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Düsseldorf
"Macheten-Mann" kandidiert für die AfD
Der homophobe Düsseldorfer Rentner, der im vergangenen Jahr mit einer Machete in einem Cruisingpark wütete und deshalb verurteilt wurde, will für die Rechtsaußenpartei in den Stadtrat.

Mit Macheten kämpft der Düsseldorfer Rentner Axel S. im Hofgarten für Sitte und Ordnung (Bild: Marcelo Braga / flickr)
- 22. Juli 2020, 05:59h 2 Min.
Der sogenannte Macheten-Mann Axel S. tritt für die AfD als Wahlkreis-Kandidat bei den Wahlen zum Düsseldorfer Stadtrat am 13. September an. Dies berichteten am Mittwoch u.a. die "Rheinische Post" und die "Neue Ruhr Zeitung" (NRZ). Der 76-Jährige sei auch Mitglied der Rechtsaußenpartei, heißt es übereinstimmend in den Berichten.
Im vergangenen Jahr hatte der Rentner monatelang für Aufregung gesorgt, weil er offenbar aus Abneigung gegenüber cruisenden Schwulen und Obdachlosen im Düsseldorfer Hofgarten Buschwerk entfernt hatte. Er benutzte dazu eine Machete mit einer 23 Zentimeter langen Klinge.
Zu 800 Euro Geldstrafe verurteilt
Im Juni 2019 erwischten Mitarbeitende des Düsseldorfer Ordnungs- und Servicedienstes den Senior bei einer Routinekontrolle, als er gerade das Zelt eines Obdachlosen zerschnitt (queer.de berichtete).

Im Juni 2019 veröffentlichte die Stadt das Bild der sichergestellten Machete (Bild: Landeshauptstadt Düsseldorf, Ordnungsamt)
Ursprünglich hätte der Rentner wegen vorsätzlicher Sachbeschädigung per Strafbefehl 1.050 Euro zahlen sollen. Da er nur über eine geringe Rente verfüge, senkte das Amtsgericht Düsseldorf die Strafe am 10. Dezember auf 800 Euro (queer.de berichtete). Es gebe kein Recht auf Selbstjustiz, erklärte ihm damals die Richterin.
Der Rentner scheint das jedoch anders zu sehen: Nur kurz nach seiner Verurteilung war er nach Angaben eines Zeugen mit einer neuen Machete wieder im Hofgarten unterwegs und rief dabei: "Ich kriege die ganzen Schwulen hier alle raus!" (queer.de berichtete).
Die Aktivitäten des "Macheten-Mannes" sind für die AfD kein Hindernis, ihn für den Stadtrat aufzustellen: "Ich will sein seltsames Verhalten von damals in keinster Weise gutheißen, aber er bekam seine Strafe und ist jetzt kein Ausgeschlossener der Gesellschaft", erklärte AfD-Vorstandsmitglied Elmar Salinger gegenüber der "Rheinischen Post". Laut "NRZ" hatte der Rentner schon bei der Kommunalwahl 2014 für die AfD kandidiert. Der Wahlkampf der Rechtsaußenpartei steht in diesem Jahr unter dem Motto "Aus Liebe zu Düsseldorf". (cw)
















Auch wenn es von der AfD kommt, ist es doch ein berechtigter Ansatz. Eine verbüßte Strafe muss auch dazu führen wieder im gemeinschaftlichen Umfeld agieren zu können.
Man mag die Höhen von Strafen kritisieren oder überhaupt den Umgang der Justiz und Polizei mit Straftätern aber das Prinzip, dass Schuld auch beendet sein muss, ist existenziell (Da gibt es bestimmt einen Fachbegriff aus der Philosophie).