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Entscheidung des Stadtrats

Nur die AfD will keine Gay Games in München

Der Stadtrat hat mit großer Mehrheit die Bewerbung der Landeshauptstadt für die Gay Games 2026 beschlossen.


Der Eröffnungszeremonie der letzten Gay Games 2018 im Pariser Stade Jean-Bouin (Bild: Daieuxetdailleurs / wikipedia)

In der letzten Vollversammlung vor der Sommerpause hat der Münchner Stadtrat am Donnerstagabend fast einstimmig beschlossen, die Bewerbung für die Ausrichtung der Gay Games 2026 in München zu unterstützen. Der beschlossene Antrag sieht unter anderem die Förderung des Events in Höhe von 50.000 Euro vor. Nur die AfD wollte die Unterstützung der Spiele verhindern – weil Sexualität ins Schlafzimmer gehöre.

Der Stadtrat unterstützt (nur gegen die Stimmen der AfD, die sich unsäglich dagegen äußerte) die Bewerbung zur…

Gepostet von Thomas Niederbühl am Mittwoch, 22. Juli 2020
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Das Großevent soll etwa 10.000 Sportler*­innen in die bayerische Landeshauptstadt locken, die sich in gut 30 Sportarten von Cheerleading bis Schwimmen messen sollen. "Wir wollen sportliche Wettkämpfe auf Spitzenniveau bieten. Gleichzeitig soll das Event Spaß machen", sagte Gay-Games-Mitorganisator Dirk Neitzke, der das Sportprogramm verantwortet.

Die Gay Games sollen auch aus einem umfangreichen Kulturprogramm bestehen. Martina Kohlhuber, die schon das Europäische LGBTI-Chorfestival "Various Voices 2018" mit organisiert hat, ist im Bewerbungsteam zuständig für das Kulturprogramm. "Die Eröffnungsfeier soll das Highlight werden, unsere Visitenkarte", so Kohlhuber. "Zusätzlich planen wir ein buntes Potpourri an Kulturangeboten und Rahmenprogramm wie etwa ein Chor- und Musikfestival, ein Village in der Innenstadt und eine Human Rights-Konferenz."

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Entscheidung in anderthalb Jahren

Die Münchner Organisator*innen rechnen sich nach dem Vertrauensbeweis der Politik gute Chancen aus, den Zuschlag zu erhalten. Mit Vorzügen wie dem Olympiagelände, einem Nachhaltigkeitskonzept und der Partnerschaft mit der Ukraine durch Munich Kyiv Queer will München gegen die Mitbewerberstädte wie Auckland, Lissabon oder Guadalajara punkten. Noch steht ein langer Bewerbungsprozess bevor. Nach aktuellen Planungen will die Federation of Gay Games (FGG) die Siegerstadt im Februar 2022 offiziell verkünden.

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Die Gay Games werden seit 1982 als Breitensport-Event organisiert und finden alle vier Jahre statt. Jede und jeder kann unabhängig von der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität teilnehmen. Bislang einziger deutscher Austragungsort war 2010 Köln. Die letzten Spiele fanden 2018 in Paris statt, 2022 soll als erste asiatische Metropole Hongkong das Turnier austragen. (pm/dk)

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#1 Taemin
  • 23.07.2020, 13:18h
  • Die AfD leugnet gewohnheitsmäßig den grundlegenden Unterschied zwischen einerseits sexuellen Handlungen zwischen zwei Personen, die dem privaten Intimbereich zuzuordnen sind, und der sexuellen Orientierung als gemeinsamem Persönlichkeitsmerkmal der Angehörigen einer sozialen Gruppe, die auf der selben Ebene liegt wie Hautfarbe, Geschlecht oder Religion.

    Anmerkung: Man sollte hier noch anmerken, dass die EuroGames 2004 in München stattfanden (d.h. die europäischen Spiele). Im Erdgeschoss des Rathausturms, dem Durchgang zum Prunkhof, wo eingemeißelte Inschriften an wichtige historische, politische, sportliche und kulturelle Ereignisse erinnern, befindet sich auch eine Gedenkinschrift für diese Spiele 2004.
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#2 ursusEhemaliges Profil
  • 23.07.2020, 17:13h
  • Antwort auf #1 von Taemin
  • "Die AfD leugnet gewohnheitsmäßig den grundlegenden Unterschied zwischen einerseits sexuellen Handlungen zwischen zwei Personen, die dem privaten Intimbereich zuzuordnen sind, und der sexuellen Orientierung als gemeinsamem Persönlichkeitsmerkmal der Angehörigen einer sozialen Gruppe, die auf der selben Ebene liegt wie Hautfarbe, Geschlecht oder Religion."

    Richtig analysiert.

    Das taten und tun aber auch Homo-Politiker oder -Prominente (z.b. Westerwelle, der bekanntlich "Schlafzimmer und Arbeitszimmer trennen" konnte), und das tun gewohnheitsmäßig auch einige unserer werten Mitforist_innen. Diese heteronormative Strategie zur Unsichtbarmachung ist natürlich keine Erfindung der Rechtsautoritarist_innen. Wie so viele andere Schweinereien, die wir heute in der sog. "Mitte" nicht wahrhaben wollen und deswegen an den "rechten Rand" verschieben.
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#3 nix daAnonym
  • 23.07.2020, 19:08h
  • Antwort auf #1 von Taemin
  • "Die AfD leugnet gewohnheitsmäßig den grundlegenden Unterschied zwischen einerseits sexuellen Handlungen zwischen zwei Personen, die dem privaten Intimbereich zuzuordnen sind, und der sexuellen Orientierung als gemeinsamem Persönlichkeitsmerkmal der Angehörigen einer sozialen Gruppe, die auf der selben Ebene liegt wie Hautfarbe, Geschlecht oder Religion."

    Falsch!
    Und das gleich zwei Mal.

    1. handelt es sich nicht um sexuelle "Orientierung", sondern um sexuelle Identität.

    2. hat Religion in dieser Reihung nun wirklich gar nichts zu suchen. Religion kann man (und sollte man mMn) als Erwachsener überwinden und ablegen.
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