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Kommentare zu:
Robbie-Album mit Homo-Song


#11 bumblebeeAnonym
  • 24.10.2005, 15:15h
  • Mir ist auch klar, dass die ursprüngliche Bedeutung des Wortes in der heutigen Zeit nur noch auf "schwul" reduziert wird, aber ausschließen kann man nicht, dass gerade Robbie Williams genau damit spielen möchte. Und wenn er dies auf eine intelligente und reffinierte Weise tut, so soll er es auch machen. Ich weiß nicht, was schlimmer ist, ein Sänger, der kokettiert oder Homos, die als normal bezeichnet und behandelt werden wollen und an Tagen wie den CSD genau das Gegentiel beweisen und sich lächerlich machen.
    Die ganze Diskussion ist alerb..ach übrigens Sascha, da ich u.a. Englisch und Deutsch studiert habe, weiß ich um die Bedeutung des Wortes und benötige keinen Duden dazu. Ich habe die Angabe lediglich gemacht, damit Menschen wie du, die so einfältig schwul denken, wissen, wo sie nachschlagen können!
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#12 SaschaAnonym
  • 25.10.2005, 00:20h
  • Wer hier einfältig und vor allem immer schön den Status Quo bewahrend denkt und handelt, darüber möge sich jeder selbst ein Urteil bilden. Vielleicht sollte sich manch einer einmal fragen, wie die liebe heterozentrische Gesellschaft darauf reagieren würde, wenn wir ihre unantastbare und einzig sinnstiftende sexuelle Identität derart verunglimpfen würden, wie unter anderem Mr. Williams dies mit der unseren tut. Aber wie meine Vorredner eindrucksvoll belegen, haben die meisten Schwulen ein Problem damit, ihre eigene Identität als uneingeschränkt gleichwertig zu betrachten, zu leben und zu verteidigen!
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#13 dragonwarriorAnonym
  • 25.10.2005, 09:33h
  • @ sascha

    sorry, aber nun reichts!

    anscheinend kapierst du nicht, dass meine sexuelle identität sdo gefestigt ist und ich sie als so gleichwertig betrachte, dass sie nicht im geringsten von dem, was mr. williams tut oder lässt, beeinflusst wird...

    wenn du nicht merkst, dass du hier anscheinend der einzige bist, den das kratzt, kann ich dir nicht helfen, aber versuch doch bitte nicht, mir mangelndes selbstbewusstsein oder eine zwiespältiges verhältnis zu meiner sexuellen identität einzureden... du machst dich lächerlich.
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#14 SaschaAnonym
  • 25.10.2005, 13:01h
  • Lieber dragonwarrior,

    das ist der Unterschied zwischen Leuten wie dir und mir. Es ist mir völlig egal, ob ich hier der Einzige bin, der eine bestimmte Überzeugung vertritt oder nicht. Veränderung ging bisher selten von denen aus, die den anderen nach dem Mund reden...

    Vor diesem Hintergrund ist es absolut notwendig, eine Diskussion darüber zu führen, ob ein 100-Millionen-Euro-"Künstler" (wobei es sich hier eher um ein kommerzielles als um ein künstlerisches Produkt handelt) nicht auch eine gewisse gesellschaftliche Verantwortung trägt. Nicht zuletzt deshalb, weil wir nach wie vor in einer Gesellschaft leben, in der junge Homosexuelle sich keineswegs mit der gleichen Selbstverständlichkeit frei entwickeln und entfalten können wie ihre heterosexuellen Altersgenossen. Sollten wir uns tatsächlich mit weniger zufrieden geben?

    Jemand wie R. Williams trägt jedenfalls dazu bei, dass Homosexualität weiterhin als eine Abweichung von der "Normalität", nicht als gleichberechtigter Teil einer vielfältigen menschlichen Normalität gesehen wird, da er Schwulsein lediglich als Witzeinlage und zur Steigerung seiner Absatzzahlen benutzt. Wer dagegen keine Einwände hat, will offenbar keine wirkliche gesellschaftliche Veränderung!
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#15 dragonwarriorAnonym
  • 25.10.2005, 15:17h
  • lieber sascha...

    ich blicke gelassen auf 25 jahre schwulenbewegung auch in meiner täglichen arbeit zurück, in denen ich aktiv war, in vielen zusammenhängen, in vielen formen...

    ich glaube ich kann mich da gut zurücklehnen angesichts dessen was ich und andere da erreicht haben. und zwar in dem wissen, dass robbie williams' "heute-schwul-morgen-hetero"-einlagen schlimmsten- oder bestenfalls einen völlig marginalen einfluss darauf haben, wie sich die gesellschaft uns gegenüber verhält.

    sicherlich habe ich z.b. im falle bushido, beenie man und konsorten da eine völlig andere haltung, denn da gehts um ziemlich üble äußerungen in ihren texten...

    fazit:
    ich war nie zufrieden bevor wir gleiche rechte haben und ein selbstverständlicher bestandteil dieser gesellschaft sind, und uns nicht nur toleranz, sondern akzeptanz entgegengebracht werden, und ich werde auch nicht zufrieden sein.

    wir haben lediglich eine unterschiedliche bewertung der wichtigkeit und der dramatik, die in robbies aussagen liegt.

    ich persönlich fand zum beispiel die tatsache, dass er rupert everet als ansager bei dem swing-concert hatte und auf dem swing-album soetwas wie ein schwules duett drauf ist prima. geschadet hat uns das nicht. ob es uns was genützt hat glaub ich auch nicht.

    was uns allerdings garantiert auch nichts nützt ist mimosenhaftigkeit.
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