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"I have my preferences!"

Schwules Märchen trifft schwarze Komödie

Heute vor genau 50 Jahren – am 22. Juli 1970 – war die Premiere des US-Films "Something for Everyone". Ein bisexueller Prince Charming sorgt hier dafür, dass für alle Zuschauenden etwas dabei ist.


Helmuth (Anthony Higgins, li) und Konrad (Michael York) in "Something for Everyone"
  • Von Erwin In het Panhuis
    22. Juli 2020, 04:30h, 1 Kommentar

Es war einmal eine alte Gräfin, die lebte gemeinsam mit ihrem schwulen Sohn und ihrer heterosexuellen Tochter in dem wunderschönen Schloss Ornstein. Eines Tages kam der bisexuelle Prince Charming mit dem Namen Konrad Ludwig des Weges und träumte davon, ebenfalls in diesem Schloss zu wohnen. Um zu dieser reichen Familie zu gehören, ließ er sich mit Mutter, Tochter und Sohn auf sexuelle Verhältnisse ein. Menschen, die ihm bei seinem Ziel im Wege standen oder die ihm wegen seiner Männergeschichten Probleme bereiteten, tötete er. Am Ende der Geschichte heiratete er in die Familie ein. Und wenn er nicht gestorben ist, liebt er immer noch sein Schloss.

So lässt sich der Film "Something for Everyone" zusammenfassen, der auch durch seinen Genre-Mix so angelegt ist, dass für jeden etwas dabei ist. Trotz seiner Drehorte in Deutschland bzw. Österreich und zahlreicher bekannter deutscher Schauspieler wie Klaus Havenstein wurde dieser US-Film nie deutsch synchronisiert. Wegen der – für damalige Verhältnisse – sexuell recht freien Darstellung wurde der Film in den USA zunächst nur für Erwachsene freigegeben (aus dem X-Rated wurde später ein R).

Die schwule Nebenhandlung des Films

Im Folgenden fokussiere ich die schwule Nebenhandlung und beziehe mich mit den Minutenangaben auf die online verfügbaren Filmfassungen. Weil der Film bei Youtube bisher nur in recht schlechter Qualität verfügbar war, habe ich ihn für diesen Artikel auf meinem Youtube-Kanal zusätzlich in guter Qualität hochgeladen.

Direktlink | Der komplette Film auf Youtube in guter Qualität

Um eine Anstellung im Schloss Ornstein zu erreichen, stößt Konrad zunächst den bisherigen Hausdiener Rudolph (Klaus Havenstein) vor einen Zug (27:00) und nimmt dessen nun freigewordene Stelle an. Als Erstes versucht Konrad, den schwulen Helmuth zu verführen. Als er merkt, dass er von Helmuth beobachtet wird, zieht er sich aus und geht schwimmen. Wie geplant, steigt Helmuth zu ihm in den See. Dabei werden sie von Klaus, dem Verwalter des Schlosses, kritisch beobachtet (38:10-39:55). Nach dem Schwimmen ziehen sich Konrad und Helmuth auf Konrads Zimmer zurück und werden dort vom Verwalter bei Zärtlichkeiten erwischt, der Konrad mit einer Kündigung droht (44:00-45:55). Um dieser Kündigung zuvorzukommen, zeigt Konrad den Verwalter wegen dessen Besitz verbotener Nazi-Devotionalien an. Die Polizei findet diese Devotionalien (48:15-50:40), der Verwalter verliert seine Arbeit, und Konrad kann nun auch diesen Posten übernehmen.

Auf Konrads mittlerweile auch heterosexuelle Affären reagiert Helmuth zusehends eifersüchtig (1:00:00-1:00:45). Als Helmuth die reiche Anneliese Pleschke heiraten soll, nimmt ihn Konrad tröstend in die Arme, sagt ihm, dass er weiterhin für ihn da sei, und küsst ihn zärtlich auf den Mund. Anneliese erwischt die beiden Männer bei diesem Kuss, woraufhin die Gefahr besteht, dass ihr Verhältnis öffentlich wird. Konrad verursacht daraufhin als Chauffeur der Familie einen für Anneliese tödlichen Autounfall (1:29:15-1:32:25). Nach dem Unfall geht Konrad an Krücken, wobei ihm Helmuth gerne unter die Arme greift (1:33:00).

Das erotisch/sexuelle Verhältnis der beiden Männer setzt sich fort: In einer Szene zieht sich Konrad in seinem Zimmer aus, um sich ins Bett zu legen, wo Helmuth schon auf ihn wartet (1:39:00-1:39:25), und in einer anderen Szene tauschen sie in einem Boot Zärtlichkeiten aus (1:40:50-1:41:55).


Zärtlichkeiten auf dem See

Helmuth reagiert allerdings weiterhin eifersüchtig auf Konrads heterosexuelle Affären. Das wird vor allem deutlich, als sich Konrad in Anwesenheit von Helmuth Hochzeitsringe aussucht, weil er demnächst in die Familie einheiraten möchte (1:42:10-1:42:25). Als Konrad schließlich heiratet, werden ihm die Ringe von Helmuth gereicht (1:50:30). Konrad heiratet allerdings nicht die Gräfin, wie es die vorherigen Szenen nahelegen, sondern Lotte, die dicke und nervtötende Tochter, die sich dabei gar nicht als so schlicht erweist wie sie zunächst wirkt. Für Konrad ist es eine Heirat aus Liebe – allerdings nicht zu Lotte, sondern zu dem Schloss, das Konrad von Beginn an besitzen wollte.

Die Kommentare in der IMDB

In der IMDB sind zu diesem Film 26 "Reviews" zu finden, die eher Kommentare als Rezensionen sind. Einer der User ist der Meinung, dass sich Schwule diesen Film unbedingt ansehen sollten, auch wenn die schwulen Szenen nur einen kleinen Teil des Films ausmachen. Seiner Meinung nach haben vor allem Schwule sehr positiv auf eine Szene reagiert, in der Angela Lansbury als Gräfin in ihrem weißen Satin-Anzug und der passenden Mütze – im Stil einer Stewardess – in einen Zug einsteigt (1:22:00-1:23:35).

Andere User betonen, dass Helmuth körperlich genauso atemberaubend ("stunning") wie Konrad sei oder heben Konrads "Pansexualität" hervor – was vielleicht ein besserer Begriff als "Bisexualität" ist. Ein User weist zu Recht darauf hin, dass für 1970 der schwule Kuss unglaublich gewagt ("incredibly daring") inszeniert wurde.

Der Hinweis in einer Besprechung, dass es auch Fassungen geben soll, in denen eine Szene zwischen Konrad und Helmuth herausgeschnitten wurde, klingt plausibel, dies konnte ich jedoch nicht verifizieren. Die von mir ausgewertete Fassung hat, wie auch in der IMDB und bei Wikipedia angegeben, 112 Minuten.

Rezensionen

In einigen Rezensionen wird folgender Filmdialog hervorgehoben: Helmuth: "You'll sleep with anyone, won't you?", worauf Konrad erwidert: "But I have my preferences!" (S. Quotes und IMDB – zur Filmszene s.o. 1:41:35 Min.) Dieses Filmzitat verdeutlicht, dass Konrad sexuelle Verhältnisse zur Machtausübung instrumentalisiert, dabei aber homosexuelle Präferenzen hat. Auch Michael Barrett greift das Zitat in seiner Rezension auf und bezeichnet den Film deshalb in der Überschrift seines Artikels als ein frühes, aber auch unheimliches Beispiel ("Albeit Sinister") für das Queer Cinema (popmatters.com, 16. März 2017).

Zum 20. Jahrestag der Filmpremiere schrieb Otis Stuart in der New Yorker Schwulenzeitschrift "OutWeek" (13. Juni 1990, S. 64-65) einen größeren und lesenswerten Artikel. Er sieht in diesem Film eine Mischung aus "Midnight Cowboy" und einem deutschen Lederhosenfilm. Dabei versucht er die Zeit von 1970 bei seiner Filmbewertung mit zu berücksichtigen: Produziert wurde der Film nämlich in der Blütezeit der "Böse-Schwuchtel-Phase" des amerikanischen Films ("full bloom of American film's evil-fag phase"), als Homosexualität mit der dunklen Seite der Macht gleichgesetzt wurde. Die Zielgruppe des Films sei ein nicht geschultes Publikum ("unschooled audience"), was auf die wohl notwendigen Kompromisse bei einem Film verweist, der sich an ein Hetero-Mainstreampublikum des Jahres 1970 richtete.

Vito Russo ist meistens sehr kritisch bei der Bewertung von Schwulen in Mainstreamfilmen, vor allem dann, wenn diese Filme offen und liberal erscheinen – so auch hier. Nach Russo werden schwule Zuschauer hier dazu verführt, "als Reaktion auf eine attraktiv homoerotische, aber letztlich zerstörerische Empfindsamkeit ein negatives Bild von sich selbst zu unterstützen". Für Russo gibt es in diesem Film keine Liebe und auch der schwule Kuss ist Ausdruck "ihrer billigen, falschen Leidenschaft" – was jedoch allenfalls auf den stets berechnenden Konrad zutrifft. Für Russo ist Konrads Homosexualität "Teil seiner Bosheit, ein unmoralisches Werkzeug, um Macht zu gewinnen, doch der Film macht sie für ein heimlich schwules Publikum attraktiv". Russo erkennt an, dass die heterosexuelle Liebe in diesem Film "gemein und unappetitlich" wirke – "verglichen mit der liebevoll gedrehten homosexuellen Affäre", wobei er viele andere Filme aus dieser Zeit kennt, in denen dies genau andersrum ist (Vito Russo: "The Celluloid Closet", hier zitiert nach der deutschen Ausgabe "Die schwule Traumfabrik", 1990, S. 152-153).

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Regisseur und Schauspieler


Angela Lansbury (li.) als überzeugende Schlossherrin

Regisseur des Films war Harold Prince (1928-2019), der vor allem als erfolgreicher Theaterregisseur und -produzent bekannt ist und mit diesem Film seine Premiere als Filmregisseur hatte. Prince war Co-Produzent des Musicals "West Side Story" und inszenierte die Broadway-Erfolge "Evita" und "Phantom der Oper".

Seine Sensibilität für schwule Themen bewies er schon früh bei der Regiearbeit zu zwei Musicals, die später erfolgreich verfilmt wurden: "Cabaret" (1966-1969) wurde 1972 mit Michael York (s.u.) und Liza Minnelli verfilmt, die Verfilmung von "Der Kuss der Spinnenfrau" (1992-1995) hatte 1995 Premiere.

Als Harold Prince starb, schrieb die US-Schwulenzeitschrift "Metrosource" (2019) unter der Überschrift "Deshalb wird die LGBTQ-Community um Hal Prince trauern": "Soweit wir wissen, war Hal Prince nicht schwul. Im Laufe seiner außergewöhnlichen Theaterkarriere veränderte er jedoch das Leben unzähliger Mitglieder der LGBTQ-Community."

Der Protagonist Konrad wird vom Schauspieler Michael York (*1942) verkörpert, der den Höhepunkt seiner Karriere mit der Hauptrolle in dem Film "Cabaret" (1992) hatte, wo er an der Seite von Liza Minnelli den bisexuellen Brian Roberts verkörperte. Man kann davon ausgehen, dass Michael York seine Rolle in "Cabaret" seiner Rolle in "Something for Everyone" zu verdanken hatte, weil Harold Prince – der Regisseur von "Something for Everyone" – auch der Regisseur des Musicals "Cabaret" war.


Michael York (mi.) in seiner bisexuellen Rolle in "Cabaret" (1972)

Der schwule Helmuth wird im Film von Anthony Higgins (*1947) dargestellt, von dem zwei weitere schwule Filmrollen bekannt sind: In "Indian Summer" – auch bekannt als "Alive & Kicking" (1996) – verkörpert er den schwulen Ramon. Von seinem schwulen Kuss in diesem Film zeigt sich ein Rezensent enttäuscht, weil dieser nicht so leidenschaftlich und auch nicht so sexuell wie in "Something for Everyone" sei (s. Anthony Higgins Gallery). Später verkörperte Higgins in dem Film "Der Fluch des Edgar Hoover" (2013) Clyde Tolson, der ein homosexuelles Verhältnis mit dem FBI-Chef J. Edgar Hoover gehabt haben soll.

Die Schlossherrin wird durch Angela Lansbury (*1925) verkörpert, die später – vor allem als Jessica Fletcher in der Fernsehserie "Mord ist ihr Hobby" (1984-1996) – sehr erfolgreich wurde. Ihre zweite Oscar-Nominierung bekam sie für ihre Darstellung in der (nicht-schwulen) Verfilmung von "Das Bildnis des Dorian Gray" (1945) nach der Romanvorlage von Oscar Wilde. 1960 spielte sie im Theaterstück "A Taste of Honey" mit, das in seiner späteren Verfilmung ("Bitterer Honig", 1961) als wichtiger Beitrag zur Enttabuisierung von Homosexualität bewertet wird.

Zwei mögliche kulturelle Anspielungen


Das Cover der spanischen Fassung mit Schloss Neuschwanstein als Märchenschloss und mögliche homosexuelle Anspielung

Ich halte es für möglich, dass mit dem Schloss und einer Heiligenfigur schwule Anspielungen beabsichtigt waren. Das im Film omnipräsente "Schloss Ornstein" ist bei näherer Betrachtung Schloss Neuschwanstein, das bis heute als Inbegriff eines Märchenschlosses gilt. Erbaut wurde es ab 1869 von dem bayerischen König Ludwig II., dessen Homosexualität seit mehr als 100 Jahren breit diskutiert wird. Im Film selbst ist Neuschwanstein kaum zu erkennen. Deutlicher wird der Bezug durch das DVD-Cover der spanischen Filmfassung, die eine Illustration des Schlosses verwendet, die im Film nicht vorkommt.

Mehrfach wird im Film auf eine Statue des heiligen Sebastian angespielt (23:49, 30:30), bei dessen Anblick Anneliese Pleschke in schwulem Zusammenhang sogar einen Schreianfall bekommt (1:31:15). Weil St. Sebastian als schwule Ikone eine große Bedeutung hat (s. CSG -Broschüre), lässt sich in diesem Motiv eine inhaltliche Verbindung zur schwulen Nebenhandlung sehen.

Vergleiche

Der Film versteht es, in eleganter Form zwei Genres – das der schwarzen Komödie und das des Märchens – miteinander zu verbinden. Vergleiche mit anderen Filmen sind gut geeignet, den Film näher zu erfassen. Parallelen lassen sich zum Beispiel zu den diversen Filmen über den "talentierten Mr. Ripley" nach Patricia Highsmith erkennen, in denen ebenfalls mit homoerotischen Anspielungen gearbeitet wird und sich der gutaussehende Protagonist von Mord zu Mord hangelt. Als schwarze Komödie mit bisexueller Grundhandlung gibt es auch mehrere Parallelen zu der Literaturverfilmung "Seid nett zu Mr. Sloane" (1970) nach dem Roman des schwulen englischen Autors Joe Orton.

Der Protagonist Konrad wird dem Zuschauer mit einem Fahrrad und in erotischen kurzen Hosen vorgestellt. Einen Rezensenten erinnert dies an die Darstellung des Oliver (Armie Hammer) in "Call Me By Your Name" aus dem Jahr 2017 (s. Talkfilmsociety). Mich erinnert diese Darstellung eher an den Porno "Pension complète" von Jean Daniel Cadinot (1988), wo viele junge Männer in kurzen Hosen und auf Fahrrädern an einer Fahrt durch Bayern teilnehmen, auf der sie auch etwas über das Schloss Neuschwanstein und Ludwig II. (ungefähr 14:00 Min.) erfahren.

Auf Oberbayern als Kulisse für Sex-Filme zurückzugreifen, war in den Siebzigerjahren populär und begründete das Subgenre der sogenannten Lederhosenfilme (s. dazu mein Buch "Von Oswalt Kolle bis Schulmädchen-Report", 2019). Weil "Something for Everyone" keine deutschsprachige Produktion ist, gehört der Film nicht im engeren Sinne zu diesem Subgenre, er steht aber erkennbar unter dem Einfluss sowohl des Subgenres "Lederhosenfilm" als auch des Subgenres der sexuellen Märchenfilme. In meinem Buch gehe ich auf beide Subgenres ein (S. 31-36, S. 37-38). Zu dem Subgenre der sexuellen Märchenfilme gehören auch Filme wie "Dornwittchen und Schneeröschen" (1970) und "Die Stoßburg" (1970) mit ihren schwulen Nebenrollen.

Es gibt allerdings auch eine andere Erklärung für Bayern als Filmkulisse: In den USA gab es seit dem 19. Jahrhundert eine weitverbreitete Rezeption von und eine Faszination für die "deutsche Romantik", deutsches Mittelalter, alte Burgen usw., gerade weil die USA sich selbst als hypermodernes Land sahen, in dem es das alles nicht gab. Bis heute prägt Bayern – einschließlich Neuschwanstein – für viele Amerikaner das Bild von "old Germany" schlechthin. Es ist daher auch möglich, dass der Film dieses populäre, klischeehafte und zum Teil trivialisierte Deutschlandbild in dieser schwarzen Komödie parodiert.

Man kann "Something for Everyone" (1970) auch als eine Art "Cabaret" (1972) vor oberbayerischer Kulisse bezeichnen, was auch an den beiden bisexuellen Protagonisten liegt, die in beiden Filmen vom selben Schauspieler verkörpert werden.

Fazit

Trotz aller möglichen Kritik an diesem Film – wie ich sie etwa. von Vito Russo wiedergegeben habe – bleibe ich bei meiner positiven Bewertung. In Bezug auf Konrads negativen Charakter hat Russo nicht die ironische Brechung berücksichtigt, die mit einer schwarzen Komödie verbunden ist, wo es zum Genre gehört, dass auch Mörder Sympathieträger sein können. Der oben genannte Hinweis von Konrad auf seine sexuellen Präferenzen bleibt (wohl aus dramaturgischen Gründen) mehrdeutig und lässt sich als Beleg für Intriganz, aber auch als Zeichen der Ehrlichkeit gegenüber einem Liebespartner deuten.


Helmuth reagiert eifersüchtig auf Konrads geplante Ehe, was seine Liebe zu ihm verdeutlicht

Die gesamte homoerotische Darstellung ist durchweg positiv – wenn auch dezent. Der Kuss ist leidenschaftlich und für 1970 mutig in Szene gesetzt. Für mich hat der Film die notwendige innere Sensibilität, die ich mir für einen Film wünsche. In mehreren Filmszenen wird gezeigt, wie Helmuth eifersüchtig auf andere Liebschaften Konrads reagiert. Die Szene, in der sich Konrad Eheringe kauft, ist sogar lustig inszeniert. Diese Eifersucht zeigt, dass es Helmuth nicht nur um Sex, sondern um Liebe geht. Es gibt in diesem Film viele Sexszenen, aber das Verhältnis Helmuths zu Konrad ist das einzige, das auch als Liebesverhältnis wahrnehmbar ist.

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#1 queergayProfil
  • 15.08.2020, 21:04hNürnberg
  • Es wäre schön, wenn es auch eine vollständige Fassung mit deutschen Untertiteln geben würde. Jetzt nach mittlerweile mehr als 50 Jahren und digital neu bearbeitet.
    Der im Text genannte Film "Die Stossburg" (1970) hatte übrigens als nackte Mitspielerin die spätere CSU-Politikerin Dagmar Wöhrl. Davon habe ich eine neuere DVD mit holländischen Untertiteln.
  • Antworten » | Direktlink »