gegen Herzbeschwerden angewandt wurde. Damit darf es nicht frei verkauft werden, der Besitz ist aber straffrei. Die Polizei hatte immer wieder Razzien in Sexshops durchgeführt, in denen das Produkt illegal angeboten wurde.

Auch "regulärer" Einsatz kann lebensgefährlich sein

Auch beim Schnüffeln ist Poppers nicht ungefährlich: Das Mittel gilt als lebensbedrohlich, wenn es mit Viagra eingenommen wird, da beide Substanzen den Blutdruck senken und eine kombinierte Anwendung tödlich enden kann. Auch Schnüffeln in Verbindung mit Medikamenten und Drogen erhöht die Gefahr für das Herzkreislaufsystem.

In Großbritannien wurde bereits vor ein paar Jahren über ein Poppers-Verbot debattiert. Der Vorschlag wurde jedoch fallengelassen, nachdem eine Expertenkommission einem Verbot kritisch gegenüber stand. Ein offen schwuler konservativer Abgeordneter outete sich damals als Poppers-Nutzer (queer.de berichtete).

In Österreich war Poppers bis 2015 legal erhältlich – viele Onlineshops lieferten auch nach Deutschland. Dann stufte das Bundesamt für Sicherheit und Gesundheitswesen die Schnüffeldroge als Medikament ein und untersagte den Vertrieb (queer.de berichtete). (dk)



#1 Pink FlamingoAnonym
  • 16.07.2020, 17:56h
  • Ich habe Poppers mehrfach probiert und bei mir hatte es den vollkommen gegenteiligen Effekt gehabt. Mein Schwanz schrumpfte und mit dem Sex klappte es daraufhin erst mal nicht mehr. Zudem konnte ich den Geruch überhaupt nicht ausstehen. Aber wer vernünftig damit umgeht, hat sicherlich seinen besonderen Kick dabei. Ich ziehe einen guten Kiff vorm Sex vor. Ansonsten benötige ich keine extra Sex Stimulation.
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#2 BaerchenProfil
  • 17.07.2020, 01:50hzuhause
  • Ich habe dieses Zeug nur ein einziges Mal in meinem Leben ausprobiert und bei mir hatte es ebenfalls den gegenteiligen Effekt erzielt.
    Jedoch stellt sich mir die ganz ernsthafte Frage:"...wer tut den SO etwas und trinkt dieses Zeugs???" Wie kommt man auf eine solch bekloppte Idee? Ich meine, es riecht ja noch nicht einmal nach Alkohol, ganz im Gegenteil... von daher frage ich mich was in den Köpfen dieser Leute vorging...ich zweifle da wirklich an meinem Verstand, ich meine; ich hab' ja auch ziemlich Unfug im Kopp, aber auf so etwas würde ich nie im Leben kommen.
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#3 anonymAnonym
  • 17.07.2020, 03:02h
  • Die arme Frau.

    Die halt wohl zu viel Boris Johnson gesehen. Anders kann ich mir dieses Verhalten nämlich nicht erklären.
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#4 Pu244Anonym
  • 17.07.2020, 08:01h
  • Antwort auf #2 von Baerchen
  • Dreimal darfst du raten, warum eigentlich auf allen Flaschen, in denen sich gefährliche Flüssigkeiten befinden, Warnhinweise aufgedruckt sind und/oder Sicherheitsverschlüsse verwendet werden.
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#5 Pink FlamingoAnonym
  • 17.07.2020, 09:09h
  • Antwort auf #4 von Pu244
  • Also mein Spülmittel hat keinen Sicherungsverschluss;-) Scherz beiseite. Ich kann Dir nur Zustimmen. Schon der Geruch sollte doch schon vom Trinken abhalten. Und ja, mir ist auch bekannt, dass die Poppersrezeptur wesentlich verbessert wurde, was den Geruch anbelangt. Es soll ja bei stark Alkoholkranken Personen geben, die fast alles in sich hineinkippen, was nach ihrer Vorstellung inhaltlich Alkohol enthält. So wie bei starker Drogenabhängigkeit eben auch alles eingeworfen, getrunken wird, um das richtiges Level zu erlangen. Mir tun diese Menschen Leid.
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#6 BaerchenProfil
  • 18.07.2020, 14:44hzuhause
  • Antwort auf #4 von Pu244
  • ...noch schlimmer!!!! Daher verstehe ich auch nicht wie derartiges passiert. Mit Leichtsinn oder Unwissenheit hat das schon nichts mehr zu tun, so etwas ist einfach nur Dummheit, eine andere Möglichkeit erschließt sich für mich jedenfalls nicht.
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#7 saltgay_nlProfil
  • 19.07.2020, 10:38hZutphen
  • Das kommt eben davon, wenn die Menschen immer ungebildeter werden. Das ist ja in Deutschland nicht anders. Das durchschnittliche Bildungsniveau befindet sich auf der Höhe der Familie Simpson, ohne Lisa, aus Springfield.

    Da es ja als hip gilt überhaupt keine Ahnung von Naturwissenschaften zu haben, aber bei solchen Themen am lautesten rumzugrölen, und jounalistischen Schwachsinn nachzuplappern, passiert eben so etwas.

    Im Unterricht wird nicht aufgepasst, weil die Mädchen von ihrer Karriere als Model träumen und Junx Kohle als megaharter Rapper machen wollen. Das zieht sich quer durch von Gymnasium bis Hauptschule.

    Die Verweiblichung des Chemieunterrichtes durch naive Prinzessinnen, die Kinder mögen und vor allen Dingen verbeamtet werden wollen, sorgen dann auch für ein Unterrichtsniveau einer "Hausfrauenchemie", wo es nur Zucker, Salz, Essig, levitiertes Wasser und Tütensuppen gibt. Darin werden sie von Kultusminister und -ministerinnen, ohne jegliche Fortune, aber mit unendlicher Karrieregeilheit unterstützt, weil Chemie staatsgefährdend ist und bereits der Besitz von Kaliumpermanganat Hausdurchsuchungen zur Folge hatte bei "Kinderterroristen", die Spaß am Chemieunterricht hatten.

    Diese neoliberale Mixtur aus gewollter Volksverdummung und der maßlosen Trägheit einer saturierten Bevölkerung führt eben dazu, dass keine Geruchserfahrungen vorliegen, dass nämlich 3-methylbutylnitrit völlig anders im Geruch als Ethanol ist. Ja, von amts wegen dürfen Schüler nicht einmal Ammoniak, Schwefelwasserstoff, Chlor und Brom riechen um sie später zu unterscheiden .

    3-methyl-butylnitrit ist eigentlich ein Rettungsmittel bei einer Cyanid-Vergiftung. Überall, wo mit Cyaniden gearbeitet wird, oder Cyanwasserstoff (Blausäure) entstehen kann, muss dieses Mittel greifbar sein.

    Wer ohne Not Poppers inhaliert, der tut eben seinem Bronchial- oder Lungenkarzinom etwas Gutes, denn der im "Homosexuellenmilieu" sehr stark verbreitete Missbrauch an Nikotin fördert das szeneverträgliche Frühableben. Poppers kann das beschleunigen.

    Nitrite, die Salze der salpetrigen Säure, reagieren mit Aminosäuren, bzw. Eiweißen unter der Bildung von Nitrosaminen. Nitrosamine sind wiederum extrem kanzerogen. Da nun durch die Lebensmittel bereits dem Körper eine gewisse Menge an Nitriten zugeführt wird, ist der Gebrauch von Poppers eben nicht ungefährlich.
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