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Entscheidung des Stadtrats
Nur die AfD will keine Gay Games in München
Der Stadtrat hat mit großer Mehrheit die Bewerbung der Landeshauptstadt für die Gay Games 2026 beschlossen.

Der Eröffnungszeremonie der letzten Gay Games 2018 im Pariser Stade Jean-Bouin (Bild: Daieuxetdailleurs / wikipedia)
- 23. Juli 2020, 09:32h 2 Min.
In der letzten Vollversammlung vor der Sommerpause hat der Münchner Stadtrat am Donnerstagabend fast einstimmig beschlossen, die Bewerbung für die Ausrichtung der Gay Games 2026 in München zu unterstützen. Der beschlossene Antrag sieht unter anderem die Förderung des Events in Höhe von 50.000 Euro vor. Nur die AfD wollte die Unterstützung der Spiele verhindern – weil Sexualität ins Schlafzimmer gehöre.
Der Stadtrat unterstützt (nur gegen die Stimmen der AfD, die sich unsäglich dagegen äußerte) die Bewerbung zur…
Gepostet von Thomas Niederbühl am Mittwoch, 22. Juli 2020
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Das Großevent soll etwa 10.000 Sportler*innen in die bayerische Landeshauptstadt locken, die sich in gut 30 Sportarten von Cheerleading bis Schwimmen messen sollen. "Wir wollen sportliche Wettkämpfe auf Spitzenniveau bieten. Gleichzeitig soll das Event Spaß machen", sagte Gay-Games-Mitorganisator Dirk Neitzke, der das Sportprogramm verantwortet.
Die Gay Games sollen auch aus einem umfangreichen Kulturprogramm bestehen. Martina Kohlhuber, die schon das Europäische LGBTI-Chorfestival "Various Voices 2018" mit organisiert hat, ist im Bewerbungsteam zuständig für das Kulturprogramm. "Die Eröffnungsfeier soll das Highlight werden, unsere Visitenkarte", so Kohlhuber. "Zusätzlich planen wir ein buntes Potpourri an Kulturangeboten und Rahmenprogramm wie etwa ein Chor- und Musikfestival, ein Village in der Innenstadt und eine Human Rights-Konferenz."
Entscheidung in anderthalb Jahren
Die Münchner Organisator*innen rechnen sich nach dem Vertrauensbeweis der Politik gute Chancen aus, den Zuschlag zu erhalten. Mit Vorzügen wie dem Olympiagelände, einem Nachhaltigkeitskonzept und der Partnerschaft mit der Ukraine durch Munich Kyiv Queer will München gegen die Mitbewerberstädte wie Auckland, Lissabon oder Guadalajara punkten. Noch steht ein langer Bewerbungsprozess bevor. Nach aktuellen Planungen will die Federation of Gay Games (FGG) die Siegerstadt im Februar 2022 offiziell verkünden.
/ SportsMediaLGBT | Die Konkurrenz ist großBrisbane ; São Paulo ; Toronto ; Munich ; Dublin ; Guadalajara ; Amsterdam ; Auckland ; Lisbon ; Cape Town, Durban ; Valencia ; Taipei ; Liverpool ; Austin, Fort Lauderdale, Minneapolis, New Orleans, San Diego, Seattle #GayGames #GayGames2026
Sports Media LGBT+ (@SportsMediaLGBT) February 29, 2020
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Die Gay Games werden seit 1982 als Breitensport-Event organisiert und finden alle vier Jahre statt. Jede und jeder kann unabhängig von der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität teilnehmen. Bislang einziger deutscher Austragungsort war 2010 Köln. Die letzten Spiele fanden 2018 in Paris statt, 2022 soll als erste asiatische Metropole Hongkong das Turnier austragen. (pm/dk)
Links zum Thema:
» Homepage Bewerbung München 2026
















Anmerkung: Man sollte hier noch anmerken, dass die EuroGames 2004 in München stattfanden (d.h. die europäischen Spiele). Im Erdgeschoss des Rathausturms, dem Durchgang zum Prunkhof, wo eingemeißelte Inschriften an wichtige historische, politische, sportliche und kulturelle Ereignisse erinnern, befindet sich auch eine Gedenkinschrift für diese Spiele 2004.