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New York City

Schwuler Ex-Pornostar sorgt mit rassistischem Ausbruch für Empörung

Der frühere Twink-Pornodarsteller Dustin Gold attackiert in einem inzwischen viralen Video mitten in New York City einen schwarzen Müllmann mit dem N-Wort.


Dustin Gold als Pornodarsteller vor zirka sechs Jahren (li.) und heute als Rassist (Bild: Helix Studios / Youtube)

Ein offen schwuler Pornodarsteller ist wegen eines rassistischen Ausbruches Gesprächsthema in sozialen Medien: Am Wochenende tauchte das Video eines weißen Mannes auf, der am Samstag während eines Verkehrsstaus im Norden von Manhattan im Stadtviertel Upper East Side (85. Straße) einen schwarzen Müllmann rassistisch attackierte und später einen Fußgänger, der ihn filmt, tätlich angriff.

Das inzwischen viral gegangene Video wurde unter anderem auch von Stadtratskandidat und "Black Lives Matter"-Organisator Anthony Beckford geteilt, der die Bevölkerung dazu aufrief, derartigen Rassismus nicht zu akzeptieren. Am Dienstag identifizierte er den Mann als Ex-Pornodarsteller Dustin Gold, der vor einigen Jahren unter anderem für das Twink-Label Helix Studio gearbeitet hatte. Auch andere Nutzer identifizierten den inzwischen etwas fülligeren Darsteller anhand seiner Tattoos.

Twitter / Vote4Beckford

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"Bist du auch schwul?"

Gold, der offenbar von einem Stau genervt war, sagte in dem Video unter anderem: "Hey, du, es wäre klug, wenn du nicht in der Mitte der Straße stehen würdest, Arschloch. Verfickter [N-Wort]." Danach sprach Gold mit dem Mann, der ihn filmte – und fragte ihn unter anderem: "Bist du auch schwul?" Als der Mann das verneinte, erwiderte Gold: "Du siehst aber so aus." Später sagte der Mann, dass er das Video ins Internet hochladen werde. Daraufhin antwortete Gold: "Okay. Ich kriegen dann Fans, Schätzchen." Ein wenig später stieg Gold aus, attackierte den Fußgänger und warf dessen Handy auf den Boden.

Das Video führte zu heftigen Reaktionen in sozialen Medien – insbesondere nachdem bekannt wurde, dass Gold nur wenigen Tage zuvor als Gastredner bei einem LGBTI-Event für Kinder über sein Coming-out erzählt hatte. Viele Schwule äußerten sich empört und erklärten, sie würden Gold gerne aus der LGBTI-Community ausschließen, wenn so etwas möglich wäre.

Manche wandten sich auch an Helix Studios und forderten das Pornostudio auf, den "rassistischen Haufen Scheiße" zu feuern. Helix antwortete am Dienstag via Twitter: "Dustin Gold wurde gefeuert. Er hat seit 2014 nicht für uns gearbeitet und wir werden ihn in der Zukunft nicht verwenden." (cw)



#1 audeasAnonym
  • 22.07.2020, 12:03h
  • Paradebeispiel dafür, dass Minoritäten auch untereinander Diskriminierung ausüben können und auch tun. Schwulsein gibt keinen Freifahrtschein zur Unterdrückung und Diffarmierung anderer.
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#2 michael008
  • 22.07.2020, 12:40h
  • Ich hatte es gestern schon einmal, bei dem Thema Caitlyn Jenner, erwähnt.
    Minderheiten, und wir LGBTI*, gehören zu diesen, sind einfach ein Teil dieser Menschheit mit all deren Vorzügen und Nachteilen, angenehmen und unangenehmen Individuen.
    Wir müssen uns weder schämen für solche Ar...lö.... noch sollten wir uns etwas auf unsere Vorbilder in der Community einbilden.
    Was wir selbst tun, zählt.
    Tagtäglich.
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