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Kommentare zu:
Emmy-Nominierungen: Queere Thematik nicht mehr aufzuhalten


#1 PetterAnonym
  • 29.07.2020, 11:41h
  • Gute Nachrichten, denn mediale Sichtbarkeit ist immens wichtig und bringt oft mehr als alle politischen Diskussionen und Appelle an Vernunft.

    Auch in Deutschland brauchen wir endlich mehr mediale Sichtbarkeit und auch nicht nur irgendwo im Nachprogramm versteckt. Die mediale Sichtbarkeit sollte dem realen Anteil an der Bevölkerung entsprechen. Das würde bedeuten, dass es jeden Tag in jedem Sender 2,5 - 3 Stunden LGBTI-Inhalte geben müsste.
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#2 seb1983
#3 ManuelAnonym
#4 PetterAnonym
  • 29.07.2020, 13:43h
  • Antwort auf #3 von Manuel
  • "Magst du mir erklären, wie du auf die 2,5 - 3 Stunden pro Tag und Sender kommst?"

    Gerne.

    Seriöse Studien (z.B. die Kinsey-Studie oder der APA) sehen den Anteil von LGBTI an der Bevölkerung zwischen 10-15%. (Studien, die geringere Anteile ansetzen vergessen oft die Trans- und Inter-Sexuellen. Außerdem kommt auch noch die Dunkelziffer drauf, die bei dieser Frage höher als bei anderen liegen dürfte.)

    Ich habe mal pessimistisch mit 10% gerechnet (weil das 1. denjenigen den Wind aus den Segeln nimmt, die Zahlen als zu hoch ansehen und weil das 2. die Rechnung auch einfacher macht).

    Der Tag hat 24 Stunden, bei den (pessimistisch angesetzten) 10% kommt man dann auf 2,4 Stunden (oder umgerechnet vom Dezimalsystem auf das Hexagesimalsystem der Zeitrechnung) auf 2 Stunden und 24 Minten. Das sind dann die 2,5 Stunden (die 6 Minuten habe ich gerundet) und die "bis 3 Stunden" resultieren aus den höheren Werten (und sind ja auch noch pessimisctisch geschätzt, weil 15% ja 3,6 Stunden, also 3 Stunden:36 Minuten).

    Und "pro Sender" resultiert daraus, dass man ja alle Sendeminuten aller Sender zusammenrechnen muss. Ansonsten wären die Werte für einen Sender ja bezogen auf die Gesamtsendeminuten viel weniger als 10-15%.

    Aber selbst wenn man Deinen Wert ansetzen würde (was ich für falsch halte, by the way: Dein Link funktionietr nicht), dann ist das heutige Programm ja immer noch weit davon entfernt, knapp 2 Stunden pro Tag und Sender mit LGBTI-Inhalten zu füllen.

    Und Nachrichten, Dokus, Reportagen, etc. darf man natürlich nicht abziehen. Denn es sind ja auch Sendeminuten und beim LGBTI-Anteil an der Bevölkerung nimmt man ja die Gesamtbevölkerung und schließt nicht von vornherein Gruppen aus, wo der Anteil niedriger ist (z.B. bei streng Religiösen). Und es ist ja auch nicht so, dass es keine Dokus, Reportagen, etc. zu LGBTI-Themen gäbe.
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#5 Adam_RAnonym
  • 29.07.2020, 13:48h
  • Antwort auf #3 von Manuel
  • Der Denkfehler bei solchen Rechnungen: In Filmen und Serien geht es in der Regel nicht nur um eine Person und ein Thema, sondern um viele (Neben-)Rollen und Themen.

    Wenn wir beispielsweise annehmen, dass jede 15. Person queer ist, dann müsste in ALLEN Filmen und Serien mit mindestens 15 unterschiedlichen Rollen rein statistisch auch mindestens ein queerer Charakter vorkommen, um insgesamt den realen Bevölkerungsanteil abzubilden, und nicht nur in jedem 15. Film oder jeder 15. Serie mal ein einziger.
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#6 Adam_RAnonym
#7 sebsisAnonym
  • 29.07.2020, 18:09h
  • Antwort auf #2 von seb1983
  • vermutlich ist dein posting ohnehin wieder mal verächtlich gemeint, aber um es dir nicht so einfach durchgehen zu lassen: alter und ethnische herkunft vielleicht, den rest wie religion usw. nicht, denn das alles ist frei änderbar und nicht angeboren wie die zugehörigkeit zu lgbt*iq.
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#8 ursus
  • 29.07.2020, 18:13h
  • Antwort auf #3 von Manuel
  • "Bei 7,4 % LGBT*-Menschen in der Bevölkerung in Deutschland komme ich auf etwa 1,8 Stunden und nach Abzug von reinen Nachrichten-, Informations-, Dokumentations- und ähnlichen Formaten auf noch viel weniger."

    Weshalb ziehst du denn diese Formate ab?
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#9 FinnAnonym
  • 30.07.2020, 11:31h
  • Antwort auf #4 von Petter
  • Ich stimme Deiner Rechnung absolut zu.
    Und ob es jetzt 2 oder 3 Stunden pro Tag und Sender sein müssten, um dem Anteil an der Bevölkerung zu entsprechen, wäre sogar noch egal, da wir selbst von den niedrigsten Werten weit entfernt sind.

    Wir stehen ja nicht mal mit der Stoppuhr da und verlangen volle Parität (obwohl wir als Gebührenzahler eigentlich das Recht dazu hätten), sondern es würde uns ja schon genügen, wenn man pro Woche in jedem Sender mindestens einen Spielfilm oder eine Doku mit LGBTI-Thema hätte. Und auch nicht nur ein paar Wochen im Sommerloch und versteckt im Nachtprogramm wie beim RBB.
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