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Kommentare zu:
Robbie-Album mit Homo-Song


#1 SaschaAnonym
  • 21.10.2005, 19:07h
  • Es ist eine bodenlose Unverschämtheit, wie Herr Williams das Thema Homosexualität immer wieder für kommerzielle Zwecke missbraucht und nicht zuletzt mit seinen ach so witzigen Outings, die er spätestens 24 Stunden später energisch dementieren lässt, ins Lächerliche zieht. Nur weil jemand einen 28-Millionen-Euro-Vertrag hat, gibt ihm das noch lange nicht das Recht, auf derart subtile Weise Homosexuelle zu verunglimpfen - und genau das tut er. Ich verstehe beim besten Willen nicht, wie auch nur ein einziger selbstbewusster (aber wie viele gibt es davon?) Homosexueller diesen verantwortungs- und niveaulosen Typen mit dem Kauf seiner Alben unterstützen kann. Entweder weiß Mr. Williams wirklich selbst nicht, was er will, oder er verfolgt eine perverse und meines Erachtens inakzeptable PR-Kampagne. Man sollte ihm verbieten, den Begriff "gay" weiterhin in den Mund zu nehmen!
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#2 BriceAnonym
  • 22.10.2005, 23:51h
  • @ Sascha
    Ich muss das berichtigen, was du geschrieben hast, denn Robbie hat den höchstdotierten Musikvertrag überhaupt gekriegt, und zwar hat er, festhalten, 104 Millionen € gekriegt. ich weiß sogar den ganz genauen Betrag, er ist über viele Ecken mit mir verwandt!
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#3 ich bins halt!Anonym
  • 23.10.2005, 15:36h
  • wow, toll! aber was tut dein minimales verwandtschaftsverhältnis zu ihm hier zur sache?
    mal ganz ehrlich jungs und mädels: was für erbsenzähler seid ihr eigentlich, dass man sich über sowas beschweren muss/kann/sollte?
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#4 bumblebeeAnonym
  • 23.10.2005, 18:49h
  • PONS - Wörterbuch:
    gay = lustig, vergnügt, fröhlich, lebenslustig, farbenfroh, bunt (und auch: schwul)...

    Typisch, dass Homos bei dem Begriff "gay" immer an das Eine denken...wer der englischen Sprache mächtig ist, kennt auch die andere Bedeutung des Wortes!
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#5 SaschaAnonym
  • 23.10.2005, 23:19h
  • Eine kleine Bemerkung zu den beiden vorstehenden Kommentaren: ihr scheint größere Probleme damit zu haben, Inhalt und Stoßrichtung meines Beitrages zu erfassen...
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#6 dragonwarriorAnonym
  • 24.10.2005, 09:34h
  • @ sascha...

    ich finde du schiest da heftig über das ziel hinaus...

    es ist mir ziemlich egal, ob mr. williams nun hetero, bi- oder homosexuell ist.

    und wenn er alles f..., was nicht bei drei auf den bäumen ist, okay, dann soll er's meinetwegen tun.

    mann könnte das ganze natürlich auch mal anders betrachten: ich würde mir wünschen, dass mehr heteromänner so offen mit klischees spielen würden, wie mr. williams das tut.
    letzten endes scheints ihm schnurz zu sein, was andere darüber denken, und die einstellung ist mir zugegebenermaßen recht sympatisch.

    ob hinter der fassade nicht noch was anderes steckt - und das scheinen ja viele sebsternannte insider zu sehen - ist ne andere frage...

    ich finde jedenfalls nicht dass sich aus dem oben zitierten text ne "verunglimpfung" ableiten lässt... sorry...
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#7 martinAnonym
  • 24.10.2005, 09:54h
  • @sascha

    ich fühle mich nicht dadurch beleidigt, wenn der mal für nen tag behauptet, er wäre schwul.
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#8 sprachenexperteAnonym
  • 24.10.2005, 13:09h
  • @ bumblebee:

    Bei dem Wort "gay" denken heute nicht nur Schwule automatisch an "schwul/lesbisch", auch die englischsprachigen Heteros tun das. "Gay" hatte bis in die 50er Jahre hinein viel stärker die Bedeutung "fröhlich" usw., allerdings wurde diese Bedeutung inzwischen so weit in den Hintergrund gedrängt, dass - außer in Texten aus der Zeit vor den 60ern und in festen Wendungen - "schwul/lesbisch" die vordergründige Bedeutung ist. Wer "gay" heute im Sinne von "fröhlich" verwendet, riskiert unweigerlich, dass nicht das verstanden wird, was ausgedrückt werden sollten. Sagt jemand "I'm so gay" würde das heute nicht "Ich bin so froh" bedeuten - das wäre ein eindeutiges Coming Out.
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#9 SaschaAnonym
  • 24.10.2005, 13:30h
  • 1. Wer der englischen Sprache mächtig ist, weiß auch ohne Pons-Wörterbuch, dass Mr. Williams den Begriff "gay" in den von mir bezeichneten Fällen in der Bedeutung "schwul" gebraucht hat (zum Sprachverständnis gehört die Berücksichtigung des jeweiligen Kontextes).

    2. Das Problem besteht für mich nicht darin, welche sexuelle Identität Mr. Williams nun tatsächlich hat, sondern dass er Homosexualität als etwas behandelt, das allenfalls für den Witz des Tages gut ist, woraufhin dann am nächsten Tag die Beteuerung folgt: Nein, ich bin natürlich heterosexuell!

    3. Wer sich durch ein derart respektloses Verhalten als Homosexueller nicht "beleidigt" fühlt, der meint wohl selbst, dass die homosexuelle Identität weniger wert ist als die heterosexuelle!
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#10 dragonwarriorAnonym
  • 24.10.2005, 14:52h
  • nein, ich meine ganz und garnicht, dass eine homosexuelle identität weniger wert ist, wie eine heterosexuelle...

    allerdings meine ich, dass man solche sachen überbewerten kann... und sorry, ich fühl mich wirklich nicht im geringsten von robbie angegriffen...

    das hat mit meiner identität als schwuler mann überhaupt nichts zu tun...

    robbie sorgt für verunsicherung... wer weiß, vielleicht fickt er wirklich mit beiden geschlechtern...

    vielleicht spielt er auch mit identitäten oder klischees... das ist sein recht, als künstler wie als mensch... er beleidigt niemanden - wie andere künstler oder politiker das tun.

    meinetwegen kann er das weitermachen. ich seh da keinen schaden... beim besten willen nicht...

    mir wärs im gegenteil lieber, viel mehr heteromänner würden so locker damit umgehen... und sich selbst nicht so ernst nehmen...

    man kann den wert der "identität" - wenns den soetwas wie ne allgemeine schwule identität gibt, was ich zu bezweifeln wage - auch überschätzen...
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#11 bumblebeeAnonym
  • 24.10.2005, 15:15h
  • Mir ist auch klar, dass die ursprüngliche Bedeutung des Wortes in der heutigen Zeit nur noch auf "schwul" reduziert wird, aber ausschließen kann man nicht, dass gerade Robbie Williams genau damit spielen möchte. Und wenn er dies auf eine intelligente und reffinierte Weise tut, so soll er es auch machen. Ich weiß nicht, was schlimmer ist, ein Sänger, der kokettiert oder Homos, die als normal bezeichnet und behandelt werden wollen und an Tagen wie den CSD genau das Gegentiel beweisen und sich lächerlich machen.
    Die ganze Diskussion ist alerb..ach übrigens Sascha, da ich u.a. Englisch und Deutsch studiert habe, weiß ich um die Bedeutung des Wortes und benötige keinen Duden dazu. Ich habe die Angabe lediglich gemacht, damit Menschen wie du, die so einfältig schwul denken, wissen, wo sie nachschlagen können!
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#12 SaschaAnonym
  • 25.10.2005, 00:20h
  • Wer hier einfältig und vor allem immer schön den Status Quo bewahrend denkt und handelt, darüber möge sich jeder selbst ein Urteil bilden. Vielleicht sollte sich manch einer einmal fragen, wie die liebe heterozentrische Gesellschaft darauf reagieren würde, wenn wir ihre unantastbare und einzig sinnstiftende sexuelle Identität derart verunglimpfen würden, wie unter anderem Mr. Williams dies mit der unseren tut. Aber wie meine Vorredner eindrucksvoll belegen, haben die meisten Schwulen ein Problem damit, ihre eigene Identität als uneingeschränkt gleichwertig zu betrachten, zu leben und zu verteidigen!
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#13 dragonwarriorAnonym
  • 25.10.2005, 09:33h
  • @ sascha

    sorry, aber nun reichts!

    anscheinend kapierst du nicht, dass meine sexuelle identität sdo gefestigt ist und ich sie als so gleichwertig betrachte, dass sie nicht im geringsten von dem, was mr. williams tut oder lässt, beeinflusst wird...

    wenn du nicht merkst, dass du hier anscheinend der einzige bist, den das kratzt, kann ich dir nicht helfen, aber versuch doch bitte nicht, mir mangelndes selbstbewusstsein oder eine zwiespältiges verhältnis zu meiner sexuellen identität einzureden... du machst dich lächerlich.
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#14 SaschaAnonym
  • 25.10.2005, 13:01h
  • Lieber dragonwarrior,

    das ist der Unterschied zwischen Leuten wie dir und mir. Es ist mir völlig egal, ob ich hier der Einzige bin, der eine bestimmte Überzeugung vertritt oder nicht. Veränderung ging bisher selten von denen aus, die den anderen nach dem Mund reden...

    Vor diesem Hintergrund ist es absolut notwendig, eine Diskussion darüber zu führen, ob ein 100-Millionen-Euro-"Künstler" (wobei es sich hier eher um ein kommerzielles als um ein künstlerisches Produkt handelt) nicht auch eine gewisse gesellschaftliche Verantwortung trägt. Nicht zuletzt deshalb, weil wir nach wie vor in einer Gesellschaft leben, in der junge Homosexuelle sich keineswegs mit der gleichen Selbstverständlichkeit frei entwickeln und entfalten können wie ihre heterosexuellen Altersgenossen. Sollten wir uns tatsächlich mit weniger zufrieden geben?

    Jemand wie R. Williams trägt jedenfalls dazu bei, dass Homosexualität weiterhin als eine Abweichung von der "Normalität", nicht als gleichberechtigter Teil einer vielfältigen menschlichen Normalität gesehen wird, da er Schwulsein lediglich als Witzeinlage und zur Steigerung seiner Absatzzahlen benutzt. Wer dagegen keine Einwände hat, will offenbar keine wirkliche gesellschaftliche Veränderung!
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#15 dragonwarriorAnonym
  • 25.10.2005, 15:17h
  • lieber sascha...

    ich blicke gelassen auf 25 jahre schwulenbewegung auch in meiner täglichen arbeit zurück, in denen ich aktiv war, in vielen zusammenhängen, in vielen formen...

    ich glaube ich kann mich da gut zurücklehnen angesichts dessen was ich und andere da erreicht haben. und zwar in dem wissen, dass robbie williams' "heute-schwul-morgen-hetero"-einlagen schlimmsten- oder bestenfalls einen völlig marginalen einfluss darauf haben, wie sich die gesellschaft uns gegenüber verhält.

    sicherlich habe ich z.b. im falle bushido, beenie man und konsorten da eine völlig andere haltung, denn da gehts um ziemlich üble äußerungen in ihren texten...

    fazit:
    ich war nie zufrieden bevor wir gleiche rechte haben und ein selbstverständlicher bestandteil dieser gesellschaft sind, und uns nicht nur toleranz, sondern akzeptanz entgegengebracht werden, und ich werde auch nicht zufrieden sein.

    wir haben lediglich eine unterschiedliche bewertung der wichtigkeit und der dramatik, die in robbies aussagen liegt.

    ich persönlich fand zum beispiel die tatsache, dass er rupert everet als ansager bei dem swing-concert hatte und auf dem swing-album soetwas wie ein schwules duett drauf ist prima. geschadet hat uns das nicht. ob es uns was genützt hat glaub ich auch nicht.

    was uns allerdings garantiert auch nichts nützt ist mimosenhaftigkeit.
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