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Kommentare zu:
Kutschera gibt sich zu Prozessbeginn kampfeslustig


#1 AranosAnonym
  • 20.07.2020, 21:45h
  • Ausgerechnet ein Evolutionsbiologe sollte es ja besser wissen. Der muss schon sehr viel ausblenden, weil gerade seine Wissenschaft ja belegt hat, dass nicht-heterosexuelle Orientierungen durchaus einen Sinn haben und in den Genen der entsprechenden Gattungen in jeweils sinnvollen Anteilen angelegt sind. Genau deswegen hat die Weltgesundheitsorganisation diese Orientierungen ja von der Liste der Krankheiten genommen. Aber der lebt wohl nach dem Motto ''ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt''...
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#2 qwertzuiopüAnonym
  • 20.07.2020, 21:51h
  • ich bin schon gespannt auf den "Beweis" in biologischer Fachsprache.

    wahrscheinlich erschöpft er sich in der skandalösen tatsache, dass menschen des gleichen geschlechts keine kinder miteinander zeugen können. ;D
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#3 KaiJAnonym
  • 20.07.2020, 22:11h
  • Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung (Art.5 Abs. 3 Satz 2).
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#4 MemoriesAnonym
  • 20.07.2020, 22:17h
  • Antwort auf #1 von Aranos
  • "dass nicht-heterosexuelle Orientierungen durchaus einen Sinn haben und in den Genen der entsprechenden Gattungen in jeweils sinnvollen Anteilen angelegt sind. Genau deswegen hat die Weltgesundheitsorganisation diese Orientierungen ja von der Liste der Krankheiten genommen."

    Ich habe eher in Erinnerung, dass die Begründung für die Entpathologisierung auf der psychologischen Ebene lag und nicht auf irgendwelchen angeblichen genetischen "Anteilen" oder gar abenteuerlichen Konstruktionen natürlicher "Sinnhaftigkeit" .

    Woher nimmst du deine Behauptung?
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#5 Stefan84Anonym
  • 20.07.2020, 22:20h
  • Die Grundlage für seine wirre Gedankenwelt ist bei allen Themen biologischer Determinismus. Für ihn sind alle menschlichen Eigenschaften und Verhaltensweisen fest von der Biologie vorgegeben. Wer sich nicht in diese Rolle fügt wird mit extremer Verachtung und Hass überschüttet. Dazu gehören nicht nur gleichgeschlechtliche Paare die Kinder haben, sondern z.B. auch berufstätige Frauen
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#6 Alexander_FAnonym
  • 20.07.2020, 23:36h
  • Kampfeslustig präsentiert Kutschera gleich zu Beginn zwei dämlichste Klischees: Schwule sind Pädophile und Lesben gibt's gar nicht.
    Und was Gewalt unter Paaren angeht, brauche ich mich hier wohl kaum zu äußern. Der klassische Prügelvater, der Frau und Kinder unterdrückt, ist leider hier wohl immer noch die gängigere Variante.

    Wow, ich bin echt begeistert. Wenn der Prozess so weitergeht, werden Richter und Staatsanwaltschaft bei so viel "Kampfeslust" vor Lachen aus den Socken fallen.
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#7 daVinci6667
  • 21.07.2020, 00:28h
  • Schwule sind alle Kinderschänder, Lesben existieren gar nicht?

    Immer wenn sich Heteros so sehr auf Schwule und Lesben fixieren, uns gar verbieten wollen den zu heiraten den wir lieben, kommen mir ernsthafte Zweifel ob sie Heten sind.

    Was mag jemanden so massiv antreiben so einen sinnlosen Kampf auch noch bis vors Verfassungsgericht zu bringen?

    Sowas kann fast nur eine bösartigste, sich selbst hassende Schrankschwester sein...
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#8 Na jaAnonym
#9 AFD-WatchAnonym
#10 zundermxeAnonym
  • 21.07.2020, 09:36h
  • Schlimm und leider auch typisch deutsch finde ich das Verhalten und die Haltung der Uni.
    Hier die Freiheit der Lehre als Alibi für die Duldung und somit Unterstützung derartiger Hetz- und Hasstiraden anzuführen, ist nicht nur äußerst feige sondern auch brandgefährlich.

    Wie komme ich dazu mir die Reaktionen vorzustellen, wenn die selben Aussagen so über Menschen jüdischen Glaubens gemacht worden wären?

    Hier zeigt sich mal wieder der Kern des Problems (auch in Deutschland).
    Für viele nicht-Queers ist alles ok und akzeptabel solange es keine Probleme bereitet.
    Farbe bekennen, Moral und Solidarität beweisen und sich so aktiv für Gesellschaft und insbesondere Demokratie einzusetzen, bleibt blankes Wunschdenken und wird maximal in Sonntagsreden erwähnt.
    Wegducken und Verantwortung weitergeben um sich selbst rauszustehlen hat eine lange Tradition in Deutschland.

    Sehr schändlich, traurig und völlig ernüchternd wenn diese Eigenschaften an deutschen Unis gelebt und gelehrt werden.
    Es zeigt aber auch, dass die Hochstudierten auch nur ganz ordinäre Menschen sind und Bildung eben kein Garant für freie und demokratische Entfaltung ist.
    Nicht nur der Hetzer Kutschera selbst tritt in diesem Fall den Beweis dafür an.
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#11 PetterAnonym
  • 21.07.2020, 10:26h
  • ------------------------------------
    Die Universität Kassel erklärte, sie verfolge den Prozess mit großer Aufmerksamkeit. "Professorinnen und Professoren können für ihre Äußerungen nicht nur die Meinungsfreiheit, sondern auch die Freiheit der Wissenschaft in Anspruch nehmen, die das Grundgesetz sehr weit fasst", hieß es.
    --------------------------------------

    Alle Freiheitsrechte finden ihre Grenzen aber immer dort, wo andere in ihren Freiheiten eingeschränkt werden. Ansonsten wären es ja keine Freiheitsrechte, sondern Unterdrückungsrechte.

    Außerdem sollten gerade Wissenschaftler ihre Aussagen nach wissenschaftlichen Standards belegen können. Ansonten würden ja alle wissenschaftlichen Aussagen beliebig, wenn die Wissenschaft ihren einzigen Maßstab (die Wahrheit) aufgeben würde und es nur noch um Meinungen ginge. Damit würde sich Wissenschaft und Universität selbst ad absurdum führen. D

    a alle empirischen Studien das Gegenteil seiner Thesen aussagen, bin ich darauf mal gespannt, wie diese kruden Thesen nach den Gesetzen der Logik und des empirischen Arbeitens bewiesen werden sollen.
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#12 Ralph
  • 21.07.2020, 11:06h
  • Kutschera beruft sich zu Unrecht auf die Meinungsfreiheit, denn die deckt -wie der Name schon sagt- Meinungen, Ansichten, Auffassungen, Sichtweisen (auch solche, die tatsächlich falsch sind), nicht aber gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Diffamierung sozialer Gruppen und einzelner Menschen. Er beruft sich auch zu Unrecht auf die Wissenschaftsfreiheit, denn weder ist er Wissenschaftler (er bewegt sich auf dem selben Niveau wie Rassenkundler, Astrologen oder Alchemisten) noch treibt er wissenschaftliche Forschung oder Lehre, sondern er verbreitet Thesen, die objektiv Unsinn darstellen und lediglich politische (AfD) und religiöse (kath. Kirche) Ideologien wiederkäuen, die in der Wirklichkeit keine Stütze finden. Dass eine Universität das nicht selbst zu bewerten und mit Konsequenzen zu verbinden vermag, ist ein Armutszeugnis, verwundert aber nicht bei einem Haus, das einen solchen Menschen als "Professor" beschäftigt. Diese Uni darf sich nicht wundern, dass inzwischen auch ihre eigene wissenschaftliche Qualität hinterfragt wird. Offenbar gibt es in Hessen nicht nur ein Netzwertk rechtsextremer Polizisten, sondern auch rechtsextreme Seilschaften im universitären Betrieb. In dem Lande, in dem einst Alexander Gauland die Staatskanzlei leitete und aus dem heraus rechtsextreme Politiker wie Alfred Dregger, Martin Hohmann und ähnliches Gelichter Karriere machen konnten, Roland Koch mit völkischen Parolen regierte und Militärbischof Josef Dyba übelste Hetze gegen Schwule und Lesben betrieb, ebenfalls nicht wirklich erstaunlich.
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#13 Alexander_FAnonym
  • 21.07.2020, 15:19h
  • Antwort auf #8 von Na ja
  • Falls du es noch nicht gemerkt hast: es war Ironie.

    Und wer von Deutschland im Jahre 2020 so überrascht ist, hat bislang nur hinter einem Saturnmond gelebt und fest geschlafen.
    Plattitüden wie die eines Herrn Kutschera habe ich meine ganze Kindheit und Jugend lang gehört, weil ich unter Leuten wie ihm aufgewachsen bin. Die galten nur seinerzeit als ganz normale, respektable Bürger und suchen erst seit Kurzem bei den Blauen Zuflucht, weil ihre Ansichten anderswo zunehmend Unmut erregen.

    Und auch dieser Prozess ist deshalb meines Erachtens nach kein Anzeichen irgendeines Rechtsrucks, sondern im Gegenteil ein Zeichen, dass endlich Ansichten wie jene des Kutscherullis als strafbar angesehen werden, zumindest genug, um einen Prozess zu erwirken, unabhängig von dessen Ausgang. Auf dem Schulhof und am Familientisch habe ich seinerzeit Schlimmeres gehört und erlebt, ohne dass irgendwer daran irgendetwas gefunden hätte.

    Ich lebe nicht mehr in Deutschland, deswegen kann es mir eigentlich egal sein, aber das Deutschland von 2020 finde ich persönlich wesentlich besser als das irgendeiner "guten alten Zeit", und wenn sich so viele Schreihälse wie unser Uli hier zu Wort melden, so nur deshalb, weil ihnen der Boden unter den Füßen langsam verschwindet. Und das ist auch gut so.
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#14 ColonelAnonym
  • 21.07.2020, 17:20h
  • Antwort auf #12 von Ralph
  • Das ist nun wirklich ziemlicher Unfug. Mal ganz objektiv: Natürlich ist der Mann Wissenschaftler (sogar ein sehr renommierter mit mehreren tausend Zitationen und Lehrtätigkeit in Stanford) und auf die Wissenschaftsfreiheit berufen kann er sich auch. Die ist grundgesetzlich tendenziell sehr weit gefasst und besteht jenseits ideologischen Vorbehalten; schliesst also durchaus auch AfD- und selbstverständlich katholische Positionen mit ein, sofern diese nicht objektiv verfassungswidrig sind (was wohl kaum der Fall sein dürfte - und nein, "objektiv verfassungswidrig" heisst in dem Fall nicht "Bauchgefühl"). Die Frage, um die es hier geht, ist einzig, ob sich Kutschera in dem konkreten Fall seiner Kath.net-Interview-Aussagen auf Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit berufen kann. Das wird das Gericht zu entscheiden haben. In keinem Fall hat es aber (a) die persönlichen und fachlichen Ansichten des Mannes zu bewerten, (b) eine beamtenrechtliche Prüfung zu unternehmen.

    Was das alles mit der wissenschaftlichen Qualität der Universität Kassel als solcher zu tun haben soll, ist mir ebenfalls unverständlich. Zum einen kann eine Universität einen Professor nicht entlassen, nur weil seine Aussagen ihr nicht in den Kram passen (da gab es auch schon ganz andere Fälle, etwa Hans-Helmuth Knütter) und zum anderen entwerten Kutscheras fragwürdige Statements zu gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ja nicht den fachlichen Wert seiner restlichen Forschung.
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#15 KaiJAnonym
  • 21.07.2020, 19:26h
  • Antwort auf #14 von Colonel
  • Wo Du eine tendenziel grundgesetzlich sehr weit gefasste Wissenschaftsfreiheit hernimmst, kannst Du ja vielleicht noch mal erläutern. Das, was aus ihr heraus Lehre ist, wird jedenfalls durch die von mir im #3 zitierte Verfassungstreue begrenzt. Im dort besagten Art. 5 GG ist die Wissenschaft und Lehre der Meinungsfreiheit angegliedert. Im Art. 3 GG wird auch nur über die Meinungsfreiheit verhandelt und die Freiheit der Lehre bzw. Wissenschaft nicht einmal mehr erwähnt, weil sie unter die Meinungsfreiheit subsummiert wird. Und das steht in besagtem Artikel in der Rangfolge, das heisst Bedeutung ganz, ganz hinten. Nichts ist da denn mehr weit gefasst. Wissenschaft und Lehre sind zwar frei, sind aber dem allgemeinen bzw. dem aus der Verfassung abgeleiteten Recht unterworfen. Und aus diesem Recht heraus wirft die Staatsanwaltschaft Kutschera Volksverhetzung, Beleidigung und Verleumdung vor.
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#16 michael008
  • 21.07.2020, 19:31h
  • Antwort auf #14 von Colonel
  • "zum anderen entwerten Kutscheras fragwürdige Statements zu gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ja nicht den fachlichen Wert seiner restlichen Forschung."

    Doch das tun sie.
    Wenn man aus Selbstgefälligkeit oder Ideologie längst widerlegte pseudowissenschaftliche Behauptungen mit verdrehten Thesen und unseriös recherchierten oder erarbeiteten Grundlagen und Studien zu beweisen sucht und das auch noch öffentlich hinausposaunt, kann man sich nicht als ernstzunehmenden Wissenschaftler bezeichnen und entwertet damit seine wissenschaftliche Arbeit im Allgemeinen.
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#17 zundermxeAnonym
  • 22.07.2020, 09:27h
  • Antwort auf #14 von Colonel
  • Sorry, klarer Unfug was Du schreibst.
    Das gleich auf verschiedenen Ebenen.
    Fängt schon bei Deiner Formulierung an alles mal ganz objektiv zu betrachten um dann direkt anschließend subjektiv zu formulieren und zu argumentieren. Was eigentlich bei Kommentaren auch zwangsläufig so ist und auch Dir bewusst sein sollte.

    Dein Kommentar spiegelt eine mögliche Sichtweise wieder - mehr nicht.

    Wie wissenschaftlich wer ist, der die Wissenschaften ignoriert und nur seine Äußerungen als Wissenschaft bezeichnet und begreift (bzw von ihr gedeckt sieht), kannst Du natürlich gerne ebenso subjektiv auffassen und bewerten.
    Wer die Erde als Scheibe sieht, wird immer Ängste haben hinten rüber zu fallen.

    Zu hetzen, zu beleidigen und Menschen ihre Natur abzusprechen (mit allen logischen und möglichen Konsequenzen) ist
    NIEMALS wissenschaftlich.
    Es bleibt immer, was es ist.
    In der Tradition und auf dem Niveau der Inquisition äußerst destruktives und eigne Unsicherheiten und Ängste bedienendes Morden im Geiste und in der Tat.
    Immer wieder und immer noch abstoßend und verwunderlich, wie viele Menschen scheinbar bereit sind dies durch formale Verbiegungen zu verstehen und auch zu legitimieren.

    Mit dieser höchst skurrilen Auslegung der Freiheit der Wissenschaft und Lehre könnte wir auch locker Dr Mengele einen Lehrstuhl anbieten.
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#18 Ralph
  • 22.07.2020, 10:36h
  • Antwort auf #14 von Colonel
  • Dem kann ich mich nicht anschließen. Folgt man Deiner Meinung konsequent, könnte sich auch ein Rassist als Professor einer deutschen Hochschule auf die Wissenschaftsfreiheit berufen und verbreiten, dass "Neger" rassisch minderwertig seien, ohne dass die Uni ihn deswegen maßregeln dürfte. Was nun frühere berufliche Stationen und Veröffentlichungen dieses Menschen angeht: Mag ja sein, dass er, verengt auf einen bestimmten Fachbereich, gerade genug zuwege gebracht hat, um in entsprechenden Fachkreisen für voll genommen zu werden. Darum geht es aber nicht. Er stellt auf sozial-, sexual- und kriminalwissenschaftlichem Gebiet Falschbehauptungen auf, um eine ganze soziale Gruppe zu diffamieren. Seine Berufung auf die Wissenschaftsfreiheit geht schon deshalb fehl, weil er gerade auf diesen Gebieten eben keinerlei wissenschaftliche Qualifikation besitzt, sondern nur politisch und religiös extreme Hetze nachplappert.
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#19 JadugharProfil
#20 JadugharProfil
  • 23.07.2020, 01:16hHamburg
  • Antwort auf #5 von Stefan84
  • Ganz und gar nicht. Alle Naturwissenschaften wie Physik, Chemie und Biologie sind nur darauf ausgerichtet, Tatsachen möglichst genau zu erfassen und durch entsprechende Modelle zu beschreiben. Das hat mit Determinismus nicht zu tun. Kutscheras Gedankenwelt entstammt tatsächlich aus der Haltung abrahamistischer Religionen, dessen Thesen er wissenschaftlich zu untermauern versucht. Er ist das genaue Gegenteil von Galilei, der nicht bereit ist, der Tatsachen zuliebe in das Fernrohr zu schauen!
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#21 JadugharProfil
  • 23.07.2020, 01:23hHamburg
  • Antwort auf #7 von daVinci6667
  • Oder auch nicht! Wenn Herr Kutschera eine narzißtische Persönlichkeitsstörung hat, dann wird er keine Kritik vertragen können und er wird immer glauben, im Recht zu sein. Es gibt viele Hinweise auf eine NP bei diesen Herrn. Doch Ferndiagnosen sollte man nicht stellen!
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#22 JadugharProfil
  • 23.07.2020, 01:34hHamburg
  • Antwort auf #11 von Petter
  • Nach den Gesetzen der Logik lassen sich nur Widersprüche in den Aussagen aufdecken und feststellen was wahr oder falsch ist. Was die Naturwissenschaft betrifft, kann man sich nur der Wahrheit asymptodisch nähern, durch möglichst exaktes Beobachten mittels vieler Meßverfahren. Dabei hängt es davon ab, welche Mittel man auswählt und anwendet.
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#23 Ralph
  • 23.07.2020, 10:10h
  • Anderer Aspekt der Diskussion: Mich erschreckt, wie sogar hier ein religiöser Fanatiker und Rechtsextremist in Schutz genommen wird. Der Mann verbreitet seinen menschenfeindlichen Schmutz über ein katholisches Propagandaorgan und unterstützt die AfD. Wie sollen einerseits die widerwärtigen, verleumderischen und unwissenschaftlich-blödsinnigen Inhalte, andererseits der politisch und religiös extremistische Hintergrund der Person irgendeine Rechtfertigung erfahren durch den Umstand, dass ihm eine fragwürdige Hochschule den Professorentitel umgehängt hat und er über irgendwelches Ungeziefer forscht? Und noch was: Selbstverständlich stellt sich die Frage nach der Qualität einer Universität, an der solch eine Type beschäftigt wird. Natürlich fragt man sich, ob das vielleicht eine Brutstätte rechter Gesinnung ist. Wo immer ein Extremist von sich reden macht, kommt gleich der Schrei: "Bedauerlicher Einzelfall!" In der hessischen (!) Polizei sehen wir gerade, wie sich solche bedauerlichen Einzelfälle zu einer Seilschaft, ja zu einer kriminellen Bande zusammenfinden. An einer Uni soll eine derartige Entwicklung nicht möglich sein? Wieso das denn? Wo kamen denn all die "Wissenschaftler" her, die hundert Jahre und länger in Deutschland die Schwulenverfolgung mit herbeiphantasierten "wissenschaftlichen" Erkenntnissen rechtfertigten? Die waren alle mal an Universitäten ausgebildet worden, von Professoren, die ihnen den Hass als angebliches Forschungsergebnis eingetrichtert hatten. Eine Uni, die so was wieder zulässt, geht einen bedenklichen Weg.
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#24 stromboliProfil
  • 23.07.2020, 11:45hberlin
  • Antwort auf #23 von Ralph
  • das wesen des rechten populisten ist sein entstehen in einer vorform von "masse".
    Die organisation in hierarchie und "elitevorstellung" ist die petrischale beim anlegen faschistisch/reaktionär neoliberaler schwarmkulturen...
    Dort sich unwiedersprochen fühlend, und so ein einzigartikeitsgefühl schaffend, traut sich dieser ans licht der öffentlichkeit. Fehlt hingegen dieses sich in masse geborgenheitsgefühl, bleiben diese pfeifen stumm.
    Der womöglich nun ihm in der gegenöffentlichkeit entgegenkommende widerspruch lässt das ohnehin aufgeblähte ego nur noch wachsen.

    Es muss also, wie auch in den anderen zirkeln und untergrundbewegungen ( polizei-militär, nachrichtendienste ) gruppendynamische prozesse stattfinden, die dann in einen höcke ( lehrer!) , kutschera (lehrer!) oder auch einem verkannten koch( lehrer!) wie attila dem hunnenführer den kick geben, sich als der stummen mehrheit meinungsreplikatoren zu verstehen.
    Die glauben ja, hinter sich eine "schweigende mehrheit" zu wissen. Egal also wie groß diese Sw.Mh. dann auch sein möge.

    Das widerlegt auch die einzeltätertheorien, die um solche sprachtäter und deren gewaltepigonen wie etwa der mordbube aus hanau, oder jenes erbärmliche nsu'ler "trio" herum als schamlose schutzbehauptung gehegt werden.
    Es sind die lieben "kollegen", die hier die perveretierte version der "solidarität" praktizieren.

    Es gibt insofern tatsächlich den, von jenen "links-rotfront verfolgungsgeplagten, propagierten "tiefen staat".
    Sie sind selbst dieser "tiefe staat", mit all seinen ansprüchen und verwerfungen.
    Ob in polizei & militär sich bereits rechte organisationsstrukturen erkennen lassen, oder in der informationspolitik eine tendentiöse einseitigkeit für einen "starken staat herauslesbar...
    Es sind eindeutige anzeichen für einen wandel eines imperfekten demokratiesystems in eine autokratisch/autoritäre gesellschaftsform vorhanden.
    Man muss nur genau hinsehen wo sich da die stränge bündeln, wo sich wort & tat die tür geben.

    www.heise.de/tp/features/Die-transnationalen-Machteliten-hab
    en-sowohl-kosmopolitische-als-auch-neo-nationalistische-Krae
    fte-3896376.html?seite=all


    oder jene erwähnte sendung : die anstalt

    www.heise.de/tp/features/Bilderberg-Konferenz-Das-ist-eine-a
    bsolut-vordemokratische-Veranstaltung-3224775.html
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#25 zundermxeAnonym
  • 23.07.2020, 12:02h
  • Antwort auf #23 von Ralph
  • Eine Uni, die so etwas wieder zulässt, geht einen bedenklichen Weg.

    Das ist auch für mich der eigentliche Skandal über den sogenannten Einzelfall Kutschera hinaus.
    Wenn ein Irrer wie Kutschera seinen Job behält, gibt es immer irgendwo im Hintergrund Seilschaften, die dafür sorgen.

    Wenn wieder mal die obligatorische Frage für gestern und heute gestellt wird, wie konnte es soweit kommen, dann liefert die Uni Kassel ein klassisches und trauriges Paradebeispiel dafür.
    Ohne die Uni Kassel gäbe es Kutschera in dieser Form nicht.
    Diese missinterpretierte Versteifung auf eine Auslegung der Freiheit von Wissenschaft und Lehre der Uni Kassel ist faktisch rein gar nichts anderes als eine in Nebelkerzen getarnte Unterstützung von Kutschera.
    Diese Sichtweise der Freiheit von Wissenschaft und Lehre ignoriert nicht nur die Wissenschaft selbst, sondern auch insbesondere in Deutschland die Geschichte und jeden etwaigen Lernprozess, der angeblich nach 45 aus ihr entstanden ist.
    Die Uni Kassel bittet die Schreibtisch-Täter wieder ausdrücklich zu Tisch.
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#26 False BalanceAnonym
  • 23.07.2020, 18:18h
  • "Professorinnen und Professoren können für ihre Äußerungen nicht nur die Meinungsfreiheit, sondern auch die Freiheit der Wissenschaft in Anspruch nehmen, die das Grundgesetz sehr weit fasst"

    Ich halte es für fatal, dass die Universität hier die "Wissenschaftsfreiheit" ins Spiel bringt und damit Kutscheras Strategie unterstützt.

    Meinungsfreiheit, von mir aus. Um deren Grenzen geht es hier. Zur Meinung gehört leider auch gefährlicher Quatsch.

    Aber wenn jemand z. B. von einer fehlenden "genetischen Inzuchthemmung" bei Adoptivkindern in Regenbogenfamilien faselt, die erstens wissenschaftlich nicht belegt ist und die zweitens aus einem nicht weiter erklärten Grund bei Adoptivkindern von Heterosexuellen plötzlich keine Rolle spielt, und wenn er daraus eine drohende Massenmissbrauchskatastrophe durch schwule Eltern herbeifantasiert, dann hat das mit Wissenschaft ungefähr so viel zu tun wie eine Hexenverbrennung.

    Man darf doch nicht jeden geistigen Unrat als "Wissenschaft" adeln, nur weil er zufällig dem Mund eines Professors entfällt. Oder würde vielleicht auch diese ganze "Q-Anon"-Scheiße zu "Wissenschaft", sobald da ein_e Wissenschaftler_in munter mithalluziniert?

    Ich sehe die Äußerungen der Universität nicht als so "neutral" an, wie die Unileitung sich das wohl gerne selbst einreden würde. Statt die notwendige klare Stellung zu beziehen, geht sie einer fatalen "false Balance"-Strategie auf den Leim.
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#27 KaiJAnonym
  • 23.07.2020, 20:18h
  • Freiheit der Lehre ist nicht grenzenlos. Dafür steht auch die Uni immer in Verantwortung.
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#28 Ralph

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