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Änderung der Regeln geplant
Rugby-Weltverband will bei Frauen Trans-Verbot durchsetzen
Trans Frauen sind laut "World Rugby" angeblich für mehr Verletzungen im Rugbysport verantwortlich als cis Frauen. Deshalb soll ihnen pauschal die Ausübung des insbesondere im früheren britischen Empire beliebten Sports untersagt werden.

Frauenrugby soll nach dem Willen des Weltverbandes künftig transgenderfrei sein (Bild: NAPARAZZI / flickr)
- 22. Juli 2020, 13:23h 2 Min.
Der Dachverband "World Rugby" will laut der britischen Zeitung "The Guardian" trans Frauen vollständig aus dem Sport verbannen. Als Begründung gibt die im irischen Dublin ansässige Organisation in einem Beschlussvorschlag an, dass es ein "20 bis 30 Prozent höheres Risiko" von Verletzungen gebe, wenn eine cis Frau von einer trans Frau während des Spiels attackiert wird. Grund sei, dass trans Frauen durchschnittlich schwerer, stärker und schneller seien als cis Frauen. Der Entwurf sieht aber nicht vor, überdurchschnittlich starke cis Frauen auszuschließen.
Derzeit dürfen trans Frauen Rugby spielen, sofern ihre Testosteron-Werte nachgewiesenermaßen in den letzten zwölf Monaten auf einem niedrigen Niveau gewesen seien. Der Rugbysport folgt damit den Richtlinien des Internationalen Olympischen Komitees.
Trans Männer will "World Rugby" weiter im Sport akzeptieren. Allerdings gehe man davon aus, dass auch trans Spieler ein 20 bis 30 Prozent höheres Verletzungsrisiko hätten. Das sei aber akzeptabel, solange trans Sportler ein Dokument unterzeichneten, wonach sie dieses höhere Risiko eingehen wollten.
Trans-Organisation kritisiert geplantes Verbot
Die LGBTI-Organisation Athlete Ally kritisierte gegenüber der queeren britischen Nachrichtenseite "Pink News" das geplante Verbot: "Trans Frauen machen Sport aus dem selben Grund wie cissexuelle Frauen: weil sie den Sport lieben und weil sie die lebenslange Kameradschaft lieben, die der Sport mit sich bringt. Niemandem sollte die lebensrettende Kraft des Sports vorenthalten werden."
/ AthleteAllyIn 2017, we brought together almost 375 members of the global rugby community to call on World Rugby to stand with its trans athletes. Today, as World Rugby considers an outright ban on trans women athletes, our response is featured by @PinkNews. https://t.co/WPP2op4vlE
Athlete Ally (@AthleteAlly) July 20, 2020
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"World Rugby" ist der Dachverband in der Sportart "Rugby Union"; für die ebenfalls weltweit verbreitete populäre Abspaltung "Rugby League" mit ähnlichen, aber nicht gleichen Regeln ist ein anderer Dachverband zuständig.
Trans Sportler*innen sind in den letzten Jahren immer wieder Ziel von Hassattacken geworden. So machte Donald Trump Jr., der Sohn des US-Präsidenten, im vergangenen Jahr Stimmung gegen die trans Kanadierin Rachel McKinnon, nachdem sie die Bahnrad-Weltmeisterschaft in der Gruppe der 35- bis 39-Jährigen gewonnen hatte (queer.de berichtete). (dk)














