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Prozess in Hamburg

28-Jähriger unter Drogen gesetzt, vergewaltigt und getötet

Vor dem Landgericht Hamburg muss sich ein 46-Jähriger u.a. wegen Mordes und Vergewaltigung verantworten. Er soll seinem Opfer ein Getränk mit einer potenziell tödlichen Ecstasy-Amphetamin-Mischung verabreicht haben.


Das Landgericht Hamburg hat insgesamt 19 Verhandlungstermine anberaumt (Bild: WilliamCho / pixabay)

Er soll einen anderen Mann im September 2019 unter Drogen gesetzt, sexuell missbraucht und ermordet haben: Am Hamburger Landgericht hat am Freitag der Prozess gegen einen 46-Jährigen begonnen. Der Mann, der die italienische und die französische Staatsbürgerschaft besitzt, muss sich wegen Mordes, Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Der Angeklagte bestreitet die Tat. In seiner Wohnung in der Hamburger Neustadt hatten die Ermittler im Januar die stark verweste Leiche eines 28-Jährigen gefunden – fast vier Monate nach dem Verschwinden des Brasilianers (Polizeibericht). Das Gericht hat insgesamt 19 Verhandlungstermine anberaumt.

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Getränk mit Ecstasy-Amphetamin-Mischung verabreicht

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatten die beiden Männer in der Nacht zum 22. September 2019 gemeinsam eine private Geburtstagsfeier besucht. Anschließend soll der 46-Jährige den 28-Jährigen dazu überredet haben, noch mit in seine Wohnung zu kommen. Dort bot er dem Brasilianer laut Anklage ein Getränk an, dem er eine potenziell tödliche Menge Ecstasy-Amphetamin-Mischung zugefügt hatte. Schließlich soll er den Betäubten im Schlafzimmer sexuell missbraucht haben.

Weil der sich aber wehrte, sei der Angeklagte gewalttätig geworden. Der junge Mann starb schließlich kurze Zeit später entweder an der Drogen-Überdosis oder der körperlichen Gewalt. Die Tat kam ans Licht, weil Ermittler nach dem vermissten Brasilianer suchten. Hinweise führten zu dem 46-Jährigen, der in der Alten- und Krankenpflege tätig war und seit 2015 in Deutschland lebte.

Die verweste Leiche des 28-Jährigen lag im Gästezimmer

Die Leiche des Opfers lag in der Wohnung im Gästezimmer unter einer Matratze. Sie war nach Angaben eines Gerichtssprechers mit Sand bedeckt und mit Säcken umhüllt. In früheren Vernehmungen soll der Angeklagte angegeben haben, er sei in der betreffenden Nacht aufgewacht und habe den Toten gefunden, der eine Überdosis Drogen genommen habe. Aus Angst habe er nicht die Polizei informiert. Das Opfer lebte seit 2016 in Deutschland, arbeitete bei einem IT-Dienstleister. Mehrere Menschen meldeten den Mann Ende September als vermisst.

Dem 46-Jährigen wird noch ein zweiter Fall vorgeworfen. In der Nacht zum 14. Juli 2018 soll er bei einer Open-Air-Party einem Mann ein Getränk mit K.O.-Tropfen gegeben haben, den Bewusstlosen sexuell missbraucht und davon Fotos und Videos gemacht haben. Als er das Opfer mit dem Material erpressen und zu einer weiteren Nacht zwingen wollte, ging der Mann zur Polizei. Er und die Schwester des Getöteten sind nach Angaben des Gerichtssprechers Nebenkläger in dem Prozess. (cw/dpa)



#1 ElfolfProfil
  • 18.07.2020, 10:01hHamburg
  • Was mich irritiert und empört ist, dass das Opfer der ersten Tat zur Polizei ging, Fotos und Videos gefunden wurden, aber der Angeklagte das gleiche hoch einmal, diesmal mir tödlichem Ausgang wiederholen konnte. Vergewaltigung oder sexueller Missbrauch von Widerstandsunfähigen führt offensichtlich nicht in U-Haft, wenn das Opfer nur ein Mann ist. Der junge Brasilianer im zweiten Fall hätte noch leben können.
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#2 Hinterher ist man immer schlauerAnonym
  • 18.07.2020, 15:26h
  • Antwort auf #1 von Elfolf
  • Vermutlich sah man nach dem ersten Fall keine Wiederholungsgefahr.
    Ich bin ehrlich gesagt nicht auf Polizei und Richter wütend, die sich immer wieder mit so einer Schxxxe beschäftigen müssen. Ich erwarte von denen auch keine hellsichtigen Fähigkeiten und immer perfektes Handeln.
    Es bestürzt mich vielmehr, dass es immer wieder Menschen gibt, die das Vertrauen anderer auf solch perfide Weise missbrauchen.
    Bereits vor dem Vertuschungsmord muss dem Typen ja völlig klar gewesen sein, wie gefährlich und falsch sein Handeln ist.
    Ich halte mich selber für vertrauenselig.
    Und ich erwarte von einer privaten Geburtstagsfeier einfach nicht die Gefahr einer Überdosis an Drogen plus Vergewaltigung.
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#3 zundermxeAnonym
  • 19.07.2020, 10:03h
  • Antwort auf #1 von Elfolf
  • Nun kennt niemand von uns weitere Details.
    Jedoch wundert es mich ebenfalls sehr, wieso jemand, der geplant und zielgerichtet vergewaltigt um anschließend dieses Verbrechen noch versucht für sich zu nutzen nicht bis zum Prozess oder zumindest bis zum Ende aller Ermittlungen inhaftiert bleibt.
    Denke schon, dass hier dem Gericht und ggf. auch der Staatsanwaltschaft zumindest grobe Fehler unterlaufen sind... eine Mitverantwortung für den zweiten Fall tragen sie eindeutig.
    Wer bei Triebtätern davon ausgeht, dass die bekannt gewordene Tat die einzige ist oder eine drohende Strafe abschreckend wirkt im Sinne von Verbrechensverhütung der handelt grob fahrlässig.
    Insbesondere die erste Tat zeigt vom bekannten Ablauf, dass sie vorsätzlich und auf Wiederholung ausgelegt war.
    Äußerst unverständlich, wie ein Täter bei diesem Vorgehen und der drohenden Gefahr der Wiederholung wieder aus der Haft entlassen werden kann.
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