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  • 21. Oktober 2005 8 2 Min.

Sein neues Buch "Blas mich!" ist ein Ratgeber für den oralen Umgang mit dem besten Stück. Stephan Niederwieser gibt auf queer.de Blas-Tipps.

Von Dennis Klein

"93 Prozent aller Männer stehen auf Oralsex", behauptet die taz. Was sie verschweigt: Die meisten wissen weder, wie man ein guter Blasehase ist, noch wie man als Empfänger zum extatischen Erleben beiträgt, meint der gelernte Heilpraktiker und Psychotherapeut Stephan Niederwieser. Mit seinem Buch "Blas mich!" (Amazon-Affiliate-Link ) will er das ändern. Der 43-jährige Münchener hat bereits mit "Sextipps für schwule Männer" (Amazon-Affiliate-Link ) und dem Analverkehr-Ratgeber "Bück dich" (Amazon-Affiliate-Link ) in Schlafzimmern und Darkrooms für Furore gesorgt. queer.de sprach mit dem Sexperten über erfolgreiches Blasen, Zahneinsatz und Deepthroaten.

Was wird in punkto Oralsex am meisten falsch gemacht?
Die meisten spulen nur den Film ab, den sie im Kopf haben, und achten zu wenig auf den Film, der gerade in diesem Moment gegeben wird.

Gib uns ein paar Tipps für erfolgreiches Blasen?
Mehr innere Aufmerksamkeit, das heißt: spüren, im Moment sein, Hingabe an den Augenblick, weniger "action".

Und ein paar Tipps für erfolgreiches Geblasenwerden?
Den anderen nicht nur als Möse gebrauchen, sondern ihn wahrnehmen: spüren, hören, fühlen. Ihn dirigieren, ohne ihn zu kontrollieren und mit Porntalk zu stimulieren.

Wie sage ich meinem Partner, dass er nicht so bläst, wie ich das will?
Mit Worten. Nein, im Ernst. Zum Beispiel: "Nimm bitte deine dritten Zähne raus, die schubbern an meiner Eichel." Jedenfalls immer aus der Haltung heraus, dass dir niemand mit Absicht was Schlechtes antun will. Die meisten machen "Fehler" aus Unwissenheit. Deshalb immer schön freundlich bleiben.

Kann man Deepthroaten lernen?
Man muss es sogar. Kaum einer ist mit dieser Fähigkeit geboren. Wie? Indem man mit seinem Nervus glossopharyngeus ein ernstes Wörtchen redet. Was man ihm sagen muss, steht sehr genau im Buch.

Was mache ich mit den Zähnen während des Blasens?
In der Regel im Zaum halten – es sei denn: jemand steht auf heftigen Zahneinsatz, was durchaus vorkommt. Deshalb: Ausprobieren und Reaktion des Gegenüber feinfühlig abchecken. Notfalls: fragen!

Wie und wo hast du für dieses Buch recherchiert?
Durch jahrelange Praxis und aufmerksame Wahrnehmung – in meinem sowie vielen anderen Betten, in Saunen, selten auf Klappen oder in Darkrooms. Und durch Interviews mit Freunden und Sexpartnern.

Können Schwule besser blasen als Frauen?
Die Frauen, dir mir einen geblasen haben, konnten das ziemlich gut. Aber: Ist die Frage für Schwule nicht ziemlich irrelevant?

Stephan Niederwieser, Blas mich!, 208 Seiten mit 40 s/w-Fotos, Bruno Gmünder Verlag, ISBN 386187-703-1, 14,95 Euro (D)

21. Oktober 2005

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-w-

#1 SvenAnonym
  • 22.10.2005, 03:31h
  • Wofür braucht man(n!) das Buch?
    Fragen, zuhören, ausprobieren? Ist das denn völlig unnormal, wenn man guten Sex mit seinem(n) Partner(n) haben möchte?
    Muss man erst die Fragen in einem Buch nachlesen? Was mich und meinen Partner anmacht, steht da nicht! Wie auch? Wäre doch Quatsch!!!
    tztztz *kopfschüttel*
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#2 SaschaAnonym
  • 22.10.2005, 11:43h
  • "Die Frauen, die mir einen geblasen haben, konnten das ziemlich gut" - Das sagt doch eigentlich schon alles, oder? Ich glaube kaum, dass ich es nötig habe, von jemandem mit einer solchen Geschmacksverwirrung Tipps zum Oralsex zu bekommen!
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#3 Adrian AhlhausAnonym
  • 22.10.2005, 12:05h
  • @ Sven - Die Frage kann man stellen: Warum etwas so selbstverständliches in einem Buch "durchkauen".
    Ich las von einem Schwulen, vor kurzem folgenden ungefäharen Text: Lag mit einem Jüngeren im Bett und dann fing der an mit dem Mund - Und was war das? Er hat angefangen zu pusten! Da habe ich ihn gleich rausgeschmissen.
    Abgesehen davon, dass die selbstgefällige Reaktion schlichtweg idiotisch war, braucht es eben gelegentlich wohl die Erklärung was "Blasen" eigentlich meint, zumindets für diesen Jungen. Und, wie die Reaktion auch zeigt, selbst wenn man etwas nicht weiss, man bekommt nicht selbstverständlich eine Erklärung, nur weil das Gegenüber ein "erfahrener" Schwuler ist. - dem man kräftig in den Arsch treten sollte. Allerdings kann man "Deep Throat" nicht mit einem Buch erlernen, doch es hilft weiter wenn man liest, was ich annehme, dass hier allein üben, üben, üben, zum Ziel führt.
    Ein kleiner Baustein auf dem Weg zum guten Liebhaber mag so ein Buch schon sein, wenn Sprache nicht mehr weiter hilft.
    Abgesehen davon wünschte sich schon Tucholsky "bessere" Bücher.
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