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GLAAD-Studie

Hollywood-Filme: Mehr queere Figuren, aber weniger queere Vielfalt

Zwar kommen in immer mehr Hollywood-Filmen LGBTI vor – allerdings beschränkt sich die Sichtbarkeit weitgehend auf schwule weiße Männer.


"Rocketman", die Filmbiografie über Elton John mit Taron Egerton (li.) in der Hauptrolle, war vergangenes Jahr ein Beispiel für einen Blockbuster mit einer queeren Figur (Bild: Paramount Pictures)

Der Anteil der Filme mit queeren Figuren in den von den acht großen US-Filmstudios landesweit im Kino veröffentlichten Produktionen ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Das geht aus dem neuen "Studio Responsibility Index" hervor, der am Donnerstag von der LGBTI-Organisation GLAAD veröffentlicht wurde.

Unter den 118 mit großem Werbeaufwand veröffentlichten Filmen hatten 22 mindestens eine schwule, lesbische, bisexuelle, trans oder queere Figur. Das entspricht 18,6 Prozent, der höchste bisher von GLAAD gemessene Wert. 2018 lag die Rate bei 18,2 Prozent (queer.de berichtete).

GLAAD wirbt bei Filmstudios dafür, bis 2021 mindestens 20 Prozent der Filme mit mindestens einer queeren Figur zu besetzen, bis 2024 soll dieser Anteil auf 50 Prozent steigen. Zu den in der aktuellen Statistik berücksichtigten Filmen gehören unter anderem "Rocketman", "Downton Abbey – Der Film" und "Avengers – Endgame".

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Weniger Lesben, weniger Nicht-Weiße

Trotz des Anstiegs zeigen sich die GLAAD-Aktivist*innen unzufrieden, da innerhalb der queeren Figuren die Vielfalt fehle. In 68 Prozent der Filme mit queeren Figuren handle es sich um schwule Männer (plus 13 Prozent). Lesben seien dagegen nur noch in 36 Prozent (minus 19 Prozent) zu sehen, Bisexuelle in 14 Prozent (minus ein Prozent). Zum dritten Mal in Folge gab es keine einzige trans Figur in den großen Produktionen.

Auch die ethnische Vielfalt der queeren Figuren sinke stetig: 2019 wurden von GLAAD nur 34 Prozent der LGBTI in den getesteten Hollywood-Filmen als "farbige" Menschen ("people of color") identifiziert. 2018 waren es noch 42 Prozent, 2017 gar 57 Prozent.

Twitter / glaad

Zudem zeigten die meisten der 22 LGBTI-freundlichen Filme die queeren Figuren nur kurz: In nur neun Filmen waren diese mehr als zehn Minuten zu sehen. Mehr als die Hälfte der queeren Figuren (28 von 50) waren weniger als drei Minuten auf dem Bildschirm, 21 von ihnen sogar weniger als eine Minute.

"Noch langer Weg für Filmindustrie"

"Filme haben die Macht, das Publikum in aller Welt zu unterrichten, aufzuklären, und zu unterhalten. In unserem spalterischen politischen und kulturellen Klima müssen wir besonders auf LGBTQ-Geschichten und die Geschichten von allen marginalisierten Menschen achten", erklärte GLAAD-Chefin Sarah Kate Ellis. "Obgleich es einen Rekordanteil von LGBTQ-beinhaltenden Produktionen gab, gibt es für die Filmindustrie noch einen langen Weg, die LGBTQ-Community fair und präzise zu repräsentieren."

Eine positive Botschaft der Studie: Immer mehr Filme mit LGBTI-Figuren bestünden den Vito-Russo-Test. Dieser nach einem Filmhistoriker benannte Test soll feststellen, wie "substanziell" die queere Rolle ist. Neben dem ersten Kriterium, nämlich dass die Figur erkennbar lesbisch, schwul, bisexuell und/oder transgender sein muss, gibt es zwei weitere Kriterien: Zum einen darf die Figur nicht ausschließlich durch ihre sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität definiert werden. Zum anderen muss die Figur so in die Handlung integriert sein, dass es bedeutsamen Einfluss auf die Geschichte hätte, wenn man sie herausschneidet.

Der Anteil der LGBTI-beinhaltenden Filme, die diesem Test im vergangenen Filmjahr bestanden, liegt bei einem Rekordwert von 73 Prozent. 2018 waren es noch 65 Prozent, 2015 lag der Wert sogar bei nur 36 Prozent. (dk)



#1 aberaberAnonym
  • 17.07.2020, 17:06h
  • Ich frage mich, wie viele Kinobesucher werden in diesen Großkinos queere Filme anschauen?

    Wenn da 20 Vorführsäle sind und in 9 laufen queere Filme, fürchte ich, sind die anderen 11 Säle überfüllt...

    Wenn ein Film belehrend 'rüber kommt, oder auch einfach "nur nicht interessiert", wird dir Produktion zum Flop!
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#2 KlarstellungAnonym
  • 17.07.2020, 17:35h
  • Antwort auf #1 von aberaber
  • Wenn in einem Film _auch_ queere Rollen vorkommen statt wie bisher gewohnt ausschließlich heteronormative Rollen, dann macht das diesen Film noch lange nicht zu einem "queeren Film". Oder wäre für dich z. B. ein Krimi mit einem Schwarzen Kommissar gleich automatisch ein Film über Rassismus, der deshalb genauso automatisch Weiße nicht interessieren kann?

    Es geht hier nicht (nur) darum, Filme über queere Themen zu machen, sondern darum, dass möglichst alle Filme in ihrem Cast die Realität abbilden, statt einen Teil der Realität einfach unsichtbar zu machen. Welche Themen ein Film behandelt, ist noch mal eine andere Frage.
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#3 Ralph
  • 17.07.2020, 18:07h
  • Antwort auf #1 von aberaber
  • Kommt auf den Film an. Ich erinnere mich an einen Kinoabend, bei dem der Saal bis auf den letzten Platz besetzt war, weil viele Schwule, einige Lesben, aber auch eine Heerschar von Heten "Das Hochzeitsbankett" sehen wollten. Wer den Film nicht kennt: Das war vor "Brokeback Mountain" der erfolgreichste schwule Film aller Zeiten und im Unterschied zu "Brokeback Mountain" mit glücklichem Ausgang.
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#4 stromboliProfil
  • 17.07.2020, 18:17hberlin
  • Hier kann man notabene einen verinnerlichten rassismus feststellen.
    Das problem liegt daran , dass die filme mit "queeren" inhalt, vorrangig weiße themen aufweisen, die sich an eine weiße zuschauerschaft wenden. Einfach weil weiße als das zahlungskräftigere publikum gelten, und anderen gruppen kein gehobener diskussions & idetifikationsbedarf unterstellt wird...
    Ausnahmen wie MOONLIGHT, bestätigen in schwuler hinsicht die regel.

    Dann kommt hinzu, dass der angestrebte weltmarkt durchaus zu großen teil homophob ist , und selbst unverfängliche szenen ( siehe disney in asien&afrika) , entweder zensiert oder schon im produktionsprozess auf solche staaten, dank selbstzensur, zugeschnitten wird.
    So besehen sind europa und nordamerika wohlfühloasen mit filmkunstheatern, die schon mal "queere" themen für ein aufgeschlossenes publikum anbieten.
    Aber auch hier laufen unsere filme nicht im blockbusterkino mit 500-1000 sitzen, sondern im schuhkarton nebenan.
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#5 aberaberAnonym
#6 IndigoAnonym
  • 18.07.2020, 14:05h
  • Diese Political Correctness, bei der die Minuten und Anteile gezählt werden, notiert wird, ob die Figuren schwul, lesbisch, trans oder hetero, schwarz , weiß oder grün sind ... finde ich aber auch etwas anstrengend.

    Inzwischen sieht man viele amerikanische Filme und Serien, in denen geradezu krampfhaft ein Quoten-Schwarzer, ein Quoten-Schwuler (ja, fast immer weiß), eine Quoten-Latina usw. eingesetzt werden. Und es muss unbedingt immer eine weibliche Hauptrolle neben einer männlichen geben (wobei die beiden natürlich immer weiß und hetero sind.)

    So macht es halt auch keinen Spaß. Bei einem Film, einer Serie, einem Buch kommt es darauf an, was man erzählen will. Wenn da kein Schwuler oder keine Frau oder was auch immer reinpasst, dann ist das eben so.

    Man sollte da weniger auf PC schauen, sondern lieber gleich mehr Geschichten verfilmen / schreiben, in denen Diversität sozusagen natürlich vorkommt, oder bei der Besetzung von Rollen das nehmen, was am besten passt. Oder mal ganz vom Gängigen abweichen, wenn es nicht wichtig ist, wer eine Rolle besetzt. Dann ist der Held einer Krimireihe eben mal zufällig schwarz und schwul, ohne das groß zu thematisieren. Je mehr man mit dem Finger darauf zeigt, desto weniger hilft es am Ende der Sache. Je normaler es ist, desto weniger wird etwas als "Problem" angesehen.

    Angestrengt Rollen mit Frauen zu besetzen, obwohl sie besser zu einem Mann gepasst hätten (wieso kein rein männliches Ermittlerduo und die flirten dann miteinander, während sie ihre Fälle lösen?) oder auf Teufel komm raus queere Figuren einbauen, obwohl sie dann doch keine nennenswerte Rolle spielen, bringt uns jedenfalls nicht weiter. Schon gar nicht, wenn in dem gleichen Film der Bösewicht schwarz ist oder ein Latino, denn die sind ja immer in irgendwelchen Drogenkartellen, nicht wahr?

    Das Problem ist somit eher das Verkrampfte und das Festhalten an Klischees. Denn wenn der Quoten-Schwule in dem Film der klischeehafte beste Freund der weiblichen Hauptfigur ist, der am liebsten rosa trägt und sich die Fingernägel schöner lackieren kann als sie, trägt es jedenfalls nicht dazu bei, dass das allgemeine Publikum LGBTI* dann als "natürliches Element" wahrnimmt.
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#7 NachfrageAnonym
  • 18.07.2020, 20:14h
  • Antwort auf #6 von Indigo
  • Ich glaube, dass ich ungefähr verstehe, worauf du hinaus willst. Was ich aber doch nicht ganz verstehe: Woran erkennst du denn, ob eine queere oder nicht-weiße Figur "krampfhaft" oder "auf Teufel komm raus" so besetzt wurde oder ob sie "mal eben zufällig" und "natürlich" so ist, wie sie ist? Machst du das nur an den Klischees fest, oder woran sonst?

    Apropos Klischees: Wann genau "passt" denn deiner Meinung nach eine Rolle besser zu einem Mann und wann besser zu einer Frau?
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#8 Ralph
  • 19.07.2020, 09:51h
  • Antwort auf #6 von Indigo
  • Das eben ist der Punkt. Es ist, wie Du sagst: Quoten- und Klischeeschwule möge man sich sparen. Richtigerweise fragst Du nach dem Sinn der Einführung eines schwulen Charakters. Da gibt es z.B. eine Filmkomödie, in der Uwe Ochsenknecht den besten und natürlich schwulen Freund der weiblichen Hauptfigur spielt und ihr hilft, ihr Beziehungsproblem zu lösen. Das hat überhaupt keinen Sinn, außer das Klischee vom guten schwulen Freund zu pflegen, das wir von jahrzehntealten Vorgängern kennen, man nehme nur "Frühstück bei Tiffany" (das Buch, nicht den Film, der eine ganz andere Geschichte erzählt). Nein, aus meiner Sicht kehrt erst Normalität ein, wenn in einem Film die Hauptfigur schwul ist, ohne dass das irgendwie zum Problem erklärt wird, sondern in die Handlung einfließt, als wäre er hetero, z.B. ein schwuler Polizeiinspektor, der eben nicht immer von seiner Frau redet (wie Columbo), sondern von seinem Mann, oder ein schwuler Agent, der eben nicht Frauen nachsteigt (wie James Bond), sondern Männern.
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#9 IndigoAnonym
  • 19.07.2020, 09:54h
  • Antwort auf #7 von Nachfrage
  • Ja, war etwas kompliziert ausgedrückt. ;) Ist allerdings auch ein komplexes Thema.

    Ich sehe vor allem Dramaserien, also Krimi, Ermittler, Detectives/FBI jagen die Bösen ... Und egal, welche, die Hauptfigur ist IMMER weiß und hetero. Manchmal ist es ein Team - mit dem weißen Hetero-Mann an der Spitze -, die häufigste Konstellation ist aber, dass dem Typ eine angeblich gleichberechtigte weibliche Figur an die Seite gestellt wird, die fast immer auch weiß ist (ab und zu geht auch mal was "Exotisches", Latina, Asiatin, ganz selten schwarz) und die in jedem Fall auch hetero ist. Wenn es gut gemacht ist, passt die Frau. Die ist dann auch tough, dem Job gewachsen und braucht den Kerl jetzt nicht unbedingt.

    Oft werden solche Rollen aber an Schauspielerinnen gegeben, die nur hübsch sein sollen und in Actionszenen so aussehen, als gehörten sie da nicht hin. (Sprich: Können keine Waffe halten, nicht allein über die Straße gehen und müssen klischeehaft von dem Mann gerettet werden.) Da denkt man dann: Warum hat man kein männliches Ermittlerduo daraus gemacht? Wieso muss man hier unbedingt die Frauenquote erfüllen, um die weibliche Figur dann so negativ darzustellen, dass es kontraproduktiv ist und nichts dazu beiträgt, Frauenrechte / die Gleichberechtigung zu stärken?

    Oder halt zwei toughe Frauen? Allerdings will man als schwuler Mann auch was fürs Auge. Frauenkrimis gucke ich jetzt nicht unbedingt - wobei mir auch aufgefallen ist, dass es derzeit keine rein männliche Ermittler-Teams gibt. Wohl aber weibliche. Es MUSS in jedem Fall immer eine Frau dabei sein, auch wenn die Geschichte eher männlich ist. Von der Thematik her, von der Art.

    Ich sehe Krimis aber hauptsächlich wegen der Krimis. Mir ist es grundsätzlich egal, wer da ermittelt. "Auf Teufel komm raus" ist dann so eine Konstellation mit Mann-weiß-hetero mit hübscher Frau, die dem Job in der Realität nicht gewachsen wäre. Wenn es ein Team ist, stehen die beiden an der Spitze und der Rest wird mit sonstiger Quote aufgefüllt. Schwarz, noch ne Frau, ab und zu eine queere Person. Die stehen aber nahezu immer einen Schritt hinter dem weißen Hetero-Paar "an der Spitze".

    Ich habe auch schon oft solche Serien gesehen, bei denen es mal nicht die weibliche Figur war, die mich gestört hat, sondern die männliche. Dann gibt es eine Nebenfigur - der Quoten-Schwarze oder der Quoten-Schwule - und man denkt, dass die als Hauptfigur viel besser gewesen wären. Kantiger, interessanter. Schauspieler kann authentischer darstellen. (Und für einen Krimi ist es halt relativ wumpe, wer da ermittelt.) Aber die werden dafür nie in Betracht gezogen. Vielleicht in irgendwelchen Indie-Produktionen, aber wir reden hier ja von Mainstream.

    Ein Beispiel für letzteres ist eine kanadische Serie, "Private Eyes". Die Frau geht so, aber der Mann ist so langweilig, dass ich allein deshalb nach einer Staffel aufgegeben habe. Dann gab es in Nebenrollen einen arabisch-stämmigen Mann und einen schwarzen. Beide hätten die Hauptrolle viel besser spielen können, aber nein, sie waren der lustige Freund und der knurrige Gegenspieler. Da haben also alle ihre Klischees erfüllt. Queer war da übrigens nur ein mörderisches Paar in einem der Fälle. Nicht, dass schwule Männer nicht kriminell sein können, aber ich denke, man versteht, worauf ich hinaus will. Solange es in Mainstream-Produktionen nur um Quote geht, wird es auch immer um Klischees gehen und nicht um natürliche Diversität.
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#10 stromboliProfil
  • 19.07.2020, 10:09hberlin
  • Antwort auf #5 von aberaber
  • interessante herangehensweise...
    was aber löst interesse für einen film aus?
    In deinem beispiel der autor, das vergangenheitsaufarbeitungsthema usw. ?
    Der/die hauptdarsteller, nebenrollen, regisseurInnen...
    Inhalt gar?
    "Identifikations bedarf" schöpft aus eben diesen angeboten, wie auch die grundsätzliche themenauswahl...
    Krimi, western, thriller, sozialdrama, historien oder liebesgestöhn. Alles projektionsleinwände, um unser interesse zu wecken.
    Also auch ein schwules , ein lesbisches oder ein transthema, wird bei mir/dir interesse wecken oder einschläfern.

    Ein hetero publikum wird einen homothematischen film nur (!) aus neugierde für das "andere" besuchen, nicht aus empatischer teilhabe.
    Und wir sehen/hören im heteronormierten angebot auch nur die im subtext heraushörbaren anklänge an "schwules" in text&bild.
    Knackige jungs fürs schwule, leidenschaftliche fürs lesbische gemüt, um mal das stereotypische heraushängen zu lassen.
    Es lässt sich so alles "vereinnahmen und dem eigenen bedürfniss zuschreiben.
    Klassiker ist hier the "The Wizard of Oz", ein als kindermusikal konzipierter film, der entstehungsbedingt nur ein experiment für das damals neue technikolorverfahren galt.
    Das publikum deshalb die kinokassen stürmten und nicht, weil es einen für uns herauslesbaren schwulen subtext vom entfliehen aus dem grauen heterokansas ins kunterbunte mit regenbogen beleuchtete zauberland gab. Auch in den den figuren des mutlosen löwen, des hirnlosen strohmann, sowie dem herzlosen blechmann , konnten wir uns wiedererkennen, und wie diese, im film wunderbar gewandelt werden. Das wiederum macht den film erst in den späten 40, frühen 50 zigern in der damals sich regenden schwulen subkultur zum "KULT".
    Dabei ist dies weder autoren noch akteuren zuzuschreiben ( regisseur v. flemming z.b. war ein homophober macho, und Judy Garland noch zu jung um sich in ihrer späteren rolle als schwulenikone zu sehen..) .
    "Identifikations bedarf" kommt folglich aus den reihen sich betroffen fühlender.
    Siehe beispiel "I'm coming out " , bei dem sängerin diana ross, den für UNS so bedeutsamen inhalt überhaupt nicht durchschaute.
    Ich empfehl da noch mal die lektüre von "The Celluloid Closet" , von Vito Russo, wo über solche subtexturen im film referiert wird. Zitate, in denen wir uns wiedergefunden haben, ohne das explizit von "uns" die rede war.
    Das übt uns ein, wie wir mit unseren erwartungen bezüglich "kunscht" ( musik-film-literatur ) umgehen können, vielleicht gar sollten.
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