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Online-Event

Livestream statt Parade: CSD Berlin dieses Jahr wegen Corona ganz anders

Der große CSD in Berlin wurde in der Corona-Krise abgesagt. Stattdessen gibt es am Samstag online Aktionen und Beiträge. Das Motto: "Don't hide your Pride!"


So schön kuschelig wie letztes Jahr wird es 2020 beim CSD Berlin nicht (Bild: Dirk Lang)

  • 24. Juli 2020, 14:26h, noch kein Kommentar

Der Berliner Christopher Street Day wird wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr im Internet gefeiert. Am Samstag soll es von 14.00 Uhr bis Mitternacht in der "Mainstream" genannten Sendung Aktionen, Talks und künstlerische Beiträge geben, darunter von Rufus Wainright, Rummelsnuff und Black Cracker. Laut Veranstalter sind etwa 30 Organisationen und Vertreter*innen verschiedener Queer-Communitys dem Aufruf für das Online-Event mit dem Motto "Don't hide your Pride!" gefolgt.

Gesendet wird aus einem Livestudio nahe dem Alexanderplatz. Von Außenstandorten in Schöneberg und am Regierungsviertel soll über die Situation von Lokalen im Regenbogenkiez und von queeren Menschen in anderen Ländern berichtet werden. Ausgestrahlt wird das Programm auf Alex Berlin und in den Social-Media-Kanälen des CSD Berlin.

Ihr habt die Wahl! Wir übertragen den Berliner CSD auf diversen Kanälen. Wir kommen digital zu Euch. Auf #Facebook ,…

Gepostet von CSD Berlin – Berlin Pride am Freitag, 24. Juli 2020
Facebook / CSD Berlin – Berlin Pride

Im vergangenen Jahr kamen zum CSD-Umzug nach Veranstalterangaben mehr als eine Million Menschen (queer.de berichtete). Die diesjährige CSD-Parade mit Zehntausenden Teilnehmern und diversen Partywagen hätte am 25. Juli stattfinden sollen, wurde wegen der Corona-Pandemie aber abgesagt.

Bei einer kleineren unabhängig vom CSD-Verein organisierten Ersatzveranstaltung vor vier Wochen waren laut Polizei etwa 3.500 Schwule, Lesben und Transsexuelle gegen Diskriminierung auf die Straße gegangen (queer.de berichtete). Letzte Woche gingen beim ersten CSD im Ortsteil Marzahn rund 500 Menschen auf die Straße (queer.de berichtete).

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Kleinere Veranstaltungen auch außerhalb der Cyberwelt

Ganz ohne Demos für LGBTI-Rechte bleibt die Hauptstadt aber auch dieses Jahr nicht: So soll der Dyke* March am Samstagnachmittag für lesbische Sichtbarkeit sorgen. Danach wollen autonome Aktivist*innen für einen "anarchistischen Christopher Street Day" unter dem Motto "Stay diverse! Stay connected! Cover your faces!" in Kreuzberg und Neukölln auf die Straße gehen. Vor der queerfeministischen Kneipe OYA gibt es zudem den ersten F*LI*NT PRIDE 36.

QueerGrün plant mehrere kleine Kundgebungen und Veranstaltungen. Zudem wird die Öffentlichkeit aufgerufen, am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen individuell Blumen oder Kränze niederzulegen; eine große Veranstaltung mit Redner*innen findet aber dieses Jahr coronabedingt wegen der beengten Verhältnisse nicht statt.

Nur noch drei Tage, dann startet unsere QueerGrüne CSD-Tour! Seid ihr dabei? ???????????????????????????????????????? Inzwischen findet ihr die Infos dazu auch auf queer.de ???????

Gepostet von QueerGrün Berlin am Mittwoch, 22. Juli 2020
Facebook / QueerGrün Berlin

Am Samstag finden außerdem CSDs, teilweise mit Online-Events, in Duisburg, Stuttgart und im Wendland statt. Weitere Kundgebungen gibt es auch in Krefeld und Siegen.

Mit den Christopher Street Days wird an Ereignisse Ende Juni 1969 in New York erinnert: Polizisten stürmten damals in Manhattan die Bar "Stonewall Inn" in der Christopher Street und lösten einen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen gegen Willkür aus. (dpa/dk)