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Wegen Beleidigung

Früherer "Homosexuelle in der AfD"-Chef erneut verurteilt

Online-Pöbeleien werden für Mirko Welsch langsam richtig teuer: Der frühere AfD-Politiker muss jetzt wegen Beleidigung 2.000 Euro Geldstrafe zahlen.


Als Chef der "Homosexuellen in der AfD" wandte sich Mirko Welsch mit kruden Argumenten gegen viele Forderungen der LGBTI-Organisationen, etwa Schulaufklärung

Mirko Welsch, der frühere Chef der "Homosexuellen in der AfD", ist laut Berichten der "Saarbrücker Zeitung" und von "Bild" zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der 42-Jährige soll demnach 40 Tagessätzen à 50 Euro zahlen, weil er einen Aktivisten einer Initiative gegen Rechtsradikale online unflätig beleidigt hatte.

Den Berichten zufolge soll Welsch am 3. Februar eine beleidigende Botschaft an den Administrator der Facebook-Seite "Wir im Landkreis Birkenfeld GEGEN Rechts" geschrieben haben. Laut Strafbefehl habe er folgende Wort in seine Tastatur getippt: "Ne, ne, ne. Ihr versprüht Hass und Hetze. Ihr seid die Homophoben. Ihr seid die Antisemiten. Ihr seid als internationale Sozialisten das gleiche Pack wie die Nationalen Sozialisten…"

Ex-AfD-Politiker muss wegen Beleidigungen zahlen! Der Saarbrücker ist heute Mitarbeiter einer Birkenfelder…

Gepostet von Wir im Landkreis Birkenfeld GEGEN Rechts am Donnerstag, 23. Juli 2020
Facebook / Wir im Landkreis Birkenfeld GEGEN Rechts

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Welschs Welt ist voller linker Faschisten und "Fotzen"

Laut "Saarbrücker Zeitung" handelte es sich bei dem Strafbefehl bereits um die dritte Geldstrafe innerhalb eines Jahres. So soll Welsch eine Wahlleiterin in Saarbrücken-Dudweiler als "Fascho-Fotze" und die Zweite Bürgermeisterin Hamburgs von den Grünen als "widerliche Faschistin" beschimpft haben.

Welsch war 2017 im Streit aus der AfD ausgetreten, nachdem er drei Jahre lang Chef der "Homosexuellen in der AfD" war – er begründete den Schritt damit, dass ihm seine Partei angeblich zu sehr nach Rechts rutsche (queer.de berichtete). Den Vorsitz hatte er immer wieder genutzt, um gegen "linke" LGBTI-Aktivist*innen Stimmung zu machen (queer.de berichtete). Heute arbeitet Welsch als Referent für die rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete Gabriele Bublies-Leifert, die nach einer verlorenen Kampfabstimmung 2019 die AfD-Fraktion verließ.

Die "Homosexuellen in der AfD" treten inzwischen unter dem Namen "Alternative Homosexuelle" auf. Sie sind fast nur in sozialen Netzwerken aktiv. Auf ihren Seiten wird weniger für LGBTI-Rechte geworben, sondern eher gegen "Linke und Migranten" Stimmung gemacht. (dk)