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Prozess in Berlin

Einbrecher vergewaltigt lesbische Frau – Freundin muss zuschauen

Vor dem Berliner Landgericht muss sich ein 29-Jähriger wegen sexueller Nötigung im besonders schweren Fall, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung verantworten.


Das Urteil soll am 4. August verkündet werden (Bild: pixel2013 / pixabay)

Eine absolute Horrorvorstellung: Die 24-jährige Bella A. aus Berlin-Lichtenberg liegt am 15. Februar morgens mit ihrer Freundin im Bett, als sie durch einen lauten Knall aufwacht. Plötzlich steht ein Mann, der zuvor die Wohnungstür eingetreten hat, mit einem großen Messer im Schlafzimmer. Er raucht eine Zigarette, zieht sich aus und legt sich zu dem lesbischen Paar ins Bett. Er zwingt Bella zum Sex, während die Freundin zuschauen muss.

Wegen sexueller Nötigung im besonders schweren Fall, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung muss sich der mutmaßliche Täter Dennis M. nun vor dem Landgericht Berlin verantworten. Bei dem Angeklagten handelt sich um einen 29-jährigen ehemaligen Nachbarn, der erst wenige Monate zuvor umgezogen war. Er ist nach eigener Aussage gezielt in die Wohnung des lesbischen Paares eingebrochen. "Ich will einfach nur ein bisschen Spaß", soll er gesagt haben, als er die Beine seines Opfers auseinanderriss.

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Der Angeklagte ist geständig und reumütig

Nach einem Bericht der "B.Z." zeigte sich M. vor Gericht geständig und reumütig. "Eine echt abscheuliche Tat", zitiert ihn die Boulevardzeitung aus der Verhandlung. "Gibt keine Rechtfertigung dafür. Alkohol und Drogen sind mein Problem. Ich habe die meiste Zeit in meinem Leben im Rausch verbracht." Er hätte Verständnis für freiheitsentziehende Maßnahmen, bat jedoch um eine "allerletzte Chance".

Das Urteil soll am 4. August verkündet werden. Laut "B.Z." deutete der Richter in der Verhandlung bereits an, dass aufgrund der kriminellen Vorgeschichte des Angeklagten und aufgrund eines psychiatrischen Gutachtens "Sicherungsverwahrung zu erwarten" sei. (cw)



#1 VonMalleAnonym
#2 LilieAnonym
  • 17.07.2020, 13:33h
  • Ich kann nur hoffen, dass beide Frauen die Unterstüzung bekommen die sie definitiv benötigen und wünsche ihnen viel Kraft.

    Der Täter (Tatverdächtig spare ich mir hier, weil er geständig ist) behauptet doch allen ernstes, dass es keine Rechtfertigung gibt (ach nee, wirklich?) nur um dann im nächsten Satz sein Alkohol- und Drogenproblem zu erwähnen, als ob das kein Rechtfertigungsversuch wäre.
    Seine Reue kann er sich auch getrost vors Knie nageln, das bringt den Frauen gar nichts. Zumal Reue bei derartigen Taten nichts gutmacht, wir reden hier immerhin nicht vom Diebstahl eines Kaugummis, sondern von einem besonders schweren Fall der sexuellen Nötigung!
    Gerade wenn er ein Problem mit diversen Substanzen hat, kann er sich auch die Bettelei nach einer "allerletzen Chance" schenken, denn er scheint die Tragweite gar nicht zu begreifen.

    Das bereits eine Sicherungsverwahrung im Gespräch ist zeigt doch auch ganz deutlich, dass er eine Gefahr für die Gesellschaft darstellt und die wird nicht mal eben so festgestellt/angesprochen.
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#3 Anonym7632Anonym
  • 17.07.2020, 21:23h
  • Antwort auf #2 von Lilie
  • An#2
    Mir ist auch unklar, weshalb Alkohol und Drogenkonsum strafmildernd ist. Jeder der nicht zum ersten Mal konsumiert kennt den Effekt von Alkohol. Und warum Illegale Drogen illegale Handlungen weniger juristisch strafwürdig machen bleibt das Geheimnis derjenigen, die dieses Gesetz verabschiedet haben ( wen wollten die wohl schützen und ent-schuld-igen)

    Jedoch frage ich mich woher Du die Weisheit nimmst das Reue für Opfer egal ist?
    Klar, vor Gericht bereuen die wenigsten ihre Taten wirklich. Sondern wohl eher die Tatsache geschnappt worden zu sein und Konsequenzen zu tragen.

    Aber ehrliche, echte Reue - warum soll die dem Opfer nichts bringen? Das muss natürlich nicht so sein. Aber natürlich meine ich nicht dieses peinliche schwachsinnige nicht so gemeinte: Tschuldigung nachdem gerade jemandes Leben zerstört,wurde

    Ob es sowas bei Tätern dieser Art aber gibt wie bei normalen empathischen Menschen diemnicht narzisstisch, soziopathisch oder sonstwas sind? Wohl eher nicht.

    Die Tatbeschreibung ist offensichtlich unvollständig. Geht aber im Detail die Öffentlichkeit nichts an. Leider schon viel zu explizit was den Missbrauch angeht.

    Ich hoffe, die Opfer haben ein gutes, schützendes Umfeld.
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#4 LilieAnonym
  • 18.07.2020, 12:14h
  • Antwort auf #3 von Anonym7632
  • Jedoch frage ich mich woher Du die Weisheit nimmst das Reue für Opfer egal ist?

    Das habe ich nicht geschrieben, sondern, dass es den Opfern nichts bringt. Es macht eine Tat nicht ungeschehen. Ich habe sogar extra das Bsp. mit dem Diebstahl angeführt um zu zeigen, wo Reue vom Opfer durchaus als eine Art Entschuldigung angenommen werden kann aber in diesem sehr schlimmen Fall hilft die Reue nicht im geringsten. Da wurde eine Frau vergewaltigt und die Partnerin musste zusehen, für die beiden Frauen dürfte es reichlich wenig ändern, ob es dem Kerl leid tut/er Reue zeigt oder nicht, denn es wurde massiver Schaden an der Psyche angerichtet.
    Natürlich ist es besser ehrliche Reue zu zeigen, das bestreite ich in keinster Weise, es ändert aber nichts, vorallem hier nicht, weil der psychische Eingriff eben immens ist.

    Es kommt sogar noch hinzu, dass er mit Rechtfertigungen um die Ecke kommt, wie ehrlich kann seine Reue da also sein? Wenn er wirklich Verantwortung übernehmen würde bzw. ehrlich bereuen würde, so würde er nicht mit seinen Problemen daher kommen, was sogar noch ein Schlag ins Gesicht der Frauen ist.

    Leider ist Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen ziemlich aus der Mode gekommen und man sucht für alles eine Ausrede.
    Sein Problem mag echt sein und ihn tatsächlich irgendwie einnehmen aber das wird er nicht erst seit gestern wissen, er hätte was tun können um es in den Griff zu bekommen.
    Zumal sich mir auch die Frage stellt, inwiefern sein Problem mit der Tat zusammenhängt.

    Mein Mitgefühl gilt den Frauen, die diese abscheuliche Tat niemals vergessen werden, sie können nur lernen damit zu leben.
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#5 Homonklin_NZAnonym
  • 18.07.2020, 22:29h
  • Dass sich dieser Kerl noch berechnender Weise reumütig aufspielt und um eine allerletzte Chance bettelt, ist doch eine dreiste Verharmlosung seiner angeblich nicht zu rechtfertigenden Handlung, und beleidigt die beiden Opfer noch einmal von Neuem. Der sollte sich was schämen! Wegen Drogenkonsum kann er das vermutlich nicht so wirklich. Soll ihm der Drogenkonsum doch die Sicherungsverwahrung versüßen! Da kommt er vermutlich nur an Substitute dran.

    Vergewaltigung ist schon das bald Wüsteste, was einer machen kann. Wie fürchterlich muss das für Jemand sein, für die Männer in gar keinem Fall whatsoever in Frage kämen? Abgesehen davon, dass ein Gewalttäter NIEMALS "in Frage" kommt.

    Schluss mit berechnend vorgeheuchelter Reue, mit der der Typ ein mildes Urteil zu bekommen erhofft.
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#6 AnimalblackProfil
  • 19.07.2020, 19:59hKöln
  • Ich wundere mich über ein Detail des Falles und hoffe einer der kundigen Menschen hier kann mir weiterhelfen:

    Der Täter hat eine Frau vergewaltigt, muss sich aber vor Gericht u.a. wegen sexueller Nötigung im besonders schweren Fall verantworten.

    Warum ist das nur eine Nötigung, wenn er eine andere Person unter Androhung von Gewalt zwingt mit sich Sex zu haben? Und wenn der Nötigungsvorwurf sich darauf bezieht, dass er die Partnerin zwang zuzusehen, warum steht da nichts davon, dass er sich auch für die Vergewaltigung verantworten muss?
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#7 Anonyma
  • 19.07.2020, 21:24h
  • Antwort auf #6 von Animalblack
  • "Sexuelle Nötigung in einem besonders schweren Fall" ist einfach nur eine andere juristische Bezeichnung für Vergewaltigung:

    § 177 Sexueller Übergriff; sexuelle Nötigung; Vergewaltigung

    (1) Wer gegen den erkennbaren Willen einer anderen Person sexuelle Handlungen an dieser Person vornimmt oder von ihr vornehmen lässt oder diese Person zur Vornahme oder Duldung sexueller Handlungen an oder von einem Dritten bestimmt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

    [...]

    (6) In besonders schweren Fällen ist auf Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren zu erkennen. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn

    1. der Täter mit dem Opfer den Beischlaf vollzieht oder vollziehen lässt oder ähnliche sexuelle Handlungen an dem Opfer vornimmt oder von ihm vornehmen lässt, die dieses besonders erniedrigen, insbesondere wenn sie mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind (Vergewaltigung), [...]

    dejure.org/gesetze/StGB/177.html
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