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Kommentare zu:
AfD-Politiker hetzt gegen CSD in Marzahn


#1 WadimAnonym
#2 JadugharProfil
  • 19.07.2020, 14:41hHamburg
  • In Mitteleuropa (Frankreich und Deutschland) gab es einmal ein Zeitalter der Aufklärung, die ein sehr genaues Bild der skrupellosen Kleriker gezeichnet hatte, die den Menschen ein schlechtes Gewissen einredete, wenn sie kein Geld in ihre klerikalen Organisationen pumpte. In Rußland, USA, Saudi-Arabien usw. gab es diese Aufklärung nicht, so daß viele Menschen immer noch an diese vielen Lügen glauben.
    Ein bißchen Aufklärung würde den Rußlanddeutschen und auch den hier lebenden Russen gut tun, um zu erkennen in welch unterdrückender traditioneller Verbots-Kultur sie leben müssen und welchen Schmarotzern sie hierbei dienen!
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#3 IntegratorAnonym
  • 19.07.2020, 14:43h
  • Seltsam... wenn Menschen aus anderen Kulturen hier her kommen und sich nicht an Recht und Gesetz hier halten wollen, ist die Allianz für Dumme doch er erste Haufen, der mit Blöken beginnt.

    Noch gilt hier nicht die russische Verfassung. Und es bleibt auch trotz dieser Deppen hoffentlich noch lange so.

    Wenn die ihren russisch orthodoxen Traum leben sollen... Moskau hat bestimmt noch die eine oder andere Plattenbauwohnung frei...

    Den Typ im grauen Anzug können die gleich mitnehmen.
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#4 KaiJAnonym
  • 19.07.2020, 15:07h
  • So wie mensch Quarteera auf den CSDs erlebt, kann ihm nur höchster Respekt und Solidarität entgegenkommen. Und die Parteien und ihre Vertreter*innen, die hier ihre Solidartät demonstrieren, machen diese in einer Linie erst glaubwürdig, wenn sie sie jetzt auch konsequent gegenüber LGBTIQ-Aktivist*innen in Russland zeigen.
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#5 Alexander_FAnonym
  • 19.07.2020, 15:24h
  • Antwort auf #2 von Jadughar
  • Auch wenn du insofern Recht hast, dass Russland in manchen Punkten rückständig ist, muss ich dir in Bezug auf die Aufklärung etwas widersprechen. Tatsächlich hat diese Phase (auf Russisch "proswjaschtschenie", wörtl. "Durchleuchtung", "Erleuchtung"), die mit Peter dem Großen eintrat, durchaus einen bleibenden Eindruck im russischen Geistesleben hinterlassen, allein schon durch die Angleichung des kyrillischen Schriftbilds an das europäische.
    Richtig ist allerdings, dass man unter Historikern davon ausgeht, dass in Russland die Epoche der Aufklärung quasi direkt auf das Mittelalter folgte und es keine Übergangsphase wie die Renaissance gab, und dass außerdem der Sprung vom Mittelalter in die Aufklärung von oben verordnet war und bei einem Großteil des Volkes nie ankam bzw. auf Ablehnung stieß.
    Mit der Westler-Slawophilen-Debatte wollen wir hier gar nicht erst anfangen.

    Abgesehen von diesen historischen Ausführungen kann man nur sagen, dass die Behauptungen Herrn Lindemanns schlicht absurd sind. Tatsächlich feiern auf diesem CSD sehr viele russischsprachige Menschen, die ihre Sprache und Kultur gerne pflegen. Wenn Herr Lindemann davon ausgeht, russischsprachigen Menschen sei der Hang zu seinem geliebten christlich-autoritären Muff angeboren, so ist er der Rassist und steht damit auf einer Stufe mit islamistischen Wirrköpfen, die ihre kruden Ansichten ebenfalls als Teil einer angeborenen "Kultur" und Kritik daran als "Rassismus" betrachten. Diese rhetorischen Taschenspielertricks sind leicht durchschaubar.
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#6 AnuckAnonym
#7 OlliAnonym
  • 19.07.2020, 19:17h
  • Guckt euch den Typen an. Sexuell frustrierte Menschen hetzen am lautesten gegen schwule und lesben. Übertroffen werden diese Hetzer nur noch von denen, die selber schwul sind. Ignorieren muss man diese Pack. Diskutieren lohnt nicht.
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#8 PutinMyAssAnonym
  • 19.07.2020, 20:21h
  • Ui... Putins Sprachrohr zwitschert auf seinem Profil, dass er sich von queer.de diskriminiert fühlt...
    Die Demonstranten protestieren gegen Putins Ansichten, die HIER nichts zu suchen haben!

    Diejenigen, die sich in seiner russischsprachigen Community von der Demonstration diskriminiert fühlen könnten sind diejenigen, die die westlichen Werte nicht vertreten, Putin verehren und somit auch nach Maßstäben der AFD nicht integriert sein dürften!
    Was soll dieses Messen mit zweierlei Maß dieses Schwätzers???
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#9 DramaQueen24Profil
  • 20.07.2020, 00:00hBerlin
  • Das sagt der Politiker einer Partei, die nachgewiesenermaßen von Putin unterstützt wird, um Deutschland, um Europa, zu schwächen! So glaubhaft, wie Donald Trump, der behaupten würde, nie zu lügen!
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#10 DramaQueen24Profil
  • 20.07.2020, 00:05hBerlin
  • Antwort auf #2 von Jadughar
  • Viele Russlanddeutsche vergessen zu oft, dass Russland/die Sowjetunion sie loswerden wollte, sie oft in den Knast steckte, oder ermorden ließ, und dass sie in der Sowjetunion nicht mal Deutsch quasseln konnten.
    Sie sehen lieber RT (Russia Today), dem Propagandasender aus Putins Reich, als etwa die Tagesschau, und fallen, obwohl sie es besser wissen sollten, auf deren Propaganda rein. Das beste Beispiel ist die Geschichte rund um "unser Mädchen Lisa", wo Gerüchte, Halbwahrheiten und vor allem Lügen dazu führten, dass von russischer Seite gegen Flüchtlinge gehetzt wurde.
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#11 lindener1966Profil
  • 20.07.2020, 02:24hHannover
  • Ich fasse mich mal kurz: wir können in Deutschland einen CSD veranstalten wo wir wollen. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Oder wollen unsere lieben russischen Nachbarn etwa eine "LGBT"-freie Zone in Marzahn? Großen Respekt für die Veranstalter!!!!!
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#12 Feuriger BengelAnonym
  • 20.07.2020, 03:16h
  • Antwort auf #10 von DramaQueen24
  • "Viele Russlanddeutsche vergessen zu oft, dass Russland/die Sowjetunion sie loswerden wollte, sie oft in den Knast steckte, oder ermorden ließ, und dass sie in der Sowjetunion nicht mal Deutsch quasseln konnten."

    Mach mal halblang. Die Wolgadeutschen hatten bis 1941 (28. August, genau gesagt) sogar eine autonome Republik. Sie wurden aber zum Opfer der deutsch-sowjetischen Beziehungen und zweier verrückter Diktatoren, sodass dass Knast oder Erschießung ausschließlich in die Zeit der großen "Säuberung" und der Repressionen fällt.
    Dass sie in der Sowjetunion "nicht mal Deutsch quasseln konnten", ist schlicht und ergreifend nicht wahr. Irgendwann zur Stalinzeit wurden die Schulen mit Deutsch als Unterrichtssprache auf Russisch umgestellt, aber ab 1955 besserte sich die Lage der deutschen Minderheit so weit, dass es deutschsprachige Zeitungen gab, Literatur sowjetischer deutschsprachiger Autoren verlegt wurde und da, wo Deutsche lebten (Kasachstan und Sibirien, v. a.) es sogar muttersprachlichen Unterricht gab und in den 80ern sogar deutschsprachige Theater in Kasachstan.

    Nicht dass ich das Leben in der UdSSR und den Umgang des sowjetischen Staates mit Minderheiten und Andersdenkenden beschönigen möchte, aber tatsachengetreue Argumentation ist wichtig, wenn man nicht auf das Niveau eines Gunnar Lindemann herabsinken möchte.
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#13 Feuriger BengelAnonym
  • 20.07.2020, 03:57h
  • Antwort auf #2 von Jadughar
  • "In Mitteleuropa (Frankreich und Deutschland) gab es einmal ein Zeitalter der Aufklärung, die ein sehr genaues Bild der skrupellosen Kleriker gezeichnet hatte, die den Menschen ein schlechtes Gewissen einredete, wenn sie kein Geld in ihre klerikalen Organisationen pumpte. In Rußland, USA, Saudi-Arabien usw. gab es diese Aufklärung nicht, so daß viele Menschen immer noch an diese vielen Lügen glauben.
    Ein bißchen Aufklärung würde den Rußlanddeutschen und auch den hier lebenden Russen gut tun, um zu erkennen in welch unterdrückender traditioneller Verbots-Kultur sie leben müssen und welchen Schmarotzern sie hierbei dienen!"

    Aufklärung gab es in Russland sehr wohl. Bei Puschkin ist der Begriff "" in der Dichtung "Zigeuner" sogar gleichbedeutend mit Zivilisation.
    Was die russische Kirchengeschichte betrifft, so hat sie gegenüber der westeuropäischen zwei Besonderheiten: erstens wurde die Kirche schon relativ früh vom Staat gezähmt (bevor unter Peter dem Großen der Europäisierungsschub einsetzte) und zweitens wurde die Kirche durch den staatlich verordneten Atheismus und die Repressionen stark beschädigt. Jetzt ist die Kirche wieder handzahm und bekommt dafür allerlei Vergünstigungen, Sonderbehandlungen und Privilegien vom Staate. Dafür biedert sie sich natürlich gerne dem Staate an (und viele können nur noch kotzen, wenn sie diesen Selbstbereicherungsladen sehen).

    Davon abgesehen wurde die Kirche schon im 19. Jhd. kritisiert. Es gibt eine berühmte Karikatur, die es sogar in deutsche Geschichtsbücher geschafft hat, wo die Gesellschaftspyramide aufgezeichnet ist und die Kirche dem Volke gegenüber sinngemäß die Haltung vertritt "wir halten euch dumm".
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#14 HyenadykeProfil
  • 20.07.2020, 11:26hKöln
  • Antwort auf #2 von Jadughar
  • "In Rußland, USA, Saudi-Arabien usw. gab es diese Aufklärung nicht ..."

    Bei Russland wurde ja schon erklärt, was an dieser Feststellung falsch ist, bei den USA muss ich jetzt einfach mal anmerken, dass (die "Pligrims" u. Ä. mal außer Acht gelassen) die Staatsgründung auf den Idealen der Aufklärung fußt.
    Ganz so rückständig sind die "da" also auch nicht.

    Bei Saudi-Arabien weiß ich grade nicht, bin aber auch zu faul zum suchen.
    Anyone?
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#15 Alexander_FAnonym
  • 20.07.2020, 16:09h
  • Antwort auf #14 von Hyenadyke
  • Saudi-Arabien gehörte im 19. Jahrhundert zum Osmanischen Reich, das im Rahmen der sog. "Tanzimat" eine Phase der Neuorientierung hin zu einer konstitutionellen, rechtsstaatlichen Monarchie erlebte, in der, ähnlichen den Ideen der Aufklärung (wenngleich auch unter Bewahrung des islamisch begründeten Herrschaftsanspruchs als Kalif) , alle Untertanen unabhängig von ihrem Glauben gleiche Rechte genießen sollten. Im Rahmen dieser Regelungen wurde beispielsweise sogar die Strafbarkeit gleichgeschlechtlicher sexueller Handlungen aufgehoben, seinerzeit ein sehr gewagter Schritt, wenn man bedenkt, dass man darüber im deutschen Kaiserreich nicht einmal wirklich diskutieren konnte.

    Bei den derzeit in Saudi-Arabien neben der saudischen Dynastie herrschenden Wahhabiten, einer Rechtsschule, auf die sich Al-Quaida und der IS ebenso berufen, handelt es sich um eine im späten 18. Jahrhundert entstandene Sekte, die weite Teile des heutigen Saudi-Arabiens erobern konnte, jedoch von der osmanischen Armee im Laufe des Osmanisch-saudischen Kriegs 1811 bis 1818 zurückgeschlagen wurde. Im Laufe des Ersten Weltkriegs und in dessen Folge kamen die Wahhabiten und Saudis wieder an die Macht, hauptsächlich gefördert durch die Briten (und eingefädelt durch einen gewissen T.E. Lawrence "von Arabien"), da diese als Kriegsgegner des Osmanischen Reiches an dessen Zersplitterung interessiert waren.

    Vergleichend kann man sagen, dass Saudi-Arabien als die absolutistische, theokratische Monarchie, die sie ist, definitiv einen Rückschritt im Vergleich zum Osmanischen Reich darstellt, und als Phänomen durchaus mit dem Faschismus vergleichbar ist, sogar in eine ähnliche Zeit fällt. Man kann aber nicht etwa behaupten, dass Saudi-Arabien in einer gewissen voraufklärerischen Zeit "steckengeblieben" wäre, sondern bewusst in diese zurückgefallen ist, dass eine bewusste, dem Faschismus nicht unähnliche "Rebarbarisierung" stattgefunden hat.
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#16 Pink FlamingoAnonym

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