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Bis zu 3.000 Teilnehmende

Hamburg: Polizei und CSD-Verein einigen sich

Die Polizei hat nach juristischen Drohungen des CSD-Vereins die Auflagen für den Jubiläumspride in der Hansestadt gelockert.


Am 1. August findet zum 40. Jubiläum des Hamburger CSDs erstmals eine Fahrrad-Demo statt (Bild: CSD Hamburg)

  • 27. Juli 2020, 14:47h, noch kein Kommentar

Bei der CSD-Fahrraddemonstration am 1. August in Hamburg dürfen bis zu 3.000 Menschen teilnehmen. Das hat der CSD-Verein am Montag mitgeteilt. Ursprünglich wollte die Hamburger Polizei die Teilnehmendenzahl auf 1.000 beschränken, wogegen die Organisator*innen Widerspruch eingelegt hatten (queer.de berichtete).

Der CSD-Verein hatte die strikte mit der Corona-Krise begründete Begrenzung der Teilnehmendenzahl als unfair und verfassungswidrig angesehen. Dabei wurde auf das Recht auf Versammlungsfreiheit verwiesen. Außerdem erinnerten die Veranstalter*innen an die schlimme Vergangenheit der Polizei gegenüber LGBTI: So sei die erste Hamburger Stonewall-Demonstration vor genau 40 Jahren "mit einem brutalen Schlagstock-Einsatz der Polizei" geendet (queer.de berichtete).

Facebook / Hamburg Pride – CSD Hamburg | Vor 40 Jahren stand die Polizei Homo- und Transsexuellen noch feindlich gegenüber – Teaser des Pride für einen Online-Zeitzeug*innen-Talk am Montagabend

Der Demonstrationszug wird sich am kommenden Samstag um zwölf Uhr mittags rund um die Binnenalster aufstellen und anschließend auf eine rund acht Kilometer lange Strecke durch St. Pauli und Altona starten. Endpunkt ist der Dammtorbahnhof.

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Neue CSD-Regeln: Abstand halten und Alkoholverbot

Die Veranstalter*innen weisen auf strikte coronabedingte Einschränkungen bei der Demo hin. So würden "klare Abstands- und Hygieneregelungen" gelten. Ferner sei ein Mund-Nasen-Schutz "dringend empfohlen". Personen mit Atemwegserkrankungen oder Corona-Symptomen sei die Teilnahme am CSD verboten. Zudem herrsche ein striktes Alkoholverbot während der Aufstellung und während der Demo. Des weiteren müssten die Fahrräder verkehrstauglich sein und die Verkehrsregeln eingehalten werden.

"Corona stellt uns als CSD-Verein vor große Herausforderungen. Die können wir als Community nur gemeinsam stemmen – denn wir werden sehr viele Ordner*innen brauchen. Dazu werden wir Euch noch gesondert informieren und aufrufen", so der CSD-Verein. "Wir sind uns der Verantwortung bewusst, die wir unter diesen besonderen Bedingungen tragen. Aber eine Demonstration ist kein Selbstzweck", erklärten die Veranstalter*innen. Der CSD gehöre auf die Straße, "denn die politischen Ziele, für die wir weiterhin kämpfen müssen, sind mit Corona nicht verschwunden".

Vor Samstag bietet der Hamburg Pride unter anderem ein abendliches Online-Talk-Format. Unabhängig von ihm organisiert findet am Freitag zudem der diesjährige Dyke* March statt, als Menschenkette mit Abstand und Liveradio-Begleitung. (dk)